In der von Pharma Deutschland in Auftrag gegebenen Studie wurden im Wintersemester 2025/2026 insgesamt 1000 Studierende an 10 Hochschulen zu Bekanntheit, Image und Interesse an der Pharma-Branche befragt. Die Studierenden stammten aus relevanten Fachrichtungen wie Pharmazie, Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwesen sowie Wirtschaft mit einem Durchschnittsalter von etwa 23 Jahren. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die Wahrnehmung zentraler Branchenkennzahlen als auch das Informationsverhalten der Studierenden bei der Arbeitgeberwahl, ihre bevorzugten Berufsfelder sowie Erwartungen und Vorbehalte gegenüber der Branche.
Die Ergebnisse zeigen, dass grundlegende Stärken der Pharma‑Branche – etwa ihre hohe Forschungsintensität, die wirtschaftliche Bedeutung und die Stabilität der Arbeitsplätze – grundsätzlich bekannt sind, allerdings vor allem bei Studierenden mit direktem Fachbezug. In anderen Disziplinen ist das Wissen darüber deutlich geringer. Besonders auffällig ist, dass Aspekte wie Umwelt- und Nachhaltigkeitsengagement der Branche kaum wahrgenommen werden, obwohl diese Themen für die Arbeitgeberwahl der Studierenden eine wichtige Rolle spielen. Hier besteht aus Sicht der Untersuchung ein Kommunikationsdefizit.
Im Hinblick auf das Informationsverhalten wird deutlich, dass sich rund 90 % der Studierenden gegen Ende ihres Studiums aktiv mit potenziellen Arbeitgebern auseinandersetzen, leistungsstarke Kandidatinnen und Kandidaten jedoch bereits deutlich früher beginnen, den Arbeitsmarkt zu sondieren. Die Initiative geht dabei zunehmend von den Studierenden aus, die gezielt Arbeitgeber auswählen. Hauptinformationsquellen sind digitale Kanäle, insbesondere Internetrecherchen, Jobportale, Unternehmens- und Karrierewebseiten sowie soziale Medien. Persönliche Kontakte oder Kooperationen im Studium spielen demgegenüber eine geringere Rolle.
Die Pharma‑Branche wird insgesamt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen, insbesondere aufgrund finanzieller Anreize, hoher Arbeitsplatzsicherheit und guter Karrierechancen. Auch das innovative, forschungsnahe Arbeitsumfeld wird positiv hervorgehoben. Gleichzeitig werden jedoch auch deutliche Nachteile benannt wie Bürokratie und hoher Leistungsdruck.