Das Ergebnis ist ein Chancenpapier mit 52 konkreten Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Pharmaindustrie in Nordrhein-Westfalen, das auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf vorgestellt wurde, auf der auch Pharma Deutschland vertreten war. Dabei bekannten sich die Ministerinnen und der Minister klar zum Pharma Standort NRW. Mit exzellenter Forschung, gewachsenen Industriestrukturen und echten Stärken in Biotechnologie und personalisierter Medizin habe NRW laut Ministerin Neubaur dafür die besten Voraussetzungen.
Gesundheitsminister Laumann betonte die Wichtigkeit von Unabhängigkeit von Drittstaaten bei der Arzneimittelproduktion und das sowie in der Regelversorgung als auch für die Krisenvorbereitung. Auch bei der Arzneimittelversorgung brauche man in der gesetzlichen Krankenversicherung stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. Ein starker Pharmastandort Nordrhein-Westfalen trage zudem zur Wertschöpfung bei, schaffe Arbeitsplätze und sorge für Einnahmen in der Sozialversicherung.
Wissenschaftsministerin Brandes war wichtig, dass die „klügsten Köpfe der Welt“, die zum Studium nach NRW kämen anschließend auch in unseren Arbeitsmarkt integriert werden müssten ebenso, dass die klinische Forschung gestärkt und der Transfer von Pharma-Forschung im Labor zur Produktion im industriellen Maßstab besser und schneller gelingen müsse.
Für Pharma Deutschland ist das Chancenpapier als Ergebnis des NRW-Pharmadialogs gerade mit Blick auf die Bundesebene ein gutes Beispiel, wie solch ein Dialog gelingen kann. Denn hier seien ressortübergreifend gemeinsam mit den Akteuren der Pharmaindustrie gute Antworten gefunden worden, um den Pharmastandort NRW angesichts geopolitischer Risiken, steigender Produktionskosten und eines intensiven internationalen Wettbewerbs langfristig zu stärken.