Die hessische Staatssekretärin für Gesundheit, Dr. Sonja Optendrenk, stand den Vorstandsmitgliedern des Landesverbands Mitte von Pharma Deutschland am Freitag für einen intensiven fachlichen Austausch zur Verfügung.
Im Fokus des Gesprächs stand der Entwurf des GKV‑Beitragsstabilisierungsgesetzes, der aus Sicht der pharmazeutischen Industrie erhebliche Risiken birgt. Besonders kritisch bewertet Pharma Deutschland den geplanten dynamischen Herstellerabschlag: Er untergräbt die notwendige Planungssicherheit, belastet Investitionen und erschwert den Marktzugang neuer Therapien – gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten. Auch die vorgesehene Ausweitung des Preismoratoriums stellt eine massive Belastung dar. Sie führt zu einer dauerhaften Erosion der Preisbasis und schwächt insbesondere generische und etablierte Arzneimittel. Dies kann dazu führen, dass wichtige Versorgungsprodukte, etwa Kinderarzneimittel, vom deutschen Markt verschwinden.
Mit Blick auf das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz zur Stärkung der Krisenresilienz appellierte Pharma Deutschland an die Politik, die pharmazeutische und Medtech-Industrie frühzeitig einzubinden. Die Unternehmen verfügen nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen aus der Pandemie über eine hohe praktische Expertise, die sie für alle gewinnbringend einsetzen können.