Die Civey-Auswertung zeigt, dass die Impfbereitschaft insgesamt differenzierter betrachtet werden muss. Besonders bei der COVID-Impfung ist die spontane Bereitschaft im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig bleibt die grundsätzliche Haltung gegenüber Impfungen mehrheitlich positiv. Auffällig ist vor allem der Rückgang in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen, bei denen der wahrgenommene Nutzen von Impfungen spürbar abgenommen hat.
Zugleich deuten die Ergebnisse darauf hin, dass feste Impfroutinen an Bedeutung verlieren. Beim Grippeschutz verschiebt sich das Verhalten weg von einer regelmäßigen Vorsorge hin zu situativen Entscheidungen. Dadurch entstehen leichter Impflücken, obwohl eine grundsätzliche Offenheit vieler Befragter erhalten bleibt. Besonders wirksam für eine höhere Impfbereitschaft sind deshalb konkrete Auslöser wie Erinnerungen durch Kassen oder Apps sowie Kombinationsangebote, die Impfungen einfacher in den Alltag integrieren. Die reine Ausweitung von Impfangeboten, etwa in Apotheken, ist zwar bekannt, setzt aber allein meist keinen ausreichenden Handlungsimpuls.
Beim Vergleich der Befragungen aus Oktober 2024 und Oktober 2025 zeigt sich für die Grippeschutzimpfung im Jahr 2025 eine höhere Impfbereitschaft. Gleichzeitig spricht das nicht automatisch für stabile Vorsorgeroutinen, sondern eher für eine offenere Haltung in bestimmten Situationen.
Anders fällt das Bild bei COVID aus: Die spontane Impfabsicht ist 2025 deutlich schwächer als im Vorjahr. Das deutet darauf hin, dass COVID von vielen Menschen weniger als akute Bedrohung wahrgenommen wird. Eine Impfentscheidung wird damit häufiger an einen konkreten Anlass geknüpft, etwa eine ärztliche Empfehlung, den eigenen Gesundheitszustand oder bevorstehende Kontakte und Reisen.
Die Einstellung zu Impfungen in Deutschland bleibt auch 2025 grundsätzlich positiv. Die Ergebnisse der Civey-Umfrage zeigen, dass Schutzimpfungen weiterhin auf breite Zustimmung treffen und von vielen Menschen als wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge angesehen werden. Gleichzeitig deutet sich an, dass Impfungen für viele Befragte weniger selbstverständlich geworden sind als in den Vorjahren. Die Impfentscheidung wird damit häufiger bewusst abgewogen und stärker an den persönlichen Nutzen, das eigene Gesundheitsrisiko und die aktuelle Wahrnehmung bestimmter Krankheiten geknüpft.
Diese Entwicklung ist für die Impfbereitschaft in Deutschland besonders relevant, weil eine grundsätzlich positive Einstellung allein noch nicht automatisch zu einer konkreten Impfentscheidung führt. Wenn Schutzimpfungen weniger als Routine und stärker als individuelle Abwägung verstanden werden, gewinnen verständliche Information, Vertrauen in Empfehlungen und eine klare Kommunikation über Nutzen und Risiken weiter an Bedeutung. Um die Impfquote langfristig zu stabilisieren, kommt es deshalb nicht nur auf verfügbare Impfangebote an, sondern auch auf eine überzeugende Ansprache, die Orientierung gibt und den Wert von Impfungen für den individuellen und öffentlichen Gesundheitsschutz nachvollziehbar macht.
Der Blick auf den Nutzen von Impfungen nach Alter zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Die Civey-Umfrage 2025 macht sichtbar, dass Impfungen je nach Altersgruppe unterschiedlich bewertet werden und der wahrgenommene Nutzen von Schutzimpfungen nicht in allen Bevölkerungsgruppen gleich ausgeprägt ist. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den 18- bis 29-Jährigen: In dieser Altersgruppe hat die positive Bewertung des Nutzens von Impfungen im Vergleich spürbar abgenommen. Das spricht dafür, dass Impfungen bei jüngeren Erwachsenen seltener als unmittelbar relevant für die eigene Gesundheitsvorsorge wahrgenommen werden.
Für die Impfbereitschaft in Deutschland ist dieser Befund besonders relevant, weil sich aus einer schwächeren Nutzenbewertung langfristig auch geringere Impfroutinen und größere Impflücken entwickeln können. Jüngere Menschen erleben schwere Krankheitsverläufe häufig seltener im direkten Umfeld und haben oft weniger regelmäßige Kontakte zum Gesundheitssystem. Umso wichtiger sind zielgruppengerechte Informationen, verständliche Aufklärung und konkrete Anlässe, die den individuellen Nutzen von Impfungen nachvollziehbar machen. Wer die Impfquote über alle Altersgruppen hinweg stabilisieren will, muss Kommunikation und Impfangebote stärker daran ausrichten, wie unterschiedlich Gesundheitsvorsorge, Risiko und persönlicher Nutzen in verschiedenen Lebensphasen wahrgenommen werden.
Beim aktuellen Impfschutz in Deutschland zeigt sich 2025 eine rückläufige Entwicklung. Weniger Menschen geben an, gegen gängige Krankheiten ausreichend geschützt zu sein. Die Ergebnisse der Civey-Umfrage deuten damit darauf hin, dass Auffrischimpfungen und Standardimpfungen im Alltag seltener konsequent wahrgenommen werden. Der aktuelle Impfschutz wird für viele offenbar weniger als fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge verstanden, sondern häufiger verschoben oder im Alltag aus dem Blick verloren.
Diese Entwicklung ist gesundheitspolitisch relevant, weil ein nachlassender Impfschutz das Risiko von Impflücken erhöht und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen schwächen kann. Wenn empfohlene Schutzimpfungen nicht regelmäßig überprüft und rechtzeitig aufgefrischt werden, sinkt langfristig auch die Stabilität der Impfquote. Um den Impfschutz in Deutschland zu verbessern, kommt es deshalb auf klare Information, leicht zugängliche Impfangebote und konkrete Erinnerungen an. Wer die Gesundheitsvorsorge stärken will, muss Impfungen stärker als kontinuierliche Präventionsaufgabe vermitteln und Menschen dabei unterstützen, ihren Impfstatus im Alltag einfacher im Blick zu behalten.
Die Bekanntheit der Grippeschutzimpfung in der Apotheke ist in Deutschland inzwischen hoch. Die Ergebnisse der Civey-Umfrage zeigen, dass viele Menschen wissen, dass Apotheken als zusätzlicher Ort für die Grippeimpfung zur Verfügung stehen. Damit ist ein wichtiger Schritt für niedrigschwellige Impfangebote bereits erreicht. Gleichzeitig macht die Auswertung deutlich, dass Bekanntheit allein noch nicht automatisch zu einer höheren Impfquote führt. Die Information über das Angebot ist zwar vorhanden, daraus entsteht jedoch nicht in jedem Fall eine konkrete Impfentscheidung.
Die Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung in der Apotheke ist grundsätzlich vorhanden, bleibt aber von mehreren Faktoren abhängig. Die Civey-Umfrage zeigt, dass ein niedrigschwelliges Impfangebot in der Apotheke auf Offenheit trifft, die tatsächliche Entscheidung für eine Grippeimpfung jedoch weiterhin bewusst abgewogen wird. Für viele Menschen reicht die reine Verfügbarkeit eines zusätzlichen Impfortes nicht aus, um sofort einen Termin wahrzunehmen. Ob eine Grippeschutzimpfung in der Apotheke genutzt wird, hängt vielmehr davon ab, wie relevant die Impfung im jeweiligen Moment erscheint und ob ein konkreter Anlass zur Vorsorge besteht.
Die Ergebnisse der Civey-Umfrage zu Maßnahmen zur Steigerung der Impfbereitschaft zeigen deutlich, dass vor allem solche Angebote überzeugen, die Impfungen einfacher, alltagstauglicher und konkreter planbar machen. Besonders wirksam sind demnach direkte Erinnerungen durch Krankenkassen, Arztpraxen oder digitale Anwendungen, weil sie einen konkreten Anlass schaffen und die Entscheidung für eine Impfung aktiv anstoßen. Auch Kombinationsangebote, etwa im Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen oder anderen Arztterminen, können dazu beitragen, die Impfbereitschaft zu erhöhen, weil sie den organisatorischen Aufwand verringern und Impfungen stärker in bestehende Gesundheitsroutinen einbinden.
Weniger stark wirken laut Umfrage dagegen Maßnahmen, die zwar zusätzliche Impfangebote schaffen, aber keinen unmittelbaren Handlungsimpuls auslösen. Die bloße Ausweitung von Impforten reicht oft nicht aus, wenn Menschen ihre Impfentscheidung weiterhin aufschieben oder von ihrer persönlichen Risikoeinschätzung abhängig machen. Für eine nachhaltige Steigerung der Impfbereitschaft in Deutschland kommt es deshalb vor allem auf niedrigschwellige Ansprache, verständliche Information und praktische Anreize an. Wer die Impfquote verbessern will, muss Impfangebote nicht nur verfügbar machen, sondern sie so gestalten, dass sie im Alltag tatsächlich wahrgenommen und genutzt werden.
Das Impfverhalten bei der Grippeschutzimpfung hat sich 2025 erkennbar verändert. Die Ergebnisse der Civey-Umfrage deuten darauf hin, dass die Grippeimpfung für viele Menschen seltener als feste jährliche Vorsorgemaßnahme verstanden wird. Statt einer verlässlichen Impfroutine treten häufiger situative Entscheidungen in den Vordergrund. Ob eine Grippeschutzimpfung wahrgenommen wird, hängt damit stärker von aktuellen Anlässen, persönlichen Gesundheitsrisiken, Empfehlungen durch Ärztinnen und Ärzte oder der allgemeinen Wahrnehmung der Grippesaison ab.
Diese Entwicklung ist gesundheitspolitisch relevant, weil ein nachlassendes Routineverhalten das Risiko von Impflücken erhöht und die regelmäßige Prävention schwächt. Wenn die Impfentscheidung immer häufiger aufgeschoben wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass empfohlene Schutzimpfungen rechtzeitig erfolgen. Für eine höhere Impfbereitschaft und eine stabile Impfquote in Deutschland kommt es deshalb darauf an, die Grippeschutzimpfung wieder stärker als unkomplizierten Bestandteil der Gesundheitsvorsorge zu verankern. Klare Information, einfache Zugänge und konkrete Erinnerungen können dazu beitragen, das Impfverhalten positiv zu beeinflussen und die Grippeimpfung im Alltag verlässlicher zu etablieren.
Rund zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger sind bereit, ihre Gesundheitsdaten für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen. Zudem hält eine Mehrheit (60 Prozent) es für wichtig, dass die Politik die digitale Transformation im Gesundheitsbereich weiter vorantreibt.
Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem verharrt in 2025 auf niedrigem Niveau im Pharma Deutschland Newsroom.
Die Pharmabranche ist ein zentraler Pfeiler der deutschen Wirtschaft. Mit rund 140.000 direkt Beschäftigten und über 600.000 Arbeitsplätzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bietet sie nicht nur sichere Jobs, sondern auch vielfältige Karrieremöglichkeiten. Besonders stark zeigt sich die Branche in der Forschung: Mehr als 8 Milliarden Euro investieren die Unternehmen jedes Jahr in die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien – damit gehört die Arzneimittelindustrie zu den forschungsintensivsten Sektoren des Landes. Auch international ist sie bestens aufgestellt: Mit einem Exportvolumen von über 100 Milliarden Euro leistet die Branche einen wichtigen Beitrag zur deutschen Handelsbilanz.
Obwohl die Zahl der Arbeitslosen im August 2025 erstmals seit zehn Jahren wieder über die Marke von drei Millionen gestiegen ist, zeigen sich erste Anzeichen einer konjunkturellen Erholung. Der Wettbewerb der Branchen um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt intensiv.
Die deutsche Pharmabranche geht mit einem Vorteil in diesen Wettbewerb: Sie zählt weiterhin zu den attraktivsten Arbeitgebern des Landes. Das bestätigt eine Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland (Stand: 31.08.2025): Drei von vier Erwerbstätigen, Studierenden und Auszubildenden (76,5 Prozent) bewerten den Arzneimittelsektor als attraktiven Arbeitgeber.
Die Pharmabranche überzeugt bundesweit: Ostdeutsche (75,7 Prozent) und Westdeutsche (76,7 Prozent) bewerten sie nahezu gleich positiv. Auch geschlechtsspezifisch zeigt sich ein ausgewogenes Bild – 72,9 Prozent der Frauen und 79,8 Prozent der Männer sehen die Branche als attraktiven Arbeitgeber. Das unterstreicht: Die Wahrnehmung der Pharmaindustrie als begehrter Arbeitsplatz ist breit verankert – unabhängig von Region oder Geschlecht.