Am 24. Juni 2026 trat der Ausschuss Pharmazeutische Entwicklung bei Pharma Deutschland in Bonn zusammen. Im Zentrum der Sitzung standen aktuelle regulatorische Entwicklungen sowie industriepolitische Fragestellungen mit direktem Bezug zur pharmazeutischen Entwicklung. Ein Schwerpunkt lag auf den Entwicklungen in europäischen Fachgremien: Das IPs-IWG Meeting vom 11. Juni 2026, an dem Pharma Deutschland teilnahm, setzte neue Impulse für regulatorische Fragestellungen. Frau Dr. Bicane berichtete aus dem Austausch. In der Annex II AESGP Task Force wurden Arbeiten zur Konkretisierung und Auslegung zentraler Anforderungen an den Dossieraufbau weiter vorangebracht. Darüber hinaus wurden aktuelle Entwicklungen im ICH-Kontext eingeordnet. Im Fokus standen die zunehmende Standardisierung regulatorischer Anforderungen die steigende Komplexität durch differenzierte Guideline-Strukturen der wachsende Bedarf an frühzeitiger industrieller Positionierung Die Diskussion verdeutlichte den engen Zusammenhang zwischen internationaler Harmonisierung und operativer Umsetzbarkeit in den Unternehmen. Die Kompetenzgruppen berichteten über ihre laufenden Aktivitäten und definierten die nächsten Arbeitsschritte. Die Sitzung unterstreicht die hohe Dynamik im regulatorischen Umfeld. Die Schnittstelle zwischen europäischer Gesetzgebung, internationaler Harmonisierung und praktischer Umsetzung bleibt ein zentrales strategisches Handlungsfeld der pharmazeutischen Entwicklung. Frau Dr. Bicane bedankt sich beim Ausschuss für die engagierte Diskussion und die wertvollen Impulse und freut sich auf die Fortsetzung des Austauschs in der nächsten Sitzung.
25.06.2026
Beitrag
Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit, Pflege und Prävention
GEMEINSAME ERKLÄRUNG
ZUM
PHARMA SUMMIT
BRÜSSEL
2026
Europa als Pharmastandort
stärken:
Innovation ermöglichen,
Versorgung sichern,
strategische Autonomie
ausbauen
GEMEINSAMES POLITISCHES BEGLEITPAPIER
VOM 24. JUNI 2026
Pharma Summit Brüssel 2026
2
Gemeinsames politisches Begleitpapier
des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit,
Pflege und Prävention
sowie der deutschen Pharmaverbände vfa, BPI, Pharma
Deutschland, Pro Generika, BIO Deutschland und der
Pharmainitiative Bayern
anlässlich des Pharma Summits in der Vertretung des
Freistaats Bayern bei der Europäischen Union, Brüssel.
Brüssel, 24. Juni 2026
Pharma Summit Brüssel 2026
3
Inhalt
Präambel - Europas pharmazeutische Zukunft jetzt sichern 4
I. Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft Europas sichern 5
II. Strategische Autonomie und Versorgungssicherheit stärken 6
III. Entschlossenes Vorantreiben von Europas Biotechnologie-Offensive 7
IV. Nationale Standortpolitik als Fundament europäischer Stärke 8
V. Gemeinsamer politischer Handlungsaufruf 9
VI. Schlussfolgerung 9
Pharma Summit Brüssel 2026
4
Präambel - Europas pharmazeutische Zukunft
jetzt sichern
Europa befindet sich in einer Phase tiefgreifender geopolitischer und wirtschaftlicher Umbrüche. Die
zunehmenden strategischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten, China und Europa verändern
die globalen Rahmenbedingungen für industrielle Wertschöpfung, technologische Entwicklung und
strategische Autonomie grundlegend.
Die pharmazeutische und biotechnologische Industrie steht dabei im Zentrum dieser Entwicklung. Sie ist als
Treiber medizinischer Innovation und als Garant hochwertiger industrieller Beschäftigung von
unverzichtbarem Wert für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und trägt entscheidend zur
wirtschaftlichen Stärke Europas bei.
Gleichzeitig steht der europäische Pharmastandort zunehmend unter Druck: Von außen gefährden vor allem
industriepolitische Förderprogramme in den USA und staatlich gelenkte Investitionsstrategien in China die
internationale Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Innovations- und Produktionsstandorts. Aber auch
innerhalb Europas sind strukturelle Wettbewerbsnachteile ein Hemmfaktor.
Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht: Gesundheitspolitik ist längst auch Wirtschafts-, Sicherheits-
und Resilienzpolitik. Lieferengpässe bei kritischen Arzneimitteln, Abhängigkeiten von außereuropäischen
Produktionsketten und zunehmende technologische Konkurrenz sind große Herausforderungen. Ein
strategisches Handeln ist dringend erforderlich.
Bayern und Deutschland gehören zu den führenden Pharma- und Biotechnologiestandorten Europas. Ihre
Stärke bildet einen wesentlichen Pfeiler für die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union insgesamt.
Die pharmazeutische Industrie ist eine Schlüsselindustrie Deutschlands und Europas. Ihre
Innovationskraft, Investitionsstärke und industrielle Leistungsfähigkeit müssen gezielt weiterentwickelt und
gefördert werden.
Vor diesem Hintergrund fordern die Unterzeichner des Pharma Summit Brüssel 2026 eine kohärente
europäische Standortpolitik, die Innovation fördert, Versorgungssicherheit gewährleistet und strategische
Autonomie stärkt.
Europa muss jetzt die richtigen Weichen stellen.
Pharma Summit Brüssel 2026
5
I. Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft
Europas sichern
Die beschlossenen Änderungen des EU-Arzneimittelrechts durch das EU-Pharma-Paket und den EU Critical
Medicines Act (CMA) sowie die geplanten Verbesserungen durch den European Biotech Act I bieten die
entscheidende Gelegenheit, regulatorische Rahmenbedingungen zukunftsfest auszurichten.
Folgende drei Ziele müssen durch das europäische Arzneimittelrecht gewährleistet werden:
- Die Europäische Union muss ihre Attraktivität als globaler Standort für pharmazeutische Forschung,
Entwicklung und Markteinführung nachhaltig stärken, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu
können.
- Innovation muss schneller zu den Patientinnen und Patienten gebracht werden.
- Gleichzeitig müssen Investitionsentscheidungen zugunsten Europas gefördert werden.
Aus Sicht der Unterzeichner sind hierfür folgende Maßnahmen erforderlich:
1. Modernisierung und Beschleunigung regulatorischer Verfahren
Europa muss seine regulatorische Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und anderen
internationalen Innovationsstandorten verbessern. Dazu braucht es:
• beschleunigte Bewertungs- und Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-
Agentur (EMA),
• stärkere Nutzung und Einbindung bei wissenschaftlicher Beratung,
• digitalisierte und harmonisierte regulatorische Prozesse,
• konsequenten Bürokratieabbau entlang des gesamten Produktlebenszyklus,
• Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von KMU, die einen erheblichen Anteil der
Grundversorgung leisten.
2. Schutz geistigen Eigentums sichern
Ein starker und verlässlicher Schutz geistigen Eigentums ist Grundvoraussetzung für
pharmazeutische Innovation. Die Europäische Union sollte daher:
• bestehende Schutzmechanismen für Patente, Unterlagenschutz und Marktexklusivität
vollumfänglich erhalten,
• auf eine Verkürzung von Schutzfristen verzichten,
• innovationsfördernde Anreizsysteme für Orphan Drugs, Antibiotika und Advanced Therapy
Medicinal Products (ATMPs) stärken - u. a. durch eine Aufrechterhaltung der Schutzrechte.
Im Allgemeinen würde eine Schwächung von Schutzrechten Investitionen aus Europa abziehen
und die Entwicklung neuer Therapien gefährden - dagegen liegt in einem beständigen,
verlässlichen und starken IP-Schutz nicht nur ein zentraler Innovationsanreiz, sondern auch ein
klarer Wettbewerbsvorteil für Europa.
Pharma Summit Brüssel 2026
6
II. Strategische Autonomie und Versorgungs-
sicherheit stärken
Die Sicherstellung einer zuverlässigen Arzneimittelversorgung über resiliente Lieferketten ist eine
strategische Priorität Europas.
Die starke Abhängigkeit von außereuropäischen Produktionskapazitäten - insbesondere bei Wirkstoffen und
versorgungskritischen Arzneimitteln - stellt ein erhebliches Risiko dar.
Der Critical Medicines Act bietet die Chance, die europäische Versorgungssicherheit strukturell zu stärken.
Die Unterzeichner fordern:
1. Europäische Produktionskapazitäten gezielt fördern
Die Europäische Union sollte:
• Investitionsanreize für pharmazeutische Produktion in Europa schaffen,
• bestehende Produktionsstandorte in Bayern, Deutschland und Europa nachhaltig stärken,
• dafür sorgen, dass Bayern, Deutschland und Europa Vorreiter für innovative
Herstellungsmethoden bleiben,
• sicherstellen, dass die Innovationskraft nicht abwandert, sondern vielmehr strategisch auf eine
neue Ansiedlung von Produktionskapazitäten und deren Ausbau setzen.
2. Versorgungssicherheit im Vergabe- und Erstattungssystem verankern
Der Preis von Arzneimitteln darf nicht länger das alleinige Steuerungsprinzip sein - erforderlich sind:
• Berücksichtigung von Lieferkettenresilienz, Diversifizierung und Standortkriterien im
europäischen Vergaberecht,
• Förderung von Mehrquellenstrategien und Berücksichtigung dieser in den Vergabekriterien,
• gezielte Unterstützung versorgungsrelevanter Generika- und Wirkstoffproduktion,
• eine faire Kostenerstattung für Arzneimittel zur Gewährleistung einer nachhaltigen Versorgung.
Versorgungssicherheit ist ein öffentliches Gut und muss entsprechend politisch abgesichert werden.
3. Vereinbarkeit von Umweltschutz und Versorgungssicherheit ermöglichen
Dringend notwendig sind:
• ausgewogene und ressortübergreifende Ausgestaltung der Arzneimittel- und
Umweltgesetzgebung, sodass ökologische Verbesserungen ermöglicht werden, ohne die
Versorgungssicherheit und Innovationsfähigkeit zu gefährden,
• Kohärenz und Abstimmung der Regulierung auf EU-Ebene,
• Planungs- und Investitionssicherheit durch verlässliche, praktikable und langfristig stabile
regulatorische Rahmenbedingungen.
Pharma Summit Brüssel 2026
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III. Entschlossenes Vorantreiben von Europas
Biotechnologie-Offensive
Biotechnologie ist eine strategische Schlüsseltechnologie der kommenden Jahrzehnte. Europa fällt aber
gerade bei biotechnologischer Forschung und klinischen Studien im internationalen Vergleich zurück. Diese
Tendenz muss dringend umgekehrt werden.
Mit dem angekündigten European Biotech Act I kann und muss Europa einen ambitionierten
industriepolitischen Rahmen schaffen. Der European Biotech Act I enthält bereits viele gute Regelungen,
dennoch gibt es Potentiale für ambitioniertere Weichenstellungen.
Aus Sicht der Unterzeichner sind dies prioritär:
1. Kapital und Wachstum ermöglichen
Europa braucht:
• besseren Zugang zu Wagniskapital und Wachstumsfinanzierung im Pharmasektor,
• europäische Scale-up-Initiativen für Biotech-Unternehmen,
• gezielte Förderung industrieller Biotechnologieplattformen.
2. Translation und klinische Forschung stärken
Erforderlich sind:
• weitere Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, um tatsächlich wettbewerbsfähig
gegenüber den kompetitiveren Märkten zu sein,
• Optimierung des CTIS-Portals, um Informationen zu klinischer Forschung besser verfügbar zu
machen:
o Einführung von Strukturen, die für den Aufbau von Studienregistern in den
Mitgliedstaaten und für innovative KI-basierte Ansätze unerlässlich sind,
o nutzerfreundliche Ausgestaltung nach internationalen Best-Practices,
o harmonisierte regulatorische Anforderungen,
• stärkere europäische Forschungsnetzwerke,
• bessere Nutzung von Gesundheitsdaten und Real-World-Evidence.
Bayern und Deutschland verfügen über hervorragende Voraussetzungen, um hierbei führende
europäische Innovationszentren zu sein.
Pharma Summit Brüssel 2026
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IV. Nationale Standortpolitik als Fundament
europäischer Stärke
Ein wettbewerbsfähiger europäischer Pharmastandort setzt starke, abgestimmte nationale
Rahmenbedingungen voraus. Als geeinte Wirtschaftsunion muss Europa handelspolitische Geschlossenheit
ausstrahlen und mit einer entschlossenen und strategischen Industriepolitik den geopolitischen
Herausforderungen begegnen.
Deutschland trägt hierbei besondere Verantwortung.
Die Unterzeichner begrüßen die Anerkennung der pharmazeutischen Industrie als Schlüsselindustrie
in der deutschen Pharmastrategie.
Entscheidend bleibt nun die konsequente Umsetzung zukunftsweisender Strategien zur Stärkung
nationaler und europäischer Standorte. Der European Biotech Act I und das EU-Pharma-Paket enthalten
bereits viele Vorschläge, die dazu einen Beitrag leisten können.
Darüber hinaus sind noch von entscheidender Bedeutung:
- innovations- und produktionsfreundliche Erstattungs- und Marktzugangsbedingungen, für eine schnelle
und nachhaltige Verfügbarkeit in der Patientenversorgung,
- verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen,
- konsequenter Bürokratieabbau – nicht in einzelnen Regelungen, sondern umfassend über den
Produktlebenszyklus hinweg,
- langfristige Investitions- und Planungssicherheit.
Nur ein starker deutscher Pharmastandort kann dauerhaft zur strategischen Stärke Europas beitragen.
Pharma Summit Brüssel 2026
9
V. Gemeinsamer politischer Handlungsaufruf
Die Unterzeichner appellieren an Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Rat der Europäischen
Union und die Bundesregierung, die pharmazeutische und biotechnologische Industrie als strategischen Kern
europäischer Zukunftsfähigkeit zu behandeln.
Europa braucht:
- ein international wettbewerbsfähiges, innovations- und produktionsfreundliches EU-Arzneimittelrecht,
- eine ambitionierte Umsetzung des EU Critical Medicines Act,
- einen wirtschaftspolitisch wirksamen European Biotech Act I,
- eine EU-Umweltgesetzgebung, die die Versorgungssicherheit berücksichtigt.
Nur mit einer übergeordneten europäischen Standortagenda für pharmazeutische Innovation und
Produktion können medizinischer Fortschritt, Versorgungssicherheit, strategische Autonomie,
wirtschaftliches Wachstum und hochwertige Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden.
VI. Schlussfolgerung
Europa steht vor einer Richtungsentscheidung. Die kommenden Jahre werden entscheiden, ob Europa seine
Rolle als führenden globalen Pharmastandort behaupten kann.
Bayern und Deutschland sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit den europäischen
Institutionen an einer starken pharmazeutischen Zukunft Europas zu arbeiten.
Der Pharma Summit Brüssel 2026 sendet daher ein klares gemeinsames Signal:
Für ein innovationsstarkes Europa.
Für sichere Arzneimittelversorgung.
Für strategische Souveränität.
Für nachhaltiges Wachstum und gute Arbeitsplätze.
Für einen starken Pharmastandort Bayern, Deutschland und Europa.
Pharma Summit Brüssel 2026
10
Judith Gerlach, MdL
Bayerische Staatsministerin für
Gesundheit, Pflege und Prävention
Gesundheit, Pflege und Prävention
Dr. Viola Bronsema
Geschäftsführerin
für BIO Deutschland
Thomas Weigold
Vorstandsvorsitzender, Country President
Sandoz Germany für ProGenerika
Jörg Wieczorek
Vorstandsvorsitzender
für Pharma Deutschland
Oliver Kirst
Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer
Servier Deutschland für den BPI
Han Steutel
Präsident
für den vfa
Pharma Summit Brüssel 2026
11
Herausgeber
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
Haidenauplatz 1 // 81667 München
Telefon +49 89 540233-0 // Telefax +49 89 540233-90999
Gewerbemuseumsplatz 2 // 90403 Nürnberg
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Stand
24. Juni 2026
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25.06.2026
Datei
Gemeinsame Pressemitteilung
vom 24. Juni 2026
Bayern, Biotech- und Pharmaindustrie in Deutschland
fordern starke europäische Standortpolitik
Der Pharma Summit Brüssel 2026 sendet ein starkes Signal: Das
Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
sowie die Verbände vfa, BPI, BIO Deutschland, Pro Generika und
Pharma Deutschland haben in Brüssel eine gemeinsame Erklärung
vorgestellt: Darin fordern sie eine entschlossene europäische
Standortpolitik, um Innovationen zu fördern, die
Arzneimittelversorgung zu sichern und die strategische Autonomie
Europas auszubauen.
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, wachsender
internationaler Konkurrenz und anhaltender Herausforderungen in
globalen Lieferketten sehen die Unterzeichner dringenden
Handlungsbedarf. Die pharmazeutische und biotechnologische
Industrie ist nicht nur unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung
der Bevölkerung, sondern auch ein zentraler Wachstumsmotor für
Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliche Stärke in Europa.
Anlässlich dieser Veranstaltung betonte Bayerns
Gesundheitsministerin Judith Gerlach: „Gesundheitspolitik muss
immer starker Teil einer umfassenden Industrie- und Standortpolitik
sein. Denn Europa soll international attraktiv für
Investitionsentscheidungen bleiben. In unserer gemeinsamen
Erklärung benennen wir zentrale Punkte, um das zu erreichen.“
Die gemeinsame Erklärung benennt vier zentrale Handlungsfelder:
Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken
Seite 1/3
Die Unterzeichner sprechen sich für einen verlässlichen Schutz
geistigen Eigentums, innovationsfreundliche regulatorische
Rahmenbedingungen sowie beschleunigte und digitalisierte
Zulassungsverfahren aus. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung in
Europa zu fördern und neue Therapien schneller zu den Patientinnen
und Patienten zu bringen.
Versorgungssicherheit und strategische Autonomie ausbauen
Um die Abhängigkeit von außereuropäischen Produktions- und
Lieferketten zu reduzieren, sollen Investitionen in europäische
Produktionskapazitäten gezielt gefördert werden. Darüber hinaus
fordern die Beteiligten eine stärkere Berücksichtigung von Resilienz-
und Standortkriterien bei Vergabe- und Erstattungssystemen.
Biotechnologie-Offensive vorantreiben
Die Erklärung unterstreicht die strategische Bedeutung der
Biotechnologie für Europas Zukunft. Verbesserte
Finanzierungsmöglichkeiten für Wachstumsunternehmen, schnellere
Genehmigungsverfahren und stärkere Forschungsnetzwerke sollen
dazu beitragen, Europa als führenden Biotechnologiestandort zu
positionieren.
Nationale Standortpolitik stärken
Die Unterzeichner betonen, dass ein wettbewerbsfähiger
europäischer Pharma- und Biotechstandort starke nationale
Rahmenbedingungen voraussetzt. Dazu gehören innovations- und
produktionsfreundliche Erstattungsregelungen, Bürokratieabbau,
Digitalisierung sowie langfristige Investitions- und
Planungssicherheit.
„Europa muss jetzt die richtigen Weichen stellen, um seine Rolle als
globaler Innovations- und Produktionsstandort im Pharmabereich zu
behaupten. Medizinischer Fortschritt, Versorgungssicherheit und
wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit müssen gemeinsam gedacht
werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.
Mit ihrem Appell richten sich die Beteiligten an die Europäische
Kommission, das Europäische Parlament, den Rat der Europäischen
Union sowie die Bundesregierung. Sie fordern eine ambitionierte
Umsetzung des EU-Pharma-Pakets und des Critical Medicines Act
sowie eine Überarbeitung der kommunalen Abwasserrichtlinie und
des geplanten European Biotech Act. So kann Europas
Gesundheitswirtschaft nachhaltig gestärkt werden. Der Pharma
Summit Brüssel 2026 sendet damit ein klares Signal: Für
Seite 2/3
Gemeinsame
Pressemitteilung
vom 24. Juni 2026
Innovationsstärke, für eine sichere Arzneimittelversorgung und für
einen wettbewerbsfähigen Pharmastandort in Bayern, Deutschland
und Europa.
Die Erklärung findet sich hier: https://www.pharmainitiative-bayern.
de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/Gem.-Erkl.-Pharma-
Summit-2026.pdf
Ansprechpartner:innen:
BIO Deutschland e.V.
Website: www.biodeutschland.org
Pressekontakt: Dr. Claudia Englbrecht,
Tel. +49 30 2332164-32, englbrecht@biodeutschland.org
BPI - Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
Website: www.bpi.de
Pressekontakt: Herrmann Hofmann,
Tel. +49 176 12790936, hhofmann@bpi.de
Pharmainitiative Bayern
Website: www.pharmainitiative-bayern.de
Pressekontakt: Dr. Cordula Weiß
Tel. 089 92691-35, weiss@lv-bayern.vci.de
Pharma Deutschland e.V.
Website: www.pharmadeutschland.de
Pressekontakt: Hannes Hönemann,
Tel. +49 171 56 18 203, hoenemann@pharmadeutschland.de
Pro Generika e.V.
Website: www.progenerika.de
Pressekontakt: Anna Steinbach,
Tel. +49 151 40792101, steinbach@progenerika.de
vfa – Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.
Website: www.vfa.de
Pressekontakt: Dr. Jochen Stemmler,
Tel. +49 30 20604-203, j.stemmler@vfa.de
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Gemeinsame
Pressemitteilung
vom 24. Juni 2026
https://www.pharmainitiative-bayern.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/Gem.-Erkl.-Pharma-Summit-2026.pdf
https://www.pharmainitiative-bayern.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/Gem.-Erkl.-Pharma-Summit-2026.pdf
https://www.pharmainitiative-bayern.de/wp-content/uploads/sites/5/2026/06/Gem.-Erkl.-Pharma-Summit-2026.pdf
https://www.biodeutschland.org
mailto:englbrecht@biodeutschland.org
https://www.bpi.de/startseite
https://www.pharmainitiative-bayern.de/
https://www.pharmadeutschland.de/
mailto:hoenemann@pharmadeutschland.de
https://www.progenerika.de/
https://www.vfa.de
mailto:j.stemmler@vfa.de
25.06.2026
Datei
Die Macher von FIEGE zeigten ein gutes Gespür – für das Thema sowie für die interessante Mischung der Referenten. Im Einklang mit ihrem Motto Zukunft vernetzt. Wissen. Technologie. Fortschritt. 2026 sprach man mit der Frage „LONGEVITY – Medizin oder Mindset?" nicht nur ein Trendthema an, sondern mit den Impulsvorträgen wurden zudem unterschiedliche Betrachtungen, Einordnungen und tiefgehenden Gedanken eingebracht. Maik „Scholle" Scholkowsky, bekannt u. a. als Radiomoderator bei radio SAW schuf mit seiner charmant-heiteren und zugleich ernsthaften Moderation einen perfekten Rahmen. Den Impulsreigen startete Professor Dr. med. Tobias D. Gantner, MBA, LL. M., Geschäftsführer HealthCare Futurists GmbH und einer der prägenden Köpfe, wenn es um die Digitalisierung im Gesundheitswesen geht. Unter dem provokanten Titel „Schlauer als der Arzt erlaubt. Wie wir trotz Medizin richtig alt werden können“ gab er einen umfassenden Überblick, was von der Digitalisierung und dem Einsatz von KI in der Medizin zu erwarten sein dürfte. Er zog treffend historische Vergleiche und erläuterte die Herausforderungen, aber vor allem die Chancen, die sich durch ein Mehr an gesunden Lebensjahren ergäben. In einem zweiten Impuls, eingeleitet unter den Klängen von Queen`s „Who wants to live forever" verdeutlichte Lutz Boden, Geschäftsführer OTC-Markt beim Pharma Deutschland e.V., zunächst, was nicht Sinn und Zweck von Longevity sein kann, um dann aus der Versorgungsperspektive den Blick auf Prävention zu weiten. Er unterstrich die Bedeutung von Longevity im Sinne von Prävention als einen zentralen Baustein einer zukünftigen Gesundheitsversorgung, sowohl aus individueller als auch aus gesundheitsökonomischer, fiskalischer und volkswirtschaftlicher Sicht. Denn ein Zugewinn an gesunden Lebensjahren zahle auf alle diese Disziplinen ein. Das sei essenziell, wollten wir unseren Wohlstand in Verbindung mit sozialem Frieden erhalten. Er unterstrich die Relevanz von Bildung, wenn es um mehr Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortung in der persönlichen Gesundheitsversorgung ginge, aber auch die der Qualität sowohl in Bezug auf die Produkte als auch in der dazugehörigen Beratung. Das gelte, wie im Bereich Gesundheitsversorgung insgesamt, auch beim Thema Longevity. Produkte mit pharmazeutischer Qualität und die heilberufliche Beratung, insbesondere aus der Apotheke, ergänzten sich hier im Sinne des Patientenwohls. Der Vortragstitel „Longevity – mit Qualität und Würde" versprach aber noch einen zweiten Aspekt. Und so ging Apotheker Lutz Boden zum Ende seiner Ausführungen auch auf die Würde ein, die ein gesundes Altern begleiten sollte, intrinsisch wie extrinsisch. Dabei sei der soziale Kontakt wesentlich, weshalb auch in Gesundheitsfragen die Ansprechbarkeit vor Ort, wie z.B. in einer Apotheke, wichtig sei. Sie nähme neben ihrer Lotsen- und Beratungsfunktion auch diese, gesellschaftlich nicht minderwichtige Rolle ein. Damit war eine Brücke gebaut zum dritten Programmpunkt. Pater Elias H. Füllenbach O.P., Diplom-Theologe, Seelsorger an St. Andreas in Düsseldorf ging in einem beeindruckenden Vortrag zwar als Mann der Kirche, aber grundsätzlich sozialwissenschaftlich der Frage „Ewiges Leben?" nach. Er appellierte abschließend, achtsam mit sich und den Mitmenschen umzugehen. Dann würde es was werden, mit einem glücklichen Leben. Mit den drei Impulsen schloss sich am Ende ein Kreis, denn ob Digitalisierung, Präparate oder Dienstleistungen, dies alles ist von Menschen geschaffen und soll den Menschen dienen, damit sie möglichst gesund alt werden können, vorzugsweise getragen von sozialer Teilhabe. In jedem Fall war damit genug Gesprächsstoff gegeben, um den gelungenen Abend gemeinsam mit den Gästen ausklingen zu lassen. Lutz Boden, Geschäftsführer OTC-Markt bei Pharma Deutschland, bei der Veranstaltung der FIEGE Logistik Stiftung & Co. KG in Berlin.
25.06.2026
Beitrag
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, wachsender internationaler Konkurrenz und anhaltender Herausforderungen in globalen Lieferketten sehen die Unterzeichner dringenden Handlungsbedarf. Die pharmazeutische und biotechnologische Industrie ist nicht nur unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, sondern auch ein zentraler Wachstumsmotor für Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliche Stärke in Europa. Anlässlich dieser Veranstaltung betonte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach: „Gesundheitspolitik muss immer starker Teil einer umfassenden Industrie- und Standortpolitik sein. Denn Europa soll international attraktiv für Investitionsentscheidungen bleiben. In unserer gemeinsamen Erklärung benennen wir zentrale Punkte, um das zu erreichen.“ Die gemeinsame Erklärung benennt vier zentrale Handlungsfelder: Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken Die Unterzeichner sprechen sich für einen verlässlichen Schutz geistigen Eigentums, innovationsfreundliche regulatorische Rahmenbedingungen sowie beschleunigte und digitalisierte Zulassungsverfahren aus. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung in Europa zu fördern und neue Therapien schneller zu den Patientinnen und Patienten zu bringen. Versorgungssicherheit und strategische Autonomie ausbauen Um die Abhängigkeit von außereuropäischen Produktions- und Lieferketten zu reduzieren, sollen Investitionen in europäische Produktionskapazitäten gezielt gefördert werden. Darüber hinaus fordern die Beteiligten eine stärkere Berücksichtigung von Resilienzund Standortkriterien bei Vergabe- und Erstattungssystemen. Biotechnologie-Offensive vorantreiben Die Erklärung unterstreicht die strategische Bedeutung der Biotechnologie für Europas Zukunft. Verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten für Wachstumsunternehmen, schnellere Genehmigungsverfahren und stärkere Forschungsnetzwerke sollen dazu beitragen, Europa als führenden Biotechnologiestandort zu positionieren. Nationale Standortpolitik stärken Die Unterzeichner betonen, dass ein wettbewerbsfähiger europäischer Pharma- und Biotechstandort starke nationale Rahmenbedingungen voraussetzt. Dazu gehören innovations- und produktionsfreundliche Erstattungsregelungen, Bürokratieabbau, Digitalisierung sowie langfristige Investitions- und Planungssicherheit. „Europa muss jetzt die richtigen Weichen stellen, um seine Rolle als globaler Innovations- und Produktionsstandort im Pharmabereich zu behaupten. Medizinischer Fortschritt, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit müssen gemeinsam gedacht werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Mit ihrem Appell richten sich die Beteiligten an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, den Rat der Europäischen Union sowie die Bundesregierung. Sie fordern eine ambitionierte Umsetzung des EU-Pharma-Pakets und des Critical Medicines Act sowie eine Überarbeitung der kommunalen Abwasserrichtlinie und des geplanten European Biotech Act. So kann Europas Gesundheitswirtschaft nachhaltig gestärkt werden. Der Pharma Summit Brüssel 2026 sendet damit ein klares Signal: Für Innovationsstärke, für eine sichere Arzneimittelversorgung und für einen wettbewerbsfähigen Pharmastandort in Bayern, Deutschland und Europa.
25.06.2026
Beitrag
Merz sagte, Argumente von Beteiligten und Betroffenen würden sorgfältig abgewogen. Die Reform solle die Versorgung verbessern und das System effizienter und kostengünstiger machen. Dass das gehe, zeigten viele andere Länder. «Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme weltweit. Und die Unzufriedenheit vieler Beteiligter im Gesundheitssystem zeigt, dass wir die Möglichkeiten, die Effizienzen in diesem System nicht genügend nutzen.» Sparpaket soll Beitragserhöhungen verhindern Das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) soll die gesetzlichen Krankenkassen 2027 in Milliardenhöhe entlasten, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Kommen sollen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Gegen die Pläne gibt es seit Wochen heftige Proteste aus dem gesamten Gesundheitswesen und von Patientenvertretern. Die schwarz-rote Koalition strebt an, das Gesetz in der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause im Bundestag zu beschließen, die vom 6. bis 10. Juli stattfindet. Union und SPD ringen noch um Verständigungen in mehreren Punkten.
25.06.2026
Beitrag
Politisches Grußwort & Panel mit dem niedersächsischen Gesundheitsminister, Dr. Andreas Philippi
Mo
05
Okt
Veranstaltung
Die Mitgliederversammlung des Landesverband Nord findet zum dritten Mal in Hamburg statt.
Do
24
Jun
Veranstaltung
PD
Als Themen wurden im Ausschuss die Sachstandsberichte der Bundesoberbehörden im Rahmen der Routinesitzung nach § 63 AMG und Informationen aus der EudraVigilance-Expert Working Group besprochen. Zum festen Agendapunkt, KI in der Pharmakovigilanz, des Ausschusses für Arzneimittelsicherheit präsentierte die Puraite GmbH einen Vortrag zu „Erklärbare KI in der Pharmakovigilanz: Chancen, Risiken und Anforderungen für einen verantwortungsvollen Einsatz“. Weitere Punkte und Themen aus dem täglichen Geschäft der Arzneimittelsicherheit wurden von den Mitgliedern eingebracht und diskutiert. Die Ausschussvorsitzende Imke Simmchen-Wittekopf und Dr. Jens Illigen für Pharma Deutschland danken allen Teilnehmern für ihre Beteiligung und die konstruktiven Diskussionen.
24.06.2026
Beitrag
Official address Domenico Scarlattilaan 6 ● 1083 HS Amsterdam ● The Netherlands
An agency of the European Union
Address for visits and deliveries Refer to www.ema.europa.eu/how-to-find-us
Send us a question Go to www.ema.europa.eu/contact Telephone +31 (0)88 781 6000
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22 June 20261
EMA/PRAC/98634/2026
Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC)
PRAC recommendations on signals
Adopted at the 4-7 May 2026 PRAC meeting
This document provides an overview of the recommendations adopted by the Pharmacovigilance Risk
Assessment Committee (PRAC) on the signals discussed during the meeting of 4-7 May 2026 (including
the signal European Pharmacovigilance Issues Tracking Tool [EPITT]2 reference numbers).
PRAC recommendations to provide supplementary information are directly actionable by the concerned
marketing authorisation holders (MAHs). PRAC recommendations for regulatory action (e.g.
amendment of the product information) are submitted to the Committee for Medicinal Products for
Human Use (CHMP) for endorsement when the signal concerns Centrally Authorised Products (CAPs),
and to the Co-ordination Group for Mutual Recognition and Decentralised Procedures – Human (CMDh)
for information in the case of Nationally Authorised Products (NAPs). Thereafter, MAHs are expected to
take action according to the PRAC recommendations.
When appropriate, the PRAC may also recommend the conduct of additional analyses by the Agency or
Member States.
MAHs are reminded that in line with Article 16(3) of Regulation No (EU) 726/2004 and Article 23(3) of
Directive 2001/83/EC, they shall ensure that their product information is kept up to date with the
current scientific knowledge including the conclusions of the assessment and recommendations
published on the European Medicines Agency (EMA) website (currently acting as the EU medicines
webportal).
For CAPs, at the time of publication, PRAC recommendations for update of product information have
been agreed by the CHMP at their plenary meeting (18-21 May 2026) and corresponding variations will
be assessed by the CHMP.
For nationally authorised medicinal products, it is the responsibility of the National Competent
Authorities (NCAs) of the Member States to oversee that PRAC recommendations on signals are
adhered to.
Variations for CAPs are handled according to established EMA procedures. MAHs are referred to the
available guidance. Variations for NAPs (including via mutual recognition and decentralised procedures)
are handled at national level in accordance with the provisions of the Member States.
1 Expected publication date. The actual publication date can be checked on the webpage dedicated to PRAC
recommendations on safety signals.
2 The relevant EPITT reference number should be used in any communication related to a signal.
https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/post-authorisation/pharmacovigilance-post-authorisation/signal-management/prac-recommendations-safety-signals
https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/post-authorisation/pharmacovigilance-post-authorisation/signal-management/prac-recommendations-safety-signals
https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/post-authorisation/pharmacovigilance-post-authorisation/signal-management/prac-recommendations-safety-signals
PRAC recommendations on signals
EMA/PRAC/98634/2026 Page 2/5
The timeline recommended by PRAC for submission of variations following signal assessment is
applicable to both innovator and generic medicinal products, unless otherwise specified.
For procedural aspects related to the handling of PRAC recommendations on signals (e.g. submission
requirements, contact points, etc.) please refer to the Questions and Answers on signal management.
https://www.ema.europa.eu/documents/other/questions-answers-signal-management_en.pdf
PRAC recommendations on signals
EMA/PRAC/98634/2026 Page 3/5
1. Recommendations for update of the product information3
1.1. Pancreatin – Infection due to viral transmission
Authorisation procedure Non-centralised
EPITT No 20205
PRAC Rapporteur Dennis Lex
Date of adoption 7 May 2026
Recommendation [see also section 3]
Having considered the available evidence in EudraVigilance and literature including epidemiological
studies, PRAC has agreed that all MAHs of pancreatin-containing medicinal products should submit a
variation within 2 months from the publication of the PRAC recommendation, to amend the product
information as described below (new text underlined):
Summary of product characteristics
4.4 Special warnings and precautions for use
The current text should be replaced with the following (FR/IT):
Hepatitis E virus infection
Despite measures taken during manufacturing to reduce the risk, the presence of hepatitis E virus
(HEV) in medicinal products containing pancreas powder extracts of animal (porcine) origin is possible.
A cross-sectional study has suggested a higher HEV seroprevalence in patients with cystic fibrosis
using pancreatic enzyme replacement therapy than in individuals who do not use pancreatin. This
study is subject to important limitations including uncertainty with regards to the timing of past
infection, as well as the potential for other sources of HEV. As a precaution, immunosuppressed
patients receiving high daily dosing should be advised about symptoms of viral hepatitis and to seek
medical attention if such symptoms occur.
Package leaflet
2. What you need to know before you take [product name]
The current text should be replaced with the following (FR/IT):
Hepatitis E virus infection
This medicine is of animal (pig) origin. Although steps are taken during manufacturing to reduce the
risk, the presence of hepatitis E virus in this medicine is possible. Hepatitis E is a virus that can be
present in pigs, which can be spread to humans and may cause infection of the liver.
A study has suggested that people with cystic fibrosis who have taken this medicine may be more
likely to have had hepatitis E in the past. However, this study has important limitations. For example,
it is unclear when the past infection happened or what the source of the infection was.
3 Translations in all official EU languages of the new product information adopted by PRAC are also available to MAHs on the
EMA website.
https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory/post-authorisation/pharmacovigilance/signal-management/prac-recommendations-safety-signals
PRAC recommendations on signals
EMA/PRAC/98634/2026 Page 4/5
As a precaution, if you have a weakened immune system and you are also taking high doses of this
medicine, your doctor will tell you about the symptoms of infection with hepatitis E. Talk to your doctor
if you develop signs of an infection especially fever, nausea, unusual or changes in stomach pain, or
yellowing of the skin or eyes.
2. Recommendations for submission of supplementary
information
INN Signal (EPITT No) PRAC
Rapporteur
Action for MAH MAH
Amoxicillin;
amoxicillin /
clavulanic acid
Encephalopathy
(20264)
Jan
Neuhauser
(AT)
Amoxicillin: assess in
the next PSUR
(submission by 5 June
2027)
Sandoz/Novartis
Ospamox
Dennis Lex
(DE)
Amoxicillin / clavulanic
acid: assess in the next
PSUR (submission by 5
June 2027)
GlaxoSmithKline
Dapagliflozin;
dapagliflozin /
metformin;
dapagliflozin /
saxagliptin;
dapagliflozin /
sitagliptin
Lichen sclerosus
(20259)
Mari Thörn
(SE)
Supplementary
information requested
(submission by 29 July
2026)
AstraZeneca AB
Exenatide; insulin
icodec /
semaglutide;
semaglutide
Peripheral
neuropathies (20270)
Mari Thörn
(SE)
Exenatide: no action Not applicable
Semaglutide and insulin
icodec / semaglutide:
supplementary
information requested
(submission by 22 July
2026)
Novo Nordisk
A/S
Ixekizumab Behcet’s syndrome
(20269)
Dirk
Mentzer
(DE)
Supplementary
information requested
(submission by 29 July
2026)
Eli Lilly and
Company
(Ireland)
Limited
Semaglutide;
insulin icodec /
semaglutide
Gastrointestinal
volvulus (20260)
Mari Thörn
(SE)
Supplementary
information requested
(submission by 29 July
2026)
Novo Nordisk
A/S
PRAC recommendations on signals
EMA/PRAC/98634/2026 Page 5/5
INN Signal (EPITT No) PRAC
Rapporteur
Action for MAH MAH
Tocilizumab Cutaneous vasculitis
(20261)
Dirk
Mentzer
(DE)
Supplementary
information requested
(submission by 29 July
2026)
Roche
Registration
GmbH, Celltrion
Healthcare
Hungary Kft.,
Fresenius Kabi
Deutschland
GmbH, STADA
Arzneimittel AG,
Gedeon Richter
Plc.
3. Other recommendations
INN Signal (EPITT No) PRAC
Rapporteur
Action for MAH MAH
Benzodiazepines
(including fixed-
dose
combinations)4
Miscarriage
associated with in
utero exposure to
benzodiazepines
(including fixed-dose
combinations)
(20272)
Tiphaine
Vaillant
(FR)
No action at this stage Not applicable
Pancreatin Infection due to viral
transmission (20205)
Dennis Lex
(DE)
∙ See section 1.1
∙ All MAHs of
pancreatin-
containing
medicinal
products
∙ Review quality
process and submit
outcome of assessment
to the relevant national
competent authorities
∙ Concerned
specific MAHs
4 Alprazolam; bromazepam; brotizolam; chlordiazepoxide; cinolazepam; clobazam; clonazepam; clotiazepam; clorazepate;
cloxazolam; delorazepam; diazepam; estazolam; ethyl loflazepate; etizolam; flunitrazepam; flurazepam; ketazolam;
loprazolam; lorazepam; lormetazepam; medazepam; mexazolam; midazolam; nitrazepam; nordazepam; oxazepam;
pinazepam; prazepam; remimazolam; temazepam; tofisopam; triazolam; as well as fixed-dose combinations: amitriptyline
hydrochloride / medazepam; amitriptyline / chlordiazepoxide; bromazepam / propantheline bromide; chlordiazepoxide /
clidinium bromide; clidinium bromide / diazepam; cyclobarbital calcium / diazepam; diazepam / gamma-amino-beta-
hydroxybutyric acid; diazepam / isopropamide iodide; diazepam / octatropine methylbromide; diazepam / otilonium
bromide; diazepam / sulpiride; diazepam / sulpiride / pyridoxine hydrochloride; trimebutine maleate / medazepam
1. Recommendations for update of the product information2F
1.1. Pancreatin – Infection due to viral transmission
Recommendation [see also section 3]
2. Recommendations for submission of supplementary information
3. Other recommendations
23.06.2026
Datei
PD