Dazu sagt der Pharma Deutschland Vorstandsvorsitzende Jörg Wieczorek: „Angesichts der systematischen und strukturellen Standortschwächung, die im GKV-Betragssatzstabilisierungsgesetz für die deutsche Pharmaindustrie vorgesehen ist, fällt es schwer, als Pharmaunternehmen der gemeinsamen Erklärung Deutschlands und Frankreichs zur „Stärkung der pharmazeutischen Industrie in Europa“ Glauben zu schenken."
"Man muss es in diesem Zusammenhang wohl als konsequent bezeichnen, dass die deutsche Pharmabranche trotz monatelangem Pharmadialog bei der Entstehung der Erklärung in keiner Weise eingebunden war."
"Wer so Politik macht, darf sich nicht wundern, wenn Investitionen ausbleiben, Produkte später nach Deutschland kommen oder ganz vom Markt verschwinden.“, so Wieczorek weiter.
Besonders kritisch sind im geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz aus Sicht des Verbands der dynamische Herstellerabschlag, der Impfstoffabschlag, zusätzliche Rabattmechanismen, die Nachschärfung der Preis-Mengen-Regelung und die Verlängerung und Erweiterung des Preismoratoriums. Die Summe dieser Eingriffe ist ein Frontalangriff auf Verlässlichkeit und den Pharmastandort. Pharma Deutschland fordert die Bundesregierung auf, diesen Kurs zu beenden. Wer die pharmazeutische Industrie in Europa wirklich stärken will, darf sie in Deutschland nicht mit immer neuen Spar- und Belastungsinstrumenten überziehen.