11.05.2026

LV Mitte zu Gast bei Staatssekretärin Dr. Sonja Optendrenk im Wiesbadener Gesundheitsministerium

Landesverband Mitte im Dialog mit der Gesundheitspolitik zu den Themen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und Krisenresilienz
  • Ausschüsse & Landesverbände
Autor:innen
Nicole Westig
Pharma Deutschland im Austausch mit Staatssekretärin Dr. Sonja Optendrenk (v.l.n.r.): Dr. Gerald Hommel (pharmarissano Arzneimittel GmbH), Nicole Westig (Regionalbeauftragte), Dr. Sonja Optendrenk (Gesundheitsstaatssekretärin Hessen), Dr. Gabriela Soskuty (B. Braun Melsungen AG), Wolfgang Reinert (AbbVie), Dr. Carsten Schmidt-Rimpler (Fresenius SE & Co. KGaA)
Im Austausch mit der hessischen Gesundheitsstaatssekretärin Dr. Sonja Optendrenk machte Pharma Deutschland deutlich: Der Entwurf des GKV‑Beitragsstabilisierungsgesetzes bringt erhebliche Risiken für Planungssicherheit, Innovationsfähigkeit und die Arzneimittelversorgung mit sich. Zugleich appellierte der Verband mit Blick auf das Gesundheitssicherstellungsgesetz an eine frühzeitige und strukturierte Einbindung der pharmazeutischen und Medtech-Industrie.

Die hessische Staatssekretärin für Gesundheit, Dr. Sonja Optendrenk, stand den Vorstandsmitgliedern des Landesverbands Mitte von Pharma Deutschland am Freitag für einen intensiven fachlichen Austausch zur Verfügung.

Im Fokus des Gesprächs stand der Entwurf des GKV‑Beitragsstabilisierungsgesetzes, der aus Sicht der pharmazeutischen Industrie erhebliche Risiken birgt. Besonders kritisch bewertet Pharma Deutschland den geplanten dynamischen Herstellerabschlag: Er untergräbt die notwendige Planungssicherheit, belastet Investitionen und erschwert den Marktzugang neuer Therapien – gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten. Auch die vorgesehene Ausweitung des Preismoratoriums stellt eine massive Belastung dar. Sie führt zu einer dauerhaften Erosion der Preisbasis und schwächt insbesondere generische und etablierte Arzneimittel. Dies kann dazu führen, dass wichtige Versorgungsprodukte, etwa Kinderarzneimittel, vom deutschen Markt verschwinden.

Mit Blick auf das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz zur Stärkung der Krisenresilienz appellierte Pharma Deutschland an die Politik, die pharmazeutische und Medtech-Industrie frühzeitig einzubinden. Die Unternehmen verfügen nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen aus der Pandemie über eine hohe praktische Expertise, die sie für alle gewinnbringend einsetzen können. 

Ihr Kontakt

Nicole Westig

Regionalbeauftragte Mitte & West
Landesverbände Nordrhein-Westfalen & Mitte
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