Der abgebildete Selbstmedikationsmarkt, auch OTC-Markt genannt, umfasst rezeptfreie, apothekenpflichtige, aber auch freiverkäufliche (auch außerhalb der Apotheke verkehrsfähige) Arzneimittel. Zum Selbstmedikationsmarkt zählen zudem Produkte, die nicht dem Arzneimittelrecht unterliegen, wie stoffliche Medizinprodukte, Nahrungsergänzungsmittel und andere Gesundheitsprodukte.
Diese Produktgruppen bilden zusammen einen zentralen Bestandteil des modernen Gesundheitsmarktes und ermöglichen Patientinnen und Patienten eine eigenverantwortliche Vorsorge und Behandlung alltäglicher Beschwerden. Die Apotheken weisen im Rahmen ihrer heilberuflichen Beratung auf die Möglichkeiten, aber auch auf die Grenzen der Selbstmedikation hin und nehmen damit eine wichtige Lostenfunktion ein.
Der OTC‑Markt zeigt 2025 eine moderate Umsatzsteigerung bei differenzierten Entwicklungen nach Segmenten. Während Gesundheitsmittel beim Umsatz deutlich zulegen, entwickelt sich der Umsatz rezeptfreier Arzneimittel nur geringfügig bei leicht sinkendem Absatz.
Der OTC‑Markt entwickelt sich 2025 insgesamt moderat positiv, während die Absatzentwicklung uneinheitlich verläuft. Es zeigen jedoch deutlich unterschiedliche Trends innerhalb der einzelnen Segmente. So entfällt der größte Umsatzanteil auf die rezeptfreien Arzneimittel. Das entsprechende Wachstum fällt jedoch gering aus. Der Absatz geht gar zurück. Gesundheitsmittel leisten sowohl wert‑ als auch mengenmäßig den stärksten Wachstumsbeitrag. Stoffliche Medizinprodukte bleiben ein vergleichweise kleineres Segment mit stabiler Entwicklung.
FAZIT
Insgesamt verdeutlichen die Zahlen eine strukturelle Verschiebung innerhalb des OTC‑Marktes. Wachstum entsteht zunehmend differenziert nach Segmenten und weniger gleichmäßig über alle Produktgruppen hinweg. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung einer differenzierten Betrachtung der Marktentwicklung im Bereich der Selbstmedikation.
Rezeptfreie Arzneimittel bleiben 2025 das nach Umsatz und Absatz stärkste Segment innerhalb des OTC‑Marktes.
Der Markt rezeptfreier Arzneimittel entwickelt sich 2025 wirtschaftlich verhalten. Der Umsatz liegt bei 8.407 Mio. Euro, das entspricht jedoch lediglich einem leichten Plus von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Markt rezeptfreier Arzneimittel entwickelt sich deutlich schwächer als der OTC‑Gesamtmarkt (+3,5 %) und verliert relativ an Dynamik gegenüber anderen Teilmärkten der Selbstmedikation.
Beim Absatz zeigt sich eine negative Entwicklung: 2025 werden 790 Mio. Packungen rezeptfreier Arzneimittel abgegeben, das sind −2,2 % im Vergleich zum Vorjahr.
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Zwar stellen OTC‑Arzneimittel weiterhin den größten Umsatzanteil im Selbstmedikationsmarkt, doch das Wachstum bleibt mit +0,6 % deutlich begrenzt, während die Packungsmengen um 2,2 % zurückgehen. Dieser Absatzrückgang bei rezeptfreien Arzneimitteln ist der zentrale dämpfende Faktor im OTC‑Markt.
Der Markt für stoffliche Medizinprodukte entwickelt sich 2025 insgesamt positiv. Während der Umsatz spürbar steigt, fällt das Absatzwachstum moderater aus.
Der Markt für stoffliche Medizinprodukte zeigt im Jahr 2025 eine moderate, aber stabile Entwicklung. Insgesamt werden 110 Millionen Packungen abgesetzt, was einem leichten Absatzplus von 0,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig steigt der Umsatz auf 1,29 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 3,5 %. Damit entwickelt sich der Markt wertmäßig dynamischer als mengenmäßig.
Den größten Anteil am Markt haben stoffliche Medizinprodukte in der Selbstmedikation in Apotheken, sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz. Hier zeigt sich eine insgesamt stetige Entwicklung mit moderaten Wachstumsraten. Der Versandhandel gewinnt weiter an Bedeutung und weist überdurchschnittliche Zuwächse auf, bleibt jedoch im Gesamtmarkt weiterhin ein kleinerer Absatzkanal.
Verordnete rezeptfreie stoffliche Medizinprodukte spielen mengen‑ und wertmäßig eine untergeordnete Rolle, zeigen aber ebenfalls leichte Zuwächse. Der sogenannte Mass Market trägt weiterhin einen relevanten Anteil zum Gesamtumsatz und ‑absatz bei.
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In der Gesamtbetrachtung bestätigt sich, dass stoffliche Medizinprodukte im Jahr 2025 ein eigenständiges und wachsendes Segment innerhalb der Selbstmedikation darstellen. Das Umsatzwachstum übertrifft dabei deutlich die Entwicklung der Packungsmengen, was auf eine zunehmende Wertorientierung im Markt hindeutet.
Der Markt für Gesundheitsmittel entwickelt sich 2025 dynamisch. Sowohl Umsatz als auch Absatz verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zuwächse.
Der Markt für Gesundheitsmittel zeigt im Jahr 2025 eine ausgesprochen positive Entwicklung. Insgesamt werden 754 Millionen Packungen abgesetzt, was einem Absatzplus von 4,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig steigt der Umsatz auf 3,59 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 8,8 %. Damit wächst das Segment sowohl mengen‑ als auch wertmäßig deutlich und zählt zu den dynamischsten Teilmärkten der Selbstmedikation.
Den größten Anteil am Markt haben Gesundheitsmittel im Mass Market, der sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz die höchsten Volumina aufweist und ebenfalls kräftig zulegt. Gleichzeitig zeigen Gesundheitsmittel in der Selbstmedikation in Apotheken eine stabile Entwicklung mit moderaten Wachstumsraten. Der Versandhandel gewinnt weiter an Bedeutung und weist überdurchschnittliche Zuwächse auf, bleibt jedoch im Gesamtmarkt weiterhin von nachgeordneter Bedeutung.
Verordnete rezeptfreie Gesundheitsmittel spielen mengen‑ und wertmäßig nur eine geringe Rolle, tragen jedoch ebenfalls leicht positiv zur Marktentwicklung bei. Insgesamt zeigt sich ein breit getragenes Wachstum über nahezu alle Absatzkanäle hinweg.
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In der Gesamtbetrachtung bestätigt sich, dass Gesundheitsmittel im Jahr 2025 ein klar wachsendes und wirtschaftlich relevantes Segment innerhalb der Selbstmedikation darstellen. Das überdurchschnittliche Umsatzwachstum bei gleichzeitig deutlichem Absatzplus weist auf eine hohe Nachfrage und eine zunehmende Wertschöpfung im Segment hin. Demnach ist besteht für diese Produkte eine hohe Verbraucherakzeptanz und das Segment gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung.
Hinweis: Aufgrund der Darstellung auf Millionen- oder Millarden Basis kann der Einfluss von Nachkommastellen nicht dargestellt werden (Rundungsfehler). Die Berechnungen sind stets unter Berücksichtigung von Nachkommastellen erfolgt.