PharmInd Ausgabe 4/2026 - Ergebnisse der ersten Omnibusverfahren
Im Rahmen des Green Deal hat Europa Gesetzgebungen verabschiedet, die von Unternehmen die Umsetzung von Maßnahmen zur sozial-ökologischen Transformation fordern. Damit verbunden sind Berichtspflichten, um Nachhaltigkeitsleistungen vergleichbar zu machen. Insbesondere diese umfangreichen Berichtsanforderungen standen in der Kritik, da sich viele Aspekte gedoppelt haben und mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden sind, ohne auf die konkrete Umsetzung von Maßnahmen einzuzahlen. Nach 1 Jahr politischer Verhandlung wurde der Überarbeitungsprozess Anfang 2026 abgeschlossen. Die Anpassungen werden pharmazeutische Unternehmen spürbar entlasten. Gleichzeitig ist die Politik gefordert, die Implementierung der Erweiterten Herstellerverantwortung in Art. 9 der Kommunalen Abwasserrichtlinie (KARL) zu pausieren und die nachgewiesenen Fehler zu überarbeiten.
PharmInd Ausgabe 01/2026 2026 – Ein Jahr voller unerwarteter Herausforderungen; Dorothee Brakmann
Für das Jahr 2025 gab es einen Plan: Wir hatten einen gesundheitspolitischen Endspurt der Ampelregierung erwartet – aber stattdessen ab Sommer einen schüchternen Neustart der neuen Regierung bekommen. Die hatte das massive und strukturelle Finanzierungsproblem der Krankenkassen geerbt und sich die Vollendung der Apothekenreform als erstes eigenes Gesetzgebungsverfahren ausgewählt.
PharmInd Ausgabe 4/2025 - Reduzierungsvorschläge der EU-Kommission im Rahmen des Omnibus-Verfahrens; Dr. Dennis Stern & Dr. Elmar Kroth
Europa hat mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) und EU-Taxonomie in letzten 4 Jahren umfangreiche Gesetzgebungen verabschiedet, die von Unternehmen die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten fordern. Die transparente Darstellung der Nachhaltigkeitsleistungen soll die Transformationen und den grünen Wandel in der EU fördern. In der Praxis zeigt sich, dass Berichtsanforderungen mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden sind und zu viele Ressourcen binden. Die EU-Kommission hat daher im Rahmen des Omnibus-Verfahrens deutliche Vereinfachungen vorgeschlagen. Die große Mehrzahl der Unternehmen würde es begrüßen, wenn die Regelungen zur CSRD und der CSDDD um unnötige und nicht zielführende bürokratische Belastungen bereinigt werden würden. Pharma Deutschland hat sich im Vorfeld bereits für rasche Korrekturen an den genannten Richtlinien eingesetzt und unterstützt den Vorschlag der EU-Kommission, Änderungen im beschleunigten Verfahren umzusetzen.
PharmInd Ausgabe 1/2025 - Gastbeitrag Dorothee Brakmann
Natürlich haben wir einen Plan für 2025! Doch seit dem Tag Anfang Nov. 2024, als wir mit dem Wissen um eine kommen[1]de neue US-Regierung aufgewacht sind und uns noch vor dem Zubettgehen klar wurde, dass wir bald eine neue Bun[1]desregierung haben, muss einiges neu justiert werden. Insofern ist fast alles in Bewegung geraten, muss fast alles neu justiert werden. Wir navigieren beim Driften
PharmInd Ausgabe 1/2025 - Nachweisbare Nachhaltigkeitsmerkmale entscheiden zukünftig über EU-Marktzugang; Dr. Stern & Dr. Kroth
Die Europäische Union hat sich dazu entschieden, das weltweilt strengste Gesetz zum Verbot von Zwangsarbeit einzuführen und Produkte, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden, unabhängig von deren Herkunft grundsätzlich vom EU-Marktzu[1]gang auszuschließen. Nach der Zustimmung des Rates [1] wird die Verordnung in Kürze veröffentlicht werden. Zum Zeitpunkt der Publikationseinreichung wurde die Verordnung noch nicht im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Die Anforderungen gelten für alle Sekto[1]ren und müssen somit auch von Herstellern von Arzneimitteln und Medizinprodukten umgesetzt werden. Mit dieser Verordnung werden weitere Sorgfaltspflichten in den Lieferketten erhoben, deren Einhaltung sanktionsbehaftet ist. Es ist daher zu empfehlen, das Gesetz sorgfältig zu analysieren und entsprechende Risikomaßnahmen zu implementieren. Pharma Deutschland wird sich dafür einsetzen, dass die zuständigen Behörden, die die Regelungen der Verordnung in Deutschland umsetzen werden, keine zusätzlichen Sorgfaltspflichten-Berichte fordern und im Rahmen der nationalen Umsetzung die Besonderheiten der pharmazeutischen Wert[1]schöpfung berücksichtigt werden.
CHEManager 01/2025 - Neuer Name, neuer Fokus: Aus dem Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller wurde Pharma Deutschland
Im März 2024 ist Pharma Deutschland aus dem Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) hervorgegangen, nachdem eine angestrebte Verschmelzung mit dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) im Vorfeld gescheitert war. Der neue Pharmaverband hat den Anspruch, Leitverband für die Branche zu sein. Im Gespräch mit Thorsten Schüller erläutert der Vorstandsvorsitzende Jörg Wieczorek, was den „mitgliederstärksten Verband der Arzneimittelbranche in Deutschland“ von den drei anderen Standesvertretungen VFA, BPI und Pro Generika unterscheidet, warum er Pharma als Schlüsselindustrie sieht und wie sich durch den Einsatz von rezeptfreien Arzneimitteln viel Geld sparen ließe