Der Gesamt-Apothekenmarkt 2025 wächst wertmäßig mit 5,3 % moderat weiter. Während rezeptpflichtige Arzneimittel (Rx) mit 5,8 % leicht ansteigen, verlieren rezeptfreie Produkte (OTC) etwas an Dynamik. Gründe für die im Vergleich zu anderen Kostenblöcken im Gesundheitswesen unterproportional steigenden Arzneimittelkosten ist hauptsächlich die Demographie verbunden mit medizinischem Fortschritt und damit der qualitativ besseren Arzneimittelversorgung der Patienten.
Der Apothekenmarkt in Deutschland setzt seinen Wachstumskurs moderat fort. Im Jahr 2025 wurden in den stationären Apotheken und im Apothekenversandhandel Arzneimittel im Wert von 82,1 Milliarden Euro abgegeben. Das entspricht einem Umsatzplus von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig lag der Absatz bei rund 1,53 Milliarden Packungen und damit leicht unter dem Vorjahresniveau.
Den größten Anteil haben weiterhin die rezeptpflichtigen Arzneimittel (Rx). Mit 73,9 Milliarden Euro erwirtschaften sie den überwiegenden Teil des Marktvolumens und verzeichnen ein Wachstum von 5,8 Prozent.
Rezeptfreie Arzneimittel (OTC) spielen weiterhin eine zentrale Rolle für die Versorgung: Mengenmäßig ist nahezu jede zweite abgegebene Packung rezeptfrei. Ihr Umsatz liegt bei 8,2 Milliarden Euro, das Wachstum fällt jedoch noch moderater aus, während der Absatz leicht zurückgeht.
FAZIT
Aus Sicht der Arzneimittelhersteller bestätigen die aktuellen Marktdaten einen moderat wachsenden Apothekenmarkt. Dass der relative Anteil der Arzneimittelausgaben seit Jahren schon stabil bleibt, ist bemerkenswert: Die Bevölkerung altert, der medizinische Fortschritt bringt immer mehr – oft personalisierte – Therapien hervor, welche die Qualität der Versorgung verbessern, und die pharmazeutische Industrie steht zugleich unter enormem Druck und in scharfer globaler Konkurrenz.
Für Patienten und Hersteller bedeutet diese Entwicklung, dass therapeutischer Nutzen, Innovationen und komplexere Behandlungsformen weiter an Bedeutung gewinnen. Rezeptfreie Arzneimittel (OTC) bleiben mengenmäßig ein wichtiger Bestandteil der Versorgung mit weiterem Wachstumspotenzial für eine gute Patientenversorgung. Aus geusndheitspolitischen Gründen ist die Selbstmedikation mit rezeptfreien Präparaten weiter auszubauen, um "Headroom" für Innnovation zu schaffen und Ressourcen zu optimieren.
Bei den Entwicklungen im Apothekenmarkt (inkl. Apothekenversandhandel) nach Umsatz und Absatz seit 2020 sind die Sondereffekte der Corona-Pandemie inklusive der zwischenzeitlichen Umsatzsteuerreduktion zu berücksichtigen.
Aufgrund der Darstellung auf Millionen-Basis kann der Einfluss von Nachkommastellen nicht dargestellt werden (Rundungsfehler). Die Berechnungen sind stets unter Berücksichtigung von Nachkommastellen erfolgt.