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OTC im Netz
Pharma Deutschland steht bekanntlich und auch weiterhin für die heilberuflich unterstützte Selbstmedikation mit rezeptfreien Präparaten ein. Dies stellt für sehr viele Menschen eine wichtige, sichere und zugleich effiziente Möglichkeit der persönlichen Gesundheitsversorgung dar. Außerdem werden so Arztressourcen geschont und ein wesentlicher Beitrag zu GKV-Entlastung geleistet. Gleichzeitig ist ein Wertewandel der Menschen beim Einkauf zunehmend auch in Bezug auf ihre Gesundheitsversorgung wahrzunehmen. Auch der OTC-Markt wird immer stärker durch Information und Aktivität im digitalen Raum beeinflusst. Daher ist es nur folgerichtig, im Rahmen der kundenzentrierten Weiterentwicklung von Gesundheitsversorgung fortwährend zu betrachten, wie sich der OTC-Markt im Netz entwickelt. Das wurde mit über 100 Teilnehmenden am 28. April im Rahmen einer Online-Informationsveranstaltung getan. Anerkannte Expertinnen und Experten gaben interessante wie wegweisende Einblicke in die aktuelle Marktsituation und Trends. Nach einer kurzen Einführung durch Lutz Boden, unterzogen Dr. Dominique Ziegelmayer und Céline Béchara von der DatamedIQ GmbH den Versandhandel mit Consumer-Healthcare-Produkten einem Marktcheck und erläuterten Dynamiken und Implikationen. Anschließend diskutierte Jasper Balkenhol, eBazaaris GmbH, mit Blick auf Amazon und Pharma die Plattformmacht, Marktanteile und Zukunftsszenarien. Abschließend stellte Olivia Vissing, Google Germany GmbH, vor, wie Patient:innen mit Hilfe von KI und Agentic Commerce zukünftig suchen, finden und kaufen. Inzwischen wird jeder vierte Euro für Gesundheitsprodukte online ausgegeben. Wachstumstreibend sind Nahrungsergänzungsmittel und Lifestyle-nahe Präparate. Dabei spielen für die Kunden Diskretion und planbare Bedarfsdeckung eine entscheidende Rolle. Das Wachstum im Apothekenversandhandel entsteht vornehmlich durch Neukunden, insbesondere Jüngere. Die Kundenbasis bilden zu gut 2/3 Frauen. Das Durchschnittsalter der Kernklientel ist fast 50 Jahre alt. Insgesamt wird digitale Versorgung zum Standard. Damit erfolgt eine Entkopplung von Öffnungs- und Wegezeiten. Die Sichtbarkeit von Produkt und Leistung verlagert sich ins Interface und damit deutlich vor den POS. Für die Zukunft dürfte das Rx-Geschäft den Versandhandel noch stärker ausbauen, werden doch auch hier Preis und Convenience an Bedeutung gewinnen oder denkt man z. B. an die Versorgung von Chronikern. Langfristig geht es mehr um die Kundenbeziehung als um kurzfristige Umsatzgenerierung. Die Welt der Plattformen manifestiert sich mit Amazon. Man kann an Amazon oder auf Amazon verkaufen. Letzteres wird auch von Online-Apotheken genutzt. 80% des Umsatzes stammen bei Amazon von weniger als 2000 Produkten und 17 Produkte generieren 10% des Umsatzes. Ist man mit dem Wettbewerb im Apothekenmarkt auch bestens vertraut, kommen unter Amazon immer wieder neue Wettbewerber auf. Wichtig ist, dass der Vertrieb mit und auf Amazon die Spitze eines Eisbergs ist. Darunter liegen Daten und Retail Media, die für Wachstum zunehmend bedeutsam sind. In der Zukunft dürfte die KI-gestützte Suche auch bei den Plattformen zum Einstiegspunkt werden. Konkret geht es darum, den Amazon Channel zu monitoren, die eigene Top-Artikel zu verfolgen (wie nimmt der Kunde diese auf Amazon wahr) und Amazon als eigenen Kanal zu prüfen (weniger das „ob" als vielmehr das „wie"). Übergeordnet und damit auch für die weiteren Stakeholder von Interesse sollte sein, dass auf diesem Weg Marken gesteuert werden, was auch Auswirkungen auf den stationären Handel haben kann. Ferner kann eine Vertriebsteuerung mit ausgewählten Apotheken erfolgen. Hingegen sollte eine eigene Präsenz auf Amazon voraussetzen, dass ein Mehrwert zu erwarten ist. Lange vor dem Kaufentscheid erfolgt die Suche, die sich mehr und mehr zur Konsultation entwickelt, um anschließend zum Kaufentscheid zu gelangen bzw. gar Einkaufsaufgaben ausführen zu lassen: mit KI und Agentic Commerce. Vor diesem Hintergrund wird die Ansprache von Emotionen nicht reichen. Vielmehr wird die Qualität der bereitgestellten Information, aber auch die Datenqualität, noch wichtiger. In allen vorgestellten Bereichen Versandhandel, E-Commerce, Plattformen und Konsultation mit KI wird deutlich: Transparenz und Glaubwürdigkeit sind unabdingbar für den erfolgreichen Marktzugang. Vertrauen ist zu schaffen und zu halten.
28.04.2026 Beitrag PD
Green Claims & EmpCo‑RL – Online‑Veranstaltung am 9. Juni 2026 von 10:00–12:00 Uhr
In dieser Online‑Veranstaltung geben unsere Expertinnen Leonie Evans , Rechtsanwältin, Meisterernst Rechtanwälte PartG mbB und Dr. Heike Freund , Rechtsanwältin, KLEINER Rechtsanwälte PartG mbB einen praxisnahen Überblick über die neuen Vorgaben zu Green Claims. Sie erfahren, was sich konkret ändert, wo akuter Handlungsbedarf besteht und wie Sie Umweltwerbung und Nachhaltigkeitskommunikation rechtssicher gestalten – auch im Spannungsfeld zwischen Marketing, regulatorischen Vorgaben und steigenden Anforderungen des Handels. Anhand praxisnaher Fallbeispiele zeigen unsere Expertinnen typische Risiken auf und geben Handlungsempfehlungen für ein effektives Risikomanagement. Tag: 9. Juni 2026 Zeit: 10:00–12:00 Uhr Format: Online‑Seminar Jetzt zur Veranstaltung anmelden . Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
28.04.2026 Beitrag PD
GKV-Spargesetz gefährdet Pharmastandort
Das geplante GKV-Spargesetz setzt überproportional stark auf zusätzliche Belastungen der pharmazeutischen Industrie und konterkariert damit den Anspruch der Bundesregierung, die Pharmaindustrie als Schlüsselbranche und Innovationsmotor in Deutschland zu stärken. Insbesondere die Erhöhung und Dynamisierung des Herstellerabschlags, der Impfstoffabschlag, die weiteren Rabattverträge für die patentgeschützten Arzneimittel sowie das erweiterte Preismoratorium sind nicht als temporärere Auflagen formuliert, sondern gefährden die Branche langfristig. “Mit dem GKV-Spargesetz geht die Bundesregierung an ihr eigenes Tafelsilber”, sagt Pharma Deutschland Vorstandsvorsitzender Jörg Wieczorek. “Was das Kabinett nach heutigem Stand beschließen will, wird den Pharmastandort Deutschland langfristig gefährden." Jörg Wieczorek Vorstandsvorsitzender "Noch im November wollte die Bundesregierung die Pharmabranche als Schlüsselindustrie stärken. Dass dieselbe Bundesregierung ein halbes Jahr später ein Gesetz ins Parlament einbringen will, dass diametral gegensätzliche Auswirkungen hat, erschüttert das Vertrauen der Branche in den Standort Deutschland massiv. Das gilt sowohl für den für die Arzneimittelversorgung so wichtigen Pharma-Mittelstand als auch für die großen, internationalen Unternehmen.”, so Wieczorek weiter.
28.04.2026 Beitrag
„ImpfTalk - Auch schon geimpft? – Neue Wege der Impfluence“
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, begrüßte am gestrigen Abend die knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum ImpfTalk gekommen waren. Es folgten Grußworte von Susanne Schneider MdL, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW und eine Videobotschaft von Prof. Heidi J. Larson, Director, The Vaccine Confidence Project. In der Keynote beschäftigte sich Linus Siebert, Gründer und Geschäftsführer von Fortitude, einem Beratungsunternehmen für strategische Kommunikation gegen Desinformation, mit dem Thema „Zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Meinungskampf: Wirksamer Umgang mit Desinformation rund um Impfungen". Er erklärte, was man eigentlich unter Desinformation versteht, wie man sie erkennen und sich davor schützen kann. Desinformation setzt an echten Sorgen, Ängsten und gesellschaftlichen Spannungen an. Sobald Emotionen oder Weltbilder im Spiel sind, helfen Fakten nur dann weiter, wenn man sie auch verankern kann. Ziel muss es also sein, nicht Recht haben zu wollen, sondern Resonanz zu erzeugen. In den Impulsvorträgen wurden mögliche Kommunikationswege aus verschiedenen Bereichen vorgestellt: Prof. Dr. med. Tim Knoop stellte die Möglichkeiten und Grenzen vom Impfen in der Hausarztpraxis dar. Der niedrigschwellige Zugang zu Impfungen (keine Terminpflicht, niemand wird abgewiesen) steht bei ihm im Fokus. Im Praxisalltag sind aus seiner Sicht Diskussionen zu Impfungen und Überzeugungsarbeit strukturell nicht abbildbar. Prof. Knoop sieht die Stärke der Praxen in der schnellen und effizienten Umsetzung der Impfungen, wenn die Entscheidung beim Patienten bereits gefallen ist. Aktuell ist er an einem Projekt beteiligt, bei dem Impfungen im Fußballstadion erfolgen sollen. Florian Wehrenpfennig, Apotheker in Sankt Augustin, bietet in seiner Apotheke seit langem Impfungen als Ergänzung zum Impfen in der Arztpraxis an. Dieses Angebot wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen, insbesondere von denjenigen, die keinen Hausarzt haben. Allein den Prozess der Abrechnung beschreibt er als zu kompliziert, hier wären Erleichterungen wünschenswert. Weniger Risiko bei der Vorbestellung der Impfstoffe und auch die Möglichkeit, dass PTAs in Zukunft mitimpfen dürfen, hat Florian Wehrenpfennig auf seine Wunschliste gesetzt. Dr. med. Jasper Iske, Arzt aus Berlin, gab einen Überblick über die Medizin in Zeiten von Social Media. Durch medizinische Influencer werden viele Missinformationen, mitunter auch gefährliche Informationen, verbreitet. Die sogenannten Medfluencer haben mit ihren Beiträgen und Videos eine riesige Reichweite, gerade auch im Vergleich mit Funk und Fernsehen. Dr. Iske zeigte einige konkrete Beispiele von klassischen Mythen im Netz und wie er sie auf satirische Weise kommentiert. Er macht deutlich, wie wichtig Social Media für die Kommunikation ist: Es eröffnet eine gewisse Nahbarkeit für die Bevölkerung bzw. die Patienten, hier kann Aufklärung über zu wenig bekannte Gesundheitsfakten erfolgen und ein Gegenpol zu Falschaussagen aufgebaut werden. Unter der Moderation von Prof. Dr. Clarissa Kurscheid, figus GmbH, erfolgte eine abschließende Paneldiskussion mit den Vortragenden sowie Susanne Schneider und Kristina Ostertag, GSK und Vorstandsmitglied von Pharma Deutschland. Diskutiert wurde u. a., wie Industriekommunikation glaubwürdig durchgeführt werden kann, welche Zielgruppen bei der Impfkommunikation systematisch übersehen werden und ob wir in Deutschland mehr Verpflichtung oder Überzeugung benötigen, um die Impfquoten zu steigern. Letzten Endes kommt man zu dem Ergebnis, dass nur das Zusammenspiel aller Akteure zum Ziel führen kann: Niedrigschwellige Impfangebote, lokale und bundesweite Aufklärungskampagnen, aber auch die Ausweitung der Impfkommunikation über die Sozialen Medien spielen hier eine zentrale Rolle.
28.04.2026 Beitrag
Gebührenänderung für Tierarzneimittel
In der Besonderen Gebührenverordnung BMG wird in Abschnitt 6a, der die Gebühren für individuell zurechenbare Leistungen der zuständigen Bundesoberbehörden nach dem Tierarzneimittelgesetz (TAMG) und Verordnung (EU) 2019/6 im Zusammenhang mit Tierarzneimittel regelt, in der Tabelle 1 als neue Nummer 5.1.2.4.1 ein weiterer Gebührentatbestand eingefügt, mit welcher bei der Standardänderung zur QRD-Template Anpassung eine Gebühr in Höhe von 1.200 Euro angesetzt wird. Damit wird den deutlich reduzierten Kosten bei der Bearbeitung der Änderungsanzeigen zur QRD-Template Anpassung Rechnung getragen. Die Gebühr für Standardänderungen (Nr. 5.1.2.4) beträgt das Doppelte. Ferner wird in den Vorbemerkungen zur Tabelle 2 in einem neuen Satz klargestellt, für welche Leistungen des Paul-Ehrlich-Instituts die Besondere Gebührenverordnung BMEL anzuwenden ist, nämlich in Bezug auf immunologische Tierarzneimittel nach Artikel 4 Nummer 5 der Verordnung (EU) 2019/6, die bestimmt sind zur Vorbeugung von Seuchen oder Heilung von Seuchen, Erkennung von Seuchen oder Erzeugung einer unspezifischen Reaktion des Immunsystems.
27.04.2026 Beitrag
Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter auf niedrigem Niveau
Demnach ist der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen: Während im April 2025 noch 12,5 Prozent der Befragten angaben, die ePA aktiv zu nutzen, liegt dieser Wert im April 2026 bei 23,6 Prozent. Zwar hat sich die Nutzung damit nahezu verdoppelt, dennoch greift nur rund insgesamt jeder Vierte auf die elektronische Patientenakte zurück. Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland: „Ein Jahr nach Einführung der ePA ist ein Anteil von Nutzerinnen und Nutzer unter 25 % kein guter Wert." "Wir sind noch weit davon entfernt, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Vorteile der ePA kennt und sie im Alltag nutzt. Damit geht Potenzial verloren, das wir gerade jetzt im Gesundheitssystem dringend brauchen.“ Dorothee Brakmann Hauptgeschäftsführerin Die aktuellen Daten zeigen zudem weiterhin Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen. So nutzen Männer die ePA häufiger als Frauen (25,2 Prozent gegenüber 21,7 Prozent). Auch regional bleibt ein Gefälle bestehen: In den ostdeutschen Bundesländern liegt die Nutzungsrate mit 28,9 Prozent über der im Westen (22,2 Prozent). Besonders aktiv ist die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen mit einer Nutzungsquote von 28,8 Prozent. In den übrigen Altersgruppen bewegt sich die Nutzung auf einem etwas niedrigeren, aber vergleichbaren Niveau: 30-39-Jährigen (27,1 Prozent), 40- bis 49-Jährige (21,6 Prozent), 50- bis 64-Jährige (24,5 Prozent) sowie Menschen ab 65 Jahren (20,9 Prozent). Pharma Deutschland bewertet die ePA als wichtigen Fortschritt für die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die e-Akte kann den Umgang mit der eigenen Gesundheit deutlich vereinfachen. Wichtige medizinische Informationen sind gebündelt verfügbar, Behandlungen können besser abgestimmt und Risiken früher erkannt werden. Gleichzeitig bieten die Daten eine wichtige Grundlage für Forschung und passgenaue Therapien. Sie finden die Grafiken als Anhang zur PM und ebenso im Pharma Deutschland Gesundheitsmonitor .
27.04.2026 Beitrag
Template „Sicherheitskorrekturmaßnahme im Feld“ zur Kommentierung
Eine „Sicherheitskorrekturmaßnahme im Feld“ (FSCA, Field Safety Corrective action) bezeichnet eine von einem Hersteller aus technischen oder medizinischen Gründen ergriffene Korrekturmaßnahme zur Verhinderung oder Verringerung des Risikos eines schwerwiegenden Vorkommnisses im Zusammenhang mit einem auf dem Markt bereitgestellten Produkt. Ende April 2026 ist jetzt die FSCA-PDF-Datei mit extrahierbarer XML-Datei aus IT-technischer Sicht vollständig fertiggestellt, einschließlich der Geschäftsregeln. Hierzu stand die Europäische Kommission mehrfach mit der FSCA-Arbeitsgruppe in Kontakt. Kommentare sind willkommen. Sie werden bis zum 30. Mai 2026 , 12 Uhr, an Heike Wollersen erbeten.
27.04.2026 Beitrag PD
LV Nord: Eat & Talk zur Offensive „Einfach.Hamburg“
Der Pharma Deutschland Landesverband Nord hat am 23. April 2026 gemeinsam mit BPI Nord und VCI Nord zum Eat & Talk an der Außenalster eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Industrie zu vertiefen und konkrete Ansatzpunkte für Bürokratieabbau sowie die Beschleunigung von Verwaltungsverfahren sichtbar zu machen. Im Fokus stand dabei die Hamburger Beschleunigungsoffensive „Einfach.Hamburg“, mit der der Senat Verwaltungsprozesse systematisch überprüft, digitalisiert und effizienter gestalten will. Aus Sicht des Pharma Deutschland LV Nord ist der enge Austausch mit der Praxis entscheidend, um Verfahren verlässlicher, planbarer und besser umsetzbar zu machen – insbesondere in einer regulierungsintensiven Branche wie der Pharmaindustrie. Schon zu Beginn des Abends setzte Staatsrat Jan Pörksen , Chef der Hamburger Senatskanzlei, mit einem Einblick in die Ziele und Arbeitsweise der Beschleunigungsoffensive einen zentralen Impuls. In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierte Staatsrat Pörksen gemeinsam mit Babette Reiken, Vorstandsvorsitzende des LV Nord, sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus der Industrie darüber, wie bürokratische Hürden abgebaut sowie Genehmigungs‑ und Verwaltungsverfahren praxistauglicher ausgestaltet werden können. Deutlich wurde: Bürokratieabbau ist kein abstraktes Ziel. Beschleunigung entscheidet im Unternehmensalltag darüber, ob Investitionen schnell umgesetzt, Genehmigungen erteilt, Innovationen vorangebracht und Projekte realisiert werden können. Beschleunigung bedeutet dabei nicht nur Zeitgewinn, sondern auch mehr Transparenz, bessere Planbarkeit und weniger Reibungsverluste zwischen Unternehmen und Verwaltung. Besonders anschaulich wurde dies an den Marktständen des Abends. Dort zeigten unter anderem unsere LV Nord Mitglieder Almirall, Artesan, Strathmann und AstraZeneca anhand konkreter Praxisbeispiele, wo Verfahren heute noch unnötig komplex sind und welche Lösungsansätze aus Sicht der Praxis denkbar wären. Die Themen reichten von Investitions- und Bauprozessen über digitale Verwaltungsansätze bis hin zu regulatorischen Fragestellungen im Umwelt- und Chemikalienrecht. Das Format machte greifbar, was erfolgreiche Zusammenarbeit ausmacht: nicht übereinander sprechen, sondern miteinander Lösungen diskutieren – direkt, offen und auf Augenhöhe. Mit der Beschleunigungsoffensive „Einfach.Hamburg“, dem Center of Excellence Bürokratieabbau und den konkreten Erfahrungen aus den Unternehmen entstand ein Austausch, der Verwaltungspraxis und Unternehmensrealität unmittelbar zusammengebracht hat. Der LV Nord bedankt sich herzlich bei der Senatskanzlei Hamburg, der Beschleunigungsoffensive „Einfach.Hamburg“, Staatsrat Jan Pörksen, den beteiligten Unternehmen sowie Moderator Yared Dibaba für den gelungenen Abend und den offenen Dialog. Das Eat & Talk hat gezeigt: Wenn Politik, Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam an praxistauglichen Lösungen arbeiten, kann Bürokratieabbau konkret werden – und einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Pharmastandorts Hamburg leisten. Folgen Sie dem Pharma Deutschland Landesverband Nord auf LinkedIn , um die Vorstellung der Marktstände in den kommenden Wochen nicht zu verpassen.
27.04.2026 Beitrag
EMA veröffentlicht Präsentationen aus dem Webinar zu vertraglichen Übereinkommen in klinischen Prüfungen
Die effektive Verhandlung und Umsetzung vertraglicher Vereinbarungen bleibt eine zentrale Herausforderung bei der Durchführung klinischer Prüfungen in ganz Europa. Interessengruppen haben wiederholt auf das Fehlen spezieller Plattformen hingewiesen, auf denen gemeinsame Themen mit Experten unterschiedlicher Interessengruppen diskutiert werden können. Ein Einstieg in einen solchen zukünftigen Austausch war ein Webinar der ACT EU Initiative (Accelerating Clinical Trials in the EU) EMA gemeinsam mit den nationalen Zulassungsbehörden (HMA – Heads of Medines Agencies), das am 16. April 2026 stattfand. Das Webinar bot Einblicke auf nationaler und europäischer Ebene und verschiedene Initiativen hinsichtlich der Vereinheitlichung vertraglicher Vorlagen. Bei dem Webinar wurde die Komplexität des Vertragsvereinbarungsprozesses dargestellt, sowie der Einfluss der Dauer der Vertragsverhandlungen auf den Beginn der Rekrutierungsphase. Bereits im September 2025 hatten die EU-Kommission, die EMA und die HMA gemeinsam ein 5-Jahresziel für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die klinische Forschung in Europa festgelegt. Gemessen an an einigen Key Performance Indicators soll sichergestellt werden, dass 66% der Studienteilnehmer innerhalb der ersten 200 Kalendertage nach dem Antrag auf Genehmigung einer klinische Prüfungen eingeschlossen werden können. Eine der Maßnahmen ist die Vereinheitlichung der vertraglichen Inhalte, besonders für Verträge zwischen Sponsor und Prüfzentrum. In Deutschland hatte man diesen Grund zeitlicher Verzögerungen für Studienstarts bereits früh erkannt und im Rahmen des Medizin-Forschungsgesetzes (MFG) dem BMG die Ermächtigung erteilt, Standardvertragsklauseln per Richtlinie in Deutschland festzulegen. Diese sind bereits 2025 veröffentlicht und in Kraft getreten, sie müssen seit Mitte Dezember 2025 in den entsprechenden Verträgen wortgleich verwendet werden. Pharma Deutschland unterstützt, gemeinsam mit anderen betroffenen Interessengruppen und Verbänden, die Umsetzung und Fortentwicklung dieser Klauseln in Deutschland (https://www.mustervertragsklauseln.de/ ). Die EMA hat die im Rahmen des Webinars am 16. April 2026 gezeigten Präsentationen auf der Veranstaltungsseite veröffentlicht. Das nächste Webinar der ACT Initiative beschäftigt sich am 12. Mai 2026 mit klinischen Prüfungen bei Kindern - EnprEMA & ACT EU workshop on paediatric clinical trials . Eine Anmeldung ist über die Veranstaltungsseite bis zum 10. Mai 2026 möglich.
27.04.2026 Beitrag PD
EUDAMED Playground: Version 3.27.2 zum Testen
Dieses Update umfasst allgemeine Verbesserungen in den meisten Modulen außer dem Modul „Klinische Prüfung/Leistungsstudie“ sowie drei wesentliche Neuerungen in der neuen Version des EUDAMED-Playgrounds: einen neuen Workflow für Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) im Modul „Akteure" die Möglichkeit für Benannte Stellen (NBs), Zertifikate über den UI-Massen-Upload oder M2M hochzuladen im Modul „Vigilance“ ist die Funktion „Search and Manage Vigilance Items“ nun in zwei separate Bereiche unterteilt: „Search & View“ und „Manage“. Während der M&A-Workflow nun im Modul „Actors“ verfügbar ist, befindet sich der Workflow für die Gerätezuordnung (und damit auch für Zertifikate) noch in der Entwicklung und wird in einer zukünftigen Version eingeführt. Zugang: Nicht-öffentliche Webseite: https://webgate.training.ec.europa.eu/eudamed-play Öffentliche Webseite: https://webgate.training.ec.europa.eu/eudamed-public-play/ Wir bitten, die oben genannten URLs nicht weiter zu verbreiten und sie nur für Playground-Tests zu verwenden. Benachrichtigungen: Die E-Mail-Benachrichtigungen sind in der Playground-Umgebung deaktiviert. Die Benutzer können die Benachrichtigungen im Dashboard sehen: Symbol für Benachrichtigungen oben rechts ("Glockensymbol"). Dokumentation: Die User Guides und die Technical Documentation sind im Informationszentrum der EUDAMED Playground-Umgebung verfügbar. Wir empfehlen Ihnen, die "Release Notes” zu lesen, bevor Sie mit dem Testen beginnen. Kommentare zu dem Playground sind willkommen. Sie werden bis zum 20. Mai 2026 an Heike Wollersen ( wollersen@pharmadeutschland.de ) erbeten. Es wird gebeten, für die Kommentierung das beigefügte Template zu verwenden.
27.04.2026 Beitrag PD
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