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Entwicklung des deutschen
Pharmamarktes im 2. Quartal 2026
IQVIA
MARKTBERICHT
- Grafiken -
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1
Der IQVIA Marktbericht informiert über aktuelle Entwicklungen im deutschen
Arzneimittelmarkt. Der Bericht enthält Analysen über den Pharmagesamtmarkt,
den Klinik- und Apothekenmarkt sowie den GKV-Markt.
IQVIAs Marktbericht
basiert ab sofort auf der neuen
IQVIA Data Integration Platform (DIP)!
Die Prozessierung über die neue DIP-Plattform bietet eine noch präzisere
Informationsaufbereitung der auf Apothekenrechenzentren basierenden
Rx-Daten durch innovative Verbesserungen mit hoher Business-Relevanz.
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2
IQVIAs
Data Integration Platform
Noch präzisere Marktanalysen –
smartere Entscheidungen
Optimierte Basis für Ihre
Business Intelligence
Genauere Darstellung der GKV-Rezepte
Optimierte PKV-/Bar-Hochrechnung
Erweitertes Apothekenpanel
Verbesserte Datenkonsistenz
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3
Inhaltsverzeichnis
• Zusammenfassung
• Summary
• Entwicklung im Pharma-Gesamtmarkt
(Apotheke und Klinik)
• Entwicklung im Klinikmarkt
• Entwicklung im Apothekenmarkt
• Entwicklung im OTC-Apotheken-
versandhandel und bei rezeptfreien
Arznei- und Nichtarzneimitteln
• Entwicklung im GKV-Markt
• Kalendereffekte zur Marktbetrachtung
im Jahr
• Datenquellen
• Erläuterungen zu den Auswertungen
• Impressum
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• Im ersten Halbjahr 2026 steigt der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um +4,3 %. Der Absatz
ist leicht rückläufig (-1,2 %). Von Januar bis Juni wurden 49,7 Mrd. Zähleinheiten (ZE; z. B. Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Wert von
34,5 Mrd. Euro an Patientinnen und Patienten abgegeben.
• Zur Monatsentwicklung: Im Kliniksegment zeigen sich im ersten Halbjahr wechselhafte Umsatz- und Absatzentwicklungen. Nach rück-
läufigen Veränderungsraten im Januar und Februar stiegen Umsatz und Absatz im März deutlich. Im April setzte sich das Umsatzwachstum
fort, bevor der Umsatz im Mai zurückging und im Juni wieder um +7,6 % zulegte. Auch der Absatz entwickelte sich im Juni positiv (+5,0 %). Im
Apothekenmarkt wechselten sich ebenfalls positive und negative Monatsentwicklungen ab. Nach einem Umsatzrückgang im Mai (-2,5 %)
stieg der Umsatz im Juni um +9,5 %. Der Absatz erhöhte sich im Juni um +4,0 %.
• Insgesamt verzeichnete der Apothekenmarkt im ersten Halbjahr 2026 ein Umsatzwachstum von +4,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
auf 29,6 Mrd. Euro. Es wurden 823,3 Mio. Packungen an Patientinnen und Patienten abgegeben, was einer rückläufigen Absatzentwicklung
von -2,6 % entspricht.
• Die GKV-Arzneimittelausgaben steigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +3,4 % auf 30,0 Mrd. Euro. Der Absatz nach Packungen fällt
um -1,7 % auf 362,5 Mio. Packungen.
• Im Klinikmarkt entfallen im ersten Halbjahr 2026 rund 62,4 % des Gesamtumsatzes im stationären Sektor auf die zehn umsatzstärksten
Arzneimittelgruppen (3,1 Mrd. Euro). Die stärksten Zuwächse verzeichnen sonstige Immunsuppressiva (+30,8 %) und sonstige ZNS-wirksame
Präparate (+18,1 %). Bei den zehn mengenstärksten Arzneimittelgruppen zeigt sich ein überwiegend rückläufiges Bild: Sechs Gruppen weisen
Absatzrückgänge auf; am stärksten sinkt die Menge bei Emollientia und Hautschutzpräparaten (-27,0 %).
Mehr Umsatz, weniger Packungen: Wert- und Mengenentwicklung driften im ersten Halbjahr
auseinander
Zusammenfassung: Pharma-Gesamtmarkt (Apotheke u. Klinik)
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Wachstumsimpulse aus Rx-Präparaten, Biosimilars und Versandhandel
Zusammenfassung: Apothekenmarkt
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• Der Apothekenmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein Umsatz-
wachstum von +4,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Absatz ist im
gleichen Zeitraum rückläufig (-2,6 %). Insgesamt wurden 823,3 Mio.
Packungen im Wert von 29,6 Mrd. Euro an Patientinnen und Patienten
abgegeben.
• Die Monatsentwicklung zeigt ein wechselhaftes Bild: Nach positiven
Umsatzveränderungsraten von Januar bis April ging der Umsatz im Mai um -
2,5 % zurück, bevor er im Juni um +9,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat
stieg. Die Absatzentwicklung blieb von Januar bis Mai überwiegend negativ
und erreichte im Mai -5,8 %. Im Juni erhöhte sich der Absatz um +3,1 %.
• Das Segment der rezeptpflichtigen Präparate aus dem Apothekenmarkt
wächst im ersten Halbjahr 2026 nach Umsatz um +5,2 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum, während der Absatz leicht rückläufig bleibt (-0,6 %).
Dies entspricht einem Marktvolumen von 26,2 Mrd. Euro sowie 396,4 Mio.
abgegebenen Packungen. Geschützte chemische und biotechnologische
Produkte verzeichnen zweistellige Umsatz- und Absatzzuwächse. Biosimilars
wachsen ebenfalls deutlich nach Umsatz (+8,3 %) und Absatz (+13,1 %).
Geschützte biotechnologische Produkte verzeichnen einen Umsatzanstieg
von +14,9 % und ein Absatzwachstum von +17,1 %.
• Im Segment der rezeptfreien Arzneimittel wurden von Januar bis Juni 2026
insgesamt 426,9 Mio. Packungen im Apothekenmarkt abgegeben (-4,4 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Auch der Umsatz ist rückläufig und sank
um -1,0 % auf 3,3 Mrd. Euro.
• Die Entwicklung der rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmittel betrachtet
nach Rezepttyp und Selbstmedikation zeigt eine differenzierte Dynamik:
GKV-Verordnungen verzeichnen nach Umsatz den stärksten Zuwachs (+7,2 %),
während PKV-Verordnungen und Grüne Rezepte zusammen nahezu stabil
bleiben (+0,2 %). Die Selbstmedikation wächst nach Umsatz um +2,1 %. Nach
Absatz sind PKV-Verordnungen und Grüne Rezepte (-3,4 %) sowie die Selbst-
medikation (-1,6 %) rückläufig; GKV-Verordnungen liegen nahezu auf Vor-
jahresniveau (-0,3 %).
• Der Versandhandelsmarkt der rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimittel
legt im ersten Halbjahr 2026 nach Wert um +12,3 % auf 1.901 Mio. Euro zu.
Die abgesetzte Menge steigt um +8,6 % auf 140 Mio. Packungen. Bei den
absatzstärksten Arznei- und Gesundheitsmittelgruppen im Versandhandel
wachsen Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungen mit +17,3 %
am stärksten, gefolgt von Augenpräparaten (+13,0 %).
HINWEISE: Die Basis der hier dargestellten Umsatzwerte bildet, soweit nicht anders
vermerkt, der Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers abzüglich des
Herstellerabschlages und der gemeldeten Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach
§130b SGB V. Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei
verschiedene Abschlagssätze gültig (6 %, 7 %, 12 %).
Einsparungen aus Rabattverträgen nach §130a Abs. 8 SGB V sind nicht berücksichtigt.
Das „Grüne Rezept“ und „Privat-Rezept“ werden in Summe ausgewiesen, da die
Verbuchung in manchen Apothekensystemen nicht immer differenziert erfolgt. So
wird das „Grüne Rezept“ mitunter auch als „Privat-Rezept“ interpretiert und verbucht.
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6
Innovative Wirkstoffgruppen prägen die Umsatzentwicklung der GKV, bei gleichzeitig steigenden
Herstellerabschlägen und Rabatten
Zusammenfassung: GKV-Markt
• Die GKV-Arzneimittelausgaben abzüglich der Abschläge von Herstellern und Apotheken sowie gemeldeter Rabatte aus Erstattungsbeträgen, ohne
Berücksichtigung von Einsparungen aus Rabattverträgen, belaufen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 30,0 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anstieg von
+3,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
• Der Absatz beträgt im gleichen Zeitraum 362,5 Mio. abgegebene Packungen und liegt damit um -1,7 % unter dem Vorjahresniveau.
• Innerhalb der zehn umsatzstärksten Arzneimittelgruppen im GKV-Markt des ersten Halbjahres 2026 verzeichnen GLP-1-Agonisten mit +27,2 %
den höchsten Umsatzzuwachs. Weitere zweistellige Zuwächse zeigen SGLT2-Hemmer (+11,3 %), gefolgt von Cytostatika-Hormonantagonisten (+9,8 %),
Proteinkinase-Hemmern (+8,9 %) und Interleukin-Inhibitoren (+8,4 %). Bei den zehn absatzstärksten Arzneimittelgruppen weisen Lipidregulatoren
den höchsten Umsatzzuwachs (+7,3 %) auf. Den stärksten Absatzzuwachs verzeichnen Angiotensin-II-Antagonisten (+6,0 %).
• Die Einsparungen der gesetzlichen Krankenversicherung durch Herstellerzwangsabschläge und Rabatte aus Erstattungsbeträgen belaufen sich im
ersten Halbjahr 2026 auf 5,788 Mrd. Euro, ein Anstieg von +10 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
• Auch für die privaten Krankenversicherungen steigen die Einsparungen durch Herstellerzwangsabschläge und Rabatte aus Erstattungsbeträgen.
Das ausgewiesene Volumen beläuft sich im ersten Halbjahr 2026 auf 894 Mio. Euro (+13 %).
• Im Krankenhaus steigen die Herstellerzwangsabschläge und Rabatte um +12 % auf 159 Mio. Euro.
Hinweis: Die Basis der hier dargestellten Umsatzwerte bildet der Apothekenverkaufspreis abzüglich des Herstellerabschlages und der gemeldeten Rabatte
aus Erstattungsbeträgen nach §130b SGB V sowie der Apothekennachlässe. Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei verschiedene
Abschlagssätze gültig (6 %, 7 %, 12 %).
Einsparungen aus Rabattverträgen § 130a Abs. 8 SGB V sind nicht berücksichtigt.
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7
• In the first half of 2026, pharmaceutical revenues in the total market (pharmacies and hospitals) increased by +4.3 %, while volumes
declined by -1.2 %. In total, 49.7 billion standard units (ZE; e.g. capsules, doses and portions) were dispensed to patients from January to June,
corresponding to a market value of €34.5 billion.
• Monthly development: The hospital segment recorded fluctuating revenue and volume trends during the first half of the year. Following
declines in January and February, both revenue and volume increased markedly in March. Revenue continued to grow in April, declined in
May and returned to growth in June (+7.6 %). Hospital volumes also increased in June (+5.0 %). In the pharmacy segment, revenue declined in
May (-2.5 %) before rising by +9.5 % in June. Pharmacy volumes increased by +4.0 % in June.
• Overall, the pharmacy market recorded revenue growth of +4.5 % compared with the prior-year period, reaching €29.6 billion.
A total of 823.3 million packs were dispensed, corresponding to a volume decline of -2.6 %.
• Statutory health insurance pharmaceutical expenditure increased by +3.4 % to €30.0 billion, while volumes declined by -1.7 % to 362.5 million
packs.
• In the hospital market, the ten highest-revenue therapeutic groups accounted for approximately 62.4 % of total revenues in the first half of
2026, representing €3.1 billion. Other immunosuppressants achieved the strongest revenue growth (+30.8 %), followed by other CNS-active
products (+18.1 %). Volume trends were predominantly negative: six of the ten largest groups recorded declines, with the strongest
reduction for emollients and skin-protection products (-27.0 %).
Higher revenue, lower volumes: value and volume trends drift apart in the first half
Total Pharmaceutical Market (Pharmacy & Hospital)
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Growth driven by prescription medicines, biosimilars, and the mail-order channel
Summary: Total Retail Market
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• The retail pharmacy market recorded revenue growth of +4.5 %
year-on-year in the first half of 2026, while volumes declined
by -2.6 %.
• In total, 823.3 million packs were dispensed, corresponding to a market
value of €29.6 billion at ex-manufacturer prices.
• Monthly trends were mixed: following positive revenue growth between
January and April, revenues declined by -2.5 % in May before increasing
by +9.5 % in June. Volume trends remained predominantly negative
through May, reaching -5.8 %, but improved to +3.1 % in June.
• The prescription (Rx) segment grew by +5.2 % in value in the first half of
2026, while volumes declined slightly (-0.6 %). This corresponds to a
market size of €26.2 billion and 396.4 million packs dispensed.
Protected chemical and biotech products achieved double-digit value
and volume growth. Biosimilars also recorded strong growth in value
(+14.9 %) and volume (+17.1 %).
• The over-the-counter (OTC) segment declined in both value and volume.
A total of 426.9 million packs were dispensed (-4.4 % year-on-year),
while revenues fell by -1.0 % to €3.3 billion.
• A differentiated picture emerges when analyzing OTC products by
prescription type and self-medication. SHI prescriptions recorded the
strongest value growth (+7.2 %), while private and green prescriptions
combined remained broadly stable (+0.2%). Self-medication revenues
increased by +2.1 %. In volume terms, private and green prescriptions
declined by -3.4 %, self-medication decreased by -1.6 %, and SHI
prescriptions remained close to the prior-year level (-0.3 %).
• The OTC mail-order market continued to expand, with revenues
increasing by +12.3 % to €1.901 billion in the first half of 2026. Volumes
rose by +8.6 % to 140 million packs. Among the largest product groups,
vitamins, minerals and supplements recorded the strongest volume
growth (+17.3 %), followed by ophthalmological products (+13.0 %).
NOTE: Unless otherwise indicated all Euro sales mentioned on this page are
calculated on the basis of ex-manufacturer prices (ApU) less compulsory manu-
facturers discounts as well as reported rebates on the ex-manufacturer price
negotiated between Pharmaceutical manufacturers and the National Association of
SHI Funds on patent protected drugs with approved additional benefit (§130b SGB
V). Depending on the market segment and the period under consideration, different
discount rates apply (6 %, 7 %, 12 %).
Savings from rebate contracts (§130a (8) SGB V) are not included.
As of Q1/2025 the “green prescriptions” and “private prescriptions” are reported together,
as some pharmacy systems do not always differentiate between them. For example, the
“green prescriptions” is sometimes interpreted and recorded as a “private prescription”.
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9
Innovative drug classes are shaping statutory health insurance spending, while manufacturer
rebates and discounts continue to rise
Summary: Statutory Health Insurance Market (SHI)
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• Pharmaceutical expenditure in the statutory health insurance system, net of statutory manufacturer and pharmacy discounts and reported
rebates on reimbursement amounts, and excluding savings from rebate contracts, amounted to €30.0 billion in the first half of 2026. This
represents an increase of +3.4 % year-on-year.
• Volumes totaled 362.5 million packs, corresponding to a decline of -1.7 % compared with the prior-year period.
• Within the ten highest-revenue therapeutic classes, GLP-1 agonists recorded the strongest revenue growth (+27.2 %). Further growth was observed for
SGLT2 inhibitors (+11.3 %), cytostatic hormone antagonists (+9.8%), protein kinase inhibitors (+8.9 %) and interleukin inhibitors (+8.4 %). Among the ten
largest classes by volume, lipid regulators achieved the highest value growth (+7.3 %), while angiotensin II antagonists recorded the strongest volume
increase (+6.0 %).
• Savings for the statutory health insurance system generated through mandatory manufacturer discounts and rebates on reimbursement amounts
amounted to €5.788 billion in the first half of 2026, an increase of +10 %.
• Savings in the private health insurance segment also increased, reaching €894 million (+13 %).
• In the hospital sector, mandatory manufacturer discounts and rebates rose by +12 % to €159 million.
NOTE: All Euro sales figures on this page are calculated on the basis of ex-pharmacy prices less compulsory manufacturers discounts and reported rebates
on the ex-manufacturer price (ApU) negotiated between pharmaceutical manufacturers and the National Association of SHI Funds on patent protected
drugs with approved additional benefit (§130b SGB V), as well as pharmacy discounts. Depending on the market segment and the period under consideration,
different discount rates apply (6 %, 7 %, 12 %).
Savings from rebate contracts according to §130a (8) SGB V are not included.
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Entwicklung im Pharma-
Gesamtmarkt (Apotheke
und Klinik)
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Monatliche Marktentwicklung von 06/2025 bis 06/2026
Pharma-Gesamtmarkt im ersten Halbjahr 2026: Positive
Umsatzveränderung bei leicht rückläufigem Absatz
-10
-5
0
5
10
15
Ve
rä
nd
er
un
gs
ra
te
in
%
06/25 07/25 08/25 09/25 10/25 11/25 12/25 01/26 02/26 03/26 04/26 05/26 06/26
Absatz (ZE)Umsatz (EUR)
Quelle: IQVIA Arzneimittelverbrauch (AMV) Datenbank: Klinikdaten aus IQVIA DKM® (Deutscher Krankenhaus Markt), Umsatz in Euro zu bewerteten Klinikpreisen, Absatz in Zähleinheiten (ZE); IQVIA PharmaScope® National, Umsatz in
Euro zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) ohne Berücksichtigung von Zwangsrabatten und Einsparungen aus Rabattverträgen,
Absatz in Zähleinheiten, Berücksichtigung von Zubereitungen ab Jahr 2009, Apothekenumsatz inkl. Impfstoffe
Kumuliert Januar - Juni 2026: Umsatz 34,5 Mrd. Euro (+4,3%)
Absatz 49,7 Mrd. ZE (-1,2%)
8,2 Mrd. ZE
5,8 Mrd. EUR
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12
Betrachtung Bruttoumsatz von Januar bis Juni 2026
Pharmamarkt im ersten Halbjahr 2026: Umsatz- und
Absatzveränderung im Apotheken- und Kliniksegment
Quelle: IQVIA® AMV Datenbank GPI Krankenhausindex® DKM®, IQVIA PharmaScope® National, Apothekenumsatz inkl. Impfstoffe
Umsatz Absatz
+3,4%
34,5 Mrd. Euro 49,7 Mrd. ZE
+4,3% -1,2%
-0,7%
+4,5%
-1,2%
86%
14%
Retail
Klinik
92%Retail
8% Klinik
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Aktuelle 12 Monate bis Ende Juni 2026
Monatliche Entwicklung des Klinik- und Apothekenmarktes
im Jahr 07/2025 bis Ende 06/2026
Umsatz (ApU) in +/-%
Absatz (ZE) in +/-% Absatz (ZE) in +/-%
Umsatz (Euro bewertet) in +/-%
Apotheke Klinik
Quelle: IQVIA® Arzneimittelverbrauch (AMV) Datenbank: Klinikdaten aus IQVIA DKM® (Deutscher Krankenhaus Markt), Umsatz in Euro zu bewerteten Klinikpreisen, Absatz in Zähleinheiten (ZE); IQVIA PharmaScope® National, Umsatz in
Euro zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers ((ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) ohne Berücksichtigung von Zwangsrabatten und Einsparungen aus Rabattverträgen,
Absatz in Zähleinheiten, Berücksichtigung von Zubereitungen ab Jahr 2010, Apothekenumsatz inkl. Impfstoffe
7,8
2,2
7,9
4,4 2,2
10,3
0,4
3,8
11,3
5,0
-2,5
9,5
Juli-
25
Aug.-
25
Sept.-
25
Okt.-
25
Nov.-
25
Dez.-
25
Jan.-
26
Febr.-
26
März-
26
Apr.-
26
Mai-
26
Juni-
26
0,1
-3,4
0,9
-2,6 -4,8
3,9
-5,4
-2,6
4,3
-0,3
-6,9
4,0
Juli-
25
Aug.-
25
Sept.-
25
Okt.-
25
Nov.-
25
Dez.-
25
Jan.-
26
Febr.-
26
März-
26
Apr.-
26
Mai-
26
Juni-
26
8,8
-5,7
1,2 3,4 2,0
6,4
-0,3 -0,9
6,9 9,3
-1,9
7,6
Juli-
25
Aug.-
25
Sept.-
25
Okt.-
25
Nov.-
25
Dez.-
25
Jan.-
26
Febr.-
26
März-
26
Apr.-
26
Mai-
26
Juni-
26
-2,6 -3,8
1,2
-1,2
-6,4
3,5
-4,9 -2,5
5,8
-2,4 -5,2
5,0
Juli-
25
Aug.-
25
Sept.-
25
Okt.-
25
Nov.-
25
Dez.-
25
Jan.-
26
Febr.-
26
März-
26
Apr.-
26
Mai-
26
Juni-
26
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Entwicklung im
Klinikmarkt
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Quelle: Klinikdaten aus IQVIA DKM® (Deutscher Krankenhaus Markt), Umsatz in Euro zu bewerteten Klinikpreisen
Veränderungsrate zum Vorjahr %
Basis: ATC3-Klassifikation; Umsatzentwicklung in Mio. EUR von Januar bis Juni 2026 gegenüber
Vergleichszeitraum 2025
Klinikmarkt im ersten Halbjahr 2026: Mehrheitlich
Zuwachsraten bei den umsatzstärksten Arzneimittelgruppen
YTD
06/2025
YTD
06/2026
L01G MAB ANTINEOPLASTIKA 1.613,8 1.780,0
L01X SONSTIGE ANTINEOPLASTIKA 331,5 272,7
J06C POLYVAL.IMMUNGLOBUL.,I.V 270,9 271,3
M05X SONSTIGE MITTEL GRUPPE M 198,6 206,3
B02D PROD.Z.REGUL.BLUTGERINN. 131,8 138,0
N07A PROD.G.MULTIPLE SKLEROSE 104,8 110,3
L04E KOMPLEMENT INHIBITOREN 101,9 100,7
L04C INTERLEUKIN INHIBITOREN 85,7 82,6
L04X SONST.IMMUNSUPPRESSIVA 55,9 73,2
N07X ALLE AND.ZNS-WIRKS.PRAEP 59,3 70,1
SUMME TOP 10 2.954,2 3.105,1
GESAMT 4.808,3 4.973,4
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10,3
0,1
3,9
4,7
5,3
-1,2
-3,5
30,8
18,1
5,1
3,4
-17,8
IQVIA Template (V4.0.0)
16
2,0
0,2
1,4
1,6
-3,6
-1,8
-2,7
-0,9
-2,4
-0,2
-0,7
-27,0
Quelle: Klinikdaten aus IQVIA DKM® (Deutscher Krankenhaus Markt), Absatz in Zähleinheiten (ZE)
YTD
06/2025
YTD
06/2026
D08A ANTISEPTIKA+DESINFIZIENT 1.547,7 1.579,2
N02B SONSTIGE ANALGETIKA 197,9 198,2
S01X SONSTIGE OPHTHALMOLOGIKA 134,3 136,3
A01A STOMATOLOGIKA 91,5 92,9
D02A EMOLLIENTIA+HAUTSCHUTZPR 115,5 84,3
K01B STANDARDLOESUNGEN 78,2 75,3
R01A RHINOLOGIKA, TOPISCH 71,7 70,5
A02B ULCUSTHERAPEUTIKA 67,0 65,2
N05A ANTIPSYCHOTIKA 60,6 60,0
D03A WUNDHEILMITTEL 54,9 53,6
SUMME TOP 10 2.419,3 2.415,6
GESAMT 3.844,3 3.816,8
Basis: ATC 3-Klassifikation; Mengenentwicklung in Mio. Zähleinheiten (ZE) von Januar bis Juni 2026
gegenüber Vergleichszeitraum 2025
Klinikmarkt: Sechs der zehn mengenstärksten Arzneimittel-
gruppen verzeichnen im ersten Halbjahr 2026 Rückgänge
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Veränderungsrate zum Vorjahr %
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Entwicklung im
Apothekenmarkt
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18
-10
-5
0
5
10
15
06/25 07/25 08/25 09/25 10/25 11/25 12/25 01/26 02/26 03/26 04/26 05/26 06/26
ApU; Umsatz- und Absatzentwicklung von 06/2025 bis 06/2026
Apothekenmarkt im ersten Halbjahr 2026: Umsatzwachstum
bei rückläufiger Absatzentwicklung
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Basis: *Umsatz in € zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im
GKV-Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen § 130a SGB V; Absatz in Packungseinheiten. Seit Juli 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert.
Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei verschiedene Abschlagssätze gültig (6 %, 7 %, 12 %).
5,0 Mrd. €
131,0 Mio Pack.
Ve
rä
nd
er
un
gs
ra
te
in
%
Absatz in PackungenUmsatz in EUR (ApU*)
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Kumuliert Januar - Juni 2026: Umsatz 29,6 Mrd. Euro (+4,5%)
Absatz 823,3 Mio. Pack. (-2,6%)
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ApU; Umsatz- und Absatzentwicklung von 06/2025 bis 06/2026
Rx-Präparate im Apothekenmarkt im ersten Halbjahr 2026:
Positive Umsatzentwicklung bei leicht rückläufigem Absatz
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Basis: *Umsatz in € zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im
GKV-Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen § 130a SGB V; Absatz in Packungseinheiten. Seit Juli 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert.
Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei verschiedene Abschlagssätze gültig (6 %, 7 %, 12 %).
-10
-5
0
5
10
15
06/25 07/25 08/25 09/25 10/25 11/25 12/25 01/26 02/26 03/26 04/26 05/26 06/26
4,5 Mrd. €
66,7 Mio Pack.
Absatz in PackungenUmsatz in EUR (ApU*)
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
Kumuliert Januar - Juni 2026: Umsatz 26,2 Mrd. Euro (+5,2%)
Absatz 396,4 Mio. Pack. (-0,6%)
Ve
rä
nd
er
un
gs
ra
te
in
%
IQVIA Template (V4.0.0)
20
ApU; Umsatz- und Absatzentwicklung von 06/2025 bis 06/2026
OTC-Arzneimittel im ersten Halbjahr 2026: Umsatz und Absatz
trotz Erholung im Juni unter Vorjahresniveau
-15
-10
-5
0
5
10
15
06/25 07/25 08/25 09/25 10/25 11/25 12/25 01/26 02/26 03/26 04/26 05/26 06/26
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Basis: *Umsatz i € zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im
GKV-Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen § 130a SGB V; Absatz in Packungseinheiten. Seit Juli 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert.
Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei verschiedene Abschlagssätze gültig (6 %, 7 %, 12 %).
526,5 Mio €
64,2 Mio Pack.
Absatz in PackungenUmsatz in EUR (ApU*)
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
Kumuliert Januar - Juni 2026: Umsatz 3,3 Mrd. Euro (-1,0%)
Absatz 426,9 Mio. Pack. (-4,4%)
Ve
rä
nd
er
un
gs
ra
te
in
%
IQVIA Template (V4.0.0)
21
21
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Basis: *Umsatz in € zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU=Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte und Listenpreis für übrige Produkte) abzüglich Hersteller-Zwangsrabatten im GKV-
Markt, ohne Einsparungen aus Rabattverträgen § 130a SGB V; Absatz in Packungseinheiten. Seit Dezember 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert. Restgruppe enthält Impfstoffe, Testdiagnostika, Allergene u.ä.
29.570
Gesamt zu
ApU real
26.243
rezeptpflichtig
3.327
rezeptfrei
ApU; Darstellung des aufgegliederten Apotheken Umsatzes in Mio. € von Januar bis Juni 2026
Umsatzentwicklung einzelner Arzneisegmente im Apotheken-
Gesamtmarkt
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
1.594
Originale +
Zweitanbieter
geschützt
(Biotech)
2.462
Altoriginale+
Zweitanbieter,
nicht mehr/nie
geschützt
(chemisch)
5.834
Altoriginale+
Zweitanbieter,
nicht mehr/nie
geschützt
(Biotech)
4.718
RestgruppeOriginale
+ Zweit-
anbieter
geschützt
(chemisch)
8.712
Biosimilar
1.453
Generika
4.797
Gesamt zu
ApU real
29.570
+4,5% +8,3% +14,9%+14,0% -21,6% +3,0%+4,5% +5,2% -1,0% +1,7% -11,1%
IQVIA Template (V4.0.0)
22
22
Darstellung des aufgegliederten Apotheken Absatzes in Tsd. Packungen von Januar bis Juni 2026
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Basis: Absatz in Tsd. Packungseinheiten. Seit Dezember 2009 sind Marktinformationen zum Versandhandel integriert. Restgruppe enthält Impfstoffe, Testdiagnostika, Allergene u.ä.
823.285
Gesamt
396.433
rezeptpflichtig
426.851
rezeptfrei Altoriginale+
Zweitanbieter,
nicht mehr/nie
geschützt
(chemisch)
Originale +
Zweitanbieter
geschützt
(Biotech)
112.195
6.194
3.683
Altoriginale+
Zweitanbieter,
nicht mehr/nie
geschützt
(Biotech)
187.034
RestgruppeOriginale
+ Zweit-
anbieter
geschützt
(chemisch)
22.444
Biosimilar
2.696
Generika
489.039
Gesamt
823.285
Absatzentwicklung einzelner Arzneisegmente im Apotheken-
Gesamtmarkt
-2,6% +13,1% +17,1%+12,2% -8,3% -7,0%-2,6% -0,3% -4,4% -0,3% -9,6%
22
IQVIA Template (V4.0.0)
Entwicklung im OTC-
Apothekenversandhandel
und bei rezeptfreien
Arznei- und Nichtarznei-
mitteln
IQVIA Template (V4.0.0)
24
50%
30%
16%
3%
1%
62%
21%
13%
3%
1%
Umsatz Jan – Juni 2026:
1.901 Mio. Euro (+12,3 %)
Absatz Jan – Juni 2026:
140 Mio. Packungen (+8,6 %)
OTC-Versandhandel im ersten Halbjahr 2026: Umsatz-
und Absatzwachstum
Quelle: IQVIA Consumer Report Apotheke, Basis: Umsatz in EUR zum effektiven Verkaufspreis; Absatz in Packungen; *OTC: over the counter (rezeptfrei)
+17,1 %
+9,1 %
+13,1 %
+14,77 %
+19,3 %
+13,4 % +6,3 %
+9,3 %
+11,8 %
+ 21,3 %
OTC*-Arzneimittel
Gesundheitsmittel
Kosmetik- und Körperpflegeprodukte
Produkte des medizinischen Sachbedarfs
(z. B. Tests, Hilfsmittel etc.)
Ernährung (z. B. Schlankheitsmittel,
Traubenzucker etc.)
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IQVIA Template (V4.0.0)
25
+5,4%
+5,0%
+8,3%
+17,3%
+11,1%
+0,5%
+8,8%
+13,0%
+6,5%
+8,1%
+7,9%
+8,0%
Rezeptfreie Arznei- und Nichtarzneimittel, OTCGMS (Gruppen 1-19+97), BRD gesamt, Apotheken-
Versandhandel, Ranking OTC-Gruppen im Zeitraum Januar bis Juni 2026
Absatzstärkste OTC-Arznei- und Gesundheitsmittel im Versandhandel im
ersten Halbjahr 2026: Stärkster Zuwachs bei VMHS* und Augenpräparaten
Quelle: IQVIA Consumer Report Apotheke / * Vitamins, Minerals, Herbals, Supplements
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
YTD
06/2026
HUSTEN-/ERKÄLTUNGSMITTEL/ATEMWEGSPRÄPARATE 36.864.204
SCHMERZMITTEL/MUSKEL-/GELENKTHERAPEUTIKA 17.930.264
PROD. F. D. VERDAUUNGSTRAKT 13.178.862
VITAMINE/MINERALSTOFFE/NAHRUNGSERGÄNZUNG 12.980.098
HAUTMITTEL 10.798.413
VERSCHIEDENES 2.975.919
HERZ- UND KREISLAUFMITTEL 4.029.262
AUGENPRÄPARATE 4.866.360
BERUHIGUNGS-/SCHLAFMITTEL/STIMMUNGSAUFH. 3.621.471
MITTEL F.D. BLASE/FORTPFL. ORGANE 3.159.068
SUMME TOP 10 110.403.920
GESAMT 115.696.320
IQVIA Template (V4.0.0)
26
Rezeptfreie Arznei- und Nichtarzneimittel, OTCGMS (Gruppen 1-19+97), SM-/VO-Umsatz Mio. €, Marktanteil
Wert %, Apotheke (Offizin+VH), BRD gesamt
Ersten Halbjahr 2026: OTC-Umsatz wächst im ersten Halbjahr 2026
moderat, getragen von GKV-Verordnungen und Selbstmedikation
2,2
7,2
0,2
2,1
OTC Gesamt
GKV
PKV+Grünes Rezept
SM
409
(7%)
532
(9%)
4.989
(84%)
Jan – Juni 2026Jan – Juni 2025
4.887
(84%)
531
(9%)
381
(7%)
Jan – Juni 2024
4.684
(84%)
5.559
5.800 5.930
503
(9%)
372
(7%)
+4,3% +2,2%
GKV PKV+Grünes Rezept SM
Legende:
PKV = Privatversicherung/-rezept
GKV = Gesetzliche Krankenversicherung/-rezept
SM = Selbstmedikation
OTCGMS = Rezeptfreie Arznei- und
Nichtarzneimittel gesamt
Quelle: IQVIA Consumer Report Apotheke; Rezeptfreie Arznei- und Nichtarzneimittel, OTCGMS (Gruppen 1-19+97)
*Nichtarzneimittel beinhalten z. B. Mineralstoffpräparate, Arzneitees, Hustenbonbons, Hautschutzcremes etc.
Veränderung ggü.
Vorjahreszeitraum in +/-%
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
IQVIA Template (V4.0.0)
27
Rezeptfreie Arznei- und Nichtarzneimittel, OTCGMS (Gruppen 1-19+97), SM-/VO-Absatz Mio. Pack, Marktanteil
Menge %, Apotheke (Offizin+VH) BRD-Gesamt
Ersten Halbjahr 2026: Rückläufiger Absatz der Rezeptfreien, die über
Verordnungen und Selbstmedikation erworben werden
29
(6%)
34
(7%)
409
(87%)
Jan – Juni 2026Jan – Juni 2025
416
(87%)
35
(7%)
29
(6%)
Jan – Juni 2024
413
(87%)
475 480 472
33
(7%)
29
(6%)
+1,0% -1,6%
GKV PKV+Grünes Rezept SM
-1,6
-0,3
-3,4
-1,6
OTC Gesamt
GKV
PKV+Grünes Rezept
SM
Quelle: IQVIA Consumer Report Apotheke; Rezeptfreie Arznei- und Nichtarzneimittel, OTCGMS (Gruppen 1-19+97)
*Nichtarzneimittel beinhalten z. B. Mineralstoffpräparate, Arzneitees, Hustenbonbons, Hautschutzcremes etc.
Legende:
PKV = Privatversicherung/-rezept
GKV = Gesetzliche Krankenversicherung/-rezept
SM = Selbstmedikation
OTCGMS = Rezeptfreie Arznei- und
Nichtarzneimittel gesamt
Veränderung ggü.
Vorjahreszeitraum in +/-%
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
IQVIA Template (V4.0.0)
Entwicklung im
GKV-Markt
IQVIA Template (V4.0.0)
29
AVP real; Marktentwicklung von 06/2025 bis 06/2026
GKV-Arzneimittelausgaben im ersten Halbjahr 2026
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Basis: *Umsatz in Euro zum Apothekenverkaufspreis (AVP) abzüglich der von Herstellern und Apotheken zu leistenden Zwangsrabatte, abzüglich gemeldeter Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach
§130b SGB V; ohne Einsparungen aus Rabattverträgen; Absatz in Packungseinheiten; ohne Impfstoffe
Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei verschiedene Abschlagssätze gültig (6%, 7%, 12%).
-8
-6
-4
-2
0
2
4
6
8
10
12
14
06/25 07/25 08/25 09/25 10/25 11/25 12/25 01/26 02/26 03/26 04/26 05/26 06/26
Absatz in PackungenUmsatz in EUR zu AVP abzgl. Zwangsrabatten
Ve
rä
nd
er
un
gs
ra
te
z
um
V
or
ja
hr
in
%
60,5 Mio Pack.
5,1 Mrd Euro
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
Kumuliert Januar - Juni 2026: Umsatz 30,0 Mrd. Euro (+3,4 %)
Absatz 362,50 Mio. Pack. (-1,7 %)
IQVIA Template (V4.0.0)
30
Umsatz *
in Mio. Euro
L01G MAB ANTINEOPLASTIKA 2.207,3
L01H PROTEINKIN.HEMM.A.NEOPL. 1.735,6
L04C INTERLEUKIN INHIBITOREN 1.446,0
L04B ANTI-TNF PRODUKTE 1.100,3
B01F DIREKTE FAKTOR XA HEMMER 1.083,8
A10P SGLT2-HEMMER ANTIDIABET. 1.074,9
L02B CYTOSTAT.HORMONANTAGON. 798,6
N07A PROD.G.MULTIPLE SKLEROSE 792,0
A10S GLP-1 AGONISTEN ANTIDIAB 742,1
A10C HUMANINSULIN UND ANALOGA 562,6
SUMME TOP 10 11.543,3
GESAMT 30.038,5
AVP real; GKV- Markt, Top 10 Arzneimittelgruppen nach Umsatz, +/- Umsatz/ Absatz (%) im Januar
bis Juni 2026
Umsatzstärkste Arzneimittel im GKV-Markt im ersten Halbjahr 2026 :
Mehrheitliche Zuwächse nach Wert, Mengenentwicklung uneinheitlich
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Absatz in Packungen, ohne Impfstoffe; *Umsatz in Euro zum Apothekenverkaufspreis (AVP) abzüglich der von Herstellern und Apotheken zu leistenden Zwangsrabatte, abzüglich gemeldete Rabatte aus
Erstattungsbeträgen nach §130 SGB V; ohne Einsparungen aus Rabattverträgen; Absatz in Packungseinheiten; ohne Impfstoffe
Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei verschiedene Abschlagssätze gültig (6%, 7%, 12%).
2,8
8,9
8,4
0,4
-23,7
11,3
9,8
-6,6
27,2
-3,9
2,1
3,4
-6,6
7,2
11,7
4,3
3,6
11,0
4,1
-1,8
23,7
-6,8
4,4
-1,7
+/- Umsatz +/- Absatz
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
IQVIA Template (V4.0.0)
31
Absatz *
in Mio. Units
N02B SONSTIGE ANALGETIKA 25,6
C07A BETA-BLOCKER REIN 19,1
C10A LIPIDREGULATOREN 17,1
M01A NICHTSTEROID.ANTIRHEUMAT 14,4
A02B ULCUSTHERAPEUTIKA 13,8
C09C ANGIOTENS.II-ANTAGO.REIN 13,8
H03A THYREOIDPRAEPARATE 13,0
C08A CALCIUMANTAGONISTEN,REIN 12,1
C03A DIURETIKA 11,9
N06A ANTIDEPRESS+STIMM.STABIL 11,9
SUMME TOP 10 152,7
GESAMT 362,5
UN; GKV- Markt, Top 10 Arzneimittelgruppen nach Absatz, +/- Umsatz/ Absatz (%) im Januar bis
Juni 2026
Absatzstärkste Arzneimittelgruppen im GKV-Markt im im ersten Halbjahr
2026: Mehrheitliche Zuwächse nach Wert, gemischte Absatzentwicklungen
-1,6
-2,1
7,3
-4,9
-2,7
4,4
-0,8
5,0
-2,0
1,1
0,6
3,4
-3,3
-1,7
4,0
-5,7
-3,1
6,0
-1,4
1,6
0,1
2,6
-0,5
-1,7
+/- Umsatz +/- Absatz
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
Quelle: IQVIA PharmaScope®, Absatz in Packungen, ohne Impfstoffe; *Umsatz in Euro zum Apothekenverkaufspreis (AVP) abzüglich der von Herstellern und Apotheken zu leistenden Zwangsrabatte, abzüglich gemeldete Rabatte aus
Erstattungsbeträgen nach §130 SGB V; ohne Einsparungen aus Rabattverträgen; Absatz in Packungseinheiten; ohne Impfstoffe
Je nach Marktsegment und betrachtetem Zeitraum sind hierbei verschiedene Abschlagssätze gültig (6%, 7%, 12%).
IQVIA Template (V3.0.0)
32
Vergleich der Zwangsabgänge und Rabatte in Jan – Juni 2025 und 2026
Hersteller-Zwangsabschläge und Rabatte im ersten Halbjahr 2026
81
5.165
Jan – Juni 2025
80
5.708
Jan – Juni 2026
5.246
5.788
+10%
143
Jan – Juni 2025
159
Jan – Juni 2026
143
159
+12%
33
756
Jan – Juni 2025
36
859
Jan – Juni 2026
789
894
+13%
Quelle: *IQVIA PharmaScope®, *7% inkl. Zusatzabschlägen infolge des Preismoratoriums, inkl. Generikarabatt, inkl. Rabatte für Zubereitungen; inkl. Rabatte aus gemeldeten Erstattungsbeträgen nach §130 SGB V
(AMNOG-Rabatte); Herstellerabschlag Ambulanz außerhalb Budget.
Eu
ro
in
M
io
.
Generika-Rabatt
7% & AMNOG-Rabatt*
Generika-Rabatt
7% & AMNOG-Rabatt*
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
GKV-Markt* Krankenhaus PKV-Markt*
Zwangsabschläge in allen Marktsegmenten (3,6 Mrd. Euro)
IQVIA Template (V4.0.0)
33
Anzahl Arbeitstage in den Jahren 2023, 2024, 2025 und 2026
Kalendereffekte zur Marktbetrachtung 2023 - 2026
Januar Februar März April Mai Juni Juli August Sept. Okt. Nov. Dez.
Differenz aktuelles
gegenüber Vorjahr -1* - +1* - -1/-2* +2/+3* - +2* --- +1* +1/+2* +1
2023 21/22* 20 22/23* 18 20 21/22* 21 22/23* 20/21* 20/21* 21/22* 19
2024 22 21 20 21 19/20* 20 23* 20-22* 20/21* 21/22* 20/19* 20
2025 21/22* 20 21 20 19/20* 19/20* 23 19-21* 22 21/22* 19/20* 21
2026 20/21* 20 22 20 18 21/22* 23 21 22 22 21 22
Quelle: https://www.schnelle-online.info/Arbeitstage/Anzahl-Arbeitstage-2026.html; *Unterschiede je nach Bundesland
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
IQVIA Template (V4.0.0)
34
IQVIA DKM® (Deutscher Krankenhaus Markt): Arzneimittel-
Verbrauchsstudie der IQVIA Krankenhausforschung. Über die
jeweils versorgende Klinikapotheke werden monatlich Ver-
brauchsdaten auf Basis von Fachabteilungen und Stationen
erhoben. Ermittelt wird das Absatz- und bewertet das Umsatz-
volumen des kompletten Klinikmarktes sowie dessen Entwick-
lung gegenüber dem Vorjahreszeit-raum. Die Datenbasis bilden
rund 480 Panelkrankenhäuser.
Die Hochrechnung erfolgt nach 4 Bettengrößenklassen, 15 Fach-
richtungen und 7 Regionen.
IQVIA PharmaScope®: Die Daten umfassen die Arzneimittelab-
gaben der Apotheken für den GKV-Markt, Privatrezepte und
Barverkäufe auf Basis der Abgaben der öffentlichen Apotheken.
Datenbasis für den GKV-Markt sind von den Apothekenrechen-
zentren getätigte GKV-Abrechnungen. Der Anteil der Privat-
rezepte und Abgaben ohne Rezept werden auf Basis einer
Stichprobe von rund 8.500 Apotheken erhoben.
Marktinformationen zum Versandhandel umfassen die Einkäufe
der deutschen Verbraucher beim Versandhandel. Dazu bildet ein
Versandhandelspanel die Grundlage, die um eine Projektion
ergänzt wird.
Der IQVIA® Consumer Report Apotheke ist eine kontinuierliche
Marktstudie über die Verkäufe von rezeptfreien Arzneimitteln
und Nichtarzneimitteln/diätetischen Lebensmitteln sowie
Medizinprodukten in öffentlichen Apotheken und
Versandhandelsapotheken in Deutschland.
Die Verkäufe in öffentlichen Apotheken in Deutschland werden
über eine repräsentative Stichprobe von rund 8.500 Apotheken
erfasst und hochgerechnet. Informationen zum
Apothekenversand werden durch eine gesonderte Projektion
aus dem IQVIA Versandhandels-panel ermittelt. Außerdem
gehen Verkäufe von öffentlichen Apotheken ein, sofern sie als
Versandhandelsverkäufe deklariert werden.
Datenquellen
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
IQVIA Template (V4.0.0)
35
Der Marktbericht enthält monatliche Auswertungen zum
Pharma-Gesamtmarkt sowie zu den Bereichen Klinikmarkt,
Apothekenmarkt OTC-Apothekenmarkt und GKV-Markt. Dabei
unterscheiden sich je nach Sichtweise der Warenkorb und/oder
die Variablen für die Darstellung des Absatzes und Umsatzes.
Klinikmarkt
Die Auswertungen zum Klinikmarkt zeigen den Verbrauch von
Arzneimitteln in deutschen Krankenhäusern.
Der Absatz wird auf Basis von Zähleinheiten (=ZE; Tabletten,
Kapseln, Portionsbeutel, Injektionen etc.) erfasst. Die Berech-
nung des Umsatzes erfolgt mithilfe eines bewerteten Preises pro
Zähleinheit. Dadurch sind Rabatte, die die pharmazeutischen
Hersteller den versorgenden Klinikapotheken gewähren,
mitberücksichtigt.
Pharma-Gesamtmarkt
Alle Auswertungen zum Pharma-Gesamtmarkt beinhalten den
Umsatz und Absatz im Klinikmarkt und Apothekenmarkt.
Um eine Marktsumme zu bilden, wird in dieser Darstellung der
Absatz im Apothekenmarkt wie im Klinikmarkt ebenfalls in Zähl-
einheiten (Tabletten, Kapsel, Portionsbeutel etc.) umgerechnet
gezeigt.
Anders als für den Klinikmarkt beruhen die Umsatzvolumina
für das Segment Apotheke auf dem Listenpreis zu ApU
(=Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers bzw.
Erstattungsbetrag für AMNOG Produkte). Abschläge und
Einsparungen aus Rabatt-verträgen sind hierbei nicht
berücksichtigt.
Apothekenmarkt
Die Analysen zum Apothekenmarkt zeigen den Absatz von
abgegebenen Packungen rezeptfreier und rezeptpflichtiger
Arzneimittel. Das gezeigte Umsatzvolumen wird mit den
Listenpreisen auf der Preisstufe ApU (=Abgabepreis des
pharmazeutischen Unternehmers bzw. Erstattungsbetrag für
AMNOG Produkte) berechnet. Außerdem werden Hersteller-
abschläge und Abschläge aufgrund des Preismoratoriums
in Abzug gebracht.
Erläuterungen zu den Auswertungen im IQVIA Marktbericht (1)
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
IQVIA Template (V4.0.0)
36
OTC-Apothekenmarkt
Die Auswertungen zum OTC-Apothekenmarkt unterscheiden
sich in zwei Punkten von den übrigen Analysen über den
Apothekenmarkt. Zum einen wird ein anderer Warenkorb
verwendet, der neben rezeptfreien Arzneimitteln auch
Gesundheitsmittel berücksichtigt. Zum anderen ist die Preisbasis
für die Berechnung des Umsatzes der effektive Verkaufspreis.
Dies ist der Preis, zu dem der Verbraucher OTC-Arznei- und
Gesundheitsmittel in den Apotheken
oder über den Versandhandel erwirbt.
GKV-Markt
In diesem Kapitel zeigt der Marktbericht die Ausgaben- und
Mengenentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung für
Arzneimittel aus Offizin-Apotheken und dem Apothekenversand-
handel. Der Absatz wird als Anzahl Packungen erfasst und
gezeigt.
Die Ausgaben werden mithilfe des Apothekenverkaufspreises
(AVP) abzüglich der von Herstellern und Apotheken zu leistenden
Abschlägen, gemeldeter Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach
§130b SGB V und der Einsparungen aus Rabattverträgen nach
§130a Abs. 8 SGB V (lt. BMG-Veröffentlichungen) berechnet.
Der Apothekenverkaufspreis ist der Preis, der den gesetzlichen
Krankenversicherungen in Rechnung gestellt wird. Weitere
Analysen zum GKV-Markt zeigen die Entwicklung der Hersteller-
bzw. Apothekenabschläge für einzelne Monate bzw. den
kumulierten Jahreswert im laufenden Kalenderjahr.
Erläuterungen zu den Auswertungen im IQVIA Marktbericht (2)
© 2026, IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG. All rights reserved. – IQVIA Marktbericht | im 2. Quartal 2026
IQVIA Template (V4.0.0)
37
KONTAKT
IQVIA Commercial GmbH & Co. OHG
Unterschweinstiege 2 - 14
60549 Frankfurt am Main
Tel.: 0 69 6604-0
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Über IQVIA
IQVIA (IQVIA (NYSE:IQV) ist ein weltweit führender Anbieter von klinischen Forschungsdienstleistungen,
Marktforschung und intelligenten Lösungen für die Life-Sciences- und Gesundheitsbranche. Das Portfolio
basiert auf IQVIAs Ansatz der Connected Intelligence™ und bietet Erkenntnisse und Dienstleistungen an, die
auf hochwertigen Gesundheitsinformationen aus aller Welt, der hauseigenen Healthcare-grade AI® sowie
fortschrittlicher Analytik mit den neuesten Technologien und umfassender Fachkompetenz beruhen. IQVIA
verpflichtet sich zu dem verantwortungsvollen Einsatz von KI. Die von IQVIA verwendeten KI-gestützten
Methoden basieren auf den strengsten Datenschutzvorgaben mit aller notwendiger regulatorischer
Konformität und Patientensicherheit. IQVIAs KI Healthcare-grade AI® erfüllt die hohen Anforderungen
der Branche an Vertrauen, Skalierbarkeit und Präzision.
Mit rund 93.000 Mitarbeitenden in über 100 Ländern – darunter Experten aus dem Gesundheitswesen, den
Life Sciences, den Datenwissenschaften und zugehöriger Technologieentwicklung sowie Fachkräften in
operativer Exzellenz – setzt sich IQVIA für die Entwicklung und Beschleunigung der Vermarktung innovativer,
medizinischer Behandlungen ein, um die Patientenversorgung und die Gesundheit der Bevölkerung weltweit
zu verbessern. IQVIA ist globaler Vorreiter beim Schutz der Privatsphäre von Patienten. Das Unternehmen
nutzt eine Vielzahl von datenschutzfördernden Technologien und Schutzmaßnahmen, um die individuelle
Privatsphäre zu wahren und gleichzeitig Informationen in einem Umfang zu generieren und zu analysieren,
der es Gesundheitsakteuren ermöglicht, Krankheitsmuster zu erkennen und präzise Therapiepfade für
bessere Behandlungsergebnisse zu identifizieren.
Die Erkenntnisse und Umsetzungskompetenzen von IQVIA helfen Biotech-, Medizintechnik- und
Pharmaunternehmen ebenso wie Forschenden, Regierungsbehörden, Kostenträgern und anderen Akteuren
im Gesundheitswesen. Ziel ist, ein tieferes Verständnis von Krankheiten, menschlichem Verhalten und
wissenschaftlichem Fortschritt zu erlangen, um den Weg zu Heilungen zu ebnen.
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IQVIA Template (V4.0.0)
38
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sondern ausschließlich (nach § 3 Abs. 6 Bundesdatenschutzgesetz) anonyme Informationen.
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mailto:info.germany@iqvia.com%20?subject=Marktbericht%20Q2%202026
09.09.2026
Datei
PD
Bundesministerium für Gesundheit
Bekanntmachung
nach § 79 Absatz 5 des Arzneimittelgesetzes
Vom 1. September 2026
Auf Grund des § 79 Absatz 5 des Arzneimittelgesetzes (AMG) macht das Bundes-
ministerium für Gesundheit bekannt:
Es besteht nach Mitteilung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinpro-
dukte in Deutschland ein Versorgungsmangel mit digitoxinhaltigen als auch mit
digoxinhaltigen Arzneimitteln.
Bei digitoxinhaltigen und digoxinhaltigen Arzneimitteln handelt es sich um Arznei-
mittel zur Behandlung lebensbedrohlicher kardiologischer Erkrankungen. Eine al-
ternative gleichwertige Arzneimitteltherapie steht nicht zur Verfügung.
Diese Feststellung ermöglicht es den zuständigen Behörden der Länder, nach
Maßgabe des § 79 Absatz 5 und 6 AMG im Einzelfall ein befristetes Abweichen
von den Vorgaben des AMG zu gestatten.
Das Bundesministerium für Gesundheit wird bekanntmachen, wenn der Versor-
gungsmangel nicht mehr vorliegt.
Bonn, den 1. September 2026
30413#00001#0022
Bundesministerium für Gesundheit
Im Auftrag
Dr. Lars Nicke l
Bekanntmachung
Veröffentlicht am Dienstag, 8. September 2026
BAnz AT 08.09.2026 B4
Seite 1 von 1
Bundesanzeiger Verlag GmbH
2026-09-04T13:59:55+0200
Bundesanzeiger Verlag GmbH
08.09.2026
Datei
PD
Bundesinstitut
für Arzneimittel und Medizinprodukte
Bekanntmachung
nach § 35 Absatz 5a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
der aktuellen Liste von Arzneimitteln,
die auf Grund der zugelassenen Darreichungsformen und Wirkstärken
zur Behandlung von Kindern notwendig sind
Vom 19. August 2026
Gemäß § 35 Absatz 5a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) erstellt das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte nach Anhörung des nach § 52b Absatz 3b des Arzneimittelgesetzes eingerichteten Beirats eine
aktuelle Liste von Arzneimitteln, die auf Grund der zugelassenen Darreichungsformen und Wirkstärken zur Behand-
lung von Kindern notwendig sind.
Sofern Arzneimittel im Zuständigkeitsbereich des Paul-Ehrlich-Instituts betroffen sind, erfolgt die Bekanntmachung im
Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut.
Die Bekanntmachung umfasst alle Änderungen zur Liste der pädiatrischen Arzneimittel gemäß § 35 Absatz 5a SGB V
vom 9. Juli 2026 (BAnz AT 31.07.2026 B12).
Die aus den bekannt gemachten Änderungen resultierende aktuelle vollständige Arzneimittelliste wird als elektronisch
lesbare Version inklusive Pharmazentralnummern auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medi-
zinprodukte zum Herunterladen zur Verfügung gestellt.
Die vorliegende Publikation macht die Änderungen der Liste im Vergleich zur letztveröffentlichten Version der Liste
bekannt.
Die Datei stellt alle Änderungen im Vergleich zur vorherigen vollständigen Version der pädiatrischen Arzneimittelliste
mit folgenden Abkürzungen dar:
AP Aufnahme wegen PZN-Änderung; das Arzneimittel war ohne PZN oder mit anderer PZN bereits in der Liste
enthalten.
LP Löschung wegen PZN-Änderung; das Arzneimittel ist mit neuer PZN weiterhin auf der Liste enthalten.
AS Aufnahme wegen Stammdatenänderung; das Arzneimittel war mit anderen Stammdaten (beispielsweise an-
derer MAH) bereits auf der Liste enthalten.
LS Löschung wegen Stammdatenänderung; das Arzneimittel ist mit neuen Stammdaten (beispielsweise neuem
MAH) weiterhin auf der Liste enthalten.
AA Aufnahme Arzneimittel; das Arzneimittel wurde neu auf der Liste aufgenommen, andere Arzneimittel mit dem
enthaltenen Wirkstoff waren bereits auf der Liste geführt.
LA Löschung Arzneimittel; das Arzneimittel wurde von der Liste gelöscht, andere Arzneimittel mit dem enthaltenen
Wirkstoff werden weiter auf der Liste geführt.
AW Aufnahme Wirkstoff; das Arzneimittel wurde neu auf der Liste aufgenommen, andere Arzneimittel mit dem
enthaltenen Wirkstoff waren noch nicht auf der Liste geführt.
LW Löschung Wirkstoff; das Arzneimittel wurde von der Liste gelöscht, andere Arzneimittel mit dem enthaltenen
Wirkstoff werden nicht mehr auf der Liste geführt.
LM Löschung von unverkäuflichen Mustern; das Arzneimittel wurde von der Liste gelöscht, da es sich bei der
Packungsgröße um ein unverkäufliches Muster handelt.
Allgemeine Hinweise:
Grundlage zur Erarbeitung der Liste der Kinderarzneimittel gemäß § 35 Absatz 5a SGB V ist die WHO-Liste für Kinder-
arzneimittel (WHO Model List of Essential Medicines for Children).
Die Liste berücksichtigt verkehrsfähige Arzneimittel, deren Zulassung nicht erloschen ist. Sie müssen nicht aktuell in
Verkehr gebracht werden. Die Liste umfasst sowohl verschreibungspflichtige als auch nicht verschreibungspflichtige
Arzneimittel.
Bekanntmachung
Veröffentlicht am Freitag, 4. September 2026
BAnz AT 04.09.2026 B7
Seite 1 von 5
Für die Erstellung der Liste wurden folgende weitere Kriterien für die Auswahl der Arzneimittel zugrunde gelegt:
– Arzneimittel, die entweder in für Kinder geeigneten Wirkstärken oder für Kinder geeigneten Darreichungsformen
zugelassen sind. Altersgerechte beziehungsweise kindgerechte Darreichungsformen, insbesondere zur Behandlung
von Kindern bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres, sind zum Beispiel flüssige Darreichungsformen wie Saft,
Sirup, Suspension und Lösung zum Einnehmen oder Suppositorien (Zäpfchen).
– Parenteralia (sterile Zubereitungen, die zur Injektion, Infusion oder Implantation in den menschlichen oder tierischen
Körper bestimmt sind), welche ausschließlich in der Pädiatrie Anwendung finden.
– Arzneimittel, die die vorausgegangenen Kriterien erfüllen und zu denen es Hinweise gibt, dass die Wirtschaftlichkeit
nicht mehr gegeben ist.
– Verkehrsfähige Arzneimittel, für die im Arzneimittelinformationssystem des Bundes drei oder weniger Zulassungs-
inhaber, endfreigebende Hersteller oder Wirkstoffhersteller für im Verkehr befindliche Arzneimittel hinterlegt sind.
Die vollständige Liste ist nicht Teil der Publikation im Bundesanzeiger. Sie wird in maschinenlesbarem csv-Format auf
der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht.
Bonn, den 19. August 2026
Bundesinstitut
für Arzneimittel und Medizinprodukte
Der Vizepräsident
Prof. Dr. W. Knöß
Bekanntmachung
Veröffentlicht am Freitag, 4. September 2026
BAnz AT 04.09.2026 B7
Seite 2 von 5
Wirkstoff ATC-Code Arzneimittelname
Darreichungs-
form Zulassungsinhaber PZN Typ
Azathioprin L04AX01 Jayempi 10 mg/ml Suspen-
sion zum Einnehmen
Suspension zum
Einnehmen
Lipomed GmbH 19624298 LW
Cefixim J01DD08 Cefixim STADA 100 mg/5 ml
Pulver zur Herstellung einer
Suspension zum Einnehmen
Pulver zur Her-
stellung einer
Suspension zum
Einnehmen
STADAPHARM GmbH 02134383 LA
Cefixim J01DD08 Cefixim STADA 100 mg/5 ml
Pulver zur Herstellung einer
Suspension zum Einnehmen
Pulver zur Her-
stellung einer
Suspension zum
Einnehmen
STADAPHARM GmbH 02134414 LA
Desmopressin H01BA02 DesmoGalen 120 Mikro-
gramm Sublingualtabletten
Sublingualtab-
lette
GALENpharma GmbH 19150280 LA
Desmopressin H01BA02 DesmoGalen 120 Mikro-
gramm Sublingualtabletten
Sublingualtab-
lette
GALENpharma GmbH 19150297 LA
Desmopressin H01BA02 DesmoGalen 240 Mikro-
gramm Sublingualtabletten
Sublingualtab-
lette
GALENpharma GmbH 19150311 LA
Desmopressin H01BA02 DesmoGalen 240 Mikro-
gramm Sublingualtabletten
Sublingualtab-
lette
GALENpharma GmbH 19150328 LA
Desmopressin H01BA02 DesmoGalen 60 Mikrogramm
Sublingualtabletten
Sublingualtab-
lette
GALENpharma GmbH 19150251 LA
Desmopressin H01BA02 DesmoGalen 60 Mikrogramm
Sublingualtabletten
Sublingualtab-
lette
GALENpharma GmbH 19150268 LA
Desmopressin H01BA02 Nocutil Melt 120 Mikro-
gramm Sublingualtablette
Sublingualtab-
lette
Gebro Pharma GmbH 19234396 LA
Desmopressin H01BA02 Nocutil Melt 120 Mikro-
gramm Sublingualtablette
Sublingualtab-
lette
Gebro Pharma GmbH 19234404 LA
Desmopressin H01BA02 Nocutil Melt 240 Mikro-
gramm Sublingualtablette
Sublingualtab-
lette
Gebro Pharma GmbH 19234433 LA
Desmopressin H01BA02 Nocutil Melt 60 Mikrogramm
Sublingualtablette
Sublingualtab-
lette
Gebro Pharma GmbH 19234367 LA
Enalapril C09AA02 AQUMELDI Schmelztablette Proveca Pharma
Limited
18437016 LP
Enalapril C09AA02 AQUMELDI Schmelztablette Proveca Pharma
Limited
18437022 LP
Everolimus L01EG02 Votubia 2 mg Tabletten zur
Herstellung einer Suspension
zum Einnehmen – OP 30
Tablette zur
Herstellung einer
Suspension zum
Einnehmen
ACA Müller ADAG
Pharma Aktiengesell-
schaft
20176959 AP
Everolimus L01EG02 Votubia 2 mg Tabletten zur
Herstellung einer Suspension
zum Einnehmen – OP 30
Tablette zur
Herstellung einer
Suspension zum
Einnehmen
ACA Müller ADAG
Pharma Aktiengesell-
schaft
LP
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 0,5 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Immedica Pharma AB 13918716 AS
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 0,5 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Neurocrine Nether-
lands B.V.
13918716 LS
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 1 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Immedica Pharma AB 13918722 AS
Bekanntmachung
Veröffentlicht am Freitag, 4. September 2026
BAnz AT 04.09.2026 B7
Seite 3 von 5
Wirkstoff ATC-Code Arzneimittelname
Darreichungs-
form Zulassungsinhaber PZN Typ
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 1 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Neurocrine Nether-
lands B.V.
13918722 LS
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 2 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Immedica Pharma AB 13918739 AS
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 2 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Neurocrine Nether-
lands B.V.
13918739 LS
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 5 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Immedica Pharma AB 13918745 AS
Hydrocortison H02AB09 Alkindi 5 mg Granulat zur
Entnahme aus Kapsel –
OP50
Granulat zur
Entnahme aus
Kapseln
Neurocrine Nether-
lands B.V.
13918745 LS
Hydroxycarbamid L01XX05 Xromi Lösung zum
Einnehmen
Lipomed GmbH 16239631 AS
Hydroxycarbamid L01XX05 Xromi 100 mg/ml Lösung
zum Einnehmen
Lösung zum
Einnehmen
Nova Laboratories
Ireland Limited
16239631 LS
Ibuprofen M01AE01 Ibubeta 100 mg Suspension
zum Einnehmen im Beutel
Suspension zum
Einnehmen im
Beutel
betapharm Arzneimit-
tel GmbH
AA
Ibuprofen M01AE01 Ibuprofen Nutra Essential
100 mg Suspension zum
Einnehmen im Beutel
Suspension zum
Einnehmen im
Beutel
betapharm Arzneimit-
tel GmbH
LA
Ibuprofen M01AE01 Ibuprofen Redcare 40 mg/ml
Suspension zum Einnehmen
Suspension zum
Einnehmen
RC Pharma B.V. 20467970 AP
Ibuprofen M01AE01 Ibuprofen Redcare 40 mg/ml
Suspension zum Einnehmen
Suspension zum
Einnehmen
RC Pharma B.V. LP
Imatinib L01EA01 Imatinib Medicopharm
100 mg Filmtabletten
Filmtablette MEDICOPHARM AG
Arzneimittel & Medikal
Produkte
12372830 LA
Imatinib L01EA01 Imatinib Medicopharm
100 mg Filmtabletten
Filmtablette MEDICOPHARM AG
Arzneimittel & Medikal
Produkte
12372847 LA
Ivermectin P02CF01 Ivermectin Orifarm 3 mg
Tabletten
Tablette Orifarm Generics
A/S HR
20581105 AP
Ivermectin P02CF01 Ivermectin Orion 3 mg Tab-
letten
Tablette Orion Corporation t/a
Orion Pharma
19505441 AP
Ivermectin P02CF01 Ivermectin Orion 3 mg Tab-
letten
Tablette Orion Corporation t/a
Orion Pharma
19505464 AP
Ivermectin P02CF01 Ivermectin Orion 3 mg Tab-
letten
Tablette Orion Corporation t/a
Orion Pharma
19505487 AP
Ivermectin P02CF01 Ivermectin Orion 3 mg Tab-
letten
Tablette Orion Corporation t/a
Orion Pharma
LP
Lamotrigin N03AX09 Lamotrigin Atid 25 mg Tablette zur
Herstellung einer
Suspension zum
Einnehmen bzw.
Kautablette
Dexcel Pharma GmbH 09483980 LP
Bekanntmachung
Veröffentlicht am Freitag, 4. September 2026
BAnz AT 04.09.2026 B7
Seite 4 von 5
Wirkstoff ATC-Code Arzneimittelname
Darreichungs-
form Zulassungsinhaber PZN Typ
Lamotrigin N03AX09 Lamotrigin Atid 25 mg Tablette zur
Herstellung einer
Suspension zum
Einnehmen bzw.
Kautablette
Dexcel Pharma GmbH 09483997 LP
Levetiracetam N03AX14 Keppra 100 mg/ml Lösung
zum Einnehmen –
OP (1 x 150 ml)
Lösung zum
Einnehmen
UCB Pharma 19164388 AP
Macitentan C02KX04 Opsumit Tablette zur
Herstellung einer
Suspension zum
Einnehmen
Janssen-Cilag Inter-
national NV
19237012 LA
Mercaptopurin L01BB02 Xaluprine Suspension zum
Einnehmen
Lipomed GmbH 09726201 AS
Mercaptopurin L01BB02 Xaluprine 20 mg/ml Suspen-
sion zum Einnehmen –
OP100ml
Suspension zum
Einnehmen
Nova Laboratories
Ireland Limited
09726201 LS
Natrium(4-phenyl-
butanoat)
A16AX03 PHEBURANE Lösung zum
Einnehmen
Eurocept International
B.V.
19210214 LW
Nirsevimab J06BD08 Beyfortus Injektionslösung Sanofi Winthrop In-
dustrie
18425763 LP
Nirsevimab J06BD08 Beyfortus Injektionslösung Sanofi Winthrop In-
dustrie
18425786 LP
Nirsevimab J06BD08 Beyfortus Injektionslösung Sanofi Winthrop In-
dustrie
19468272 LP
Nirsevimab J06BD08 Beyfortus Injektionslösung Sanofi Winthrop In-
dustrie
19482823 LP
Nirsevimab J06BD08 Beyfortus Injektionslösung Sanofi Winthrop In-
dustrie
19483248 LP
Paracetamol N02BE01 Paracetamol AbZ 500 mg
Zäpfchen
Zäpfchen AbZ-Pharma GmbH LA
Salbutamol R03AC02 SalbuHEXAL Dosieraerosol Druckgasinhala-
tion, Suspension
Hexal Aktiengesell-
schaft
19686069 AA
Salbutamol R03AC02 SalbuHEXAL Dosieraerosol Druckgasinhala-
tion, Suspension
Hexal Aktiengesell-
schaft
19686075 AA
Salbutamol R03AC02 SalbuHEXAL Dosieraerosol Druckgasinhala-
tion, Suspension
Hexal Aktiengesell-
schaft
19686081 AA
Bekanntmachung
Veröffentlicht am Freitag, 4. September 2026
BAnz AT 04.09.2026 B7
Seite 5 von 5
Bundesanzeiger Verlag GmbH
2026-09-01T10:03:13+0200
Bundesanzeiger Verlag GmbH
08.09.2026
Datei
PD
WF Neu II 2026:
Finale Beschlussvorlage des BfArM
zu den Anträgen zu neuen Messzahlen
im Rahmen der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift
zur Ermittlung von Packungsgrößen nach § 5
PackungsV
auf Basis der Beschlussvorlage des BfArM vom
14.08.2026
und den bis zum 31.08.2026 eingegangenen
Stellungnahmen
Stand: 07.09.2026
Seite 2 von 13
1. Anselamimab ......................................................................................................................................................................3
2. Denecimig ............................................................................................................................................................................5
3. Gefurulimab ........................................................................................................................................................................6
4. Imetelstat ..............................................................................................................................................................................8
5. Mavorixafor ........................................................................................................................................................................9
6. Nerandomilast ................................................................................................................................................................ 10
7. Secnidazol ......................................................................................................................................................................... 11
8. Tolebrutinib ..................................................................................................................................................................... 12
Seite 3 von 13 1. Anselamimab
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Vorbehaltlich der Positive Opinion wird empfohlen, die wirkstoffbezogene Ausnahme
„Anselamimab“ unterhalb der neuen Position „Hämatologika“ in Abschnitt 4 „Abgeteilte
Darreichungsformen zur Injektion oder Infusion“ mit den Messzahlen N1 =6, N2 =12 und N3 = 36
aufzunehmen.
Die finale Fachinformation muss zusammen mit einer schriftlichen Bestätigung des
Antragstellers, dass die SmPC, die dem BfArM bei Antragstellung vorlag, hinsichtlich
der für die Bestimmung der Packungsgrößen maßgeblichen Angaben unverändert
geblieben ist, innerhalb der in der VwV in §4 Satz (7) genannten Frist dem BfArM nachgereicht
werden. Anderenfalls kann der Antrag dann erneut gestellt werden, wenn absehbar ist, dass die
Zulassung innerhalb des vorgegebenen Zeitraums erteilt werden kann.
Begründung
Die vom BfArM ermittelten Messzahlen entsprechen der VwV. Eine allgemeine
Ausnahmeposition „monoklonaler Antikörper (chimärer IgG1 κ)“ empfehlen wir nicht, da die
Antikörper als Immuntherapeutika mit sehr heterogenen Indikationen eingesetzt werden und
damit verbunden sehr verschiedene Dosierschemata aufweisen können.
Seite 4 von 13
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Dem Antrag kann nicht stattgegeben werden, da bis zum o. g. Termin vor Erstellung der
Beschlussvorlage keine positive Opinion vorgelegt wurde.
Es wird daher empfohlen, dass der Antragsteller den Antrag dann erneut stellt, wenn absehbar
ist, dass die positive Opinion innerhalb des vorgegebenen Zeitraums vorgelegt werden kann
Seite 5 von 13 2. Denecimig
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Vorbehaltlich der Positive Opinion wird empfohlen, die Position Denecimig“ in Abschnitt 4
„Abgeteilte Darreichungsformen zur Injektion oder Infusion“ in die Position „Antihämorrhagika“
mit den Messzahlen N1 = 1, N2 = - und N3 = 3 aufzunehmen.
Die finale Fachinformation muss zusammen mit einer schriftlichen Bestätigung des
Antragstellers, dass die SmPC, die dem BfArM bei Antragstellung vorlag, hinsichtlich
der für die Bestimmung der Packungsgrößen maßgeblichen Angaben unverändert
geblieben ist, innerhalb der in der VwV in §4 Satz (7) genannten Frist dem BfArM nachgereicht
werden. Anderenfalls kann der Antrag dann erneut gestellt werden, wenn absehbar ist, dass die
Zulassung innerhalb des vorgegebenen Zeitraums erteilt werden kann.
Begründung:
Werden Spannbreiten bei der Applikationshäufigkeit, -menge und / oder im Dosierungsintervall
angegeben, so ist für die Ermittlung der Messzahlen das Dosierungsschema maßgeblich, das zur
kleineren Messzahl führt (Zusatzregel „4.9 Spannbreiten bei der Applikationshäufigkeit, -menge
und / oder im Dosierungsintervall“ der Anlage 2 der VwV).
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Dem Antrag kann nicht stattgegeben werden, da bis zum o. g. Termin vor Erstellung der
Beschlussvorlage keine positive Opinion vorgelegt wurde.
Es wird daher empfohlen, dass der Antragsteller den Antrag dann erneut stellt, wenn absehbar
ist, dass die positive Opinion innerhalb des vorgegebenen Zeitraums vorgelegt werden kann.
Seite 6 von 13 3. Gefurulimab
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Vorbehaltlich der Positive Opinion wird empfohlen, die Position „Gefurulimab“ als
wirkstoffbezogene Ausnahme in Abschnitt 4 „Abgeteilte Darreichungsformen zur Injektion oder
Infusion“ in die Position „Immunsuppressiva/Zytokine“ mit den Messzahlen N1 = 2, N2 = 4 und
N3 = 12 aufzunehmen.
Die finale Fachinformation muss zusammen mit einer schriftlichen Bestätigung des
Antragstellers, dass die SmPC, die dem BfArM bei Antragstellung vorlag, hinsichtlich
der für die Bestimmung der Packungsgrößen maßgeblichen Angaben unverändert
geblieben ist, innerhalb der in der VwV in §4 Satz (7) genannten Frist dem BfArM nachgereicht
werden. Anderenfalls kann der Antrag dann erneut gestellt werden, wenn absehbar ist, dass die
Zulassung innerhalb des vorgegebenen Zeitraums erteilt werden kann.
Begründung
Die vom BfArM ermittelten Messzahlen entsprechen der VwV.
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Seite 7 von 13 Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Dem Antrag kann nicht stattgegeben werden, da bis zum o. g. Termin vor Erstellung der
Beschlussvorlage keine positive Opinion vorgelegt wurde.
Es wird daher empfohlen, dass der Antragsteller den Antrag dann erneut stellt, wenn absehbar
ist, dass die positive Opinion innerhalb des vorgegebenen Zeitraums vorgelegt werden kann
Seite 8 von 13 4. Imetelstat
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Es wird empfohlen, die Position „Imetelstat“ in Abschnitt 4 „Abgeteilte Darreichungsformen zur
Injektion oder Infusion“ in die Position „Zytostatika/Metastasenhemmer“ N1 = 3, N2 = - und N3 =
9 aufzunehmen.
Begründung
Die vom BfArM ermittelten Messzahlen entsprechen der VwV.
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Die Entscheidungsempfehlung des BfArM bleibt unverändert.
Seite 9 von 13 5. Mavorixafor
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Es wird empfohlen, die Position „Mavorixafor“ als wirkstoffbezogene Ausnahme in Abschnitt 1
„Abgeteilte orale Darreichungsformen“ unter die Position „Immunstimulanzien“ mit den
Messzahlen N1 = 40, N2 = 120 und N3 = 400 aufzunehmen.
Begründung
Die vom BfArM ermittelten Messzahlen entsprechen der VwV.
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Die Entscheidungsempfehlung des BfArM bleibt unverändert.
Seite 10 von 13 6. Nerandomilast
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Es wird empfohlen, die Position „Nerandomilast“ als wirkstoffbezogene Ausnahme in Abschnitt
1 „Abgeteilte orale Darreichungsformen“ in die Position „Immunsuppressiva“ mit den
Messzahlen N1 = 20, N2 = 60 und N3 = 200 aufzunehmen.
Begründung
Die vom BfArM ermittelten Messzahlen entsprechen der VwV.
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Die Entscheidungsempfehlung des BfArM bleibt unverändert.
Seite 11 von 13 7. Secnidazol
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Es wird empfohlen, die Position „Secnidazol“ als wirkstoffbezogene Ausnahme in Abschnitt 1
„Abgeteilte orale Darreichungsformen“ in die Position „Antibiotika/Chemotherapeutika“ mit
den Messzahlen N1 =1, N2 = - und N3 = - aufzunehmen.
Begründung
Die vom BfArM ermittelten Messzahlen entsprechen der VwV.
Die Position wurde entsprechend der Hauptindikation bakterielle Vaginose bestimmt, die nicht
durch den ATC-Code abgedeckt wird.
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Die Entscheidungsempfehlung des BfArM bleibt unverändert.
Seite 12 von 13 8. Tolebrutinib
Schlussempfehlung des BfArM („Beschlussvorlage“)
Vorbehaltlich der „CHMP Positive Opinion“/ des „EoP letter“ wird empfohlen, die Position
„Tolebrutinib“ in Abschnitt 1 „Abgeteilte orale Darreichungsformen“ in die Position
„Immunsuppressiva“ mit den Messzahlen: N1 = 10, N2 = 30 und N3 = 100 aufzunehmen.
Die finale Fachinformation muss zusammen mit einer schriftlichen Bestätigung des
Antragstellers, dass die SmPC, die dem BfArM bei Antragstellung vorlag, hinsichtlich
der für die Bestimmung der Packungsgrößen maßgeblichen Angaben unverändert
geblieben ist, innerhalb der in der VwV in §4 Satz (7) genannten Frist dem BfArM nachgereicht
werden. Anderenfalls kann der Antrag dann erneut gestellt werden, wenn absehbar ist, dass die
Zulassung innerhalb des vorgegebenen Zeitraums erteilt werden kann.
Begründung
Die vom BfArM ermittelten Messzahlen entsprechen der VwV.
Seite 13 von 13
Stellungnahmen / 2. Runde (bis 30.08.2026)
Keine
Finale Schlussempfehlung des BfArM per 07.09.2026
Dem Antrag kann nicht stattgegeben werden, da bis zum o. g. Termin vor Erstellung der
Beschlussvorlage keine positive Opinion vorgelegt wurde.
Es wird daher empfohlen, dass der Antragsteller den Antrag dann erneut stellt, wenn absehbar
ist, dass die positive Opinion innerhalb des vorgegebenen Zeitraums vorgelegt werden kann.
1. Anselamimab
2. Denecimig
3. Gefurulimab
4. Imetelstat
5. Mavorixafor
6. Nerandomilast
7. Secnidazol
8. Tolebrutinib
08.09.2026
Datei
PD
Anlage 1
Finanzielle Entwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung einschließlich der landwirtschaftlichen
Krankenkasse1 im 1. Halbjahr 2026
Ausgaben der Krankenkassen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent – Veränderungsraten
Leistungsbereich
GKV
absolut
GKV
je
Vers.
AOK
je Vers
BKK
je Vers
IKK
je Vers
KBS
je Vers
EK
je Vers.
LKV
je Vers.
Ärztliche Behandlung2 6,0 6,1 6,0 6,6 7,8 9,6 5,5 8,1
Behandlung durch Zahnärzte ohne Zahnersatz 5,9 5,9 5,1 6,6 4,3 2,1 6,8 9,0
Zahnersatz 0,8 0,8 0,2 2,4 3,9 8,7 0,0 -2,0
Arznei- und Verbandmittel 5,1 5,2 4,9 5,7 6,8 6,4 5,2 1,0
Hilfsmittel 4,4 4,4 4,3 6,9 7,5 4,5 3,3 1,7
Heilmittel 9,9 9,9 8,6 12,2 16,4 15,0 9,3 4,5
Krankenhausbehandlung3 9,3 9,4 9,3 11,3 11,0 11,1 8,8 8,4
Krankengeld 7,4 7,4 7,0 8,9 6,3 5,3 7,4 -2,4
Fahrkosten 8,1 8,1 8,2 10,0 11,7 5,2 7,5 11,3
Vorsorge- u. Rehabilitationsmaßnahmen 5,9 6,0 4,8 9,1 8,3 10,5 5,9 2,8
Schutzimpfungen 8,5 8,5 4,2 10,2 11,7 -3,1 11,2 33,8
Früherkennungsmaßnahmen 3,9 4,0 2,7 -0,9 7,4 3,1 6,5 7,2
Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft4 2,9 3,0 2,3 4,1 -10,2 -2,9 4,5 12,8
Medizinische Behandlungspflege5 10,5 10,6 10,0 12,5 19,3 13,1 9,7 8,3
Summe der Leistungsausgaben 7,4 7,4 7,2 8,5 9,2 8,9 7,1 6,4
Netto-Verwaltungskosten (Netto-Vwk) 0,6 0,6 -0,6 -1,7 4,2 3,8 2,5 5,9
Netto-Vwk ohne Altersrückstellungen -0,5 -0,4 -1,1 -1,6 3,9 3,8 0,0 6,9
Summe der Leistungsausgaben und Netto-Vwk 7,1 7,1 6,8 8,1 9,0 8,8 6,9 6,4
Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen (absolut in Mio. EUR)
Ausgaben/Einnahmen GKV AOK BKK IKK KBS EK LKV
Ausgaben insgesamt 186.280 68.518 27.076 12.554 4.215 72.425 1.493
Einnahmen insgesamt 188.873 68.923 27.713 12.804 4.435 73.477 1.521
davon:
Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds6 155.691 57.925 22.359 10.431 3.710 61.266 0
Mittel aus dem Einkommensausgleich 30.507 10.526 5.212 2.293 697 11.779 0
Beitragseinnahmen7 669 0 0 0 0 0 669
Sonstige Einnahmen8 2.004 472 142 79 27 433 852
Überschuss/Defizit (-) 2.592 406 637 250 219 1.052 28
Einnahmen und Ausgaben des Gesundheitsfonds
Ausgaben/Einnahmen in Mio. EUR
Veränderung zum Vorjahreszeitraum
in Prozent
Ausgaben insgesamt 187.225 7,0
davon:
Zuweisungen an die Krankenkassen9 156.126 6,0
Ausgaben für Zahlungen aus dem Einkommensausgleich 30.829 11,7
Zuweisungen inkl. Zahlungen aus dem Einkommensausgleich 186.954 6,9
Innovationsfonds - Finanzierungsanteil 50 0,0
Strukturfonds - Finanzierung 206 496,6
Netto-Verwaltungskosten des Gesundheitsfonds 25 -7,9
Einnahmen insgesamt 181.336 7,2
davon:
Beiträge (ohne Zusatzbeiträge) 141.994 4,1
Zusatzbeiträge nach § 242 SGB V 29.642 15,7
Beiträge insgesamt 171.636 5,9
Bundeszuschüsse 9.679 34,4
Überschuss/Defizit (-) -5.889
1 Die landwirtschaftliche Krankenversicherung (LKV) nimmt nicht an dem zum 01.01.2009 eingeführten Gesundheitsfonds teil.
2 einschließlich Integrierte Versorgung, Behandlung durch Belegärzte in Krankenhäusern, ärztliche Behandlung in Hochschulambulanzen, ärztliche Beratung und Behandlung bei Emp-
fängnisverhütung, Sterilisation, Schwangerschaftsabbruch sowie ohne Dialysesachkosten und ohne von den Versicherten geleistete Zuzahlungen.
3 einschließlich stationärer Entbindung
4 ohne stationäre Entbindung
5 Ehemals als Behandlungspflege/häusliche Krankenpflege bezeichnet.
6 von den Krankenkassen ausgewiesene Zuweisungen für den Berichtszeitraum einschließlich Forderungen und Verpflichtungen
7 Der Wert bezieht sich hauptsächlich auf die Beitragseinnahmen der LKV, die nicht am Gesundheitsfonds teilnimmt; die übrigen Kassenarten erhalten Zuweisungen aus dem Gesund-
heitsfonds.
8 Bei der LKV insbesondere Zuschüsse des Bundes für die landwirtschaftlichen Altenteiler sowie bei allen Krankenkassen insbesondere Erstattungen von Dritten und Vermögenserträge.
9 ausgezahlte Zuweisungen des Bundesamtes für Soziale Sicherung für den Berichtszeitraum
Anlage 2
Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung
Anteile an den Ausgaben insgesamt im 1. Halbjahr 2026
1 ohne ärztliches Honorar
2 ohne stationäre Entbindung und ärztliche Leistungen
Leistungsbereich
1. Halbjahr 2025
in Mio. Euro
1. Halbjahr 2026
in Mio. Euro
Abs. Differenz in Mio. Euro
aktueller Zeitraum zu
Vorjahreszeitraum
Ärztliche Behandlung 26.961 28.588 1.628
Zahnärztliche Behandlung ohne Zahnersatz 7.421 7.859 438
Zahnersatz 2.140 2.156 16
Arzneimittel 28.866 30.343 1.478
Hilfsmittel 6.106 6.373 268
Heilmittel 7.182 7.890 709
Krankenhausbehandlung 54.538 59.624 5.086
Krankengeld 10.847 11.645 798
Fahrkosten 5.195 5.615 420
Vorsorge- und Reha-Maßnahmen 2.567 2.720 153
Schutzimpfungen1 1.688 1.831 143
Früherkennung 1.576 1.638 62
Schwangerschaft / Mutterschaft2 786 809 23
Medizinische Behandlungspflege 5.804 6.415 611
Sonstige Leistungsausgaben 4.468 4.851 382
Ausgaben für Leistungen insgesamt 166.144 178.357 12.213
Sonstige Aufwendungen 1.297 1.326 29
Netto-Verwaltungskosten 6.561 6.598 37
Ausgaben insgesamt 174.002 186.280 12.279
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07.09.2026
Datei
PD
Preisentwicklung auf dem
Arzneimittelmarkt bis
Juli 2026
GKV-Arzneimittelindex
Impressum
Die vorliegende Publikation ist ein Beitrag des
Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WldO).
Preisentwicklung auf dem Arzneimittelmarkt
bis Juli 2026
Berlin, September 2026
Salka Enners, Prof. Dr. Michael Thiede
Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)
im AOK-Bundesverband eGbR – Arbeitsgemeinschaft
von Körperschaften des öffentlichen Rechts
Rosenthaler Str. 31, 10178 Berlin
Geschäftsführender Vorstand:
Dr. Carola Reimann (Vorsitzende)
Jens Martin Hoyer (stellv. Vorsitzender)
http://www.aok-bv.de/impressum/index.html
Registergericht Berlin (Charlottenburg), GsR 634 B
Aufsichtsbehörde:
Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege
und Gleichstellung –SenGPG–
Oranienstraße 106, 10969 Berlin
Satz: Anja Füssel, Tatjana Schwarz
Titelfoto: AOK Medien GmbH
Nachdruck, Wiedergabe, Vervielfältigung und Verbreitung
(gleich welcher Art), auch von Teilen des Werkes,
bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung.
E-Mail: wido@wido.bv.aok.de
Internet: http://www.wido.de
http://www.aok-bv.de/impressum/index.html
http://www.wido.de/
Inhalt
Einleitende Hinweise ............................................................................................................. 4
Einordnung der Ergebnisse in den Gesamtmarkt ........................................................................ 4
Teil I: Preisindex im Arzneimittelmarkt.................................................................................. 6
Gesamtmarkt ............................................................................................................................... 6
Festbetrags- und Nicht-Festbetragsmarkt ................................................................................... 9
Preisentwicklung nach Arzneimittelgruppen ............................................................................. 12
Teil 2: Kennwerte der Preisveränderung im Arzneimittelmarkt ........................................... 14
Einzelne Marktsegmente ........................................................................................................... 15
Vergleich der Marktsegmente ................................................................................................... 19
Arzneimittelgruppen .................................................................................................................. 21
Allgemeine methodische Hinweise ...................................................................................... 22
Datenbasis ................................................................................................................................. 23
4 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Einleitende Hinweise
Die vorliegende Publikation stellt die Preisentwicklung im Fertigarzneimittelmarkt mit
zwei möglichen Berechnungsansätzen dar. Damit wird ermöglicht, dass bei der Dar-
stellung der aktuellen Preisentwicklung einerseits die Verordnungsmengen eines fes-
ten Warenkorbs und andererseits aktuelle Marktbewegungen auf Produktebene stärker
fokussiert werden.
In Teil 1 wird der Preisindex eines definierten Warenkorbs nachgezeichnet. Dabei wer-
den die Preise aller Arzneimittel entsprechend ihrer Verordnungshäufigkeit im Vorjahr
bis zum aktuellen Monat verglichen. Damit ein Arzneimittel hier berücksichtigt wird,
muss es also sowohl im Vorjahr (Basiszeitraum) als auch aktuell (Betrachtungszeit-
raum) auf dem Markt verfügbar gewesen sein. Dabei wird der Effekt umso stärker ge-
wichtet, je häufiger es verordnet wurde. Aktuelle Marktentwicklungen werden damit
auf Preisebene, nicht aber auf Produktebene nachvollzogen.
In Teil 2 werden die Preise aller aktuell verordnungsfähigen Arzneimittel als ungewich-
tete Mittelwerte der Marktsituation der Vormonate gegenübergestellt. Aktuelle Markt-
entwicklungen werden sowohl auf Preisebene als auch auf Produktebene (einschließ-
lich der aktuellen Markteintritte und Marktaustritte und deren individuelle Preise)
nachvollzogen. Dies geschieht unabhängig von der Verordnungshäufigkeit in einem
definierten Zeitraum. Die Analysen basieren auf allem verkehrsfähigen, rezeptpflichti-
gen Arzneimittel, für die eine Preisangabe vorliegt. Diese Arzneimittel können sowohl
von ambulant tätigen Kassenärzten verordnet werden wie auch im Krankenhaus ein-
gesetzt werden.
Einordnung der Ergebnisse in den Gesamtmarkt
Die dargestellten Preisentwicklungen beziehen sich auf die Veränderung der Arznei-
mittelpreise im Zeitverlauf, beispielsweise gegenüber dem Vorjahresmonat oder – bei
Indexdarstellungen – gegenüber dem Referenzmonat Januar des Vorjahres. Die ausge-
wiesenen Preisindizes beschreiben ausschließlich die Entwicklung der Preise bestehen-
der und neu in den Markt eintretender Arzneimittel. Sinkende oder stagnierende
Preisindizes schließen daher eine Veränderung der Arzneimittelausgaben nicht aus.
Die Ausgaben können insbesondere durch Veränderungen des Verordnungsgesche-
hens und eine Verschiebung hin zu potenziell höherpreisigen Arzneimitteln beeinflusst
werden.
Für die Einordnung der Ausgabenentwicklung bedarf es daher neben der Betrachtung
der Arzneimittelpreise auch einer Analyse der Verordnungsmenge und Veränderun-
gen der Markt- und Verordnungsstruktur. Hierzu wird die Entwicklung der Bruttoum-
sätze mithilfe einer Komponentenzerlegung analysiert.1,2 Basierend auf der Anzahl der
1 Enners, S., Paschke, V., Ajanovic, K., Zawinell, A., Niepraschk-von Dollen, K., Thiede, M. (2025). Der GKV-
Arzneimittelmarkt: Klassifikation, Methodik und Ergebnisse 2025. https://doi.org/10.4126/FRL01-
006526383
2 Thiede, M., Enners, S., Bauckmann, J., Niepraschk-von Dollen, K., Zawinell, A. (2025). Der Arzneimittel-
markt 2024 im Überblick. In: Schröder, H., Thürmann, P.A., Thiede, M., Enners, S., Busse, R. (eds) Arz-
neimittel-Kompass 2025. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-72460-6_23
https://doi.org/10.4126/FRL01-006526383
https://doi.org/10.4126/FRL01-006526383
https://doi.org/10.1007/978-3-662-72460-6_23
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 5
Verordnungen und dem durchschnittlichen Bruttoumsatz werden die Veränderungen
in Preis-, Mengen- und Strukturkomponenten aufgeteilt und damit die einzelnen Ein-
flussgrößen auf die Ausgabenentwicklung isoliert.
Im Jahr 2024 stiegen die Bruttoumsätze gegenüber dem Vorjahr um 7,0 %. Diese Ent-
wicklung ist auf eine Zunahme der Verordnungen (+2,6 %) sowie einen deutlichen Zu-
wachs bei dem Wert je Verordnung um +4,3 % zurückzuführen. Dem leicht negativen
Preiseffekt von -0,9 % steht die Strukturkomponente – bestehend aus dem Inter- und
dem Intramedikamenteneffekt – von +6,0 % entgegen. Die Veränderung in der Struk-
turkomponente beschreibt eine Verschiebung hin zu Verordnungen von neuen und
hochpreisigen patentgeschützten Arzneimitteln. Dieser Wandel im Verordnungs- und
Therapieverhalten war über die letzten Jahre hinweg der wesentliche Treiber der Um-
satzentwicklung.
6 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Teil I: Preisindex im Arzneimittelmarkt
Gesamtmarkt
Im Folgenden wird der Preisindex im gesamten Arzneimittelmarkt dargestellt.
In Abbildung 1 wird die Preisentwicklung gegenüber Januar 2024 als Preisindex darge-
stellt. Der Preisindex berechnet sich auf der Grundlage der monatlichen Steigerungen.
In Abbildung 2 wird der prozentuale Anstieg zwischen zwei aufeinanderfolgenden Mo-
naten dargestellt.
Mit der Aktualisierung des Warenkorbes können die Werte von vorangegangenen Pub-
likationen abweichen.
Die Tabelle 1 beinhaltet neben den Preisindizes die Änderungswerte gegenüber dem
Vormonat (vgl. Abbildung 1) und dem Monat des Vorjahres.
Abbildung 1: Preisindex im Gesamtmarkt für Fertigarzneimittel
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
90
91
92
93
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100
101
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7
2024 2025 2026
Preisindex (Jan 2024= 100)
Gesamtmarkt
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 7
Abbildung 2: Preisentwicklung im Gesamtmarkt gegenüber Vormonat in Prozent
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
-3,0
-2,5
-2,0
-1,5
-1,0
-0,5
0,0
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7
2024 2025 2026
8 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Tabelle 1: Ausgewählte Indikatoren der Preisentwicklung von Januar 2025 bis Juli 2026 für
Fertigarzneimittel
Jahr Monat
Preisindex Preisanstieg gegenüber
Januar 2024 = 100 Vorjahr in % Vormonat in %
2025 Januar 98,9 -1,1 0,0
Februar 98,8 -1,3 -0,1
März 98,7 -1,4 -0,1
April 98,7 -1,2 0,0
Mai 98,7 -0,8 0,0
Juni 98,6 -0,7 -0,1
Juli 98,8 -0,8 0,2
August 98,8 -0,8 0,0
September 98,7 -0,7 0,0
Oktober 98,7 -0,5 0,0
November 98,6 -0,4 -0,1
Dezember 98,5 -0,5 -0,1
Jahresdurchschnitt 98,7 -0,8 0,0
2026 Januar 98,4 -0,5 -0,1
Februar 98,4 -0,4 0,0
März 98,5 -0,2 0,1
April 98,0 -0,7 -0,5
Mai 97,9 -0,7 0,0
Juni 97,9 -0,7 0,0
Juli 98,8 0,0 0,9
Jahresdurchschnitt 98,3 -0,5 0,0
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 9
Festbetrags- und Nicht-Festbetragsmarkt
Im Folgenden werden die oben beschriebenen Analysen für den Markt der Festbetrags-
arzneimittel vorgestellt. Stichtag zur Abgrenzung beider Marktsegmente ist der jewei-
lige 1. des Analysemonats. Durch Änderungen der Festbetragsfestlegungen kann die
Warenkorbabgrenzung von der in vorangegangenen Publikationen abweichen. Die
Monatswerte werden auf der Grundlage der aktuell gültigen Festbetragsgruppen auch
rückwirkend neu berechnet.
In Abbildung 3 ist die monatliche Preisentwicklung nach den Marktsegmenten Festbe-
tragsmarkt, Nicht-Festbetragsmarkt und Gesamtmarkt als Preisindex dargestellt.
Die Tabelle 2 beschreibt die Indexwerte nach den Marktsegmenten Festbetragsmarkt,
Nicht-Festbetragsmarkt und Gesamtmarkt.
Die monatliche Preisentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat für die Marktseg-
mente sind in der Tabelle 3 aufgeführt.
Abbildung 3: Preisindex für Fertigarzneimittel nach Marktsegmenten (entsprechend § 35
SGB V)
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
92
93
94
95
96
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99
100
101
102
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7
2024 2025 2026
Preisindex (Jan. 2024 = 100)
Nicht-Festbetragsmarkt
Festbetragsmarkt
Gesamtmarkt
10 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Tabelle 2: Preisentwicklung für Fertigarzneimittel nach Marktsegmenten (entsprechend § 35
SGB V) von Januar 2024 bis Juli 2026
Jahr Monat Gesamtmarkt Festbetragsmarkt* Nicht-
Festbetragsmarkt*
2024 Januar 100,0 100,0 100,0
Februar 100,1 100,2 100,1
März 100,1 100,1 100,0
April 99,8 99,6 99,9
Mai 99,5 99,6 99,5
Juni 99,3 99,5 99,2
Juli 99,6 98,2 100,2
August 99,6 98,1 100,3
September 99,4 98,1 100,0
Oktober 99,2 97,6 99,9
November 99,0 97,6 99,6
Dezember 98,9 97,6 99,6
Jahresdurchschnitt 99,5 98,9 99,9
2025 Januar 98,9 97,6 99,5
Februar 98,8 97,6 99,4
März 98,7 97,5 99,3
April 98,7 97,1 99,5
Mai 98,7 97,0 99,5
Juni 98,6 96,9 99,4
Juli 98,8 96,9 99,7
August 98,8 96,9 99,7
September 98,7 96,8 99,6
Oktober 98,7 96,8 99,6
November 98,6 96,6 99,6
Dezember 98,5 96,6 99,4
Jahresdurchschnitt 98,7 97,0 99,5
2026 Januar 98,4 96,6 99,2
Februar 98,4 96,6 99,3
März 98,5 96,8 99,3
April 98,0 95,4 99,2
Mai 97,9 95,3 99,2
Juni 97,9 95,2 99,2
Juli 98,8 96,6 99,8
Jahresdurchschnitt 98,3 96,1 99,3
* Die Veränderungswerte sind dann nicht unmittelbar mit den Angaben der Vorperioden vergleichbar, wenn
neue Festbetragsfestlegungen gelten. In den Teilmärkten werden die jeweils aktuellen Marktanteile zu-
grunde gelegt, d. h. die Veränderungswerte basieren damit auf den jeweils aktuellen Marktverhältnissen
und werden rückwirkend neu berechnet Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 11
Tabelle 3: Preisentwicklung für Fertigarzneimittel nach Marktsegmenten (entsprechend § 35
SGB V) im Vergleich zum Vorjahr in Prozent
Jahr Monat Gesamtmarkt
in %
Festbetragsmarkt*
in %
Nicht-Festbetrags-
markt* in %
2025 Januar -1,1 -2,4 -0,5
Februar -1,3 -2,6 -0,7
März -1,4 -2,6 -0,8
April -1,2 -2,6 -0,5
Mai -0,8 -2,6 0,0
Juni -0,7 -2,5 0,2
Juli -0,8 -1,3 -0,5
August -0,8 -1,3 -0,6
September -0,7 -1,3 -0,3
Oktober -0,5 -0,9 -0,3
November -0,4 -1,0 -0,1
Dezember -0,5 -0,9 -0,2
Jahresdurchschnitt -0,8 -1,8 -0,4
2026 Januar -0,5 -1,0 -0,3
Februar -0,4 -1,0 -0,1
März -0,2 -0,8 0,0
April -0,7 -1,7 -0,2
Mai -0,7 -1,7 -0,3
Juni -0,7 -1,7 -0,2
Juli 0,0 -0,2 0,1
Jahresdurchschnitt -0,5 -1,2 -0,1
* Die Veränderungswerte sind dann nicht unmittelbar mit den Angaben der Vorperioden vergleichbar, wenn
neue Festbetragsfestlegungen gelten. In den Teilmärkten werden die jeweils aktuellen Marktanteile zu-
grunde gelegt, d. h. die Veränderungswerte basieren damit auf den jeweils aktuellen Marktverhältnissen
und werden rückwirkend neu berechnet
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
12 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Preisentwicklung nach Arzneimittelgruppen
In Abbildung 4 ist die Preisentwicklung der Arzneimittelgruppen entsprechend dem ak-
tuellen Stand der ATC-Klassifikation des GKV-Arzneimittelindex im Vergleich zum
Vorjahresmonat dargestellt. Hierbei werden die 20 umsatzstärksten Arzneimittelgrup-
pen berücksichtigt. Tabelle 4 zeigt die Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahresmo-
nat, den Umsatzanteil im Gesamtmarkt des Jahres 2024 und die Preisentwicklung ent-
sprechend der aktuellen Festbetragseinstufung in den Arzneimittelgruppen.
Abbildung 4: Preisentwicklung Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat in % nach Arznei-
mittelgruppen
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
-0,5
-7,9
-2,8
-2,0
-2,0
-1,7
-1,1
-0,8
-0,5
-0,5
-0,2
-0,1
-0,1
0,1
0,27
0,28
0,4
0,4
0,8
1,6
2,1
-11 -10 -9 -8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4
Gesamtmarkt
Andere Mittel für das Nervensystem
Immunstimulanzien
Immunsuppressiva
Psychoanaleptika
Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen
Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung
Antineoplastische Mittel
Psycholeptika
Antihämorrhagika
Ophthalmika
Endokrine Therapie
Analgetika
Antithrombotische Mittel
Andere Mittel f. d. alimentäre System und d. Stoffwechsel
Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
Andere Dermatika
Antidiabetika
Immunsera und Immunglobuline
Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System
Antibiotika zur systemischen Anwendung
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 13
Tabelle 4: Preisentwicklung in % nach Arzneimittelgruppen für Juli 2026 im Vergleich zum
Vorjahresmonat
ATC
Code
Arzneimittelgruppe nach
2. Ebene der ATC-Klassifikation
Umsatzanteil
im Jahr 2024
in %
Gesamt-
markt
Festbetrags-
markt*
Nicht-Festbe-
tragsmarkt*
A10 Antidiabetika 8,3 0,4 1,1 0,3
A16 Andere Mittel für das alimentäre
System und den Stoffwechsel
1,8 0,3 -10,7 0,5
B01 Antithrombotische Mittel 6,7 0,1 -1,3 0,2
B02 Antihämorrhagika 2,0 -0,5 0,1 -0,9
C09 Mittel mit Wirkung auf das Renin-
Angiotensin-System
3,8 1,6 2,5 -0,7
C10 Mittel, die den Lipidstoffwechsel
beeinflussen
2,1 -1,7 -2,3 -0,6
D11 Andere Dermatika 1,7 0,4 - 0,4
J01 Antibiotika zur systemischen An-
wendung
1,4 2,1 0,5 5,9
J05 Antivirale Mittel zur systemischen
Anwendung
2,3 -1,1 -4,7 -0,6
J06 Immunsera und Immunglobuline 1,6 0,8 - 0,8
L01 Antineoplastische Mittel 7,7 -0,8 -2,7 -0,8
L02 Endokrine Therapie 3,1 -0,1 -9,0 0,6
L03 Immunstimulanzien 1,5 -2,8 -21,1 1,0
L04 Immunsuppressiva 16,5 -2,0 -6,0 -0,6
N02 Analgetika 3,9 -0,1 0,3 -1,7
N05 Psycholeptika 1,7 -0,5 -0,8 -0,2
N06 Psychoanaleptika 1,9 -2,0 -2,4 0,1
N07 Andere Mittel für das Nervensys-
tem
1,4 -7,9 0,6 -8,6
R03 Mittel bei obstruktiven Atemweg-
serkrankungen
4,6 0,3 -1,3 1,3
S01 Ophthalmika 3,3 -0,2 -3,7 0,6
Alle 20 Arzneimittelgruppen 76,9 -0,7 -1,8 -0,2
Gesamtmarkt 100,0 -0,5 -1,2 -0,1
* Die Veränderungswerte sind dann nicht unmittelbar mit den Angaben der Vorperioden vergleichbar, wenn
neue Festbetragsfestlegungen gelten. In den Teilmärkten werden die jeweils aktuellen Marktanteile zu-
grunde gelegt, d. h. die Veränderungswerte basieren damit auf den jeweils aktuellen Marktverhältnissen
und werden rückwirkend neu berechnet
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
14 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Teil 2: Kennwerte der Preisveränderung im
Arzneimittelmarkt
Im Folgenden wird die Preisveränderung für den Gesamtmarkt, den Markt der patent-
geschützten Arzneimittel und für neu eingeführte, patentgeschützte Arzneimittel für
den Zeitraum der letzten 24 Monate inklusive des aktuellen Analysemonats dargestellt.
Die Analysen basieren auf den Apothekenverkaufspreisen (AVP). Ist für ein Arzneimit-
tel kein AVP gemeldet, wird ersatzweise der Apothekeneinkaufspreis oder der Herstel-
lerabgabepreis genutzt. Berücksichtigt werden jeweils alle verkehrsfähigen, rezept-
pflichtigen Arzneimittel, für die eine Preisangabe vorliegt.
In Abbildung 5 sind die monatlichen arithmetischen Mittelwerte und die Mediane für
den Gesamtmarkt angegeben. In Tabelle 5 werden die zehn teuersten Arzneimittel des
aktuellen Monats mit ihren Preisen aufgelistet.
Abbildung 5: Preisveränderung im gesamten Arzneimittelmarkt
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
0
500
1000
1500
2000
2500
8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7
2024 2025 2026
D
ur
ch
sc
hn
itt
sp
re
is
in
E
ur
o
Arithmetisches Mittel
Median
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 15
Tabelle 5: Die zehn teuersten Arzneimittel* im Juli 2026
Rang Handelsname ATC-
Code
Arzneimittelgruppe nach
2. Ebene der ATC-Klassi-
fikation
Hauptindikationsgruppe Preis
(in Euro)
1 Upstaza A16 Enzymersatzmittel Seltene Stoffwechselkrank-
heiten
3.000.000
2 Hemgenix B02 Antihämorrhagika Erkrankungen des Blutsys-
tems
2.482.101
3 Libmeldy A16 Enzymersatzmittel Seltene Stoffwechselkrank-
heiten
2.125.000
4 Casgevy B06 Andere Hämatologika Erkrankungen des Blutsys-
tems
1.990.000
5 Zolgensma M09 Antiarthrotika/andere
Mittel
Erkrankungen des Muskel-
und Skelettsystems
1.385.000
6 Carvykti L01 Antineoplastische Mittel Krebserkrankungen 285.000
7 Luxturna S01 Ophthalmika Erkrankungen von Auge
und Ohr
280.000
8 Tecartus L01 Antineoplastische Mittel Krebserkrankungen 271.000
9 Idefirix L04 Immunsuppressiva Immuntherapie 249.510
10 Kymriah L01 Antineoplastische Mittel Krebserkrankungen 239.000
* aufgeführt ist die teuerste, sich in Vertrieb befindende Packung des Arzneimittels
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
Einzelne Marktsegmente
Tabelle 6 enthält die Durchschnittswerte entsprechend der Abbildung 5 und zusätzlich
die Preisveränderung für die preiswertesten und die teuersten Produkte am Markt. Ta-
belle 7 beschreibt die aktuelle monatliche Preisveränderung im patentgeschützten
Markt, Tabelle 8 für die neu eingeführten Patent-Arzneimittel. Im Warenkorb sind alle
Neueinführungen der zu jedem dargestellten Monat vorangegangenen 36 Monate ent-
halten. Dies entspricht beispielsweise für Juli 2026 dem Warenkorb der Neueinführun-
gen zwischen Juli 2023 und Juli 2026. Aufgrund der geringen Anzahl von Produkten
wurde die Anteilsgrenze in Tabelle 8 auf 5 % gesetzt.
16 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Tabelle 6: Veränderung der durchschnittlichen Preise für verschreibungspflichtige Fertigarz-
neimittel (in Euro)
Jahr Monat
Preis-
werteste
Produkte
(1%)
Preis-
werteste
Produkte
(25%)*
Arithmeti-
sches
Mittel
Teuerste
Produkte
(25%)**
Teuerste
Produkte
(1%)**
2024 August 12,56 18,69 1.740,49 6.787,56 134.779,61
September 12,59 18,74 1.743,79 6.796,27 133.137,76
Oktober 12,59 18,75 1.746,14 6.808,91 133.261,34
November 12,59 18,79 1.743,42 6.798,61 131.451,78
Dezember 12,61 18,80 1.743,99 6.798,08 131.475,50
2025 Januar 12,61 18,83 1.739,03 6.777,43 131.398,82
Februar 12,64 18,86 1.732,59 6.751,99 131.852,08
März 12,63 18,89 1.710,29 6.662,98 129.385,69
April 12,63 18,90 1.969,16 7.699,57 153.101,73
Mai 12,67 18,96 1.973,36 7.714,01 155.181,01
Juni 12,68 18,99 1.978,29 7.733,02 155.308,33
Juli 12,74 19,04 1.971,99 7.708,60 155.227,03
August 12,75 19,07 1.943,47 7.591,67 151.933,72
September 12,74 19,09 1.946,35 7.602,87 150.440,43
Oktober 12,76 19,13 1.948,02 7.609,35 150.229,76
November 12,75 19,15 1.951,23 7.619,38 150.642,80
Dezember 12,77 19,18 1.956,52 7.640,07 150.910,28
2026 Januar 12,77 19,18 1.980,31 7.733,18 153.071,90
Februar 12,79 19,20 1.977,42 7.721,58 153.094,10
März 12,81 19,22 1.983,89 7.738,75 151.774,54
April 12,80 19,19 1.984,60 7.751,33 151.842,47
Mai 12,80 19,20 1.986,32 7.756,11 151.960,97
Juni 12,79 19,21 1.983,74 7.747,54 151.998,18
Juli 13,50 19,97 2.237,86 8.761,06 177.005,57
* ungewichtete Durchschnittspreise der preiswertesten Arzneimittel entsprechend dem angegebenen Anteil
** ungewichtete Durchschnittspreise der teuersten Arzneimittel entsprechend dem angegebenen Anteil
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 17
Tabelle 7: Veränderung der durchschnittlichen Preise für patentgeschützte verschreibungs-
pflichtige Fertigarzneimittel (in Euro)
Jahr
Monat
Preis-
werteste
Produkte
(1%)
Preis-
werteste
Produkte
(25%)*
Arithmeti-
sches
Mittel
Teuerste
Produkte
(25%)**
Teuerste
Produkte
(1%)**
2024 August 20,54 148,66 21.272,65 80.134,69 1.266.166,67
September 20,54 145,90 21.076,98 79.536,01 1.266.166,67
Oktober 20,54 146,49 20.913,48 78.719,18 1.266.166,67
November 20,54 148,13 20.747,87 78.064,37 1.266.166,67
Dezember 20,54 148,07 20.743,25 78.063,59 1.266.166,67
2025 Januar 20,54 160,77 21.392,16 80.747,72 1.266.166,67
Februar 20,54 160,75 21.217,44 80.062,16 1.266.000,00
März 20,54 161,75 20.748,75 78.094,78 1.266.000,00
April 20,54 166,27 24.308,44 92.374,65 1.558.333,33
Mai 20,54 171,14 24.163,12 91.401,06 1.558.333,33
Juni 20,54 172,70 24.097,41 91.477,60 1.558.333,33
Juli 20,85 176,07 24.131,31 91.446,89 1.558.333,33
August 20,85 179,51 23.598,77 89.083,64 1.516.666,67
September 20,85 181,85 23.423,89 88.702,76 1.516.666,67
Oktober 20,85 184,42 23.274,54 88.070,37 1.516.666,67
November 20,85 183,97 23.191,59 87.851,91 1.516.666,67
Dezember 20,85 181,54 22.726,58 85.941,71 1.516.666,67
2026 Januar 20,85 179,47 23.142,47 87.807,16 1.554.758,35
Februar 20,85 177,46 22.971,09 86.721,72 1.554.758,35
März 22,32 174,17 22.981,56 87.082,92 1.554.758,35
April 22,32 169,41 22.820,83 86.131,48 1.554.758,35
Mai 22,32 163,86 22.780,11 86.239,43 1.554.758,35
Juni 22,96 163,23 22.512,79 85.218,20 1.371.364,30
Juli 23,83 168,22 25.784,36 98.028,44 1.616.935,78
* ungewichtete Durchschnittspreise der preiswertesten Arzneimittel entsprechend dem angegebenen Anteil
** ungewichtete Durchschnittspreise der teuersten Arzneimittel entsprechend dem angegebenen Anteil
Durch monatliche Patentausläufe und damit verbundene Klassifikationsänderungen kann die Marktabgrenzung
zwischen patentgeschütztem Markt und generikafähigem Markt von Monat zu Monat differieren. Die Zuschrei-
bung zu einem der Marktsegmente erfolgt einheitlich auch rückwirkend. Ein Vergleich der vorgestellten Analysen
mit vorherigen Publikationen ist daher nur bedingt aussagekräftig, da immer die aktuelle Klassifikation zugrunde
gelegt wird.
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
18 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Tabelle 8: Veränderung der durchschnittlichen Preise der Marktneueinführungen im Markt
der patentgeschützten verschreibungspflichtigen Fertigarzneimittel (in Euro)
Jahr Monat
Preis-
werteste
Produkte
(5 %)*
Preis-
werteste
Produkte
(25 %)*
Arithmeti-
sches
Mittel
Teuerste
Produkte
(25 %)**
Teuerste
Produkte
(5 %)**
2024 August 50,85 312,75 39.277,27 145.953,49 605.498,07
September 46,40 283,78 38.041,14 141.731,35 605.498,07
Oktober 47,33 330,46 38.950,56 146.158,75 605.498,07
November 47,12 333,70 37.704,68 141.521,75 602.916,66
Dezember 46,13 355,51 37.957,08 141.521,75 602.916,66
2025 Januar 52,96 389,78 39.062,77 145.325,34 602.023,80
Februar 53,19 371,45 38.183,86 141.997,10 575.725,69
März 53,36 390,01 39.081,49 147.324,13 575.725,69
April 53,36 432,18 53.903,96 206.133,81 857.023,80
Mai 53,51 456,66 53.294,56 200.669,08 857.023,80
Juni 53,51 441,49 52.891,59 200.982,43 857.023,80
Juli 53,51 429,05 53.992,60 206.769,40 857.023,80
August 53,64 447,88 50.991,08 193.187,82 821.309,52
September 62,65 464,23 27.728,44 101.349,76 399.440,02
Oktober 59,24 476,17 25.718,26 93.745,08 371.726,79
November 59,44 506,13 25.968,20 93.840,56 364.890,53
Dezember 64,66 358,59 24.358,70 87.514,87 364.890,53
2026 Januar 86,09 286,28 24.443,19 89.564,91 351.635,70
Februar 93,17 268,60 23.774,86 86.746,16 351.635,70
März 84,69 250,07 21.836,45 78.925,83 322.350,18
April 91,97 224,57 21.353,78 77.415,23 322.350,18
Mai 71,11 209,72 21.458,89 77.377,65 322.350,18
Juni 70,60 198,26 6.671,69 20.031,67 38.554,41
Juli 72,22 202,01 18.948,19 68.235,27 260.549,54
* ungewichtete Durchschnittspreise der preiswertesten Arzneimittel entsprechend dem angegebenen Anteil
** ungewichtete Durchschnittspreise der teuersten Arzneimittel entsprechend dem angegebenen Anteil
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 19
Vergleich der Marktsegmente
In Abbildung 6 wird die monatliche Veränderung der ungewichteten durchschnittlichen
Preise im Gesamtmarkt, im patentgeschützten Markt und für die Marktneueinführun-
gen dargestellt.
Abbildung 6: Preisveränderung nach Marktsegmenten in Euro
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
0
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
60.000
70.000
80.000
8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7
2024 2025 2026
D
ur
ch
sc
hn
itt
sp
re
is
in
E
ur
o
Patentmarkt
Neue Markteinführungen
Gesamtmarkt
20 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Abbildung 7 zeigt die Verteilung der Arzneimittelpreise im Gesamtmarkt, im Patent-
markt und im Markt neu eingeführte Arzneimittel im patentgeschützten Markt für den
aktuellen Monat.
Abbildung 7: Preisverteilung nach Marktsegmenten nach Perzentilen
* logarithmische Skalierung zur Basis 10 Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
1
10
100
1.000
10.000
100.000
1.000.000
10.000.000
5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 100
D
ur
ch
sc
hn
itt
sp
re
is
in
E
ur
o*
Neueinführungen Patent Gesamt
(n = 8.064)
(n = 166)
(n = 611)
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 21
Arzneimittelgruppen
Die 20 Arzneimittelgruppen, die die höchste prozentuale Dynamik der Durchschnitts-
preise im Vergleich zum Vorjahresmonat erkennen ließen, werden in Abbildung 8 aus-
gewiesen. Dabei werden die Gruppen entsprechend dem aktuellen Stand der ATC-
Klassifikation des GKV-Arzneimittelindex berücksichtigt, wenn mindestens zehn un-
terschiedliche Präparate am Markt vertreten waren.
Abbildung 8: Änderungen der ungewichteten Durchschnittspreise für Fertigarzneimittel im
Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat in % getrennt nach Arzneimittelgruppen
Quelle: GKV-Arzneimittelindex im WIdO 2026
0,3
-20,6
-19,3
-19,1
-19,0
-14,5
-12,4
-11,2
16,4
22,2
26,8
35,8
36,5
49,3
52,6
68,6
70,9
80,4
142,5
200,5
1.242,9
-200 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400
Gesamtmarkt
Andere Mittel für das Nervensystem
Antiadiposita, exkl. Diätetika
Immunsera und Immunglobuline
Antihypertensiva
Gallen- und Lebertherapie
Mittel gegen Protozoen-Erkrankungen
Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System
Aknemittel
Herztherapie
Psychoanaleptika
Antimykotika zur dermatologischen Anwendung
Antidiarrhoika und intestinale Antiphlogistika/Antiinfektiva
Antiepileptika
Mittel gegen Mykobakterien
Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
Immunstimulanzien
Endokrine Therapie
Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen
Antidiabetika
Andere Hämatologika
22 GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026
Allgemeine methodische Hinweise
Die vorliegenden Analysen ermöglichen einen Überblick über die Preisentwicklung im
deutschen Markt der rezeptpflichtigen Arzneimittel. Im Wesentlichen werden dafür
zwei Gruppen von Kennzahlen für verschiedene Marktsegmente ermittelt und monat-
lich zur Verfügung gestellt.
Die Preisindices werden nach der Laspeyres-Formel berechnet. Bei der Indexberech-
nung werden nur solche Artikel berücksichtigt, die im Warenkorb des Basisjahres 2024
enthalten sind. Dabei werden in der vorliegenden Publikation alle Arzneimittel berück-
sichtigt, die sich in der Basis- und Berichtsperiode im Abverkauf befinden. Eventuelle
indirekte Preiserhöhungen im Zusammenhang mit Produktvariationen im Berichtszeit-
raum werden nicht erfasst. Insbesondere werden auch neue Präparate, deren Marktein-
tritt nach der Erhebung des Warenkorbes liegt, nicht berücksichtigt, da noch keine ent-
sprechenden Verordnungsdaten vorliegen.
Neben der Berechnung der Indices werden ergänzend Preisanalysen angeboten. Für die
Berechnung der reinen Preisentwicklung werden alle Präparate – also insbesondere
auch neue Produkte und Produktvariationen – zum Zeitpunkt des Berichtsmonats be-
rücksichtigt. Diese Analysen können ohne Berücksichtigung der Abverkaufszahlen als
Lageparameter für die diskutierten Marktsegmente erstellt werden.
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist auf die unterschiedliche Aussagekraft der bei-
den Betrachtungen zu achten. Während der Preisindex als Maß für die Teuerung für
einen definierten Warenkorb interpretiert werden kann, zeigen die Lageparameter, wie
sich die Verteilung der Preise unabhängig von einem Warenkorb in dem Betrachtungs-
zeitraum verändert.
Durch monatliche Klassifikationsänderungen kann die Abgrenzung zwischen einzel-
nen Marktsegmenten von Monat zu Monat differieren. Ein Vergleich der Analysen mit
denen aus vorherigen Publikationen ist daher nur bedingt aussagekräftig, da immer die
aktuelle Klassifikation zugrunde gelegt und die zurückliegenden Zeiträume entspre-
chend neu berechnet werden.
GKV-Arzneimittelindex – Preisinfo 7/2026 23
Datenbasis
Preise
Das GKV-Abrechnungsverzeichnis Arzneimittel enthält Informationen zu über 80.000
Fertigarzneimitteln, die zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet
werden können. Preisänderungen werden monatlich berücksichtigt und im GKV-Arz-
neimittelindex historisiert. Stichtag der monatlichen Indexangaben ist der Erste eines
Monats. Jahresdurchschnitte der Preisindices werden als ungewichtete arithmetische
Mittel der Monatswerte errechnet. Die Analysen basieren auf den Apothekenverkaufs-
preisen (AVP).
Die ungewichteten Durchschnittspreise in Teil 2 werden mit den Durchschnittswerten
für ein Arzneimittel mit allen Produktvariationen berechnet. Ist für ein Arzneimittel
kein AVP gemeldet, wird in Teil 2 ersatzweise der Apothekeneinkaufspreis oder der
Herstellerabgabepreis genutzt. In diesen Fällen blieben die Aufschläge der Handelsstu-
fen und die Mehrwertsteuer unberücksichtigt. Anders als in Teil 1 werden in Teil 2 ab
dem Preisinfo 10/2019 auch Klinikpackungen berücksichtigt. Die Analysen basieren so-
mit auf allen verkehrsfähigen befindlichen, rezeptpflichtigen Arzneimitteln mit Preis-
angabe.
Warenkorb
Warenkorbänderungen für die Indexberechnung erfolgen jährlich. Den gegenwärtigen
Warenkorb bilden die gesamten GKV-Arzneimittelverordnungen des Jahres 2024. Mit
der Aktualisierung des Warenkorbes können sich andere Steigerungsraten ergeben, als
sie auf der Basis älterer Warenkörbe ausgewiesen wurden. Diese Differenzen sind je-
doch in aller Regel nur geringfügig.
Umbasierung
Um die aktuellen Indices mit denen älterer Veröffentlichungen zu vergleichen, ist der
aktuelle Index mit der Basis Januar 2024 = 100 auf die damals gültige Basis Januar
2023 = 100 umzurechnen. Der anzuwendende Faktor errechnet sich aus dem Quotien-
ten des Preisindexes des aktuellen Basisjahres (Januar 2024 = 100,1) und der damals gel-
tenden Basis (Januar 2023 = 100).
100,1
= 1,001
100
Eine Umrechnung des Preisindexes für Juli 2026 auf Basis Januar 2023 führt zu einem
Preisindex von 98,8 * 1,001 = 98,8988.
Einleitende Hinweise
Einordnung der Ergebnisse in den Gesamtmarkt
Teil I: Preisindex im Arzneimittelmarkt
Gesamtmarkt
Festbetrags- und Nicht-Festbetragsmarkt
Preisentwicklung nach Arzneimittelgruppen
Teil 2: Kennwerte der Preisveränderung im Arzneimittelmarkt
Einzelne Marktsegmente
Vergleich der Marktsegmente
Arzneimittelgruppen
Allgemeine methodische Hinweise
Datenbasis
07.09.2026
Datei
PD
10. & 11. November 2026 in Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,
unsere Jahrestagung 2026 findet in einer Phase statt, in der die Gesundheitspoli-
tik Weichen für die nächsten Jahre stellt – für die Versorgung der Patientinnen
und Patienten ebenso wie für die Zukunft des Pharmastandorts Deutschland.
Zwischen Beitragsstabilisierung, GKVStrukturreform und dem Versprechen,
Pharma als Leit- und Schlüsselindustrie zu stärken, klaffen Anspruch und Wirk-
lichkeit derzeit spürbar auseinander. Umso wichtiger ist es, dass wir als Branche
zusammenkommen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Antworten entwickeln.
Die Jahrestagung im Humboldt Carré steht deshalb bewusst unter Themen,
die Versorgungsalltag und Standortfragen verbinden. Am ersten Tag dis-
kutieren wir mit Politik, Wissenschaft und Praxis über Versorgungssicherheit
und Resilienz im Gesundheitswesen – und über die Frage, warum wir uns
Effizienzreserven in Selbstmedikation und Prävention noch immer nicht kon-
sequent erschließen.
Einleitung
Dorothee Brakmann
Hauptgeschäftsführerin Pharma
Deutschland e.V.
Jörg Wieczorek
Geschäftsführer,
Vorstandsvorsitzender Pharma
Deutschland e. V.
2VORWORT
Am zweiten Tag geht es um Deutschlands Weg „zurück an die Spitze“: um globale
Preis- und Liefersituationen, um faire Rahmenbedingungen für Investitionen und um die
geopolitische Dimension von Pharma als Wirtschafts- und Sicherheitspolitik – bis hin zum
europäischen Blick auf Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit.
Wir möchten Sie herzlich einladen, diese Tagung zu nutzen: als Ort der Begegnung, des
offenen Austauschs und der verlässlichen Vernetzung. Bringen Sie Ihre Perspektiven
ein, stellen Sie kritische Fragen, formulieren Sie Erwartungen – an die Politik, an uns als
Verband, aber auch aneinander. Nur wenn wir als Industrie mit einer klaren, konstrukti-
ven Stimme sprechen, werden wir Versorgungssicherheit, Innovation und finanzierbare
Solidarität in der GKV zusammen denken und gestalten können.
Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 10. und 11. November 2026 in Berlin zu begrüßen.
Dorothee Brakmann
Hauptgeschäftsführerin
Pharma Deutschland e. V.
Jörg Wieczorek
Vorsitzender
Pharma Deutschland e. V.
3VORWORT
Datum und Zeit:
Dienstag, 10. November 2026 Mitgliederversammlung ab 11:30
Mittwoch, 11. November 2026 von 9:00 bis ca. 14:00 Uhr
Veranstaltungslocation:
Humboldt Carré
Behrenstraße 42, 10117 Berlin
Pharma Deutschland Jahrestagung 2026
4INFORMATIONEN
PROGRAMM TAG 1
Dienstag, 10. November 2026
(Humboldt Carré, Behrenstraße 42, 10117 Berlin)
ab 11:30 Uhr Registrierung und Networking Lunch
12:30 Uhr Eröffnung und Begrüßung
Jörg Wieczorek, Vorsitzender Pharma Deutschland e. V.
Jahresbericht & Verbandsbericht
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland e. V.
Bericht aus den Landesverbänden
Vertreter der Landesverbandsvorstände Pharma Deutschland e. V.
13:15 Uhr Verbandsinterna
14:15 Uhr Kaffeepause & Networking
72. Mitgliederversammlung 2026
INTERNER TEIL (nur für Pharma Deutschland Mitgliedsunternehmen)
5PROGRAMM 10. NOVEMBER 2026
PROGRAMM TAG 1
15:00 Uhr Begrüßung Jörg Wieczorek
15:05 Uhr Eröffnung
KEY NOTE „Versorgungssicherheit und Resilienz im
Gesundheitswesen im Spannungsfeld zur GKV-Finanzierung“
Staatssekretär Christian Luft,
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Kurzinterview mit Staatsekretär / Dorothee Brakmann
Jahrestagung 2026
ÖFFENTLICHER TEIL
6PROGRAMM 10. NOVEMBER 2026
PROGRAMM TAG 1
15:30 Uhr RING FREI! WIESO LASSEN WIR EFFIZIENZEN
IM GESUNDHEITSWESEN LIEGEN?
Paneldiskussion zum Thema Selbstmedikation/Prävention
Moderation Alexander Müller, Pharmazeutische Zeitung (PZ)
Teilnehmer
Dr. Ina Lucas, Apothekerin, ABDA-Vize-Präsidentin
Dr. Christine Neumann-Grutzeck, Präsidentin BDI
Dr. Ute Wiedemann, Vorständin DAK
Babette Reiken, Geschäfstführerin PohlBoskamp und Vorständin Pharma Deutschland
Kristina Ostertag, Global Head Communications & Government Affairs –
Commercial Vaccines GSK und Vorständin Pharma Deutschland
Vertreter Verband der Betriebsärzte
Lutz Boden, Pharma Deutschland – Geschäftsführer OTC-Markt
16:30 Uhr Pause bis zur Abendveranstaltung
7PROGRAMM 10. NOVEMBER 2026
1.
TA
G
ab 18:00 Uhr Willkommen der Gäste
Jörg Wieczorek, Vorsitzender Pharma Deutschland e. V.
18:10 Uhr Key Note
Nina Warken, Bundesministerin für besondere
Aufgaben/Chefin des Bundeskanzleramtes
18:45 Uhr Dialog Jörg Wieczorek mit Nina Warken
19:00 Uhr Get-together & Buffet
23:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Abendveranstaltung im Humboldt Carré
Behrenstraße 42, 10117 Berlin
8PROGRAMM 10. NOVEMBER 2026
2.
T
AG
PROGRAMM TAG 2
Mittwoch, 11. November 2026
(Humboldt Carré, Behrenstraße 42, 10117 Berlin)
Moderation: Tina Knop
09:30 Uhr DEUTSCHLANDS WEG ZURÜCK AN DIE SPITZE
Opening Key Note
Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Beauftragte
der Bundesregierung für den Mittelstand
09:50 Uhr Kurzinterview Staatssekretärin / Michael Hennrich
10:05 Uhr REICHEN DIE SIGNALE? WAS BRAUCHT ES
AUS SICHT EINES GLOBALEN UNTERNEHMENS?
Key Note
Alexandra Bishop, General Manager AstraZeneca
9PROGRAMM 11. NOVEMBER 2026
2.
T
AG
PROGRAMM TAG 2
10:25 Uhr SESSION I: GLOBALE PREIS- UND LIEFERSITUATION
– POLITISCHE HERAUSFORDERUNGEN
Daniel Andrich, General Manager The American Chamber of Commerce in
Germany e.V. (AmCham Germany)
Prof. Dr. Jens Südekum, Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre
HHU Düsseldorf
N.N., ...
Hatice Camdere, Executive Director Value, Access & Policy bei Amgen und
Vorständin Pharma Deutschland
11:10 Uhr Kaffeepause
10PROGRAMM 11. NOVEMBER 2026
2.
T
AG
PROGRAMM TAG 2
11:45 Uhr SESSION II: PHARMA – WIRTSCHAFTSPOLITIK
IST SICHERHEITSPOLITIK
Lokale Herausforderungen: Was braucht die Industrie
jetzt als Garant aus der Krise?
Teilnehmer
N.N., ...
Dr. Ute Teichert, Ministerialdirektorin a.D., Fachärztin für
Öffentliches Gesundheitswesen
Dr. Elmar Kroth, stellv. Hauptgeschäftsführer Pharma Deutschland
Sebastian Wachtarz, Director Government & Corporate Affairs
AbbVie und Vorstand Pharma Deutschland
Dr. Gabriela Soskuty, Vice President Government Affairs at
B. Braun Melsungen AG und Vorständin Pharma Deutschland
11PROGRAMM 11. NOVEMBER 2026
2.
T
AG
PROGRAMM TAG 2
12:30 Uhr SESSION III: AUSBLICK EUROPA
Einführung: Oliver Varhelyi, U Kommissar für Gesundheit und Tierschutz
Roadmap EU - wie werden wir Hotspot für Pharma und MedTec im
Wettbewerb mit anderen Regionen wie USA und Asien?
Teilnehmer
Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europa-
angelegenheiten, Internationales (angefragt)
Christian Wiermer, Staatssekretär für Europaangelegenheiten,
Internationales (angefragt)
Oliver Schenk, Mitglied des Europäischen Parlaments
Vanessa Kuhne, Regulatory Affairs Associate Manager & Quality
Manager Private Label, Reckitt Benckiser Deutschland GmbH
13:30 Uhr Videostatement
Matthias Hauer, Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium
für Forschung, Technologie und Raumfahrt
13:35 Uhr Schlusswort & Verabschiedung
Jörg Wieczorek, Vorstandsvorsitzender Pharma Deutschland e. V.
ab 13:45 Uhr Mittagsbuffet und Ende der Veranstaltung
12PROGRAMM 11. NOVEMBER 2026
Gitta Connemann
Parlamentarische Staatssekretärin im
BMWE und Mittelstandsbeauftragte
der Bundesregierung
Hatice Camdere
Executive Director Value, Access &
Policy bei Amgen und Vorständin
Pharma Deutschland
Matthias Hauer
Parlamentarischen Staatssekretär im
Bundesministerium für Forschung,
Technologie und Raumfahrt
Lutz Boden
Geschäftsführer
OTC-Markt
Alexandra Bishop
Geschäftsführerin
AstraZeneca GmbH
Daniel Andrich
General Manager The American
Chamber of Commerce in Germany
e.V. (AmCham Germany)
N.N.
...
Speaker
13TEILNEHMER
N.N.
...
Vanessa Kuhne
Regulatory Affairs Associate
Manager & Quality Manager Private
Label, Reckitt Benckiser
Deutschland GmbH
Dr. Elmar Kroth
stellv. Hauptgeschäftsführer
Pharma Deutschland
Gunther Krichbaum
Staatsminister
im Auswärtigen Amt
Speaker
N.N.
...
Nathanael Liminski
Minister für Bundes- und
Europaangelegenheiten,
Internationales
Dr. Ina Lucas
Vorstand ABDA, BAK, DAV
14TEILNEHMER
Babette Reiken
Geschäftsführerin G. Pohl-Boskamp
GmbH & Co. KG, stv. Vorstandsvor-
sitzende Pharma Deutschland e.V.
Kristina Ostertag
Global Head Communications &
Government Affairs
Oliver Schenk
Mitglied des Europäischen
Parlaments
Dr. Christine Neumann-Grutzek
Präsidentin des Berufsverbands
Deutscher Internistinnen
und Internisten
Alexander Müller
Chefredakteur
Pharmazeutische Zeitung
Christian Luft
Staatssekretär BMG
Dr. Gabriela Soskuty
Senior Vice President Global
Government Affairs & Market Access
Speaker
15TEILNEHMER
Nina Warken
Bundesministerin für
besondere Aufgaben/ Chefin
des Bundeskanzleramtes
Sebastian Wachtarz
Director Government & Corporate
Affairs AbbVie und Vorstand
Pharma Deutschland
Dr. Ute Wiedemann
Vorständin
Olivér Várhelyi
EU Kommissar für Gesundheit
und Tierschutz
Dr. med. Ute Teichert
Ministerialdirektorin a.D.,
Fachärztin für Öffentliches
Gesundheitswesen
Prof. Dr. Jens Südekum
Professor für Internationale
Volkswirtschaftslehre an der
Universität Düsseldorf
Christian Wiermer
Staatssekretär für
Europaangelegenheiten,
Internationales
Speaker
16TEILNEHMER
Organisatorische Hinweise
Stimmübertragung
Jedes ordentliche Verbandsmitglied kann sich durch ein anderes Mitglied Pharma
Deutschlands in der Mitgliederversammlung vertreten lassen. Dabei ist die Übertragung
des Stimmrechts nur auf ordentliche Mitglieder möglich. In diesem Rahmen
kann die Stimme auch einem Vorstandsmitglied Pharma Deutschlands übertragen
werden. Dafür ist eine einfache schriftliche Vollmacht nötig. Eine Übertragung auf
Mitglieder der Geschäftsführung Pharma Deutschlands ist nicht möglich.
Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular zur Stimmübertragung an die Bonner
Geschäftsstelle des Pharma Deutschland e. V. (Ubierstraße 71–73, 53173 Bonn)
oder per E-Mail an jahrestagung@pharmadeutschland.de.
Anmeldung zur Mitgliederversammlung
Gerne können mehrere Personen pro Mitglied an der Veranstaltung teilnehmen. Bitte
beachten Sie, dass Anmeldungen nur dann gültig sind, wenn sie über den genannten
Link erfolgen. Die Teilnahme an der Pharma Deutschland Mitgliederversammlung ist
kostenfrei; eine Anmeldung aber erforderlich. Bei Fragen können Sie sich gerne an
Frau Alexandra Braasch (jahrestagung@pharmadeutschland.de) wenden.
17ORGANISATORISCHES
Anträge
Etwaige Anträge zur Mitgliederversammlung sind dem Vorstand oder der Geschäfts-
führung spätestens drei Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich zuzuleiten. Das
Gleiche gilt auch für Anträge zur Tagesordnung, jedoch kann die Tagesordnung mit
Zustimmung der Mehrheit der erschienenen Mitglieder während der Versammlung er-
weitert werden.
18ORGANISATORISCHES
Herausgeber:
Pharma Deutschland e. V.
Geschäftsstelle Bonn
Ubierstraße 71–73
53173 Bonn
T 0228 957 45 - 0
Geschäftsstelle Berlin
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
T 030 308 7596 - 0
Geschäftsstelle Brüssel
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
T 0170 613 3687 - 0
info@pharmadeutschland.de
www.pharmadeutschland.de
Impressum
Gestaltung:
publicgarden GmbH, Berlin
Bärlin Team Eventdesign GmbH
Wir möchten darauf hinweisen, dass Vor- und
Nachname sowie das zugehörige Unternehmen
der Teilnehmenden auf einer Teilnehmerliste
(auch in elektronischer Form) veröffentlicht werden.
Sofern Sie mit dieser Vorgehensweise nicht
einverstanden sind, senden Sie bitte eine Mail an
jahrestagung@pharmadeutschland.de.
19IMPRESSUM
Bildnachweise:
S. 3 Wieczorek: Pharma Deutschland/ Malinka | Brakmann: Pharma Deutsch-
land/ Malinka
S. 13 Camdere: Pharma Deutschland/ Malinka
S. 14 Kroth: Pharma Deutschland/ Pietschmann
S. 15 Ostertag: Pharma Deutschland/ Malinka | Reiken: Pharma Deutschland/
Malinka | Soskuty: Pharma Deutschland/ Malinka
S. 16 Südekum: © Schmidt-Dominé
20IMPRESSUM
07.09.2026
Datei
BERLIN
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
BONN
Ubierstraße 71–73
53173 Bonn
Pharma Deutschland e. V.
info@pharmadeutschland.de
www.pharmadeutschland.de
BRÜSSEL
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
Ihre Ansprechpartner in der
Pharma Deutschland-Pressestelle:
Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
M: +49-171-5618203
hoenemann@pharmadeutschland.de
Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
M: +49-170-4548014
gutzeit@pharmadeutschland.de
Pressemitteilung
Sachsen-Anhalt hat den Wechsel gewählt - der
Pharmastandort braucht Kontinuität
Pharma Deutschland mahnt die Wahrnehmung
wirtschaftspolitischer Verantwortung an.
Berlin (7. September 2026) - Pharma Deutschland und die in
Sachsen-Anhalt ansässigen Pharmaunternehmen reagieren mit
Sorge um den wichtigen Pharmastandort Sachsen-Anhalt auf das
Ergebnis der Landtagswahl. Pharma ist international, sowohl was
Wirtschaftsbeziehungen als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
angeht.
Dazu sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von
Pharma Deutschland: “Die Pharmabranche ist darauf angewiesen,
die besten Köpfe ungeachtet ihrer Herkunft beschäftigen zu können.
Nur in einem weltoffenen gesellschaftlichen Klima ist es möglich,
dass dringend benötigte Innovationen und
Arzneimittelgrundversorgung aus Deutschland kommen und die
Gesundheitsversorgung der Menschen mit Arzneimitteln auch in
Zukunft sichergestellt bleibt. Ohne diese Voraussetzungen ist die
zukünftige Pharmaproduktion nicht nur erheblich erschwert,
sondern auch neue Ansiedlungen und Investitionen
unwahrscheinlicher. Sachsen-Anhalt hat den Wechsel gewählt, der
Pharmastandort braucht Kontinuität.”
_______________
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen
Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen
Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter
www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma
Deutschland.
mailto:hoenemann@pharmadeutschland.de
http://www.pharmadeutschland.de/
07.09.2026
Datei
Neue Maßnahmen zum
Schutz der Gewässer
Bedeutung für pharmazeutische Unternehmen
Autoren: Dr. Dennis Stern und Dr. Elmar Kroth, Pharma Deutschland
Korrespondenz: Dr. Elmar Kroth | Pharma Deutschland e. V., Ubierstr. 71–73, 53173 Bonn |
kroth@pharmadeutschland.de
n Zusammenfassung
Aufgrund neuer Herausforderungen wie Klimawandel und Schadstoffeintrag wurden die europäischen Wassergesetzgebun-
gen in den vergangenen Jahren grundlegend überarbeitet. Ziel ist, die europäischen Gewässerressourcen nachhaltig zu
sichern. Die pharmazeutische Industrie unterstützt diese Ziele seit Jahren durch engagierte Maßnahmen. Gleichzeitig besteht
bereits nach Inkrafttreten der überarbeiten EU-Wassergesetze erheblicher Anpassungsbedarf, da die unterschiedlichen Richt-
linien nicht aufeinander abgestimmt sind und einige Gefahren für die Versorgung mit Human-Arzneimitteln beinhalten.
Zudem drohen neue Kostenbelastungen für die Pharmaunternehmen.
n Keywords
Wasserschutz | Umweltqualitätsnormen | Human-Arzneimittel | KARL | Klimawandel
Einführung
Der Klimawandel setzt sich ungebremst fort und führt zu
spürbar häufigeren und stärkeren Hitzewellen. Im Juni 2026
wurden erstmals Temperaturen von 41,8 °C in Deutschland
erreicht. Alle 20 höchsten jemals gemessenen Temperaturen
in Deutschland wurden zwischen 2019 und 2026 verzeichnet
[1]. Der Klimawandel erhöht den Druck auf die natürlichen
Wasserressourcen und betrifft sowohl marine als auch
heimische Gewässer. Niedrige Pegelstände beeinträchtigen
die Binnenschifffahrt; sinkende Grundwasserspiegel haben
Folgen auf Wirtschaft und Gesellschaft. So sind beispielswei-
se viele Unternehmen auf ausreichende Wassermengen zur
Kühlung von chemischen Syntheseprozessen angewiesen
und müssten im Extremfall bei Niedrigwasser bestehende
Produktionskapazitäten reduzieren.
Zudem erhöht sich durch eine zunehmende Verdunstung
der Anteil gelöster Schadstoffe in den Gewässern. Das Ge-
misch von gelösten Schadstoffen in den Abwässern spiegelt
dabei die Lebensweise der Gesellschaft wider, da die Verun-
reinigungen u. a. aus Haushalten, Gewerbe, Landwirtschaft
oder Mobilität stammen. Hierzu zählen u. a. auch human er-
zeugte Mikroschadstoffe, die in sehr geringen Konzentratio-
nen in Gewässern nachweisbar sind und negative Auswir-
kungen auf die Umwelt haben können. Maßnahmen zum
Gewässerschutz nehmen daher einen hohen politischen Stel-
lenwert ein und wurden in der EU in den vergangenen Jah-
ren durch überarbeitete Gesetzgebungen zur Kommunalen
Abwasserrichtlinie (KARL), zur Wasserrahmenrichtlinie
(WRRL) oder der Richtlinie über Umweltqualitätsnormen
(UQN) vorangetrieben.
Gewässerschutz als Teil pharmazeutischer
Verantwortung
In der Unternehmensstrategie von Arzneimittelherstellern
ist die kontinuierliche Verbesserung von Nachhaltigkeits-
leistungen – etwa durch die Reduktion von Treibhausgas-
emissionen oder technischen Optimierungen zum Gewässer-
schutz – heute ein integraler Bestandteil. So haben z. B.
Antibiotikahersteller unter dem Dach der AMR Industry Al-
liance gemeinsam mit der British Standards Institution (BSI)
ein Zertifizierungssystem entwickelt, das sicherstellen soll,
dass Rückstände von Antibiotika in Produktionsabwässern
so gering sind, dass diese keine negativen Auswirkungen
auf die Umwelt haben. Ein zentrales Ziel ist, die Ausbreitung
antimikrobieller Resistenzen zu verhindern. [2]
Darüber hinaus betreiben viele Unternehmen hochmoder-
ne Anlagen zur Behandlung pharmazeutischer Produktions-
abwässer, um Umweltauswirkungen weiter zu minimieren.
Zum Einsatz kommen u. a. 4. Reinigungsstufen, die mittels
Aktivkohleadsorption oder Membranfiltration Mikroschad-
stoffe aus dem Abwasser entfernen, die durch konventionelle
Kläranlagentechniken der Reinigungsstufe 1 bis 3 nicht er-
fasst werden [3,4]. Im eigenen Einflussbereich ergreifen Unter-
nehmen die technisch verfügbaren Maßnahmen, um Stoffein-
Nachhaltigkeit
584 Stern und Kroth | Gewässerschutz
Pharm. Ind. 88, Nr. 8, 584–588 (2026)
© ECV • Editio Cantor Verlag, Aulendorf
mailto:kroth@pharmadeutschland.de
träge in Gewässerressourcen auf das nicht vermeidbare Maß
zu begrenzen.
Überarbeitung der WRRL
und UQN-Richtlinie
Die WRRL aus 2000 [5] bildet das Rahmenwerk der euro-
päischen Gewässerpolitik, damit die Oberflächen- und
Grundwasserressourcen in einem „guten ökologischen Zu-
stand“ und einem „guten chemischen Zustand“ bleiben
oder überführt werden. Mit der ergänzenden UQN-Richtlinie
aus 2008 [6] werden konkrete Anforderungen festgelegt, um
den Eintrag von besonders relevanten und für die Gewässer
problematischen Schadstoffen zu minimieren. Den Kern bil-
det die Liste der prioritären Stoffe, mit der EU-weit einheit-
liche Maximalkonzentrationen (Grenzwerte) für definierte
Schadstoffe und Mikroschadstoffe festgelegt werden. Die
beiden Richtlinien richten sich primär an die EU-Mitglied-
staaten, die Maßnahmen umsetzen müssen, um die Grenz-
werte einzuhalten, wenn diese für einen prioritären Stoff
überschritten werden. Liegen die Grenzwerte eines Gewäs-
sers unter den Maximalkonzentrationen (UQN), ist ein guter
Gewässerzustand (WRRL) erreicht.
Da Zugang zu sauberem Wasser eine Voraussetzung
sowohl für die Gesundheit der Menschen als auch den Erhalt
der Ökosysteme ist, liegt das Hauptziel der beiden Richt-
linien in einem möglichst schadstofffreien Gewässerum-
feld. Obwohl in den vergangenen 20 Jahren deutliche Fort-
schritte beim Gewässerschutz erzielt werden konnten, wa-
ren aufgrund neuer Herausforderungen Anpassung an dem
bisherigen Rahmenwerk erforderlich.
Hierzu zählen die Überwachung von weiteren Stoffgrup-
pen wie Mikroplastik, eine Anpassung der Liste prioritärer
Stoffe, die Bewertung neuer Risiken durch weitere Schad-
stoffklassen wie per- und polyfluorierte Alkylverbindungen
(PFAS) und die Einführung wirkungsbasierter Überwa-
chungsmethoden zur Erfassung von Stoffgemischen. Zudem
sollen Berichts- und Informationspflichten vereinfacht und
Überwachungsmechanismen für Stoffe eingeführt werden,
die kein Risiko mehr für die EU darstellen.
Insgesamt ist die Überarbeitung sehr umfassend und be-
trifft neben der WRRL und der UQN-Richtlinie zusätzlich
die Richtlinie zum Schutz des Grundwassers aus 2006. Darü-
ber hinaus ist für pharmazeutische Unternehmen die Ver-
bindung von UQN und KARL besonders relevant [7]. Der
vorliegende Fachbeitrag beschränkt sich zur besseren Über-
sicht auf einige wichtige Kernaspekte der WRRL und UQN.
WRRL: Schutz der Oberflächengewässer
Die WRRL setzt den übergeordneten Rahmen für den Schutz
der Oberflächengewässer. Eine maßgebliche Zielsetzung
ist die Erreichung des „guten chemischen Zustand eines
Oberflächengewässers“ nach Art. 2. Erreicht wird dieser,
wenn weder Konzentrationen von prioritären Stoffen aus
der UQN-Richtlinie noch aus der UQN für einzugsgebietsspe-
zifische Schadstoffe überschritten werden. Der Begriff der
„einzugsgebietsspezifischen Schadstoffe“ wird neu einge-
führt und verweist auf Schadstoffe, die nicht oder nicht
mehr als prioritäre Stoffe eingestuft sind, aber aufgrund defi-
nierter Messprogramme in einzelnen Einzugsgebieten inner-
halb der Mitgliedstaaten in signifikanten Mengen in die Ge-
wässer eingetragen werden und ein erhebliches Risiko für
die aquatische Umwelt darstellen können.
Weitere Änderungen betreffen die Umweltziele in Art. 4,
mit denen die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet werden, er-
n Dr. Dennis Stern
promovierte in der AG Molekulare Zellbiologie an der Ruhr-Universität Bochum. Seit Nov. 2024 ist er
Mitglied der Stabsstelle Nachhaltigkeit, zuvor war er Referent für Nachhaltigkeit & Umwelt bei Pharma
Deutschland (ehemals Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller, BAH). Von 2019 bis 2021 war er Refe-
rent beim BAH. Zuvor war Stern als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der AG Molekulare Zellbiologie an
der Ruhr-Universität Bochum tätig.
n Dr. rer. nat. Elmar Kroth
wurde 1994 von der Universität Bonn im Fach Chemie promoviert und ist seit 2016 auch Master of
Health and Medical Management. Er trat 1994 in den Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
(BAH, jetzt Pharma Deutschland e. V.) ein und war bis 2010 zuständig für Fragen der Arzneimittelsi-
cherheit. Seit 2010 ist er Geschäftsführer Wissenschaft von Pharma Deutschland und seit 2024 auch
stellvertretender Hauptgeschäftsführer. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter der Universität Marburg.
Pharm. Ind. 88, Nr. 8, 584–588 (2026)
© ECV • Editio Cantor Verlag, Aulendorf Stern und Kroth | Gewässerschutz 585
forderlichen Maßnahmen durchzuführen, um eine Ver-
schlechterung des Zustands aller Grundwasserkörper zu ver-
hindern. Für wirtschaftliche Aktivitäten bedeutet dies, dass
Emissionen in die Gewässer so weit begrenzt werden, dass
keine Verschlechterung eintritt. Dies wird zukünftig bei Ge-
nehmigungsverfahren sowie bei Rechten zur Einleitung zu
prüfen sein, beispielsweise wenn pharmazeutische Produkte
hergestellt oder abgefüllt werden, die in der UQN-Liste aufge-
führt sind. Eine negative Auswirkung darf nur vorübergehend
bestehen – 1 Jahr nach einem neuen Projekt oder 3 Jahre bei
biologischen Qualitätskomponenten. Maßnahmen werden
ex-post, d. h. anhand ihrer tatsächlich erreichten Effekte be-
wertet. Negative Auswirkungen durch „direkte Einleitungen,
Emissionen oder Verluste eines Schadstoffs“ führen demnach
zu einer Verschlechterung und können Einfluss auf bestehen-
de Genehmigungen bei Produktionsanlagen haben.
Artikel 11 sieht Maßnahmenprogramme vor, mit denen
die Mitgliedstaaten der Bekämpfung von Verschmutzungen
durch Chemikalien an der Quelle Vorrang einräumen. Wenn
es erforderlich ist, können Maßnahmen zur Risikominimie-
rung von potenziellen Schadstoffen aus Produkten oder
bereits in der Umwelt befindlichen Schadstoffen in Betracht
gezogen werden. Mit den Änderungen in Art. 16 könnten
zukünftig auch stoffspezifische Maßnahmen zur schrittwei-
sen Reduktion von prioritären Stoffen ergriffen werden, bei-
spielsweise die Beendigung oder schrittweise Einstellung
von Einleitungen, Emissionen und Verlusten von prioritären
gefährlichen Stoffen.
Bisher beinhaltet die WRRL keine Vorgaben zur erweiter-
ten Herstellerverantwortung (EPR), um Unternehmen an
den Kosten zu beteiligen, die infolge von Messungen entste-
hen. Der EPR-Mechanismus soll grundsätzlich einen Anreiz
setzen, um Produkte oder Tätigkeiten – z. B. durch ein öko-
logisches Produktdesign – so weit zu optimieren, dass Aus-
wirkungen auf die Umwelt reduziert bzw. ganz vermieden
werden. Die EU-Kommission wird bis zum 11. Mai 2029
„einen Bericht über die Möglichkeit, einen Mechanis-
mus für die erweiterte Herstellerverantwortung in die
vorliegende Richtlinie aufzunehmen“
veröffentlichen. Da der Grundsatz nicht hinterfragt wird, ist
zu erwarten, dass die EPR mittelfristig auch in die WRRL
eingeführt wird. Im Fokus der durch eine EPR zu finanzie-
renden Aufwendungen sind insbesondere die Kosten von
Überwachungsprogrammen, wenn Stoffe in Anhang I der
UQN aufgeführt sind.
Richtlinie über Umweltqualitäts-
normen (UQN)
Die UQN-Richtlinie dient zur Festlegung von Grenzwerten
von prioritären Stoffen und kann als Konkretisierung der
WRRL verstanden werden. Im Zuge der Überarbeitung
wird eine Reihe von neuen Stoffen aus dem Bereich Chemi-
kalien, Herbizide & Pestizide sowie pharmazeutische Wirk-
stoffe (u. a. Diclofenac und Ibuprofen) aufgenommen. Nach
Art. 3 muss der gute chemische Zustand in Oberflächenge-
wässern für diese Stoffe (Nr. 46 bis 70) bis zum 22. Dez. 2039
erreicht werden. Ergänzt wird die Zielerreichung durch
ein Überwachungsprogramm (bis 22. Dez. 2027) und ein
Maßnahmenprogramm (bis 22. Dez. 2030).
Artikel 5 legt fest, dass jeder Mitgliedstaat zudem für jede
Flusseinheit eine Bestandsaufnahme
„der Emissionen, Einleitungen und Verluste aller priori-
tären Stoffe, die in Anhang I Teil A der vorliegenden
Richtlinie aufgeführt sind, und aller Stoffe, die von den
Mitgliedstaaten als Schadstoffe identifiziert werden“
erstellen muss. Ebenfalls neu ist in Art. 8, dass spezifische
Bestimmungsmethoden für bestimmte Stoffgruppen festlegt
werden. So sollen „PFAS gesamt“ in den Oberflächengewäs-
sern der Mitgliedstaaten stärker überwacht werden. Für die
nächste Überarbeitung im Jahr 2032 soll für „PFAS gesamt“
ein Grenzwert festgelegt werden.
Die nächste Überprüfung und Aktualisierung der Liste
der prioritären Stoffe mit entsprechenden UQN wird die
EU-Kommission bis zum 11. Mai 2032 vornehmen. Der Über-
arbeitungsprozess soll alle 6 Jahre fortlaufend erfolgen.
Änderungen werden im Rahmen von Gesetzgebungsvor-
schlägen verabschiedet. Um zukünftige prioritäre Stoffe zu
ermitteln, werden bis zu maximal 10 Stoffe auf der Beobach-
tungsliste (Watch List) nach Art. 8b geführt. Für diese wird
ein EU-weites Analyseprogramm vorgegeben, um festzustel-
len, ob diese Stoffe ein erhebliches Risiko für die aquatische
Umwelt darstellen. Auf Grundlage wissenschaftlicher Be-
richte der Europäischen Chemikalienagentur ECHA sollen
Mikroplastik sowie die Entwicklung und Übertragung anti-
mikrobieller Resistenzen in die neue Beobachtungsliste auf-
genommen werden. Bis zum 1. Dez. 2027 soll die EU-Kom-
mission Probenahme- und Analysemethoden für diese bei-
den Parameter festlegen. Diese sollen „verlässlich [sein] und
keine übermäßigen Kosten verursachen“.
Anhang I: Liste der UQN
für prioritäre Stoffe
Die UQN-Liste enthält insgesamt 70 Stoffe, für die individuel-
le Grenzwerte festgelegt sind, die in den Oberflächengewäs-
sern nicht überschritten werden dürfen. Die Verpflichtung
richtet sich an die Mitgliedstaaten, die bei einer Überschrei-
tung Maßnahmen ergreifen müssen, damit Grenzwerte ein-
gehalten werden. Im Rahmen der Überarbeitung wurden
neue Stoffe aus verschiedenen Bereichen aufgenommen,
darunter Herbizide, Chemikalien und Human-Arzneimittel.
In Abhängigkeit der Aufnahme auf die Liste werden un-
terschiedliche Zeitrahmen vorgegeben, um den guten chemi-
schen Zustand – der Grenzwert darf nicht überschritten
werden – zu erreichen. Für aufgeführte Stoffe mit überar-
Nachhaltigkeit
586 Stern und Kroth | Gewässerschutz
Pharm. Ind. 88, Nr. 8, 584–588 (2026)
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beiteten UQN der Nummern 5, 9, 13, 15, 17, 21, 23, 24, 28, 30,
34, 37, 41 und 43 soll bis zum 22. Dez. 2033 ein guter chemi-
scher Zustand erreicht werden. Hierunter fallen Pestizide &
Herbizide, Industrielle Chemikalien und Metalle.
Für die neu aufgenommen Stoffe mit den Nr. 46 bis 70
müssen bis zum 22. Dez. 2039 der gute chemische Zu-
stand erreicht und zudem eine Verschlechterung verhin-
dert werden. Umgesetzt wird dies durch ein Maßnah-
menprogramm, dass ab Dez. 2030 vorliegen soll. Neben
Pestiziden und industriellen Stoffen betrifft dieser Block
auch Human-Arzneimittel. So sind die Östrogene E1, E2
und EE2, die Antibiotika Azithromycin, Clarithromycin
und Erythromycin, das Antiepileptikum Carbamazepin
sowie die Schmerzmittel Diclofenac und Ibuprofen in die
UQN-Liste aufgenommen worden.
Mögliche Einflüsse der UQN
auf die Medikamentenproduktion
Bisher ist unklar, welche Maßnahmen die Mitgliedstaaten
ergreifen könnten, um den Eintrag von Wirkstoffen aus Hu-
man-Arzneimitteln zu reduzieren und mögliche Überschrei-
tungen auf die UQN-Grenzwerte zu beschränken. Im Rah-
men der gerade abgeschlossenen Überarbeitung der EU-
Pharmagesetzgebung können in Zukunft verschreibungsfreie
Human-Arzneimittel über Art. 51 Abs. 1 (f) in der Verschrei-
bungspflicht überführt werden, wenn diese persistent, mobil
und toxisch sind oder die ärztliche Verschreibung als Maß-
nahme zur Risikominimierung im Hinblick auf die Umwelt
erforderlich ist. Die Überschreitung von UQN könnte bei-
spielsweise als Maßstab eines Risikos herangezogen werden,
um die Verschreibungspflicht zu begründen. Bisher ist nicht
geklärt, wie der Mechanicmus in Folge der nationalen Imple-
mentierung umgesetzt werden soll.
Darüber hinaus können Überschreitungen der UQN-
Grenzwerte auch Einfluss auf die Zahlungen haben, die Hu-
man-Arzneimittelhersteller im Kontext der Kommunalen
Abwasserrichtlinie (KARL) zum Aufbau der 4. Reinigungs-
stufe leisten sollen. Der Ausbau der 4. Reinigungsstufe er-
folgt auf 2 unterschiedlichen Ebenen:
1. Alle Kläranlagen mit einem Einwohnerwert von über
150 000 erhalten eine 4. Reinigungsstufe.
2. Ab einem Einwohnerwert zwischen 10 000 und 150 000
erfolgt ein risikobasierter Ausbau von Kläranlagen.
Nach Art. 8 der KARL liegt u. a. dann ein Risiko vor, wenn
für Gebiete eine weitergehende Behandlung erforderlich ist,
um die Anforderungen der WRRL, UQN- und Grundwasser-
richtlinien zu erfüllen. Folgend müssten bei Überschreitung
der UQN weitere 4. Reinigungsstufen gebaut werden, welche
die Hersteller von Human-Arzneimitteln finanzieren sollen.
Die genaue Auslegung zur Bestimmung von Risikogebie-
ten wird in einem delegierten Rechtsakt festgelegt, der bis
Ende 2027 von der EU-Kommission finalisiert werden soll.
Unklar ist, wie viele UQN überschritten sein müssen, damit
ein Risiko im o. g. Sinne vorliegt. Im schlimmsten Fall könnte
bereits eine Überschreitung als Begründung für den Anla-
genausbau herangezogen werden. Ebenfalls ist ungeklärt, ob
der Ausbau auch durch die pharmazeutische Industrie fi-
nanziert werden müsste, wenn UQN-Grenzwerte von Indus-
triechemikalien, Schwermetallen oder Herbiziden & Pestizi-
den überschritten werden. Die KARL sieht in diesem Punkt
derzeit keine Beschränkung auf Arzneimittel vor. Erste Ein-
ordnungen aus den zuständigen Umweltbehörden deuten
stark darauf hin, dass die gesamte stoffliche Gewässerbelas-
tung für die Einordnung eines Risikogebiets betrachtet wer-
den soll. Die Finanzierung würde aber bisher ausschließlich
durch Hersteller von Human-Arzneimittel und Kosmetika fi-
nanziert werden, auch wenn Spurenstoffe aus anderen In-
dustriebereichen stammen würden. Dieser Widerspruch ver-
deutlicht, dass die bestehenden EU-Wassergesetzgebungen
trotz der gegenseitigen Wechselwirkungen nicht aufeinander
abgestimmt sind.
Ausblick
Obwohl die überabeiteten Richtlinien zum Gewässerschutz
– KARL, WRRL, UQN – erst innerhalb der letzten 18 Monate
in Kraft getreten sind, besteht bereits akuter Handlungsbe-
darf. Außerdem enthält auch die neue EU-Pharmagesetzge-
bung Regelungen zu Umweltverträglichkeitsprüfungen, die
in diesem Zusammenhang relevant und ebenfalls nicht mit
den übrigen Anforderungen abgestimmt sind. Am Beispiel
der Wechselwirkung zwischen der KARL und UQN wird
deutlich, dass erheblicher Abstimmungsbedarf besteht. Sol-
len 4. Reinigungsstufen aufgrund von festgestellten Umwelt-
risiken durch überschrittene UQN gebaut werden, die nicht
aus dem Humanarzneimittelbereich stammen, darf dies zu
keiner Kostenbelastung der pharmazeutischen Industrie
führen.
Auch muss sichergestellt werden, dass eine kommende
EPR aus der WRRL nicht zu weiteren Kostenbelastungen
von pharmazeutischen Unternehmen führt, da diese bereits
über die KARL das Messwesen für die Identifikation von
Mikroschadstoffen bezahlen sollen. Eine weitere finanzielle
Belastung für ein fast identisches Messwesen über die WRRL
würde zu einer nicht gerechtfertigten Doppelbelastung
bestimmter Stoffe und z. B. im Fall von Antibiotika unver-
zichtbaren Arzneimittel führen.
Darüber hinaus gibt es in Europa zunehmend Kritik an
der KARL. So hat das EU-Parlament am 18. Juni 2026 mehr-
heitlich eine Resolution verabschiedet, in der die EU-Kom-
mission aufgefordert wird, die Herstellerfinanzierung der
KARL vorübergehend auszusetzen – analog zum „Stopp-the-
Clock“-Ansatz im Kontext des CSDR/CSDDD-Omnibus – so-
wie eine Studie zur Neubewertung über die Kosten und Aus-
wirkungen auf die Versorgungssicherheit mit Human-Arz-
neimitteln bis Ende 2026 vorzulegen. Das grundlegende Ziel,
die Einführung einer 4. Reinigungsstufe zum Gewässer-
schutz, wird dabei nicht infrage gestellt. Ergänzend liegen
Pharm. Ind. 88, Nr. 8, 584–588 (2026)
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vielfältige Rechtsfragen durch Unternehmen, den EU-Mit-
gliedstaat Polen und dem Irisch High Court vor dem Europä-
ischen Gerichtshof zur Entscheidung. Im Fall der Klage
durch Polen wird das i. d. R. richtungsweisende Gutachten
der Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof (EuGH)
bis Okt. 2026 erwartet.
Der angestrebte Umweltschutz kann nicht wirksam er-
reicht werden, wenn die damit verbundenen Maßnahmen
die Gesundheitsversorgung von Mio. Patienten in Deutsch-
land und Europa gefährden.
n Literatur
[1] ZDF heute. 27. Juni 2026. So extrem war die erste Hitzewelle des Jah-
res. https://www.zdfheute.de/wissen/wetter-hitze-temperatur-re-
kord-deutschland-100.html
[2] BSIgroup: Certification launched to demonstrate the responsible
manufacturing of antibiotics and address environmental waste
concerns. https://www.bsigroup.com/en-GB/insights-and-media/
media-centre/press-releases/2023/june/new-certification-aims-
to-mitigate-antimicrobial-resistance-risk-in-antibiotic-manu
facturing
[3] Sandoz. So wenig wie möglich –Wasser und Abwasser. https://www.
sandoz.com/at-de/ueber-uns/verantwortung/umwelterklaerung/
wasser-und-abwasser
[4] Merck KGaA. 12. März 2025. Jetzt noch sauberer: Performance der
neuen vierten Reinigungsstufe ist top. https://www.merckgroup.com/
de/company/merck-in-germany/nachbarschaft/news/performance-
der-neuen-vierten-reinigungsstufe-ist-top.html
[5] Eur-lex. 22. Dez. 2000. Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parla-
ments und des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maß-
nahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik. https://
eur-lex.europa.eu/resource.html?uri=cellar:5c835afb-2ec6-4577-
bdf8-756d3d694eeb.0003.02/DOC_1&format=PDF
[6] Eur-lex. 24. Dez. 2008. Richtline 2008/105/EG des Europäischen Parla-
ments und des Rates über Umweltqualitätsnormen im Bereich der
Wasserpolitik. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/
PDF/?uri=CELEX:32008L0105
[7] Eur-lex. 20. Apr. 2026. Richtlinie (EU) 2026/805 des Europäischen Par-
laments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 200/60/EG zur
Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemein-
schaft im Bereich der Wasserpolitik, der Richtlinie 2006/118/EG zum
Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung und Verschlechterung
und der Richtlinie 2008/105/EG über Umweltqualitätsnormen im Be-
reich der Wasserpolitik. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/
TXT/PDF/?uri=OJ:L_202600805
Die Links wurden zuletzt abgerufen am 17. Juli 2026.
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07.09.2026
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