Das Grüne Rezept – ein Erfolgsmodell

Seit 2004 engagiert sich Pharma Deutschland für die Wahrnehmung und Verbreitung des Grünen Rezeptes. Das Grüne Rezept, ob als Grünes Papierrezept oder digital als Grünes E-Rezept, ermöglicht es Ärztinnen und Ärzten, ihren Patienten rezeptfreie Arzneimittel schriftlich zu empfehlen. Das Grüne Rezept fördert die Beziehung zwischen Patient:in, Arztpraxen und Apotheke. Es verdeutlicht die Werthaltigkeit rezeptfreier Präparate und verstärkt beim Patient:innen eine entsprechende Wahrnehmung. Das Grüne Rezept schafft Vertrauen.

Information

Pro Grünes Rezept

In Zusammenhang mit dem Grünen Rezept unterstützt Pharma Deutschland koordinierend die Initiative Pro Grünes Rezept. Diese Initiative informiert über das Grüne Rezept und ermöglicht Arztpraxen, kostenfrei Grüne Rezepte zu beziehen.

Win-win-win-Perspektiven

Arztpraxis: Optimale Versorgung der Patient:innen  mit rezeptfreien Präparaten, dokumentiert  und ohne wirtschaftliche Nachteile!

Patient:in: Persönliche Empfehlung seiner Ärztin oder seines Arztes, verbindlich aufgeschrieben!

Apotheke: Mit dem Grünen Rezept eine verlässliche Grundlage für die vertrauensvolle Beratung mit Mehrwert!

 

Anteil an Verordnungen rezeptfreier Arzneimittel auf Grünem Rezept - Umsatz & Absatz 2025

Anteil Packungseinheiten auf Grünem Rezept nach Altersklassen - Umsatz & Absatz 2025

Während der Umsatz mit Arzneimittelverordnungen insgesamt zulegt, bleibt der Absatz unter Vorjahresniveau. Die Entwicklung unterscheidet sich deutlich nach Rezeptart und Altersgruppen. Das Grüne Rezept aber nimmt nach wie vor eine zentrale Rolle für die Versorgung ein und steigert zugleich die Gesundheitskompetenz der Patient:innen und ihreEigenverantwortung.

Arzneimittelverordnungen rezeptfreier Arzneimittel 2025: Umsatzplus bei rückläufigem Absatz

Die Auswertung zu Umsatz und Absatz von Arzneimittelverordnungen über rezeptfreie Arzneimittel im Jahr 2025 zeigt eine gegenläufige Entwicklung von Umsatz und Absatz im Arzneimittelmarkt. Der Gesamtumsatz steigt auf 1,57 Mrd. Euro und liegt damit 1,6 Prozent über dem Vorjahr, während der Absatz mit 125,3 Mio. Packungseinheiten um 3,1 Prozent zurückgeht. Diese Entwicklung weist auf strukturelle Veränderungen im Markt hin.

Nach Rezeptarten entfällt der größte Umsatzanteil rezeptfreier Arzneimittel weiterhin auf GKV‑Verordnungen mit 63,2 Prozent (992 Mio. Euro). Gleichzeitig liegt ihr Anteil am Absatz nur bei 43,0 Prozent.  Grüne Rezepte erreichen demgegenüber 31,8 Prozent des Absatzes und tragen 16,6 Prozent zum Umsatz bei. PKV‑Rezepte liegen mit 20,3 Prozent Umsatzanteil und 25,3 Prozent Absatzanteil dazwischen. Damit wird deutlich: Das grüne Rezept spielt weiterhin eine wichtige Rolle bei der Arzneimittelversorgung.

Die altersbezogene Betrachtung unterstreicht diese Entwicklung. Bei Kindern bis zwölf Jahre dominieren GKV‑Verordnungen aufgrund der gegebenen GKV-Erstattung sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz. In den Altersgruppen ab 13 Jahren gewinnen grüne Rezepte wegen der eingeschränkten Erstattungsfähigkeit deutlich an Bedeutung, besonders im Hinblick auf den Absatz. Bei den 13‑ bis 18‑Jährigen sowie den 19‑ bis 64‑Jährigen entfällt ein erheblicher Teil der Packungen auf grüne Rezepte. Das zeigt, der Versorgungsbedarf mit rezeptfreien Präparaten ist gegeben. Mit Hilfe des Grünen Rezeptes kann dem in geeigneter Weise begegnet und zugleich die Selbstmedikation im Sinne von heilberuflich unterstützter Eigenverantortung gestärkt werden.

Auch bei den über 65‑Jährigen bleibt das grüne Rezept relevant: Zwar konzentriert sich der Umsatz weiterhin stark auf GKV‑Verordnungen, der Absatz verteilt sich jedoch deutlich ausgewogener auf alle Rezeptarten. Dies verdeutlicht, dass das Grüne Rezept einen festen Platz in der Versorgung über alle Altersgruppen hinweg einnimmt.

Einordnung von Pharma Deutschland

Das Grüne Rezept leistet einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung, ohne die Versorgung zu beeinträchtigen. Gleichzeitig sichert es den Zugang  zu bewährten Arzneimitteln und stärkt das Zusammenwirken von Arztpraxis, Apotheke und Patient:in.

 

** Hinweis: Aufgrund der Darstellung auf Millionen- oder Millarden Basis kann der Einfluss von Nachkommastellen nicht dargestellt werden (Rundungsfehler). Die Berechnungen  sind stets unter Berücksichtigung von Nachkommastellen erfolgt. **

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