Pharma Glossar

Im Pharma Glossar erhalten Sie verständliche Erklärungen und Definitionen zu Fachbegriffen aus den Bereichen Gesundheit und Pharma.

 

  • A

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    • Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (APU)

      Der APU, oft noch Herstellerabgabepreis (HAP) genannt, ist der Preis, zu dem der pharmazeutische Unternehmer sein Arzneimittel an den pharmazeutischen Großhandel oder direkt an die Apotheke abgibt. Im Falle von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sowie Arzneimitteln, die zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben werden, hat der pharmazeutische Unternehmer einen einheitlichen Abgabepreis zu gewährleisten (vgl. § 78 Arzneimittelgesetz).

      Grundsätzlich ist der pharmazeutische Unternehmer frei in seiner Preisfestsetzung. Eine Ausnahme ist durch den Erstattungsbetrag nach § 130b SGB V (i.V. m. § 78 Abs. 3a SGB V) gegeben. Weitere sozialrechtliche Vorschriften (vgl. §§ 35, 130a SGB V) nehmen Einfluss auf die Preisbildung.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#abgabepreis_des_pharmazeutischen_unternehmers_(apu)
    • Absatz

      Absatz stellt die Menge bzw. Anzahl an Packungseinheiten (PE) dar, die in der jeweils angegebenen Zeitspanne abgesetzt (verkauft) wurde.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#absatz
    • Advanced Therapy Medicinal Products (ATMP)

      ATMP sind Arzneimittel für neuartige Therapien. Dabei handelt es sich um innovative Arzneimittel, die auf Genen, Zellen oder Geweben basieren und häufig neue Behandlungsmöglichkeiten für schwere oder bislang nur eingeschränkt behandelbare Erkrankungen eröffnen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#advanced_therapy_medicinal_products_(atmp)
    • Apotheke

      Im vorliegenden Kontext wird unter Apotheke die niedergelassene Apotheke (Offizin-Apotheke) verstanden. Sofern der Apothekenversandhandel angesprochen ist, wird dies explizit erwähnt (siehe auch „Versandhandel“).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#apotheke
    • Apothekenabschlag

      Gesetzliche Krankenkassen erhalten gemäß § 130 SGB V von den Apotheken je abgegebenem Arzneimittel einen Abschlag. Seit 2015 ist der Abschlag gesetzlich auf 1,77 Euro pro rezeptpflichtigem Fertigarzneimittel festgesetzt. Mit dem im Jahr 2022 beschlossenen GKV-Finanzstabilisierungsgesetz erlegte der Gesetzgeber den Apotheken eine auf zwei Jahre befristete Erhöhung des Abschlags auf 2,00 Euro vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2025 auf. Ab 1. Feburar 2024 gelten wieder 1,77 Euro.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#apothekenabschlag
    • Apothekenpflicht

      Arzneimittel dürfen als Ware der besonderen Art grundsätzlich ausschließlich durch Apotheken abgegeben werden (§ 48 AMG und Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#apothekenpflicht
    • Apothekenverkaufspreis (AVP)

      Der AVP ist der Preis, zu dem eine Apotheke ein Arzneimittel verkauft oder gegenüber einem Kostenträger abrechnet (siehe auch Apothekenabschlag). Der AVP errechnet sich im Fall von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nach der Arzneimittelpreisverordnung gemäß § 78 AMG und setzt sich aus dem Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, dem Großhandels- und dem Apothekenzuschlag zuzüglich Mehrwertsteuer zusammen.

      Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel unterliegen keiner Preisvorschrift. Werden apothekenpflichtige, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ausnahmsweise zulasten der gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet, gilt die Preisvorschrift nach §129 Abs. 5a SGB V.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#apothekenverkaufspreis_(avp)
    • Apothekenzuschlag

      Der Apothekenzuschlag für verschreibungspflichtige Humanarzneimittel besteht aus einem Aufschlag von drei Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis und einem Zuschlag von 8,35 Euro sowie 0,21 Euro zur Sicherstellung des Apothekennotdienstes und 0,20 € zur Finanzierung zusätzlicher pharmazeutischer Dienstleistungen. Zur Bildung des AVP ist noch die gesetzliche Mehrwertsteuer aufzuschlagen (vgl. Arzneimittelpreisverordnung). (Stand: April 2023)

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#apothekenzuschlag
    • Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG)

      Das ALBVVG ist seit dem 27. Juli 2023 in Kraft. Es ist ein Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei patentfreien Arzneimitteln und zur Verbesserung der Arzneimittelversorgung, insbesondere bei Kinderarzneimitteln. Es reagiert auf zunehmende Lieferengpässe und soll die Versorgungssicherheit in Deutschland stärken.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#arzneimittel-lieferengpassbekämpfungs-_und_versorgungsverbesserungsgesetz_(albvvg)
    • Arzneimittel-Nutzenbewertungsverordnung (AM-NutzenV)

      Das AM-NutzenV regelt die Durchführung der frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel in Deutschland. Sie definiert die Anforderungen an den Nachweis des Zusatznutzens gegenüber einer zweckmäßigen Vergleichstherapie.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#arzneimittel-nutzenbewertungsverordnung_(am-nutzenv)
    • Arzneimittelgesetz (AMG)

      bildet den rechtlichen Rahmen für Arzneimittel in Deutschland. Es regelt unter anderem Zulassung, Herstellung, klinische Prüfung, Überwachung und Abgabe von Arzneimitteln, um Patientinnen und Patienten zu schützen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#arzneimittelgesetz_(amg)
    • Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)

      Das Gesetz ist seit dem 1. Januar 2011 in Kraft. Es bestimmt unter anderem die frühe Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln durch den G-BA (§ 35a SGB V) und die anschließende Vereinbarung eines Erstattungsbetrages durch den GKV-Spitzenverband und den pharmazeutischen Unternehmer (§ 130b SGB V).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#arzneimittelmarktneuordnungsgesetz_(amnog)
    • ATC-Code

      Das Anatomisch-Therapeutisch-Chemische Klassifikationssystem enthält fünf Ebenen und gibt Auskunft über Hauptwirkungen von Arzneimitteln (1. Ebene) deren Therapiegruppen (2. und 3. Ebene) und über deren chemische Struktur (4. und 5. Ebene).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#atc-code
  • B

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    • Besondere Therapiesituation

      Eine besondere Therapiesituation ist eine medizinische Konstellationen, in denen klassische randomisierte klinische Studien nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. In solchen Fällen können andere wissenschaftliche Nachweise herangezogen werden, um den Nutzen einer Therapie zu bewerten

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#besondere_therapiesituation
    • Biosimilar

      Ein biologisches Arzneimittel, das einem bereits existierenden und in der EEA (Europäischer Wirtschaftsraum) zugelassenen originären biologischen Arzneimittel („Referenzarzneimittel”) ähnelt, indem es eine Version des aktiven Wirkstoffs enthält.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#biosimilar
    • Biotech Act

      Ebenfalls als European Biotech Act bekannt ist es eine Initiative der Europäischen Union (EU) zur Stärkung von Forschung, Entwicklung und Produktion im Bereich Biotechnologie. Ziel ist es, Innovationen schneller zu den Patientinnen und Patienten zu bringen, Investitionen zu fördern und Europas Wettbewerbsfähigkeit im globalen Biotechnologiesektor zu stärken.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#biotech_act
  • C

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    • Critical Medicines Act (CMA)

      Der CMA ist ein Gesetzesvorschlag der Europäischen Kommission, der darauf abzielt, die Versorgungssicherheit mit kritischen Arzneimitteln in Europa zu stärken. Dazu sollen die Produktion in der EU gefördert, Lieferketten widerstandsfähiger gemacht und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern verringert werden.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#critical_medicines_act_(cma)
  • D

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    • Daily Defined Dose (DDD)

      Die definierte Tagesdosis wird als Maß für die verordnete Arzneimittelmenge verwendet. Die DDD basiert auf der Menge eines Wirkstoffes oder eines Arzneimittels, der oder das typischerweise auf die Hauptindikation bei Erwachsenen pro Tag angewendet wird.

      Bei Arzneimitteln, die primär Kindern verordnet werden, liegen durchschnittliche Kinderdosen zugrunde. Die DDD gibt nicht die empfohlene oder tatsächlich verordnete Tagesdosis wieder, sondern stellt eine Maß- und Vergleichseinheit dar.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#daily_defined_dose_(ddd)
    • Deutsches Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS)

      DEMIS ermöglicht die digitale Meldung und Übermittlung von Infektionsdaten zwischen Laboren, Gesundheitsämtern und weiteren Behörden.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#deutsches_elektronische_melde-_und_informationssystem_für_den_infektionsschutz_(demis)
    • Disease Interception

      Disease Interception ist ein Ansatz der personalisierten Prävention, bei dem Krankheitsprozesse bereits vor dem Auftreten von Symptomen erkannt und gezielt aufgehalten werden sollen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#disease_interception
  • E

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    • Endverbraucherpreis (EVP)

      Der Endverbraucherpreis ist der Preis eines Artikels (u.a. eines rezeptfreien Arzneimittels), den der Verbraucher zahlt. Der Endverbraucherpreis enthält die gesetzliche Mehrwertsteuer.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#endverbraucherpreis_(evp)
    • Erstattung

      Gemäß dem Sachleistungsprinzip erhalten gesetzlich Krankenversicherte im Rahmen der sozialrechtlichen Vorschriften unter anderem Arzneimittel, ohne selbst in Vorleistung treten zu müssen. Anschließend erstatten die Kassen die entsprechenden Kosten gegenüber den Leistungserbringern. Im Gegensatz dazu verfolgen die privaten Krankenversicherungen das Prinzip der Kostenerstattung.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#erstattung
    • EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL)

      KARL ist auf europäischer Ebene als Urban Waste Water Treatment Directive (UWWTD) bekannt. Sie sieht die Einführung einer „vierten Reinigungsstufe“ zur Entfernung von Mikroverunreinigungen wie Arzneimittelrückständen und Bestandteilen von Kosmetika aus dem kommunalen Abwasser vor. Hersteller von Human-Arzneimitteln und Kosmetischen Mitteln sollen sich finanziell an den Kosten zur Einführung der 4. Klärstufe zur Entfernung von Mikroschadstoffen beteiligen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#eu-kommunalabwasserrichtlinie_(karl)
    • EU-Verordnung 536/2014 (Clinical Trials Regulation, CTR)

      Die EU-Verordnung 536/2014 (Clinical Trials Regulation, CTR) regelt die Durchführung klinischer Prüfungen mit Arzneimitteln in der Europäischen Union. Ziel ist es, Genehmigungsverfahren zu harmonisieren, die Transparenz zu erhöhen und klinische Forschung in Europa effizienter zu gestalten.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#eu-verordnung_536/2014_(clinical_trials_regulation,_ctr)
    • European Health Technology Assessment (EU-HTA)

      Die EU-HTA ist das europäische Verfahren zur gemeinsamen klinischen Bewertung neuer Gesundheitstechnologien. Ziel ist es, die Nutzenbewertung in Europa zu harmonisieren, Doppelbewertungen zu reduzieren und nationale Entscheidungen auf eine gemeinsame wissenschaftliche Grundlage zu stellen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#european_health_technology_assessment_(eu-hta)
  • F

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    • Festbeträge

      Bei Festbeträgen handelt es sich um Arzneimittelfestbeträge gemäß § 35 SGB V. Sie sind vom GKV-Spitzenverband festgelegte Erstattungshöchstpreise für bestimmte Arzneimittel. Übersteigt der Arzneimittelpreis den Festbetrag, müssen Versicherte die Mehrkosten selbst zahlen. Der Festbetragsfestsetzung liegt die Festbetragsgruppenbildung durch den G-BA zugrunde.

      Das Festbetragssystem unterscheidet drei Stufen: Stufe 1 = Arzneimittel mit denselben Wirkstoffen; Stufe 2 = Arzneimittel mit pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen; Stufe 3 = Arzneimittel mit therapeutisch vergleichbarer Wirkung. Sofern die Ärztin oder der Arzt einer/m Patient/in ein Arzneimittel verschreibt, dessen Abgabepreis über dem festgesetzten Festbetrag liegt, hat die/der Patient/in die Differenz (Mehrkosten bzw. Aufzahlung) zu tragen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#festbeträge
    • Forschung und Entwicklung (FuE)

      FuE umfasst die wissenschaftliche Erforschung neuer Erkenntnisse sowie deren Umsetzung in innovative Produkte, Verfahren und Technologien.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#forschung_und_entwicklung_(fue)
    • Freiverkäuflich

      Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb der Apotheke abgegeben werden. Abgebende Verkaufsstellen bedürfen aber eines Sachkundenachweises (vgl. unter anderem § 44 Arzneimittelgesetz sowie Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#freiverkäuflich
    • Fälschungsschutzrichtlinie

      Die Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU ist die gesetzliche EU-Grundlage, um Patientinnen und Patienten gegen gefälschte Arzneimittel in der legalen Lieferkette zu schützen. U.a. ist in dieser die Einführung von Sicherheitsmerkmalen (individuelles Erkennungsmerkmal und Erstöffnungsschutz) auf der Packung von verschreibungspflichtigen Humanarzneimitteln vorgegeben.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#fälschungsschutzrichtlinie
  • G

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    • Generika

      Generika sind mit dem nicht mehr patentgeschützten Originalpräparat nach Art und Menge des Wirkstoffs und der Darreichungsform gleich (vgl. auch § 24b Arzneimittelgesetz). Es sind wirkstoffgleiche Nachfolgepräparate von Originalarzneimitteln, die nach Patentablauf verfügbar werden.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#generika
    • Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

      Die GKV ist Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems und des deutschen Gesundheitssystems. In ihr sind alle Arbeiter, Angestellten sowie Auszubildende pflichtversichert, sofern ihr Einkommen nicht die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Eine freiwillige Mitgliedschaft ist möglich.

      Oberstes Prinzip der GKV sind das Solidaritätsprinzip, das gleiche Leistungen unabhängig von Einkommen und Beitragshöhe gewährleistet, sowie das Sachleistungsprinzip, das die gesetzlichen Leistungen ohne finanzielle Vorleistungen der Versicherten sicherstellt. In Deutschland gibt es derzeit 95 gesetzliche Krankenkassen (Stand: 1. Januar 2024), in denen circa 74,57 Millionen Menschen versichert sind (Stand: Dezember 2023).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#gesetzliche_krankenversicherung_(gkv)
    • Gesundheitsfonds

      In der GKV gilt seit 2009 ein einheitlicher Beitragssatz, der von allen Krankenkassen verlangt wird. Diese Beitragseinnahmen fließen gemeinsam mit Steuermitteln in den Gesundheitsfonds. Hieraus erhalten die gesetzlichen Krankenkassen für jeden Versicherten eine einheitliche Grundpauschale. Hinzu kommen alters-, geschlechts- und risikoadjustierte Zu- und Abschläge zur Deckung ihrer standardisierten Leistungsausgaben. Hierdurch soll die unterschiedliche Risikostruktur der Versicherten berücksichtigt werden. Die Verwaltung des Gesundheitsfonds obliegt dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#gesundheitsfonds
    • Gesundheitsmittel

      Im vorliegenden Kontext beinhalten Gesundheitsmittel u.a. stoffliche (rezeptfreie) Medizinprodukte, Diätetika und Nahrungsergänzungsmittel.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#gesundheitsmittel
    • GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG)

      Das GKV-BStabG ist am 30. Juli 2026 in Kraft getreten. Es bündelt Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ziel ist es, Beitragssatzsteigerungen zu begrenzen und die Finanzierungsgrundlagen der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zu sichern.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz_(gkv-bstabg)
    • GKV-Spitzenverband (GKV-SV)

      Der Spitzenverband Bund der Gesetzlichen Krankenversicherung ist die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland. Er nimmt im Rahmen der sozialrechtlichen Vorgaben maßgeblich Einfluss auf die Gestaltung und Ausführung der Regelungen unter anderem zur Erstattung und Preisbildung von Arzneimitteln.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#gkv-spitzenverband_(gkv-sv)
    • Gold-plating

      Gold-plating bezeichnet nationale Zusatzregelungen, die über die Anforderungen des EU-Rechts hinausgehen und dadurch zusätzliche Bürokratie oder Belastungen für Unternehmen verursachen können.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#gold-plating
    • Großhandelszuschlag

      Der Großhandelszuschlag für verschreibungspflichtige Arzneimittel gemäß Arzneimittelpreisverordnung beträgt 3,15 Prozent auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, höchstens jedoch 37,80 Euro. Hinzu kommt ein Festzuschlag in Höhe von 0,73 Euro.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#großhandelszuschlag
  • H

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    • Herstellerabschläge

      Die gesetzliche Gewährleistung von Herstellerabschlägen ist in § 130a SGB V geregelt. Im Einzelnen handelt es sich um den Herstellerabschlag nach § 130a Abs. 1, den Abschlag für Impfstoffe nach § 130a Abs. 2, das Preismoratorium nach § 130a Abs. 3a sowie den Generika-Abschlag nach § 130a Abs. 3b SGB V.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#herstellerabschläge
  • I

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    • Impfsurveillance

      Die Impfsurveillance ist eine systematische Erfassung, Auswertung und Überwachung von Daten zu Impfungen. Ziel ist es, Impfquoten, Wirksamkeit, Sicherheit und mögliche Versorgungslücken zu beobachten und die Wirksamkeit von Impfprogrammen zu bewerten.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#impfsurveillance
    • Import

      Im vorliegenden Kontext werden unter Importarzneimittel in Deutschland zugelassene und in Verkehr gebrachte Re- bzw. Parallelimporte verstanden (zur sozialrechtlichen Bedeutung siehe auch § 129 SGB V). An dieser Stelle sind nicht Einzelimporte nach § 73 Abs. 3 AMG angesprochen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#import
    • Indikationsgruppe

      Eine Indikationsgruppe stellt im vorliegenden Kontext die Hauptindikation der in dieser Gruppe erfassten Arzneimittel dar (vgl. ATC-Code, 2. Ebene).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#indikationsgruppe
    • Internationale Preisreferenzierung

      Die internationale Preisreferenzierung ist ein Verfahren, bei dem die Preise von Arzneimitteln in anderen Ländern als Grundlage für die nationale Preisfestsetzung oder Erstattung genutzt werden.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#internationale_preisreferenzierung
  • M

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    • Mass Market

      Der Gesundheitsmarkt im Handel außerhalb der Apotheken wird als Mass Market bezeichnet. Hierzu gehören der Lebensmitteleinzelhandel, Verbrauchermärkte, Discounter und Drogerien.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#mass_market
    • Medizinforschungsgesetz (MFG)

      Das MFG ist seit dem 30. Oktober 2024 in Kraft. Es ist ein deutsches Gesetz zur Stärkung des Forschungs- und Pharmastandorts Deutschland. Es soll die Rahmenbedingungen für die Entwicklung, klinische Prüfung, Zulassung und Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten verbessern, Genehmigungsverfahren beschleunigen und den Zugang von Patientinnen und Patienten zu innovativen Therapien fördern.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#medizinforschungsgesetz_(mfg)
    • Medizinprodukt

      Ein Medizinprodukt ist gemäß Artikel 2 der Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte (MDR, Medical Device Regulation) ein Instrument, ein Apparat, ein Gerät, eine Software, ein Implantat, ein Reagenz, ein Material oder ein anderer Gegenstand, der für Menschen bestimmt ist und allein oder in Kombination einen oder mehrere spezifische medizinische Zwecke erfüllen soll. Dies können beispielsweise Produkte wie Krankenhausbetten, Zahnersatz, Brillen, Kompressionsstrümpfe, Tupfer, Spritzen, Implantate, Herzschrittmacher oder Röntgengeräte sein.

      Im vorliegenden Kontext sind vor allem so genannte stoffliche Medizinprodukte gemeint. Stoffliche Medizinprodukte wirken im Gegensatz zu Arzneimitteln nicht pharmakologisch, metabolisch oder immunologisch, sondern zum Beispiel physikalisch oder physikochemisch. Äußerlich und in der Darreichungsform ähneln sie Arzneimitteln stark. Stoffliche Medizinprodukte sind beispielsweise Meerwasser-Nasensprays, Lutschtabletten, Heilerden, Produkte gegen Sodbrennen, bestimmte Sättigungspräparate sowie Abführ- oder Kopflaus-Mittel.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#medizinprodukt
    • morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA)

      Der Morbi-RSA ist ein Finanzausgleichssystem in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland. Er verteilt die Gelder aus dem Gesundheitsfonds fair an die Krankenkassen, abhängig von Alter, Geschlecht und den tatsächlichen Krankheiten (Morbidität) der Versicherten.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#morbiditätsorientierter_risikostrukturausgleich_(morbi-rsa)
    • Most Economically Advantageous Tender (MEAT)

      MEAT bedeutet auf deutsch „wirtschaftlich günstigstes Angebot“. Es ist ein Vergabeprinzip, bei dem öffentliche Auftraggeber Angebote anhand mehrerer Kriterien bewerten. Neben dem Preis fließen auch Faktoren wie Qualität, Versorgungssicherheit und Lieferkettenresilienz in die Entscheidung ein.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#most_economically_advantageous_tender_(meat)
    • Most Favored Nation (MFN)-Konzept

      Zu deutsch:„Meistbegünstigungsklausel“. Es bedeutet, dass ein Vertragspartner mindestens die gleichen Konditionen wie der am günstigsten behandelte Vergleichspartner erhält. Die US-Regierung unter Donald Trump nutzt dieses Prinzip in abgewandelter Form zur Arzneimittelpreisregulierung: Für bestimmte Medikamente sollen die USA künftig nicht mehr zahlen als den niedrigsten Preis, der in vergleichbaren OECD-Ländern gilt.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#most_favored_nation_(mfn)-konzept
    • MTMG-Wirkstoffe

      MTMG-Wirkstoffe sind Wirkstoffe menschlicher, tierischer oder mikrobieller Herkunft sowie gentechnisch hergestellte Wirkstoffe. Für ihren Import aus Nicht-EU-Staaten gelten in Deutschland besondere arzneimittelrechtliche Anforderungen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#mtmg-wirkstoffe
  • N

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    • Netflix-Modell

      Netflix-Modell ist ein Vergütungsmodell, bei dem Hersteller wichtiger Arzneimittel eine feste jährliche Zahlung erhalten. Die Vergütung wird von der tatsächlichen Nutzung des Arzneimittels entkoppelt, um Forschung, Entwicklung und die Verfügbarkeit versorgungskritischer Medikamente langfristig abzusichern.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#netflix-modell
    • NonRx

      NonRx steht für nicht verschreibungspflichtige (rezeptfreie) Arzneimittel inkl. freiverkäufliche Arzneimittel.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#nonrx
  • O

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    • Original-Präparat

      Original-Präparate sind Arzneimittel, die einen Patentschutz beanspruchen und demnach exklusiv in Verkehr gebracht werden können. In dem vorliegenden Kontext sind neben diesen auch Alt-Originale und Zweitanbieter angesprochen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#original-präparat
    • Orphan Drugs

      Orphan Drugs sind Arzneimittel für die Behandlung seltener Erkrankungen. Sie werden durch besondere europäische Regelungen gefördert, um die Entwicklung von Therapien für kleine Patientengruppen zu ermöglichen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#orphan_drugs
    • OTC-Arzneimittel

      (OTC = over the counter, „über den Handverkaufstisch“) Unter OTC-Arzneimitteln wurden ursprünglich rezeptfreie Arzneimittel verstanden, die ausschließlich in der Apotheke „über den Handverkaufstisch“ und nicht in der Freiwahl beziehungsweise außerhalb von Apotheken feilgeboten werden durften (apothekenpflichtig). Heute werden unter OTC-Arzneimitteln oft auch die freiverkäuflichen Arzneimittel und mitunter auch andere Gesundheitsmittel subsummiert (OTC-Produkte). In dem jeweiligen Kontext ist die verwendete Definition von OTC zu beachten.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#otc-arzneimittel
    • OTX-Arzneimittel

      Unter OTX-Arzneimittel werden rezeptfreie Arzneimittel verstanden, die von einem Arzt verordnet werden – auf Privatrezept, Grünem Rezept oder GKV-Rezept (Muster 16). Damit ist noch keine Aussage über eine ggf. gegebene Erstattung oder Satzungsleistung getroffen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#otx-arzneimittel
  • P

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    • Packungseinheit (PE)

      Die PE stellt die einzelne Packung unabhängig von der Packungsgröße (Menge des Packungsinhalts) eines Artikels dar.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#packungseinheit_(pe)
    • Pharmazeutischer Unternehmer (pU)

      Pharmazeutischer Unternehmer ist der für das Inverkehrbringen eines Arzneimittels verantwortliche Unternehmer.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#pharmazeutischer_unternehmer_(pu)
    • Phytotherapeutika

      Phytotherapeutika sind Arzneimittel auf pflanzlicher Basis. Sie enthalten Wirkstoffe aus Pflanzen oder Pflanzenteilen und werden zur Behandlung oder Vorbeugung von Erkrankungen eingesetzt.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#phytotherapeutika
    • PKV-Verordnung

      Unter einer PKV-Verordnung wird eine ärztliche Verordnung auf Privatrezept verstanden, ohne dass diese in jedem Fall zwecks Kostenerstattung bei der Versicherung eingereicht wird. Auch GKV-Versicherte erhalten in bestimmten Fällen Verordnungen auf Privatrezept.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#pkv-verordnung
    • Preismoratorium

      Ein Preismoratorium verpflichtet Arzneimittelhersteller, Preissteigerungen oberhalb eines gesetzlich festgelegten Referenzpreises durch Abschläge an die Krankenkassen auszugleichen. Es dient der Begrenzung der Arzneimittelausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#preismoratorium
    • Private Krankenversicherung (PKV)

      In der PKV wird der Versicherungsschutz durch private Unternehmen angeboten. Es gilt in der Regel das Kostenerstattungsprinzip. Je nach Tarif erstatten private Krankenversicherungen – im Gegensatz zur GKV – auch rezeptfreie Arzneimittel. Seit dem 1. Januar 2009 müssen PKV-Unternehmen einen Basistarif anbieten, der in Art, Höhe und Umfang mit dem der GKV vergleichbar ist.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#private_krankenversicherung_(pkv)
  • R

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    • Rabattvertrag

      Krankenkassen oder ihre Verbände können mit pharmazeutischen Unternehmern Rabatte für die zu ihren Lasten abgegebenen Arzneimittel vereinbaren. Dabei sind die Vorschriften des Vierten Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen zu beachten. Rabattverträge werden infolge von Ausschreibungsverfahren geschlossen. Die Apotheken sind zur Abgabe von Rabattvertragsarzneimitteln verpflichtet, sofern dem keine anderen Vorschriften entgegenstehen (vgl. auch §§ 130a und 129 SGB V).

      Rabattverträge sind Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern, die Preisnachlässe für bestimmte Arzneimittel regeln und so die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung reduzieren.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#rabattvertrag
    • Real-World-Daten (RWD)

      RWD sind Gesundheits- und Versorgungsdaten, die im Behandlungsalltag außerhalb klinischer Studien entstehen. Sie helfen dabei, den Einsatz und die Wirkung von Therapien unter realen Bedingungen zu bewerten.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#real-world-daten_(rwd)
    • Repurposing

      Repurposing ist die Erforschung und Nutzung bereits bekannter Wirkstoffe für neue medizinische Anwendungsgebiete. Dadurch können innovative Therapien häufig schneller und kostengünstiger entwickelt werden.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#repurposing
    • Rezeptfreie Arzneimittel

      Rezeptfreie Arzneimittel unterliegen nicht der Verschreibungspflicht gemäß der Verordnung über verschreibungspflichtige Arzneimittel (nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel) und können in Apotheken auch ohne Vorlage eines Rezeptes erworben werden (siehe auch: OTC-Arzneimittel). Rezeptfreie freiverkäufliche Arzneimittel können auch außerhalb der Apotheke erworben werden.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#rezeptfreie_arzneimittel
    • Rezeptpflichtige Arzneimittel

      Rezeptpflichtige Arzneimittel sind verschreibungspflichtige Arzneimittel und dürfen nur unter Vorlage einer ärztlichen Verordnung regelmäßig durch Apotheken abgegeben werden. Näheres bestimmt unter anderem die Verordnung über verschreibungspflichtige Arzneimittel.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#rezeptpflichtige_arzneimittel
    • Rx

      Rx steht für verschreibungspflichtige (rezeptpflichtige) Arzneimittel.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#rx
  • S

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    • Selbstmedikation

      Selbstmedikation ist die eigenverantwortliche Form einer Selbstbehandlung mit rezeptfreien Arzneimitteln und bestimmten anderen Gesundheitsprodukten (siehe: OTC) mit dem Ziel, das gesundheitliche Wohlbefinden wiederherzustellen oder zu erhalten. Selbstmedikation ist mehr ein Verhalten als eine objektivierbare Produkteigenschaft.

      Selbstmedikation kann durch Unterstützung eines Apothekers oder Arztes optimiert werden. Nicht selten kann sie eine Alternative für einen Arztbesuch bei bestimmten Krankheiten sein oder eine heilberufliche Therapie ergänzen. Selbstmedikation ist der Ausdruck einer aktiven Beteiligung des Menschen an seinem individuellen Heilungs- und Gesunderhaltungsprozess.

      Weitere Informationen zu Selbstmedikation auf unserer Webseite.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#selbstmedikation
    • SoHO-Verordnung

      Die SoHO-Verordnung ist ein europäischer Rechtsrahmen für Substanzen menschlichen Ursprungs. Sie schafft einheitliche Qualitäts-, Sicherheits- und Rückverfolgbarkeitsstandards, um Spenderinnen und Spender sowie Empfängerinnen und Empfänger besser zu schützen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#soho-verordnung
    • Switch-Verfahren (OTC-Switch)

      Das Switch-Verfahren ist das Verfahren zur Entlassung geeigneter Arzneimittel aus der Verschreibungspflicht. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten einen einfacheren Zugang zu sicheren und wirksamen rezeptfreien Arzneimitteln zu ermöglichen.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#switch-verfahren_(otc-switch)
    • Systemisch

      Mit „systemisch“ wird die Anwendungsart eines Arzneimittels beschrieben. Sie umfasst sowohl die perorale (durch den Mund) als auch die parenterale (zum Beispiel intravenöse oder subkutane) Anwendung eines Arzneimittels.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#systemisch
  • T

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    • Topisch

      Mit „topisch“ wird die Anwendungsart eines Arzneimittels beschrieben. Sie umfasst die lokale Anwendung eines Arzneimittels, zum Beispiel auf der Haut.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#topisch
  • U

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    • Umsatz

      Umsatz stellt die in Geldwert bemessene Menge an Packungseinheiten (PE) dar, die in der jeweils angegebenen Zeitspanne verkauft (umgesetzt) wurde.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#umsatz
  • V

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    • Verordnung

      Als Verordnung wird im vorliegenden Kontext das ärztliche Rezept bezeichnet.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#verordnung
    • Versandhandel

      Unter Versandhandel wird im vorliegenden Kontext der Apothekenversandhandel verstanden. Sonstige Versandhändler bleiben außen vor.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#versandhandel
    • verschreibungsfreie Arzneimittel

      Siehe „Rezeptfreie Arzneimittel“ bzw. „OTC“.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#verschreibungsfreie_arzneimittel
    • Verschreibungspflichtig

      Siehe: „Rezeptpflichtige Arzneimittel“

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#verschreibungspflichtig
    • Vertriebskanal

      Patient/innen beziehungsweise Endverbraucher können Arzneimittel über verschiedene Vertriebskanäle beziehen. Die Wahl des Vertriebskanals hängt unter anderem von der Verschreibungspflicht oder Apothekenpflicht des Arzneimittels ab. Im vorliegenden Kontext werden Apotheken, Versandapotheken (Internetapotheken) sowie Mass Market (Lebensmitteleinzelhandel, Verbrauchermärkte, Discounter und Drogerien) unterschieden.

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#vertriebskanal
  • Z

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    • Zuzahlung

      Die sozialrechtlichen Vorschriften sehen eine Eigenbeteiligung der gesetzlich Versicherten in Form einer Zuzahlung vor, wenn sie eine erstattungsfähige Leistung aufgrund einer ärztlichen Verordnung erhalten (siehe §§ 31 und 61 SGB V). An dieser Stelle sind nicht Mehrkosten angesprochen (siehe: „Festbeträge“).

      https://www.pharmadeutschland.de/themen/pharma-daten-deutschland/pharma-glossar/#zuzahlung
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