26.05.2026

Austausch mit der Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses

Pharma Deutschland warnt vor Fehlsteuerungen im GKV-Spargesetz
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Autor:innen
Nicole Westig
vlnr: Nicole Westig (Pharma Deutschland Regionalbeauftragte Mitte), Dorothee Brakmann (Pharma Deutschland Hauptgeschäftsführerin), Dr. Tanja Machalet (Vorsitzende des Gesundheitsausschusses), Dr. Gabriela Soskuty (Pharma Deutschland Landesverband Mitte Vorsitzende)
Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Dr. Tanja Machalet, stand Pharma Deutschland für einen intensiven persönlichen Austausch zur Verfügung. Im Fokus standen die geplanten Maßnahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, der Pharma- und Medizintechnikdialog der Bundesregierung sowie Fragen der Krisenresilienz und Versorgungssicherheit. Als rheinland-pfälzische Abgeordnete ordnete Dr. Tanja Machalet zudem die aktuelle politische Lage in ihrem Bundesland nach der Regierungsbildung ein.

Für Pharma Deutschland nahmen die Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann, die Vorsitzende des Landesverbands Mitte Dr. Gabriela Soskuty sowie die Regionalbeauftragte West Nicole Westig teil.

Kritik am GKV-Spargesetz: Belastung statt Stärkung des Standorts

Die Vertreterinnen machten deutlich: Zentrale Elemente des geplanten Spargesetzes laufen dem politischen Ziel einer Stärkung des Pharmastandorts Deutschland zuwider. Insbesondere kleine und mittlere pharmazeutische Unternehmen würden durch die vorgesehenen Maßnahmen überproportional belastet.

So würde die geplante Ausweitung des Preismoratoriums zu einer weiteren Erosion der Preisbasis führen und insbesondere generische sowie etablierte Arzneimittel unter Druck setzen. Im Ergebnis drohe sogar ein dauerhafter Marktrückzug essenzieller Versorgungsprodukte – etwa von Kinderarzneimitteln.

Auch der geplante dynamische Herstellerabschlag wurde kritisch bewertet: Er untergrabe die dringend benötigte Planungssicherheit, hemme Investitionen und erschwere den Marktzugang neuer Therapien – gerade in einem geopolitisch herausfordernden Umfeld.

Versorgungssicherheit und Resilienz im Fokus

Pharma Deutschland betonte, dass diese Entwicklungen ein strategisches Risiko für die Arzneimittelversorgung darstellen. Eine resilientere Gesundheitsversorgung erfordere gezielte politische Weichenstellungen: Produktionskapazitäten in Deutschland dürften nicht geschwächt, sondern müssten konsequent gestärkt und ausgebaut werden. Gleiches gelte für den Forschungs- und Innovationsstandort.

Vor diesem Hintergrund sei der von der Bundesregierung initiierte Pharma- und Medizintechnikdialog ein zentraler Hebel. Entscheidend sei jedoch, dass dieser Dialog konsequent genutzt werde, um industrie- und versorgungspolitisch tragfähige Strategien zu entwickeln.

Appell an den Gesundheitsausschuss

Abschließend unterstrich Pharma Deutschland die Bedeutung einer engen Einbindung der Mitglieder des Gesundheitsausschusses in den laufenden Pharmadialog. Nur im engen Schulterschluss zwischen Politik und Industrie könne es gelingen, Versorgungssicherheit, Innovationskraft und wirtschaftliche Stabilität langfristig zu sichern.

Ihr Kontakt

Nicole Westig

Regionalbeauftragte Mitte & West
Landesverbände Nordrhein-Westfalen & Mitte
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