Sachverständigenausschuss
für Verschreibungspflicht
Bernd Eberwein 17.1.2006
Anmerkungen zum Votum Naproxen des BfArM
1. Im BfArM -Votum werden Publikationen verwendet, die dem Ausschuß
nicht zur Verfügung gestellt werden.
Sie werden auch nicht korrekt zitiert.
2. Für eine Nachprüfung muß die Literatur deshalb aufwendig gesucht und
beschafft werden - ohne die Originalliteratur kann das BfArM -Votum nicht
überprüft oder nachvollzogen werden!
3. Die vom BfArM bei den Verbänden angeforderte und fristgerecht
abgegebene Stellungnahme wird nur unvollständig an die
Sachverständigen weitergegeben. Es fehlen das Datum, das Anschreiben,
die Literaturliste und die kompletten Anlagen.
Die Anlage 4 der Verbändestellungnahme (GI -Risiken) wurde nach Bitte
eines Ausschussmitgliedes 1 Tag vor der Sitzung übersandt.
4. Es wird nicht (explizit) erwähnt, dass sowohl EMEA als auch FDA
Naproxen jüngst bewertet haben und nicht die Verschreibungspflicht
fordern.
5. Das BfArM berichtet nichts über vorliegende Risikomeldungen aus dem
Erfassungssystem in D
6. Nach Überprüfung anhand der Originalliteratur sind die Aussagen des
BfArM zu kritisieren.
,
Beispiele:
TARGET-Studie (Seite 4 Mitte der BfArM -Stellungnahme):
Zitat BfArM:
TARGET (Naproxen 1000 mg, Ibuprofen 2400 mg, Lumiracoxib 400 mg, 52 Wochen): In
dieser Studie kam es trotz der hohen Dosierungen für Ibuprofen und Lumiracoxib in der
Naproxen-Gruppe mit 1,06 % der Behandelten am häufigsten zu oberen gastrointestinalen
Ulkuskomplikationen (Ibuprofen: 0,75, Lumiracoxib 0,32).
Anmerkung:
Das BfArM berichtet nicht die wichtige Tatsache, daß die
Target -Studie aus 2 Substudien besteht, die getrennt betrachtet werden müssen
Substudie 1: Naproxen 1000/Tag vs. Lumiracoxib 400/Tag (NW 1,06% vs.
0,40%)
Substudie 2: Ibuprofen 2400/Tag vs. Lumiracoxib 400/Tag (NW 0,75% vs.
0,23 %)
- Offensichtlich sind in der Ibuprofensubstudie die GI Nebenwirkungen
insgesamt niedriger, damit lässt sich vermuten, daß auch für Ibuprofen
eine niedrigere Prozentzahl erzielt wurde
- auch für Ibu wurde ein signifikanter Unterschied zu Lumiracoxib erreicht
- ein Vergleich Ibu zu Napro wurde nicht untersucht, es ist deshalb
wissenschaftlich sehr fragwürdig, dies in die Studie hineinzuinterpretieren
- die vom BfArM vorgenommene Mittelwertbildung bei Lumiracoxib
und Vergleich mit den einzelnen NSAIDs ist wissenschaftlich
unzulässig, sie ist nur zulässig gegenüber NSAIDs gesamt.
Dies ist nachzulesen in Tabellen 3 und 6.
In Tabelle 7 der Studie werden aufgelistet: % Patienten mit any adverse event,
serious adverse event, prespecified gastrointestinal adverse event. Aus keiner
dieser Werte lässt sich ableiten, daß Nap ein höheres Risiko als Ibu hätte.
Im übrigen liegt sowohl die Tagesdosis von Nap über der SM-Dosis, als auch
die Dauer von 52 Wochen über der SM-Anwendung.
Richy-Studie (Seite 4 Mitte)
Zitat BfArM:
In einer Metaanalyse kleinerer klinischer Studien zeigte Naproxen ein höheres Risiko (RR
1,83) für das Auftreten gastrointestinaler Komplikationen als Diclofenac (1,73) oder
Ibuprofen (1,19) (Richy 2004).
Anmerkung:
Dies ist eine Metaanalyse von 4 älteren Studien.
Das BfArM verschweigt, daß die Konfidenzintervalle aller 3 NSAIDs
überlappen:
Nap RR = 1,83 (1,25-2,68)
Diclo RR = 1,73 (1,21-2,46)
Ibu RR= 1,19 (0,93-1,54)
deshalb kein signifikanter Unterschied
Ebenfalls erwähnt das BfArM nicht, daß in der Publikation gesagt wird, daß die
minor and major GI-Ereignisse in den Studien innerhalb der Gruppe der 7
untersuchten NSAlDs "statistisch signifikant homogen" waren.
LAPORTE-Studie (Seite 4 unten)
Zitat BfArM:
In einer großen neueren Fall-KontroII-Studie (Laporte 2004) zeigte sich für Naproxen in
Dosierungen bis 750 mg eine OR von 7,6 für das Auftreten oberer gastrointestinaler
Blutungen (Ibuprofen in Dosierungen bis 1200 mg: 2,1; Diclofenac bis 75mg: 1,8; ASS bis
1500mg:13,4).
Anmerkung:
In dieser Studie wurde in der Gesamtbetrachtung der NSAIDs bei der
kurzzeitigen Verwendung (OR=8,9) ein höheres Risiko gefunden als bei der
kontinuierlichen Verwendung (OR=4,4).
Nicht durchgeführt in der Studie wurden:
- Differenzierung der Schwere grade der Ereignisse
- statistischer Vergleich der NSAIDs untereinander
HIPPESLEY-COX Studie (Seite 4 unten)
Zitat BfArM:
In einer weiteren aktuellen, großen Fall-Kontrollstudie zeigte eine kürzlich erfolgte (d.h.
innerhalb der letzten 90 Tage) Verschreibung von Naproxen von allen untersuchten NSAR
die höchste OR für das Auftreten unerwünschter gastrointestinaler Ereignisse (2,12) Im
Vergleich zu keiner Verschreibung innerhalb der letzten 3 Jahre (Vergleiche: Ibuprofen 1,42;
Diclofenac: 1,96; ASS 1,6; Hippisley-Cox 2005).
Anmerkung:
Studie macht keine Angaben zu Dosierungen und Therapiedauer.
Ein signifikanter Unterschied zwischen den NSAIDs wird nicht angegeben
Für complicated adverse GI events ändert sich die Reihung:
Ibu 1,58 (1,37-1,83)
Napro 1,97 (1,48-2,61)
Diclo 2,07 (1,82-2,35)
hierauf weist das BfArM nicht hin.
HERNANDEZ-DIAZ (Seite 4 unten)
Zitat BfArM:
In einer Metaanalyse von 18 Fall-Kontroll und Kohorten-Studien (Hernandez-Diaz 2000)
zeigte sich ein relatives Risiko für das Auftreten oberer gastrointestinaler Blutungen im
Vergleich zu Nicht-Gebrauch von NSAR von 3,5 für niedrige Dosierungen von Naproxen
(Ibuprofen 1,2; Diclofenac 3,1). Zugleich war das relative Risiko für das Auftreten einer
oberen gastrointestinalen Blutung unter allen NSAR bei kurzer Einnahmedauer (1-30 Tage)
am höchsten.
Anmerkung:
- Ältere Meta-Analyse von 2000 über Studien von 1991-1998.
- Schreibfehler des BfArM für die RR von Ibu (1,2) statt 2,1
BfArM weist nicht auf folgendes hin:
- Für die "high-dose"-RR ist Napro mit 5,1 niedriger als Ibu (5,5) - Diclo ist 3,6
- kein signifikanter Unterschied zwischen Napro, Ibu und Diclo
HENRY-Studie (Seite 5 oben).
Zitat BfArM:
Eine weitere Metaanalyse 44 epidemiologischer Studien fand ebenfalls ein höheres
relatives Risiko für das Auftreten schwerer oberer gastrointestinaler Komplikationen
unter Naproxen (3,98) als unter Ibuprofen (2,22), Diclofenac (3,82) oder ASS (3,13)
(Henry 2003).
Anmerkung:
- Keine Informationen in der Studie zur Einnahmedauer, Art und Schwere der GI-
Ereignisse.
- in dem Papier wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Aussagen
vorsichtig zu interpretieren sind, da die statist. Power für die einzelnen NSAIDs gering
ist.
LEWIS-Studie (Seite 5 oben)
Zitat BfArM:
Eine Metaanalyse von drei Fall-Kontroll-Studien zu oberen gastrointestinalen Blutungen
ergab für niedrige Dosierungen von.Naproxen eine OR von 5,4 (Lewis 2002; Ibuprofen: 1,1;
Diclofenac: 2,2).lm Vergleich zu Nicht-Gebrauch eines NSAR.
Auch hier zeigte sich in der Gruppe mit der kürzesten Einnahmedauer (bis 1 Woche) das
höchste Blutungsrisiko.
Anmerkung:
- Die 3 untersuchten Studien wurden bereits von Hernandez-Diaz und von
Henry berücksichtigt. Also Redundanz. Es wird nicht gesagt, warum man
gerade und nur diese 3 auswählte.
- Das BfArM trifft eine unzulässige Auswahl der ORs (die mittlere Naproxen-
Dosierung wird mit den niedrigen Dosierungen von Ibu und Diclo verglichen.
Bei einem Vergleich der jeweils gleichen Dosierungsbereiche ergeben sich
zwar auch Unterschiede, aber geringere.)
FAZIT
- mit der Argumentation des BfArM bin ich unzufrieden und ich frage mich, ob
ich sie als objektiv empfinde. Meines Erachtens belegt sie derzeit nicht ein
höheres Risiko
- das GI Risiko von Napro ist im Bereich der anderen rezeptfreien NSAIDs,
dies belegen neuere Studien (die das BfArM nicht verwendet hat)
Marktuntersuchungen und AWB’s zeigen:
- die Verwender von rezeptfreiem Napro gehen verantwortungsbewußt damit
um
- FDA und EMEA fordern als Ergebnis ihrer Bewertungen keine
Verschreibungspflicht
EMEA hat mit Mitwirkung Deusch1ands ein Papier "key elements"
verabschiedet - das meiste in D bereits umgesetzt
BfArM-Muster müßte noch in einigen Punkten aktualisiert werden
- die Mitglieder eines Sachverständigenausschusses des Bundesministeriums
für Gesundheit müssen sich auf die Objektivität einer Ausarbeitung des BfArM
verlassen können, insbesondere dann, wenn die Basisliteratur nicht verteilt
wird.
Target Studie
Number of .patients with
events/number at risk (%)
Hazard ratio
(95 % CI)
p*
Overall population
Both substudies †
Lumiracoxib 29/9117 (0.32 %) 0.34 (0.22-0.52) <0.0001
Non-steroidal anti-inflammatory drugs 83/9127 (0.91%)
Lumiracoxib vs ibuprofen substudy ‡
Lumiracoxib 10/4376 (0.23 %) 0.29 (0.14-0.59) 0.0006
Ibuprofen 33/4397 (0.75 %)
Lumiracoxib vs naproxen substudy ‡
Lumiracoxib 19/4741 (0.40 %) 0.37 (0.22-0.63) 0.0002
Naproxen 50/4730 (1.06 %)
Non-aspirin population
Both substudies ∫
Lumiracoxib 14/6950 (0.20 %) 0. 21 (0.12-0.37) <0.0001
Non-steroidal anti-inflammatory drugs 64/6968 (0.92 %)
Lumiracoxib vs ibuprofen substudy¶
Lumiracoxib 5/3401 (0.15 %) 0.17 (0.07-0.45) 0.0003
Ibuprofen 28/3431 (0.82 %)
Lumiracoxib vs naproxen substudy¶
Lumiracoxib 9/3549 (0.25%) 0.24 (0.12-0.50) 0.0001
Naproxen 36/3537 (1.02 %)
Aspirin population
Both substudies ∫
Lumiracoxib 15/2167 (0.69%) 0.79 (0.40-1.55) 0.4876
Non-steroidal anti-inflammatory drugs 19/2159 (0.88%)
Lumiracoxib vs ibuprofen substudy¶
Lumiracoxib 5/975 (0.51%) 0.92 (0.27-3.20) 0 .9008
Ibuprofen 5/966 ( 0.52 %)
Lumiracoxib vs naproxen substudy¶
Lumiracoxib 10/1192 (0.84%) 0.73 (0.32 -1.65) 0 .4502
Naproxen 14/1193 (1.17%)
'Based an Wald Χ2 statistic for treatment group comparison. Cox proportional-hazards models include, i n addition to treatment group, the
factors: †substudy, low-dose aspirin, and age; ‡low-dose aspirin and age; ∫substudy and age; and age.
Table 3: Incidence of upper gastrointestinal ulcer complications (definite or probable), by substudy and aspirin use
(modified intention-to-treat analysis)
Target Studie
Number of patients with
events/number at risk (%)
Hazard ratio
(95% CI)
p*
Both substudies†
Lumiracoxib 89/9117 (0.98%) 0.65 (0.49-084) 0 .0014
Non-steroidal anti-inflammatory drugs 133/9127 (1.46%)
Lumiracoxib vs ibuprofen substudy‡
Lt imiracoxib 30/4376 (0.69%) 0.50 (0.32-0.79) 0 .0025
Ibuprofen 56/4397 (1.27%)
Lumiracoxib vs naproxen substudy‡
[umiracoxib 59/4741 (1.24%) 0.75 (0.53-1.05) 0.0961
Naproxen 77/4730 (1.63%)
*Based an Wald X2statistic for treatment group comparison. Cox proportional-hazards models include, in addition to treatment group,
the factors †sub-study, low-dose aspirin, and age; and ‡low-dose aspirin and age.
Table 6: Combined incidence of gastrointestinal and cardiovascular events, by substudy (safety
population)
Target Studie
Lumiracoxib (n=9117) NSAIDs (n=9127) Lumiracoxib Ibuprofen Lumiracoxib Naproxen
(n=4376) (n=4397) (n=4741) (n=4730)
Total deaths 29 (<1%) 30 (<1%) 13 (<1%) 15 (<1%) 16 (<1%) 15 (<1%)
Total number of patients with 7233 (79%) 7276(80%) 3586 (82%) 3559 (81%) 3647 (77%) 3717 (79%)
adverse events
Total number of patients with
588(6%) 566(6%) 297 (7%) 272 (6%) 291 (6%) 294 (6%)
serious adverse events
Total number of patients with adverse events requiring discontinuation
Any adverse event 1441 (16%) 1657 (18%) 718 (16%) 802 (18%) 723 (15%) 8S5 (18%)
(induding serious adverse
events)
Serious adverse events
206 (2%) 225 (3%) 93 (2%) 110 (3%) 113(2%) 115 (2%)
Prespecificd gastrointestinal 729 (8%) 1023 (11%) 365 (8%) 475 (11%) 364 (8%) 548 (12%)
adverse events
Prespecified gastrointestinal 3640(40%) 3839(42%) 1855(42%) 1851(42%) 1785(38%) 1988(42%)
events
Dyspepsia 2267(25%) 2324(26%) 1230 (28%) 1205 (27%) 1037 (22'%) 1119 (24%)
Abdominal pain upper 915 (10%) 1147 (13%) 380 (9%) 452 (10%) 535 (11%) 695 (15%)
Diarrhoea 558 (6%) 442 (5%) 285 (7%) 247 (6%) 273 (6%) 19S(4%)
Nausea 465 (5%) 525 (6%) 244 (6%,) 261 (6%) 221 (5%) 264 (6%)
Abdominal pain 328 (4%) 340 (4%) 147 (3%) 153 (4%) 181 (4%) 187 (4%)
Vomiting 183 (2%) 182 (2%) 91 (2%) 93 (2%) 92 (2%) 89 (2%)
Loose stools 71(1%) 37 (<1%) 35 (1%) 19 (<1%) 36(1%) 18 (<1%)
Abdominal pain lower 16 (<1%) 32 (<1%) 7 (<1%) 15 (<1 9 (<1%) 17 (<1%)
Diarrhoea (haemorrhagic) 0 2(<1%) 0 1 (<1%) 0 1(<1%)
NSAIDs=non-steroidal anti-inflammatory drugs.
Tabe 7: Incidence of adverse events and deaths (safety population)
Both substudies Lumiracoxib vs ibuprofen substudy Lumiracoxib vs naproxen substudy
Hernandez-Diaz Studie
Table 5. Pooled Relative Risks (RRs) for UGIB for Users of Individual NSAIDs
Compared With Nonusers for Studies From 1990 to 1999*
Individual NSAID† No. of Studies P‡ RR (95% CI)
Apazone
Overall 2 .72 27.5 (12.0-62.9)
Diclofenac
Overall 11 <.001 3.3 (2.8-3.9)
Low-medium dose§ 3 .29 3.1 (2.0-4.7)
High dose 3 .92 3.6 (2.3-5.6)
Ibuprofen
Overall 9 .004 1.9 (1.6-2.2)
Low-medium dose§ 3 .42 2.1 (1.6-2.7)
High dose 3 .71 5.5 (3.0-10.0)
Indomethacin
Overall 10 .007 4.6 (3.8-5.5)
Low-medium dose§ 3 .53 3.0 (2.2-4.2)
High dose 3 .19 6.5 (4.8-8.6)
Ketoprofen
Overall 6 .06 4.6 (3.3-6.4)
Naproxen sodium
Overall 12 .07 4.0 (3.5-4.6)
Low-medium dose§ 4 .78 3.5 (2.8-4.3)
High dose 4 .42 5.1 (3.8-6.9)
Piroxicam
Overall 12 <.001 6.3 (5.5-7.2)
Low-medium dose§ 3 <.001 5.6 (4.7-6.7)
High dose 2 .01 6.2 (4.4-8.7)
Sulindac
Overall 6 .68 3.6 (2.8-4.7)
*UGIB indicates upper gastrointestinal tract bleeding/'perforation; NSAID, nonsteroidal
anti-inflammatory drug; and Cl. confidence interval.
†Only drugs studied by dose in 2 or more articles are presented in the dose-response analysis.
‡Test for heterogeneity.
§Low-medium doses were defined as follows: diclofenac, ≤ 100 mg13,18 or ≤ 75 mg21 : ibuprofen ≤ 2400
mg 5 or ≤ 1500 mg13,18 indomethacin ≤100 mg5 or ≤ 75 mg13,18 naproxen, ≤ 1000 mg5 ≤ 750 mg13,18 or ≤
500 mg21; and piroxicam, ≤ 20 mg5,18,21" " High doses were defined as doses above these
cutoff values.
Anmerkungen zum Votum Naproxen des BfArM
Beispiele:
TARGET-Studie
Richy-Studie
LAPORTE-Studie
HIPPESLEY-COX Studie
HERNANDEZ-DIAZ
HENRY-Studie
LEWIS-Studie
FAZIT
Anlage Target Studie
Anlage Hernandez-Diaz Studie
05.08.2014
Datei
PD
Erkenntnisse über den rezeptfreien Gebrauch von
Naproxen
2002 - 2005
Arzneimittel-Anwendung und Arzneimittelsicherheit
Bonn, 17. Januar 2006
M. Petersen-Braun
Naproxen_Gebrauch_Erkenntnisse_P-B/Mi_01/06
OTC
Rx
OTX
nicht registriert
Staat Status
Tschech. Republik OTC
Estland Rx
Ungarn OTC
Lettland Rx
Litauen OTC
Polen OTC
Slovakei OTC
Naproxen und seine Salze
Status
• Seit dem 01.01.2002 / 01.07.2002 in Deutschland
rezeptfrei
• Zugelassene Indikationen
- leichte bis mäßig starke Schmerzen, Fieber
- leichte bis mäßig starke Schmerzen bei bekannter
Arthrose (Gelenkverschleiß)
• Tageshöchstdosis OTC 660 mg (Naproxen-Na)
bzw. 750 mg (Naproxen)
in Einzelabteilungen bis 220 mg
bzw. 250 mg
• Packungsgrößenbegrenzung: 6600 mg
7500 mg
• Zugelassen für Kinder ab 12 Jahre
OTC- Schmerzmittelmarkt Deutschland: rückläufig
trotz neuer rezeptfreier Substanzen
0
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
120.000
140.000
160.000
2002 2003 2004 12/04 -
11/05
Gesamt
Paracetamol
ASS
Ibuprofen
Diclofenac
Naproxen
Koffein- Komb.
Definition: OTC- Systemische
Schmerzmittel = 02A1 (allgem.
Schmerzmittel/Erwachsene) +
02A2 (allgemeine
Schmerzmittel/Kinder) + 02B1
(Mittel gegen
Menstruationsbeschwerden) +
02C1 (Migränemittel) + 02E2
(Muskel- und Gelenkschmerzen,
systemisch), Einzel- Substanzen >
100% durch
Kombinationsprodukte
Quelle: IMS
⇒ Der Markt rezeptfreier Schmerz-
mittel zeigt sich gesättigt: neue OTC-
Wirkstoffe führen trotz hoher
Werbeaufwendungen nicht zu einem
höheren Gebrauch von Schmerzmitteln
sondern zu einer Substitution bisher
verwendeter Produkte.
-1,3% -0,2% -7,9% + 0,9%
1,641,12.2251,3-8,01.6991,355,01.8470,8---1.191* NAPROXEN
2,032,42.6981,7---2.2570,00,000,00,00* DICLOFENAC
19,011,225.74917,66,523.40815,24,421.98014,511,221.060* IBUPROFEN
20,7-8,128.05522,7-7,930.25222,7-6,732.85824,3-4,735.203
* KOFFEIN-
KOMB.
41,6-6,856.55944,8-8,559.73245,10,465.24744,8-5,364.968* ASA
46,20,162.76046,4-11,461.82148,2-0,269.80848,2-1,569.914* PARACETAMOL
100,
00,9
135.80
5
100,
0-7,9
133.34
0
100,
0-0,2
144.78
7
100,
0-1,3
145.11
8
OTC-
SCHMERZMITTE
L
Ante
il
(%)
Wachs
- tum
(%)12/04 -
11/05
Antei
l (%)
Wachs-
tum
(%)2004Antei
l (%)
Wachs-
tum
(%)2003Antei
l (%)
Wachs-
tum
(%)2002
Packungen (x1.000)
Rezeptfreie Analgetika - Einnahmeverhalten der Patienten
Abgeleitet aus Anwendungsbeobachtungen in der Apotheke
Substanz Studien Patientenzahl durchschnittl. Einnahmedauer
Tagesdosis (Tbl.)
Ibuprofen (400 mg) 2 1348 2,8 Tbl. 1- 2 Tage bei 95 %
der Verwender
ASS 5 11358 1,3 ± 0,6 Tbl. 1,3 ± 2,7 d
ASS / PSE 1 974 1,6 ± 0,6 Tbl. 2,5 ± 1,3 d
Keine schwerwiegenden Ereignisse beim OTC Gebrauch in den Anwendungsbeobachtungen
dokumentiert.
Alle Anwendungsbeobachtungen wurden in Deutschland durchgeführt und publiziert.
Anwendungsbeobachtungen mit Naproxen 1999 - 2000 - 2001 mit Tbl. 220 mg
Naproxen-Natrium unter ärztlicher Obhut bei eigenverantwortlicher Einnahme
insgesamt n = 5107
Anzahl Patienten in Prozent
Studie I Studie II Studie III
Tbl. 1 13,5 22,4 11,8
Tbl. 2 41,8 50,1 55,5
Tbl. 3* 28,4 24,8 24,0 * überwiegend bei Muskel- und Gelenkschmerzen
Therapiedauer - erkrankungsabhängig
Muskel- und Gelenkschmerzen: bis 7 Tage
Dysmenorrhoe: 2 - 3 Tage
Kopf- und Zahnschmerzen 1 - 2 Tage
Fieber und erkältungsbedingte Schmerzen 2 - 3 Tage
Ca. 50 Prozent aller Naproxen-OTC-Produkte werden zur Behandlung der Dysmenorrhoe
eingesetzt: Patientenkollektiv jünger als ~ 50 Jahre, weiblich, Symptome selbstlimitierend,
folglich geringes Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen
Zusammenfassung
Arzneimittel-Gebrauch
- Die Patienten folgen dem bei anderen Analgetika gelernten Einnahmeschema
- Die Einnahme von Naproxen ist eng an das Vorhandensein von Symptomen
gekoppelt
- Es ist kein Fehlverhalten der Patienten erkennbar
Analgetika-Markt
- Die Verfügbarkeit von mehr rezeptfreien Analgetika führt nicht zu erhöhtem Verbrauch
- Auch die Werbung führt nicht zu Vorratskäufen sondern zur Verschiebung innerhalb
der beworbenen Marken
Arzneimittelsicherheit Naproxen
Kardiovaskuläre Risiken
Quellen: Epidemiologische Daten und Metaanalysen klinischer Studien
VIGOR (Bombardier 2000): MI: Rofecoxib 0,4 % vs. Naproxen 0,1 %
cerebrovaskulär Rofecoxib: 0,2 % vs. Naproxen 0,2 %
MI-Rate unter Naproxen wie für Population erwartet
TARGET (Farkouh 2004): Lumiracoxib vs. Ibuprofen vs. Naproxen
MI-Rate unter Naproxen niedriger als unter Ibuprofen
Jüni et al. (2004): Metaanalyse von 11 Studien
Garcia-Rodriguez (2005): Populationsbezogene Fall-Kontroll-Studie
Zusammenfassung der kardiovaskulären und cerebrovaskulären
Risiken von Naproxen:
Die weit überwiegende Mehrheit aller Studien zeigt unter Naproxen
keine Erhöhung der kardiovaskulären oder cerebrovaskulären Ereignisse
im Langzeitgebrauch bei Rx-Dosierungen
Im Rahmen des OTC-Gebrauchs läßt sich kein erhöhtes kardiovaskuläres
Risiko feststellen
Analyse gastrointestinaler Risiken von Naproxen
Die GI-Risiken von Naproxen (bekannte Substanz, bekanntes NW-Profil)
wurden im Rahmen des Switches sorfältig evaluiert.
In kontrollierten klinischen Langzeitprüfungen bei chronischen Erkrankungen
bzw. in epidemiologischen Studien mit Dosierungen höher als für OTC
zugelassen, wurden die schwerwiegenden gastrointestinalen Nebenwirkungen
systematisch erfaßt.
4 neuere Studien mit Vergleichen zwischen Naproxen und Ibuprofen und
Paracetamol einerseits bzw. Naproxen und anderen häufig verordneten NSAIDs
andererseits, erlauben nunmehr eine genauere Bewertung des GI-Nebenwirkungs-
risiko und damit eine Abschätzung der Sicherheit des OTC-Gebrauchs.
Naproxen
Gastrointestinale Risiken
Autor, Journal Art der Studie Behandlungen und Behandlungs- n für Safety- Ergebnisse Kommentar
. Jahr Dosierung / Tag dauer Analyse
ewis Fall-Kontroll NSAIDs < 4 mal / Woche 359 - 1889 OTC NAP vs. Es wurde eine Dosis- und Therpi
astroenterology > 4 mal / Woche OTC IBU dauer -Korrelation für GI-Ereigni
005 OR - 0,84 gefunden.
Es wurde kein Unterschied zwisc
Naproxen und Ibuprofen gefunde
(OR = 0,84; 95 % - CI 0,26 - 2,7
ellemkjaer Kohorten- NSAIDs mindestens 3 156138 O/E-Verhältnis Es wurde für Naproxen und Ibupr
r. J. Clin. Studuie Verschreibungs- IBU=2,41 eine Dosis-Wirkungs-Beziehung f
harmacol. zyklen DIC=4,8 GI-Ereignisse gefunden
002 NAP=3,0 Diclofenac hatte den höchsten We
chiff RCT Naproxen 440/600 mg 7 Tage NAP 148 GI AEs: Es wurde kein signifikanter Unter
. Rheumatol. IBU 152 NAP=18,92 % zwischen Naproxen und Ibuprofe
004 Ibuprofen 1200 mg PLA 152 IBU 12,50 % gefunden
PLA=13,82 % Es wurde kein signifikanter
Unterschied zu Placebo gefunde
Die meisten AEs waren mild
onarthrose
Golden RCT Naproxen 440 / 660 mg 7 Tage NAP 161 GI AEs: Es wurde kein signifikanter Unters
Am. J. Ther. Acetaminophen 4000 mg PAR 148 NAP=24,20% zwischen Naproxen und Paraceta
2004 PLA 155 PAR=21,00 % gefunden
PLA=17,40 % Es wurde kein signifikanter Unters
zu Placebo gefunden
Gonarthrose Die meisten AEs waren mild
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Gastrointestinale Sicherheit I
Epidemiologische Studien sowie kontrollierte klinische Studien betrachten die
Sicherheit im Langzeitgebrauch bei chronischen Erkrankungen.
Betrachtet werden dabei überwiegend schwerwiegende Nebenwirkungen (Blutungen,
Ulcera, Perforationen) die ärztliche Intervention oder Hospitalisierung erforderlich
machen: Häufigkeitsunterschiede zwischen Naproxen und Ibuprofen konnten in
zwei neueren Epidemiologie-Studien nicht gezeigt werden.
Auch in 2 neueren kontrollierten Studien wurde kein Unterschied zwischen Naproxen
und Ibuprofen bzw. Paracetamol gefunden.
Gastrointestinale Sicherheit II
Leichte bis mäßig starke gastrointestinale Nebenwirkungen, wie sie beim
OTC-Gebrauch anderer Analgetika dokumentiert werden, konnten in 3
arztgestützten Anwendungsbeobachtungen mit Naproxen in ihrer Häufigkeit
erfaßt werden.
Unerwünschte Ereignisse gesamt Gastrointestinale Beschwerden
Studie I Studie II Studie III Studie I Studie II Studie III
1,8 % 1,8 % 1,7 % 0,8 % 0,8 % 0,8 %
Schwerwiegende Ereignisse wurden nicht dokumentiert.
Dieses entspricht den Ergebnissen aus Single-dose-Studien mit Naproxen sowie den
Ergebnissen aus Studien von 7 bis 30tägiger Dauer mit OTC-Dosierungen.
Das Auftreten gastrointestinaler Nebenwirkungen im Rahmen des OTC-Gebrauchs
ist in der Packungsbeilage bzw. Fachinformation zutreffend beschrieben.
Schlußfolgerung
• Die Entlassung weiterer analgetischer Substanzen aus der Verschreibungspflicht
hat nicht zu einer Ausweitung des Marktes geführt
• Aus Daten zur eigenverantwortlichen Anwendung läßt sich kein Hinweis auf
mißbräuchliche Anwendung (Indikation, Dosis, Dauer) ableiten, sondern verantwortungs-
voller Umgang mit Naproxen
• Neuere epidemiologische Studien sowie auch kontrollierte klinische Prüfungen
haben für Naproxen kein erhöhtes kardio- oder cerebrovaskuläres Risiko
gezeigt
• Neuere epidemiologische Untersuchungen zeigen für Ibuprofen und Naproxen
kein signifikant unterschiedliches gastrointestinales Risikoprofil bei hochdosierter
Langzeitanwendung (Dosis, Dauer)
• In Studien und Anwendungsbeobachtungen mit OTC-Dosierungen von Naproxen
sind schwerwiegende GI-Nebenwirkungen nicht aufgetreten.
Leichte bis mäßig starke GI-Nebenwirkungen treten in einem Häufigkeitsbereich wie bei
Ibuprofen und Paracetamol auf
Die aktuelle Datenlage läßt folglich den Schluß zu, daß Naproxen
im Rahmen der Selbstmedikation gut verträglich ist und sicher
angewendet werden kann.
Erkenntnisse über den rezeptfreien Gebrauch von Naproxen
Naproxen und seine Salze
OTC-Schmerzmittelmarkt Deutschland:
Rezeptfreie Analgetika -Einnahmeverhalten der Patienten
Anwendungsbeobachtungen mit Naproxen1999 -2000 -2001
Zusammenfassung
Arzneimittelsicherheit Naproxen Kardiovaskuläre Risiken
Analyse gastrointestinaler Risiken von Naproxen
Gastrointestinale Sicherheit I
Gastrointestinale Sicherheit II
Schlußfolgerung
05.08.2014
Datei
PD
letzte Änderung in Kraft getreten am: 20.05.2010
1
Anlage XI zum Abschnitt N der Arzneimittel-Richtlinie
Verordnung besonderer Arzneimittel (Verfahren zur Verordnung
besonderer Arzneimittel nach § 73d SGB V)
Besondere Arzneimittel
Inhaltsverzeichnis:
Ambrisentan 2
Bosentan 13
Iloprost zur Inhalation 24
Sildenafil 33
Sitaxentan 43
Treprostinil 52
Abkürzungen 62
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2
Ambrisentan
(z. B. Volibris®)
Beschluss vom: 19. Februar 2009
(BAnz. 90, S. 2 180, vom 24. Juni 2009)
Anwendungsgebiet
Ambrisentan ist zur Behandlung von Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH)
der WHO-Funktionsklassen II und III zugelassen zur Verbesserung der körperlichen Be-
lastbarkeit bei
• idiopathischer PAH (IPAH) und
• PAH assoziiert mit einer Bindegewebserkrankung.
Hinweise zu Patientengruppen und zur qualitätsgesicherten Anwendung
Patienten der WHO-Funktionsklasse II (mittel) sind definiert als Patienten mit pulmonaler
Hypertonie mit einer leichten Einschränkung der körperlichen Aktivität; keine Be-
schwerden in Ruhe. Normale körperliche Aktivität führt zu vermehrter Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Für Patienten der WHO-Funktionsklasse II (mittel) werden in der Literatur Messwerte wie
beispielsweise ein systolischer PAP > 50 mmHg und ein mittlerer PAP > 35 mmHg an-
gegeben. Entscheidend ist der klinische Gesamteindruck.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) sind definiert als Patienten mit
pulmonaler Hypertonie mit deutlicher Einschränkung der körperlichen Aktivität; keine Be-
schwerden in Ruhe. Bereits leichtere als normale Belastungen führen zu Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) weisen häufig eine eingeschränkte
rechtsventrikuläre Funktion auf. In der Literatur werden Messwerte wie beispielsweise
eine SvO2 < 60% und eine PAR > 1000 dyn *s* cm-5 angegeben. Entscheidend ist der
klinische Gesamteindruck.
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Die Auswirkung von Ambrisentan auf den Krankheitsverlauf ist unbekannt. Die be-
obachtete Überlebenswahrscheinlichkeit betrug bei den Probanden unter Ambrisentan
(kombinierte Ambrisentan-Gruppe) 95 % nach einem Jahr und 84 % nach zwei Jahren.
Die Anwendung von Ambrisentan bei Patienten unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da
keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.
Es wurden zwei randomisierte, doppelblinde, multizentrische, placebokontrollierte,
pivotale Phase-III-Studien (ARIES-1 und ARIES-2) durchgeführt. In der ARIES-1-Studie
wurden Ambrisentan 5 mg und 10 mg bei 201 Patienten mit Placebo verglichen. In der
ARIES-2-Studie wurden Ambrisentan 5 mg und 2,5 mg bei 192 Patienten mit Placebo
verglichen. In beiden Studien wurde Ambrisentan zusätzlich zur
supportiven/Basismedikation der Patienten verabreicht. Letztere konnte aus einer
Kombination von Digoxin, Antikoagulanzien, Diuretika, Sauerstoff und Vasodilatatoren
(Kalziumantagonisten, ACE-Hemmer) bestehen. Die Patienten litten an PAH oder PAH
assoziiert mit einer Bindegewebserkrankung. Die Mehrzahl der Patienten wiesen
Symptome der WHO-Funktionsklasse II (38,4%) oder III (55,0%) auf. Patienten mit vor-
bestehender Lebererkrankung (Zirrhose oder klinisch relevanter Anstieg der Aminotrans-
ferasen) und Patienten, die andere spezifische PAH-Medikamente (z. B. Prostanoide)
erhielten, waren ausgeschlossen. Hämodynamische Parameter wurden in diesen Studien
nicht untersucht.
Primärer Endpunkt in den Phase-III-Studien war die Besserung der körperlichen Belast-
barkeit, beurteilt anhand der nach 12 Wochen feststellbaren Veränderung der in der 6-
Minuten-Gehstrecke (6-MWD) erreichten Gehstrecke gegenüber dem Ausgangsbefund. In
beiden Studien führte die Behandlung mit Ambrisentan in beiden Dosierungsstufen zu
einer signifikanten Besserung der 6-MWD.
Bei den Patienten der 5-mg-Gruppe betrug die Placebo-adjustierte Verlängerung der
mittleren 6-MWD nach Woche 12 im Vergleich zum Ausgangsbefund 30,6 m (95% Kl: 2,9
bis 58,3; p = 0,008) in der ARIES-1-Studie und 59,4 m (95% Kl: 29,6 bis 89,3; p < 0,001)
in der ARIES-2-Studie. Bei den Patienten der 10-mg-Gruppe der ARIES-1-Studie betrug
nach Woche 12 die Placebo-adjustierte Verlängerung der mittleren 6-MWD 51,4 m
(95% KI: 6,6 bis 76,1; p < 0,001).
Eine präspezifizierte kombinierte Analyse beider Phase-III-Studien wurde durchgeführt
(ARIES-C). Die Placebo-adjustierte mittlere Verlängerung der 6-MWD betrug 44,6 m
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(95% Kl: 24,3 bis 64,9; p < 0,001) unter 5 mg und 52,5 m (95% Kl: 28,8 bis 76,2; p <
0,001) unter 10 mg Ambrisentan.
In der ARIES-2-Studie verlängerte Ambrisentan (kombinierte Auswertung beider
Dosierungsstufen) signifikant die Zeit bis zur klinischen Verschlechterung der PAH im
Vergleich zu Placebo (p < 0,001); die Reduktion der Hazard Ratio betrug dabei 80 %
(95% Kl: 47 bis 92). Der Endpunkt schloss folgende Ereignisse ein: Tod, Lungentrans-
plantation, Krankenhausaufenthalt wegen PAH, atriale Septostomie, zusätzliche Gabe
weiterer PAH-Therapeutika und Auftreten der Kriterien für einen vorzeitigen Therapie-
abbruch. In der kombinierten Verumgruppe wurde für die Beurteilung der körperlichen
Leistungsfähigkeit im SF-36-Fragebogen zum Gesundheitszustand ein statistisch signi-
fikant höherer Wert (3,41 ± 6,96) beobachtet als in der Placebogruppe (-0,20 ± 8,14;
p = 0,005). Die Behandlung mit Ambrisentan führte zu einer statistisch signifikanten
Besserung des Borg-Dyspnoe-Index (BDI) nach Woche 12 (Placebo-adjustierter BDI –1,1
(95% Kl: -1,8 bis –0,4; p = 0,019) für die kombinierte Verumgruppe.
Die Patienten, die in die ARIES-1- und die ARIES-2-Studie aufgenommen wurden,
konnten auch an der langfristigen, offenen Verlängerungsstudie ARIES E (n = 383) teil-
nehmen.
Die Auswirkung von Ambrisentan auf den Krankheitsverlauf ist unbekannt. Die be-
obachtete Überlebenswahrscheinlichkeit betrug bei den Probanden unter Ambrisentan
(kombinierte Ambrisentan-Gruppe) 95 % nach einem Jahr und 84 % nach zwei Jahren.
In einer offenen Studie (AMB222) wurde Ambrisentan bei 36 Patienten geprüft, um die
Inzidenz erhöhter Aminotransferase-Konzentrationen im Serum bei den Patienten zu
evaluieren, bei denen eine frühere Therapie mit einem anderen Endothelin-Rezeptor-
Antagonisten (ERA) wegen Aminotransferasen-Anstieg abgebrochen worden war.
Während einer mittleren Behandlungsdauer von 53 Wochen wurde bei keinem der auf-
genommenen Patienten unter Ambrisentan ein bestätigter Anstieg der Alanin-
Aminotransferase-Serumkonzentration auf mehr als das Dreifache der oberen Norm-
grenze (Upper limit of Normal = ULN) verzeichnet, der die dauernde Beendigung der Be-
handlung erforderlich gemacht hätte. Bei 50% der Patienten wurde die Ambrisentan-
Dosierung während dieser Zeit von 5 mg auf 10 mg erhöht.
Die kumulative Inzidenz von Aminotransferase-Abweichungen im Serum auf das Drei-
fache der ULN betrug in allen Phase-II- und Phase-III-Studien (einschließlich der
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jeweiligen offenen Verlängerungsphasen) 17 von 483 Probanden bei einer mittleren Ex-
positionsdauer von 79,5 Wochen. Die Ereignisrate beträgt somit 2,3 pro 100
Patientenjahre mit Exposition gegenüber Ambrisentan.
Ambrisentan wurde nicht bei einer ausreichenden Zahl von Patienten geprüft, um das
Nutzen-Risiko-Verhältnis bei PAH-Patienten der WHO-Funktionsklasse I charakterisieren
zu können.
Die Wirksamkeit von Ambrisentan als Monotherapie bei PAH-Patienten der WHO-
Funktionsklasse IV ist nicht erwiesen. Bei einer Verschlechterung des klinischen Zustands
ist eine Umstellung auf eine für das schwere Krankheitsstadium empfohlene Therapie
(z. B. Epoprostenol) in Erwägung zu ziehen.
Dosierung: Gemäß Fachinformation sollte die Behandlung mit Ambrisentan mit einer
Dosierung von 1 x täglich 5 mg erfolgen. Zusätzliche Wirksamkeit wurde mit 10 mg
Ambrisentan bei Patienten mit Symptomen der Klasse III beobachtet, allerdings wurde
ebenfalls ein Anstieg der peripheren Ödeme beobachtet. Patienten mit PAH, assoziiert mit
einer Bindegewebserkrankung, benötigen zur Erzielung einer optimalen Wirksamkeit
häufig 10 mg Ambrisentan. Bei diesen Patienten sollte zuerst die 5-mg-Dosis gut ver-
tragen werden, bevor eine Erhöhung der Dosis auf 10 mg in Betracht gezogen wird.
Wirkstoff Arzneimittel Packungs-
größe
AVK Tagestherapie-
kosten
Jahres-
therapie-
kosten
Ambrisen-
tan
Volibris® 30 FT, 5 mg 3.524,88 € (1 * 5 mg): 117,50 € 42.886,00 €
30 FT, 10 mg 3.524,88 € (1 * 10 mg): 117,50 € 42.886,00 €
Bosentan Tracleer 56 FT, 62,5
mg
® 3.289,89 € (2 * 62,5 mg): 117,50 € 42.887,50 €
56 FT, 125
mg
3.289,89 € (2 * 125 mg): 117,50 €
(2 * 250 mg): 235,00 €
(2 * 125 mg):
42.887,50 €
(2 * 250 mg):
85.775,00 €
Iloprost Ventavis 30 Amp. 769,39 € (6-9 Ampullen): 56.173,50 -
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6
153,90 – 230,80 € 84.242,00 €
168 Amp. 3.877,76 € (6-9 Ampullen):
138,50 – 207,70 €
50.552,50 -
75.810,50 €
300 Amp. 10.173,14€ (6-9 Ampullen):
203,50 – 305,20 €
74.277,50 -
111.398,00
€
Sildenafil Revatio 90 FT ® 880,65 € (3 * 20 mg): 29,36 € 10.716,40 €
Sitaxentan-
Natrium
Thelin 28 FT 3.289,89 € 117,50 € 42.887,50 €
Treprostinil Remodulin 20 ml
Infusions-
lösung 1,0
mg/ml
4.509,37 € (0,126 mg- (im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
28,41 €-954,41 €
10.369,65 €-
348.359,65
€
20 ml
Infusions-
lösung 2,5
mg/ml
7.844,00 € (0,126 mg- (im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
19,77 €-664,07 €
7.216,05 €-
242.385,55
€
20 ml
Infusions-
lösung 5,0
mg/ml
11.891,79
€
(0,126 mg- (im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
14,98 €-503,39 €
5.467,70 €-
183.737,35
€
20 ml
Infusions-
lösung 10,0
mg/ml
22.226,43
€
(0,126 mg- (im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
14,00 €-470,41 €
5.110,00 €-
171.699,65
€
Gemäß Lauer-Taxe (Stand 15. Mai 2009)
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Anforderungen an die Ärztin oder den Arzt für besondere Arznei-
mitteltherapie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt
Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt
Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Die Ärztin oder der Arzt für besondere Arzneimitteltherapie muss in der Behandlung der
pulmonal arteriellen Hypertonie erfahren sein. Dafür muss er
• mindestens 10 Patientinnen oder Patienten pro Jahr (im Vorjahr der Benennung)
behandelt haben und
• jährlich mindestens 10 Zertifizierungs-Punkte an krankheitsspezifischen Fort-
bildungen dokumentieren.
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Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
1. Fristen für die Abstimmung
Erstmalige Verordnung Innerhalb von 5 Werktagen
Folgeverordnung Kontrolle des Therapieerfolges 8 bis 12 und 24 Wochen
nach Therapiebeginn; dann jährlich. Die Abstimmung erfolgt
dann innerhalb von 20 Werktagen
Notfälle Es handelt sich nicht um eine Notfallbehandlung
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2.
Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer Ärztin
oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Erstantrag)
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie] [Datum]
Betreff Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Liegt das Einverständnis der Patientin oder des Patienten vor?
1. Welche Diagnose der PAH liegt vor und wie ist sie gesichert?
2. Seit wann besteht die PAH?
3. Welche Medikation wurde in den letzten Jahren für die PAH verordnet? Warum wurde die
Therapie geändert? Wurden schon Bosentan, Iloprost, Sildenafil, Sitaxentan oder
Treprostinil verordnet? Für welchen Zeitraum wurden die Mittel in welcher Dosis gegeben?
Welche Therapieeffekte wurden erzielt?
4. Wie ist die derzeitige Medikation (bezüglich der PAH und weiteren Erkrankungen)?
5. Wie schwer ist die PAH ausgeprägt? (SvO2
6. Ist eine pharmakologische Testung mittels einer Rechtsherzkathetheruntersuchung durch-
geführt worden? Wie änderten sich die Werte?
, pulmonalarterielle Hämodynamik (z.B. PAR,
PAP), Echokardiographie, Klinik (z.B. 6-MWD))
7. In welcher Dosierung soll Ambrisentan verordnet werden, allein oder in Kombination?
8. Welche weiteren Erkrankungen liegen vor?
9. Besteht derzeit eine Schwangerschaft?
10. Größe und Gewicht der Patientin oder des Patienten
11. Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
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3.
Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer Ärztin
oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Weiterverordnung/ Folgeantrag)
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie] [Datum]
Betreff Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum}
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
a) Wie haben sich Klinik (z.B. 6-MWD), echokardiographische Befunde sowie ggf.
SvO2
b) Welche Medikamente in welcher Dosierung nimmt die Patientin oder der Patient
derzeit ein? (Therapieänderungen bitte begründen)
und pulmonalarterielle Hämodynamik (z.B. PAR / PAP) seit der letzten Ab-
stimmung entwickelt? (Befunde in Kopie beilegen)
c) Sind unerwünschte Wirkungen eingetreten? (welche, wann, Ausprägung)
d) Sind in der Zwischenzeit weitere Erkrankungen oder andere klinische Auffälligkeiten
aufgetreten? (welche, wann, Ausprägung)
e) Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
f) Wann erfolgte die erstmalige Verordnung?
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4. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt] [Datum]
Betreff Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag vom […]
Erstmalige Verordnung am […]
Folgeantrag vom […]
Die Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig und
wirtschaftlich. (positive Beurteilung)
Die Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimitteln ist nicht zweck-mäßig.
(negative Beurteilung)
Die Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig, aber
nicht wirtschaftlich. (negative Beurteilung; Angabe von wirtschaftlichen Therapie-
alternativen in der Begründung)
Die Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimitteln erfolgt nicht gemäß
der Fachinformation. Das Verfahren zur Verordnung besonderer Arzenimittel ist
für die Off-Label-Anwendung nicht vorgesehen.
Begründung:
Hinweise:
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5. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie zur Über-
sendung an die Krankenkasse der Patientin oder des Patienten
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt] [Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Ambrisentan-haltigen Arzneimittel
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag
Folgeantrag
Positive Beurteilung
Negative Beurteilung
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Bosentan
(z. B. Tracleer
Beschluss vom: 16. Oktober 2008/22. Januar 2009
(BAnz. 48, S. 1 147, vom 27. März 2009)
)
Anwendungsgebiet
Behandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) zur Verbesserung der körperlichen
Belastbarkeit und Symptome bei Patienten mit der funktionellen WHO-/ NYHA-Klasse III
bei:
− primärer (idiopathischer und familiärer) PAH
− sekundärer PAH in Assoziation mit Sklerodermie ohne signifikante interstitielle
Lungenerkrankung
− PAH in Assoziation mit kongenitalen Herzfehlern und Eisenmenger-Physiologie.
Verbesserungen des Krankheitsbildes wurden ebenso bei Patienten mit PAH der
funktionellen WHO- /NYHA-Klasse II gezeigt.
Hinweise zu Patientengruppen und zur qualitätsgesicherten Anwendung
Patienten der WHO-Funktionsklasse II (mittel) sind definiert als Patienten mit pulmonaler
Hypertonie mit einer leichten Einschränkung der körperlichen Aktivität; keine Be-
schwerden in Ruhe. Normale körperliche Aktivität führt zu vermehrter Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Für Patienten der WHO-Funktionsklasse II (mittel) werden in der Literatur Messwerte wie
beispielsweise ein systolischer PAP > 50 mmHg und ein mittlerer PAP > 35 mmHg an-
gegeben. Entscheidend ist der klinische Gesamteindruck.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) sind definiert als Patienten mit
pulmonaler Hypertonie mit deutlicher Einschränkung der körperlichen Aktivität; keine Be-
schwerden in Ruhe. Bereits leichtere als normale Belastungen führen zu Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) weisen häufig eine eingeschränkte
rechtsventrikuläre Funktion auf. In der Literatur werden Messwerte wie beispielsweise
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eine SvO2 < 60 % und eine PAR > 1000 dyn *s* cm-5
Es liegen keine Studien vor, die eine günstige Auswirkung für eine Bosentan-Behandlung
auf das Überleben von Patienten untersucht haben.
angegeben. Entscheidend ist der
klinische Gesamteindruck.
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Patienten unter 12 Jahren wurde bisher noch nicht
hinreichend untersucht. Für Kinder unter 3 Jahren liegen keine Erfahrungen vor.
Der Zulassung lagen zwei randomisierte doppelblinde, multizentrische placebo-
kontrollierte Studien zugrunde, durchgeführt bei 32 (Studie AC-052-351) und 213 (Studie
AC-052-352, BREATHE-1) erwachsenen Patienten mit PAH mit funktioneller WHO-
/NYHA-Klasse III-IV (idiopathische/familiäre PAH oder PAH überwiegend in Assoziation
mit Sklerodermie). Nach 4-wöchiger Behandlung mit zweimal täglich 62,5 mg Bosentan
wurden in diesen Studien die Erhaltungsdosen von zweimal täglich 125 mg (in AC-052-
351) und zweimal täglich 125 mg und 250 mg (in AC-052-352) untersucht.
Der primäre Endpunkt jeder Studie war die Veränderung der 6-Minuten-Gehstrecke (6-
MWD) nach 12 Wochen bei der ersten Studie und nach 16 Wochen bei der zweiten
Studie. In beiden Studien führte die Behandlung mit Bosentan zu signifikanten
Steigerungen der körperlichen Belastbarkeit. Die placebokorrigierten Steigerungen der
Gehstrecke im Vergleich zum Ausgangswert bei Studienbeginn betrugen 76 m (p = 0,02;
t-Test) bzw. 44 m (p = 0,0002; Mann-Whitney U-Test), gemessen zum Zeitpunkt des
primären Endpunktes der jeweiligen Studie. Die Unterschiede zwischen den beiden
Gruppen mit zweimal täglich 125 mg und zweimal täglich 250 mg waren statistisch nicht
signifikant.
Die Verbesserung der Gehstrecke war nach 4-wöchiger Behandlung erkennbar, nach 8-
wöchiger Behandlung deutlich ausgeprägt und blieb bei einer bis zu 28 Wochen
dauernden doppelblinden Behandlung erhalten, die bei einem Teil der Patienten durch-
geführt wurde.
In einer prospektiven, multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebo-
kontrollierten Studie (BREATHE-5) wurden Patienten in der funktionellen WHO-/NYHA-
Klasse III mit PAH in Assoziation mit angeborenen Herzfehlern und mit Eisenmenger-
Physiologie 4 Wochen lang mit zweimal täglich 62,5 mg Bosentan, dann weitere 12
Wochen mit zweimal täglich 125 mg Bosentan (n = 37) oder Placebo (n = 17) behandelt.
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Der primäre Endpunkt der Studie bestand darin zu zeigen, dass Bosentan die bestehende
Hypoxämie nicht verschlechtert. Nach 16 Wochen verbesserte sich die mittlere Sauer-
stoffsättigung in der Bosentangruppe um 1,0 % (95 % KI: - 0,7 % bis 2,8 %) im Vergleich
zur Placebogruppe, was zeigt, dass Bosentan die Hypoxämie nicht negativ beeinflusste.
In der Bosentangruppe kam es zu einer signifikanten Abnahme des mittleren pulmonalen
vaskulären Widerstandes (am ausgeprägtesten war dieser Effekt in der Subgruppe der
Patienten mit bidirektionalem intrakardialen Shunt). Nach 16 Wochen betrug die mittlere
placebokorrigierte Steigerung der 6-MWD 53 m (p = 0,0079), was eine Verbesserung der
Belastbarkeit widerspiegelt.
In einer randomisierten, doppelblinden, multizentrischen placebokontrollierten Studie (AC-
052-364; EARLY) erhielten 185 Patienten mit PAH der funktionellen WHO-/NYHA-Klasse
II (6-MWD bei Studienbeginn im Mittel 435 Meter) 4 Wochen lang zweimal täglich 62,5 mg
Bosentan, anschließend 6 Monate zweimal täglich 125 mg (n = 93) oder Placebo (n = 92).
Die in die Studie eingeschlossenen Patienten waren hinsichtlich der PAH entweder nicht
therapiert (n = 156) oder stabil auf Sildenafil eingestellt (n = 29). Gemeinsame primäre
Endpunkte waren die prozentuale Veränderung des pulmonalen vaskulären Widerstandes
(PVR) und die Veränderung der 6-MWD gegenüber dem Ausgangswert nach 6 Monaten
im Vergleich zu Placebo.
Im 6-MWD zeigte sich unter Placebo eine Verschlechterung von im Mittel – 8 m (SD 79)
und Verbesserung von 11 m (SD 74) unter Bosentan; Behandlungseffekt 19 m (95 % KI:
-4 bis 42; p = 0,0758). Die Veränderung des pulmonal vaskulären Widerstandes lag im
Mittel unter Placebo bei 128 dyn *s* cm-5 (SD 465) und unter Bosenten bei -69 dyn *s*
cm-5
Während des 6-monatigen doppelblinden Studienzeitraumes trat in jeder Behandlungs-
gruppe nur ein Todesfall auf, daher können keine Schlussfolgerungen hinsichtlich des
Überlebens gezogen werden.
(SD 475), Behandlungseffekt von -22,6 % (95 % KI: -34 bis -10; p < 0,0001).
Bei Kindern mit PAH wurde Bosentan in einer offenen, nicht kontrollierten Studie unter-
sucht (AC-052-356, BREATHE-2): 10 Patienten mit idiopathischer/familiärer PAH, 9
Patienten mit PAH aufgrund angeborener Herzfehler. Die Patienten wurden in drei
Körpergewichtsgruppen eingeteilt und über 12 Wochen entsprechend dosiert, der Alters-
bereich betrug 3 bis 15 Jahre. Alle Patienten hatten bei Studienbeginn entweder
funktionellen Schweregrad WHO-/NYHA-Klasse II (n = 15 Patienten, 79 %) oder Klasse III
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(n = 4 Patienten, 21 %). Hämodynamische Parameter wurden bei 17 Patienten erfasst.
Der Herzindex stieg in Bezug auf den Ausgangswert im Mittel um 0,5 l/min/m² an, der
mittlere pulmonal arterielle Druck nahm um 8 mmHg, der pulmonale Gefäßwiderstand um
389 dyn *s* cm-5
Dosierung: Gemäß Fachinformation sollte die Behandlung mit Bosentan mit einer
Dosierung von zweimal täglich 62,5 mg über einen Zeitraum von 4 Wochen begonnen
und anschließend auf eine Erhaltungsdosis von zweimal täglich 125 mg erhöht werden.
ab. Die Veränderungen der Belastungstest-Parameter in Woche 12
waren in Bezug auf den Ausgangswert sehr variabel und erreichten keine statistische
Signifikanz.
Einige Patienten, die nicht ausreichend auf die Bosentandosis von zweimal täglich 125
mg ansprechen, können möglicherweise ihre körperliche Belastbarkeit leicht verbessern,
wenn die Dosis auf zweimal täglich 250 mg erhöht wird.
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Das folgende Dosierungsschema wurde in der Studie AC-052-356 (BREATHE-3) an-
gewendet:
Körpergewicht (kg) Anfangsdosis (4 Wochen) Erhaltungsdosis
10 ≤ x ≤ 20 1 x tgl.: 31,25 mg 2 x tgl.: 31,25 mg
20 < x ≤ 40 2 x tgl.: 31,25 mg 2 x tgl.: 62,5 mg
> 40 2 x tgl.: 62,5 mg 2 x tgl.: 125 mg
Wirkstoff Arzneimittel Packungs-
größe
AVK (€) Tagestherapie-
kosten (€)
Jahrestherapie-
kosten (€)
1 2 3 4 5 6
Bosentan Tracleer 56 FT, 62,5
mg
® 3.289,89 € (2 * 62,5 mg):
117,50 €
42.887 €
56 FT, 125
mg
3.289,89 € (2 * 125 mg):
117,50 €
(2 * 250 mg):
235,00 €
42.887 - 85.775 €
Iloprost Ventavis 30 Amp./ 1
ml
769,39 € (6-9 Ampullen):
153,90 – 230,80 €
56.173-84.260 €
168 Amp./
1 ml
3.877,76 € (6-9 Ampullen):
138,48 – 207,72 €
50.545-75.818 €
300 Amp./
2 ml
10.173,14 € (6-9 Ampullen):
203,46 – 305,19 €
74.263-111.394 €
Sildenafil Revatio 90 FT ® 880,65 € (3 * 20 mg):
29,36 €
10.716 €
Sitaxentan-
Natrium
Thelin 28 FT 3.289,89 € 117,50 € 42.887 €
gemäß Lauer-Taxe (Stand 15. Dezember 2008)
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Anforderungen an die Ärztin oder den Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkt Kinderkardio-
logie
• Fachärztin oder Facharzt für Kinderheilkunde Schwerpunkt Kinderkardiologie
Die Ärztin oder der Arzt für besondere Arzneimitteltherapie muss in der Behandlung der
pulmonal arteriellen Hypertonie erfahren sein. Dafür muss er
• mindestens 10 Patientinnen oder Patienten pro Jahr (im Vorjahr der Benennung)
behandelt haben und
• jährlich mindestens 10 Zertifizierungspunkte an krankheitsspezifischen Fort-
bildungen dokumentieren.
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Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
1. Fristen für die Abstimmung
Erstmalige Verordnung Innerhalb von 5 Werktagen
Folgeverordnung Kontrolle des Therapieerfolges 8 bis 12 und 24 Wochen
nach Therapiebeginn; dann jährlich. Die Abstimmung erfolgt
dann innerhalb von 20 Werktagen
Notfälle Es handelt sich nicht um eine Notfallbehandlung
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2. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer Ärztin
oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Erstantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift ]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Liegt das Einverständnis der Patientin oder des Patienten vor?
12. Welche Diagnose der PAH liegt vor und wie ist sie gesichert?
13. Seit wann besteht die PAH?
14. Welche Medikation wurde in den letzten Jahren für die PAH verordnet? Warum
wurde die Therapie geändert? Wurden schon Ambrisentan, Iloprost, Sildenafil,
Sitaxentan oder Treprostinil verordnet? Für welchen Zeitraum wurden die Mittel in
welcher Dosis gegeben? Welche Therapieeffekte wurden erzielt?
15. Wie ist die derzeitige Medikation (bezüglich der PAH und weiteren Er-
krankungen)?
16. Wie schwer ist die PAH ausgeprägt? (SvO2
17. Ist eine pharmakologische Testung mittels einer Rechtsherzkatheteruntersuchung
durchgeführt worden? Wie änderten sich die Werte?
, pulmonalarterielle Hämodynamik
(z. B. PAR, PAP), Echokardiographie, Klinik (z. B. 6-MWD)) (Anlage Befunde in
Kopie)
18. In welcher Dosierung soll Bosentan verordnet werden, allein oder in Kombination?
19. Welche weiteren Erkrankungen liegen vor?
20. Besteht derzeit eine Schwangerschaft?
21. Größe und Gewicht der Patientin oder des Patienten
22. Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
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3. Abstimmung der behandelnden Ärzin oder des behandelnden Arztes mit einer Ärztin
oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Weiterverordnung/Folgeantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
g) Wie haben sich Klinik (z. B. 6-MWD), echokardiographische Befunde sowie
ggf. SvO2
h) Welche Medikamente in welcher Dosierung nimmt die Patientin oder der
Patient derzeit ein? (Therapieänderungen bitte begründen)
und pulmonalarterielle Hämodynamik (z. B. PAR/PAP) seit der
letzten Abstimmung entwickelt? (Befunde in Kopie beilegen)
i) Sind unerwünschte Wirkungen eingetreten? (welche, wann, Ausprägung)
j) Sind in der Zwischenzeit weitere Erkrankungen oder andere klinische Auf-
fälligkeiten aufgetreten? (welche, wann, Ausprägung)
k) Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
l) Wann erfolgte die erstmalige Verordnung?
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4. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie
[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Betreff Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag vom […]
Erstmalige Verordnung am […]
Folgeantrag vom […]
Die Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig und
wirtschaftlich. (positive Beurteilung)
Die Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln ist nicht zweckmäßig.
(negative Beurteilung)
Die Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig, aber
nicht wirtschaftlich. (negative Beurteilung; Angabe von wirtschaftlichen Therapie-
alternativen in der Begründung)
Die Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln erfolgt nicht gemäß der
Fachinformation. Das Verfahren zur Verordnung besonderer Arzneimittel ist für die
Off-Label-Anwendung nicht vorgesehen.
Begründung:
Hinweise:
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5. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie zur Über-
sendung an die Krankenkasse der Patientin oder des Patienten
[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Bosentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag
Folgeantrag
Positive Beurteilung
Negative Beurteilung
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Iloprost zur Inhalation
(z. B. Ventavis)
Beschluss vom: 16. Oktober 2008/22. Januar 2009
(BAnz. 48, S. 1 147, vom 27. März 2009)
Anwendungsgebiet
Behandlung von Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie im funktionellen Schwere-
grad NYHA III zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Sympto-
matik.
Hinweise zu Patientengruppen und zur qualitätsgesicherten Anwendung
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) sind definiert als Patienten mit
pulmonaler Hypertonie mit deutlicher Einschränkung der körperlichen Aktivität. Keine Be-
schwerden in Ruhe. Bereits leichtere als normale Belastungen führen zu Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) weisen häufig eine eingeschränkte
rechtsventrikuläre Funktion auf. In der Literatur werden Messwerte wie beispielsweise
eine SvO2 < 60 % und eine PAR > 1000 dyn *s* cm-5
Eine signifikante Verlängerung des Überlebens oder der Lebensqualität ist nicht belegt.
Patienten mit schwerer primärer pulmonaler Hypertonie des NYHA-Stadium IV profitieren
nicht.
angegeben. Entscheidend ist der
klinische Gesamteindruck.
Die Zulassung beruht auf der präspezifizierten Subgruppenanalyse einer Hauptstudie.
Unter Iloprost (n = 49) zeigte sich eine Verbesserung der 6-Minuten-Gehstrecke (6-MWD)
bei Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie im Vergleich zu Placebo (n = 46) von
52,1 m. Die Verbesserung in der Iloprostgruppe betrug 44,7 m und – 7,4 m in der
Placebogruppe.
Für Patienten mit sekundärer pulmonaler Hypertonie fanden sich keine signifikanten Er-
gebnisse.
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Der Zulassung zugrunde lag eine Studie (randomisiert, doppelblind, multizentrisch,
placebokontrolliert; RRA 02997) bei 203 Patienten mit stabiler pulmonaler Hypertonie (in-
haliertes Iloprost: n = 101; Placebo: n = 102).
Inhaliertes Iloprost (oder Placebo) wurde zusätzlich zu der aktuellen Behandlung
Patienten gegeben, welche die Kombination von Antikoagulanzien, Vasodilatatoren (z. B.
Calciumantagonisten), Diuretika, Sauerstofftherapie und Digitalis einschließen konnte,
jedoch nicht PGI2 (Prostacyclin oder seine Analoga).
Von den Patienten hatten 108 eine primäre pulmonale Hypertonie, 95 eine sekundäre
pulmonale Hypertonie, von denen 56 auf eine chronisch thromboembolische Erkrankung
zurückzuführen waren, 34 auf Bindegewebserkrankungen beruhten (einschließlich
CREST und Sklerodermie) und 4 mit der Einnahme von Appetitzüglern assoziiert waren.
Die Ausgangswerte der 6-MWD spiegelten eine mittelschwere Einschränkung der körper-
lichen Belastbarkeit wider: In der Iloprostgruppe war der Mittelwert 332 m (Median: 340 m)
und in der Placebogruppe 315 m (Median: 321 m). Die mediane täglich inhalierte Dosis
betrug in der Iloprostgruppe 30 µg (12,5 bis 45 µg/Tag).
Nach 12 Wochen Behandlung betrug die mittlere Verbesserung der Gehstrecke bestimmt
in der 6-MWD im Vergleich zum Ausgangswert in der Iloprost-Gesamtgruppe 22 m
(mittlere Verschlechterung um – 3,3 m in der Placebo-gruppe, ohne Bereinigung der
Daten für Tod oder fehlende Werte).
In der Iloprostgruppe verbesserte sich das NYHA-Stadium bei 26 % der Patienten
(Placebo: 15 %; p = 0,032), blieb bei 67,7 % der Patienten unverändert (Placebo: 76 %)
und verschlechterte sich bei 6,3% der Patienten (Placebo: 9 %).
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Dosierung: Die empfohlene Dosis beträgt 2,5 µg oder 5,0 µg inhaliertes Iloprost. 6-9 x 2,5
µg oder 5,0 µg täglich; Inhalation (= 6-9 x 1 Ampulle)
Wirkstoff Arzneimittel Packungs-
größe
AVK (€) Tagestherapie-
kosten (€)
Jahrestherapie-
kosten (€)
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Bosentan Tracleer 56 FT, 62,5
mg
® 3.289,89 € (2 * 62,5 mg):
117,50 €
42.887 €
56 FT, 125
mg
3.289,89 € (2 * 125 mg):
117,50 €
(2 * 250 mg):
235,00 €
42.887 - 85.775 €
Iloprost Ventavis 30 Amp./ 1
ml
769,39 € (6-9 Ampullen):
153,90 – 230,80 €
56.173-84.260 €
168 Amp./
1ml
3.877,76 € (6-9 Ampullen):
138,48 – 207,72 €
50.545 - 75.818 €
300 Amp./
2 ml
10.173,14€ (6-9 Ampullen):
203,46 – 305,19 €
74.263- 111.394 €
Sildenafil Revatio 90 FT ® 880,65 € (3 * 20 mg):
29,36 €
10.716 €
Sitaxentan-
Natrium
Thelin 28 FT 3.289,89 € 117,50 € 42.887 €
gemäß Lauer-Taxe (Stand 15. Dezember 2008)
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Anforderungen an die Ärztin oder den Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Die Ärztin oder der Arzt für besondere Arzneimitteltherapie muss in der Behandlung der
pulmonal arteriellen Hypertonie erfahren sein. Dafür muss er
• mindestens 10 Patientinnen oder Patienten pro Jahr (im Vorjahr der Benennung)
behandelt haben und
• jährlich mindestens 10 Zertifizierungspunkte an krankheitsspezifischen Fort-
bildungen dokumentieren.
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Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
1. Fristen für die Abstimmung
Erstmalige Verordnung Innerhalb von 5 Werktagen
Folgeverordnung Kontrolle des Therapieerfolges 8 bis 12 und 24 Wochen
nach Therapiebeginn; dann jährlich. Die Abstimmung erfolgt
dann innerhalb von 20 Werktagen
Notfälle Es handelt sich nicht um eine Notfallbehandlung
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2. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Erstantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Liegt das Einverständnis der Patientin oder des Patienten vor?
1. Welche Diagnose der PAH liegt vor und wie ist sie gesichert?
2. Seit wann besteht die PAH?
3. Welche Medikation wurde in den letzten Jahren für die PAH verordnet? Warum wurde
die Therapie geändert? Wurden schon Ambrisentan, Bosentan, Sildenafil, Sitaxentan
oder Treprostinil verordnet? Für welchen Zeitraum wurden die Mittel in welcher Dosis
gegeben? Welche Therapieeffekte wurden erzielt?
4. Wie ist die derzeitige Medikation (bezüglich der PAH und weiteren Erkrankungen)?
5. Wie schwer ist die PAH ausgeprägt? (SvO2
6. Ist eine pharmakologische Testung mittels einer Rechtsherzkatheteruntersuchung
durchgeführt worden? Wie änderten sich die Werte?
, pulmonalarterielle Hämodynamik (z. B.
PAR, PAP), Echokardiographie, Klinik (z. B. 6-MWD)) (Anlage Befunde in Kopie)
7. In welcher Dosierung soll Iloprost verordnet werden, allein oder in Kombination?
8. Welche weiteren Erkrankungen liegen vor?
9. Besteht derzeit eine Schwangerschaft?
10. Größe und Gewicht der Patientin oder des Patienten
11. Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen? Dies
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3. Abstimmung der behandelnder Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Weiterver-
ordnung/Folgeantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
a) Wie haben sich Klinik (z. B. 6-MWD), echokardiographische Befunde sowie
ggf. SvO2
b) Welche Medikamente in welcher Dosierung nimmt die Patientin oder der
Patient derzeit ein? (Therapieänderungen bitte begründen)
und pulmonalarterielle Hämodynamik (z. B. PAR/PAP) seit der
letzten Abstimmung entwickelt? (Anlage Befunde in Kopie)
c) Sind unerwünschte Wirkungen eingetreten? (welche, wann, Ausprägung)
d) Sind in der Zwischenzeit weitere Erkrankungen oder andere klinische Auf-
fälligkeiten aufgetreten? (welche, wann, Ausprägung)
e) Wurde das Inhalations-System gewechselt? (ggf. welches wurde/wird ver-
wendet?)
f) Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
g) Wann erfolgte die erstmalige Verordnung?
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4. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie
[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Betreff Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag vom […]
Erstmalige Verordnung am […]
Folgeantrag vom […]
Die Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig und
wirtschaftlich. (positive Beurteilung)
Die Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln ist nicht zweckmäßig.
(negative Beurteilung)
Die Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig, aber nicht
wirtschaftlich. (negative Beurteilung; Angabe von wirtschaftlichen Therapiealter-
nativen in der Begründung)
Die Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln erfolgt nicht gemäß der
Fachinformation. Das Verfahren zur Verordnung besonderer Arzneimittel ist für die
Off-Label-Anwendung nicht vorgesehen.
Begründung:
Weitere Hinweise:
5. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie zur Über-
sendung an die Krankenkasse der Patientin oder des Patienten
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[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Iloprost-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag
Folgeantrag
Positive Beurteilung
Negative Beurteilung
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Sildenafil
(Sildenafil zur Behandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie z. B. Revatio
Beschluss vom: 16. Oktober 2008/22. Januar 2009
(BAnz. 48, S. 1 147, vom 27. März 2009)
)
(BAnz. 100, S. 2 364, vom 20. Mai 2010)
Anwendungsgebiet
Behandlung von Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-
Funktionsklasse II und III zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei
• primärer PAH
• pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit
Hinweise zu Patientengruppen und zur qualitätsgesicherten Anwendung
Patienten der WHO-Funktionsklasse II (mittel) sind definiert als Patienten mit pulmonaler
Hypertonie mit einer leichten Ein-schränkung der körperlichen Aktivität; keine Be-
schwerden in Ruhe. Normale körperliche Aktivität führt zu vermehrter Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Für Patienten der WHO-Funktionsklasse II (mittel) werden in der Literatur Messwerte wie
beispielsweise ein systolischer PAP > 50 mmHg und ein mittlerer PAP > 35 mmHg an-
gegeben. Entscheidend ist der klinische Gesamteindruck.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) sind definiert als: Patienten mit
pulmonaler Hypertonie mit deutlicher Einschränkung der körperlichen Aktivität. Keine Be-
schwerden in Ruhe. Bereits leichtere als normale Belastungen führen zu Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) weisen häufig eine eingeschränkte
rechtsventrikuläre Funktion auf. In der Literatur werden Messwerte wie beispielsweise
eine SvO2 < 60 % und eine PAR > 1000 dyn *s* cm-5
Der Einfluss von Sildenafil auf die Mortalität ist nicht bekannt.
angegeben. Entscheidend ist der
klinische Gesamteindruck.
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Ursprünglich wurde Sildenafil nur für die Behandlung von Patienten der WHO-
Funktionsklasse III zugelassen. Im Rahmen einer Neubewertung der Daten der beiden
Studien, die zur Zulassung geführt haben, wurde die Zulassung für WHO-Funktions-
klasse II beantragt und anschließend durch die EMEA genehmigt.
Der Zulassung zugrunde lag eine Studie (randomisiert, doppelblind, placebo-kontrolliert)
bei 278 Patienten mit primärer PAH, PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit
und PAH nach chirurgischer Korrektur eines angeborenen Herzfehlers. Die Studien-
population umfasste 68 (25 %) Männer und 209 (75 %) Frauen mit einem mittleren Alter
von 49 Jahren (Altersbereich: 18 bis 81 Jahre) und einer 6-Minuten-Gehstrecke (6-MWD)
zwischen 100 und 450 m (Mittelwert 344 m) bei Studienbeginn. 175 Patienten (63 %)
hatten eine Diagnose mit primärer pulmonaler Hypertonie, 84 (30 %) eine Diagnose mit
PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit und 18 (7 %) eine Diagnose mit PAH
nach einer chirurgischen Korrektur eines angeborenen Herzfehlers. Die meisten Patienten
gehörten bei Studienbeginn in die WHO-Funktions-klasse II (107/277; 39 %) oder III
(160/277; 58 %) und wiesen eine durchschnittliche 6-MWD von 378 m bzw. 326 m auf,
weniger Patienten in die Funktionsklasse I (1/277; 0,4 %) oder IV (9/277; 3 %). Patienten
mit einer linksventrikulären Auswurffraktion < 45 % oder mit linksventrikulärer Ver-
kürzungsfraktion < 0,2 waren von einer Teilnahme ausgeschlossen.
Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit war die Veränderung der 6-MWD in Woche 12
gegenüber dem Ausgangswert. Die relative Erhöhung der Geh-strecke gegenüber
Placebo betrug 45 m (p < 0,0001), 46 m (p < 0,0001) bzw. 50 m (p < 0,001) für Sildenafil
20 mg, 40 mg und 80 mg. Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Wirkung
zwischen den einzelnen Dosen von Sildenafil. Die Verbesserung der Gehstrecke war
bereits nach 4 Wochen Behandlung eindeutig feststellbar und konnte auch über 8 und 12
Wochen aufrechterhalten werden.
Bei allen Dosierungen von Sildenafil zeigten die Patienten eine statistisch signifikante
Reduktion des mittleren Pulmonalarteriendrucks (mPAP) im Vergleich zu denen mit
Placebo. Die für Placebo berichtigten Behandlungseffekte betrugen –2,7 mmHg (p = 0,04)
für dreimal täglich 20 mg Sildenafil. Es gab keinen Nachweis für einen Unterschied in der
Wirkung zwischen Sildenafil 20 mg und den höheren geprüften Dosierungen. Die mittlere
Veränderung für den pulmonalen Gefäßwiderstand (PVR) gegenüber dem Ausgangswert
betrug –122 dyn *s* cm-5 mit dreimal täglich 20 mg Sildenafil. Nach 12 Wochen mit 20 mg
Sildenafil war die prozentuale Senkung des PVR proportional größer (11,2 %) als die
Reduktion für den systemischen Gefäßwiderstand (7,2 %).
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Zusätzlich wurde eine Studie (randomisiert, placebokontrolliert, doppelblind) durchgeführt,
in der 212 Patienten mit Primärer PAH sowie 55 Patienten mit einer PAH in Verbindung
mit einer Bindegewebskrankheit behandelt wurden. Die Patienten waren auf intravenös
verabreichtes Epoprostenol (welches in Deutschland nicht zugelassen ist) eingestellt.
Die meisten Patienten entfielen zu Studienbeginn auf die WHO-Funktionsklassen II
(68/267; 26 %) und III (175/267; 66 %), weniger Patienten waren der Funktionsklasse I
(3/267; 1 %) oder IV (16/267; 6 %) zugeordnet und bei einigen Patienten (5/267; 2 %)
war die WHO-Funktionsklasse unbekannt.
Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit war die Veränderung der 6-MWD in Woche 16
gegenüber dem Ausgangswert. Mit Sildenafil zeigte sich im Vergleich zu Placebo eine
statistisch signifikante Erhöhung der 6-MWD. Die mittlere placebokorrigierte Verlängerung
der Gehstrecke unter Sildenafil betrug 26 m (95 % KI: 10,8 bis 41,2; p = 0,0009). Bei
Patienten mit einer Gehstrecke von ≥ 325 m zu Studienbeginn war der Behandlungs-
effekt 38,4 m zugunsten von Sildenafil; bei Patienten mit einer Gehstrecke von < 325 m
zu Studienbeginn war der Behandlungseffekt 2,3 m zugunsten von Placebo. Bei Patienten
mit Primärer PAH war der Behandlungseffekt 31,1 m im Vergleich zu 7,7 m bei Patienten
mit PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit.
Im Vergleich zu Placebo wurde bei den Patienten unter Sildenafil eine statistisch signi-
fikante Senkung des mittleren Pulmonalarteriendrucks (mPAP) erreicht. Dabei war
Sildenafil überlegen mit einer mittleren placebokorrigierten Senkung von –3,9 mmHg (95
% KI: -5,7 bis –2,1; p = 0,0003).
Dosierung: dreimal 20 mg p.o. täglich (= 3 x 1 Filmtablette)
Wirkstoff Arzneimittel Packungs-
größe
AVK (€) Tagestherapie-
kosten (€)
Jahrestherapie-
kosten (€)
1 2 3 4 5 6
Bosentan Tracleer 56 FT, 62,5
mg
® 3.289,89 € (2 * 62,5 mg):
117,50 €
42.887 €
56 FT, 125
mg
3.289,89 € (2 * 125 mg):
117,50 €
(2 * 250 mg):
235,00 €
42.887 - 85.775 €
56 3289,89 € (4 *32 mg= 55 225 €
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Tabl.z.Hers
t.e.Susp.z.
Einnehm.
32 mg
128 mg)
235,00 €
(8 *32 mg=
256 mg)
470,00 €
171 550 €
Iloprost Ventavis 30 Amp./ 1
ml
769,39 € (6-9 Ampullen):
153,90 – 230,80 €
56.173-84.260 €
168 Amp./
1ml
3.877,76 € (6-9 Ampullen):
138,48 – 207,72 €
50.545 - 75.818 €
300 Amp./
2 ml
10.173,14€ (6-9 Ampullen):
203,46 – 305,19 €
74.263- 111.394 €
Sildenafil Revatio 90 FT ® 880,65 € (3 * 20 mg):
29,36 €
10.716 €
Sitaxentan-
Natrium
Thelin 28 FT 3.289,89 € 117,50 € 42.887 €
gemäß Lauer-Taxe (Stand 18. März 2010)
Anforderungen an die Ärztin oder den Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Die Ärztin oder der Arzt für besondere Arzneimitteltherapie muss in der Behandlung der
pulmonal arteriellen Hypertonie erfahren sein. Dafür muss er
• mindestens 10 Patientinnen oder Patienten pro Jahr (im Vorjahr der Benennung)
behandelt haben und
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• jährlich mindestens 10 Zertifizierungspunkte an krankheitsspezifischen Fort-
bildungen dokumentieren.
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Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
1. Fristen für die Abstimmung
Erstmalige Verordnung Innerhalb von 5 Werktagen
Folgeverordnung Kontrolle des Therapieerfolges 8 bis 12 und 24 Wochen
nach Therapiebeginn; dann jährlich. Die Abstimmung erfolgt
dann innerhalb von 20 Werktagen
Notfälle Es handelt sich nicht um eine Notfallbehandlung
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2. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Erstantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Liegt das Einverständnis der Patientin oder des Patienten vor?
1) Welche Diagnose der PAH liegt vor und wie ist sie gesichert?
2) Seit wann besteht die PAH?
3) Welche Medikation wurde in den letzten Jahren für die PAH verordnet? Warum
wurde die Therapie geändert? Wurden schon Ambrisentan, Bosentan, Iloprost,
Sitaxentan oder Treprostinil verordnet? Für welchen Zeitraum wurden die Mittel in
welcher Dosis gegeben? Welche Therapieeffekte wurden erzielt?
4) Wie ist die derzeitige Medikation (bezüglich der PAH und weiteren Erkrankungen)?
5) Wie schwer ist die PAH ausgeprägt? (SvO2
6) Ist eine pharmakologische Testung mittels einer Rechtsherzkatheteruntersuchung
durchgeführt worden? Wie änderten sich die Werte?
, pulmonalarterielle Hämodynamik (z. B.
PAR, PAP), Echokardiographie, Klinik (z. B. 6-MWD))? (Anlage Befunde in Kopie)
7) In welcher Dosierung soll Sildenafil verordnet werden, allein oder in Kombination?
8) Welche weiteren Erkrankungen liegen vor?
9) Besteht derzeit eine Schwangerschaft?
10) Größe und Gewicht der Patientin oder des Patienten
11) Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
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3. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Weiterver-
ordnung/Folgeantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
a) Wie haben sich Klinik (z. B. 6-MWD), echokardiographische Befunde sowie
ggf. SvO2
b) Welche Medikamente in welcher Dosierung nimmt die Patientin oder der
Patient derzeit ein? (Therapieänderungen bitte begründen)
und pulmonalarterielle Hämodynamik (z. B. PAR/PAP) seit der
letzten Abstimmung entwickelt? (Anlage Befunde in Kopie)
c) Sind unerwünschte Wirkungen eingetreten? (welche, wann, Ausprägung)
d) Sind in der Zwischenzeit weitere Erkrankungen oder andere klinische Auf-
fälligkeiten aufgetreten? (welche, wann, Ausprägung)
e) Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
f) Wann erfolgte die erstmalige Verordnung?
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4. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie
[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Betreff Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag vom […]
Erstmalige Verordnung am […]
Folgeantrag vom […]
Die Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig und
wirtschaftlich. (positive Beurteilung)
Die Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln ist nicht zweckmäßig.
(negative Beurteilung)
Die Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig, aber nicht
wirtschaftlich. (negative Beurteilung; Angabe von wirtschaftlichen Therapiealter-
nativen in der Begründung)
Die Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln erfolgt nicht gemäß der
Fachinformation. Das Verfahren zur Verordnung besonderer Arzneimittel ist für die
Off-Label-Anwendung nicht vorgesehen.
Begründung:
Weitere Hinweise:
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letzte Änderung in Kraft getreten am: 20.05.2010
42
5. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie zur Übersendung
an die Krankenkasse der Patientin oder des Patienten
[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Sildenafil-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag
Folgeantrag
Positive Beurteilung
Negative Beurteilung
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Sitaxentan
(z. B. ThelinTM
Beschluss vom: 16. Oktober 2008/22. Januar 2009
(BAnz. 48, S. 1 147, vom 27. März 2009)
)
Anwendungsgebiet
Behandlung von Patienten mit Pulmonalarterienhypertonie der Funktionsklasse III der
Weltgesundheitsorganisation WHO zur Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit bei
• primärer pulmonaler Hypertonie
• pulmonaler Hypertonie mit assoziierter Bindegewebserkrankung.
Hinweise zu Patientengruppen und zur qualitätsgesicherten Anwendung
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) sind definiert als Patienten mit
pulmonaler Hypertonie mit deutlicher Einschränkung der körperlichen Aktivität. Keine Be-
schwerden in Ruhe. Bereits leichtere als normale Belastungen führen zu Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) weisen häufig eine eingeschränkte
rechtsventrikuläre Funktion auf. In der Literatur werden Messwerte wie beispielsweise
eine SvO2 < 60 % und eine PAR > 1000 dyn *s* cm-5
Es gibt keine Studien, die den Nutzen der Sitaxentan-Behandlung für das Überleben auf-
zeigen.
angegeben. Entscheidend ist der
klinische Gesamteindruck.
Zum Nachweis der Wirksamkeit wurden zwei randomisierte, multizentrische, doppelt
verblindete, placebokontrollierte Studien durchgeführt. STRIDE-1, mit 178 Patienten, ver-
glich über 12 Behandlungswochen hinweg 2 orale Thelin-Dosen (100 mg einmal täglich
und 300 mg einmal täglich) mit einem Placebo. Die 18-wöchige Studie STRIDE-2, mit 246
Patienten, umfasste 4 Therapiearme: Placebo einmal täglich, Sitaxentan 50 mg einmal
täglich, Thelin 100 mg einmal täglich und Open-Label-Bosentan zweimal täglich (einzel-
blinde [rater-blinded] Wirksamkeitsstudie mit Verabreichung gemäß dem zugelassenen
Beipackzettel).
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Die Patienten litten an mäßig schwerer bis schwerer PAH (WHO-/NYHA-Funktionsklassen
II-IV) aufgrund idiopathischer PAH (IPAH, auch als primäre pulmonale Hypertonie be-
zeichnet), Bindegewebserkrankungen (CTD) oder angeborenen Herzerkrankungen
(CHD).
Bei beiden Studien führte die Sitaxentan-Behandlung zu einer signifikanten Steigerung
der körperlichen Belastbarkeit. Die placebokorrigierten Steigerungen der Gehstrecke im
Vergleich zur Grundlinie betrugen 35 m (p = 0,006; ANCOVA) bzw. 31 m (p < 0,05;
ANCOVA).
Bei der Sitaxentan-Behandlung war eine Reduzierung der Symptome der PAH zu be-
obachten. Bei der STRIDE-1-Studie wurden 59 (33 %) der 178 Patienten bei Studien-
beginn der NYHA-Funktionsklasse II (mittlere 6-MWD von 451 m) und 117 (66 %) der
Funktionsklasse III (mittlere 6-MWD von 372 m) zugeordnet. Die Behandlung mit
Sitaxentan führte bei 25 % der Patienten zu einer Netto-Verbesserung der NYHA-
Funktionsklasse (Placebo 8 %; p < 0,05). Bei der STRIDE-2-Studie wurden 93 (38 %) der
246 Patienten bei Studienbeginn der NYHA-Funktionsklasse II (mittlere 6-MWD von 370
m) und 144 (59 %) der Funktionsklasse III (mittlere 6-MWD von 322 m) zugeordnet. Die
Behandlung mit Sitaxentan führte bei 12 % der Patienten zu einer Netto-Verbesserung
der WHO-Funktionsklasse (Placebo –3 %; p < 0,05).
Im Rahmen von STRIDE-1 wurden hämodynamische Parameter untersucht. Im Vergleich
zur Placebobehandlung bewirkte Sitaxentan nach 12 Behandlungswochen eine Ver-
besserung (p < 0,05) des Herzindex um +0,3 L/min/m² (13 %), des pulmonalen Gefäß-
widerstands um –221 dyn *s* cm-5 (22 %) und des systemischen Gefäßwiderstandes um –
276 dyn *s* cm-5
In der Fachinformation wird ausgeführt, dass bei einigen Patienten, die bis zur 12. Woche
nicht auf die Sitaxentan-Behandlung angesprochen hatten, bis zur 24. Woche ein An-
sprechen auf die Therapie beobachtet werden konnte.
(16 %). Die Senkung des mittleren Pulmonalarteriendrucks um 3 mmHg
(6 %) war statistisch nicht signifikant.
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Dosierung: einmal 100 mg p.o. täglich (= 1 x 1 Filmtablette)
Wirkstoff Arzneimittel Packungs-
größe
AVK (€) Tagestherapie-
kosten (€)
Jahrestherapie-
kosten (€)
1 2 3 4 5 6
Bosentan Tracleer 56 FT, 62,5
mg
® 3.289,89 € (2 * 62,5 mg):
117,50 €
42.887 €
56 FT, 125
mg
3.289,89 € (2 * 125 mg):
117,50 €
(2 * 250 mg):
235,00 €
42.887 - 85.775 €
Iloprost Ventavis 30 Amp./ 1
ml
769,39 € (6-9 Ampullen):
153,90 – 230,80 €
56.173-84.260 €
168 Amp./
1ml
3.877,76 € (6-9 Ampullen):
138,48 – 207,72 €
50.545 - 75.818 €
300 Amp./
2 ml
10.173,14€ (6-9 Ampullen):
203,46 – 305,19 €
74.263- 111.394 €
Sildenafil Revatio 90 FT ® 880,65 € (3 * 20 mg):
29,36 €
10.716 €
Sitaxentan-
Natrium
Thelin 28 FT 3.289,89 € 117,50 € 42.887 €
gemäß Lauer-Taxe (Stand 15. Dezember 2008)
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Anforderungen an die Ärztin oder den Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Die Ärztin oder der Arzt für besondere Arzneimitteltherapie muss in der Behandlung der
pulmonal arteriellen Hypertonie erfahren sein. Dafür muss er
• mindestens 10 Patientinnen oder Patienten pro Jahr (im Vorjahr der Benennung)
behandelt haben und
• jährlich mindestens 10 Zertifizierungspunkte an krankheitsspezifischen Fort-
bildungen dokumentieren.
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letzte Änderung in Kraft getreten am: 20.05.2010
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Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
1. Fristen für die Abstimmung
Erstmalige Verordnung Innerhalb von 5 Werktagen
Folgeverordnung Kontrolle des Therapieerfolges 8 bis 12 und 24 Wochen
nach Therapiebeginn; dann jährlich. Die Abstimmung erfolgt
dann innerhalb von 20 Werktagen
Notfälle Es handelt sich nicht um eine Notfallbehandlung
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2. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer Ärztin oder
einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Erstantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Liegt das Einverständnis der Patientin oder des Patienten vor?
1. Welche Diagnose der PAH liegt vor und wie ist sie gesichert?
2. Seit wann besteht die PAH?
3. Welche Medikation wurde in den letzten Jahren für die PAH verordnet? Warum
wurde die Therapie geändert? Wurden schon Ambrisentan, Bosentan, Iloprost,
Sildenafil oder Treprostinil verordnet? Für welchen Zeitraum wurden die Mittel in
welcher Dosis gegeben? Welche Therapieeffekte wurden erzielt?
4. Wie ist die derzeitige Medikation (bezüglich der PAH und weiteren Erkrankungen)?
5. Wie schwer ist die PAH ausgeprägt? (SvO2
6. Ist eine pharmakologische Testung mittels einer Rechtsherzkatheterunter-suchung
durchgeführt worden? Wie änderten sich die Werte?
, pulmonalarterielle Hämodynamik (z. B.
PAR, PAP), Echokardiographie, Klinik (z. B. 6-MWD)) (Anlage Befunde in Kopie)
7. In welcher Dosierung soll Sitaxentan verordnet werden, allein oder in Kombination?
8. Welche weiteren Erkrankungen liegen vor?
9. Besteht derzeit eine Schwangerschaft?
10. Größe und Gewicht der Patientin oder des Patienten
11. Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
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3. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer Ärztin
oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Weiterverordnung/Folgeantrag)
[Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
a) Wie haben sich Klinik (z. B. 6-MWD), echokardiographische Befunde sowie
ggf. SvO2
b) Welche Medikamente in welcher Dosierung nimmt die Patientin oder der
Patient derzeit ein? (Therapieänderungen bitte begründen)
und pulmonalarterielle Hämodynamik (z. B. PAR/PAP) seit der
letzten Abstimmung entwickelt? (Anlagen der Befunde in Kopie beilegen)
c) Sind unerwünschte Wirkungen eingetreten? (welche, wann, Ausprägung)
d) Sind in der Zwischenzeit weitere Erkrankungen oder andere klinische Auf-
fälligkeiten aufgetreten? (welche, wann, Ausprägung)?
e) Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
f) Wann erfolgte die erstmalige Verordnung?
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4. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie
[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Betreff: Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag vom […]
Erstmalige Verordnung am […]
Folgeantrag
Die Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig und
wirtschaftlich (positive Beurteilung)
Die Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln ist nicht zweckmäßig.
(negative Beurteilung)
Die Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig, aber
nicht wirtschaftlich (negative Beurteilung); Angabe von wirtschaftlichen Therapie-
alternativen in der Begründung
Die Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln erfolgt nicht gemäß der
Fachinformation. Das Verfahren zur Verordnung besonderer Arzneimittel ist für die
Off-Label-Anwendung nicht vorgesehen.
Begründung:
Weitere Hinweise: Dies
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5. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie zur Über-
sendung an die Krankenkasse der Patientin oder des Patienten
[Datum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Sitaxentan-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag
Folgeantrag
Positive Beurteilung
Negative Beurteilung
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Treprostinil
(z. B. Remodulin)
Beschluss vom: 19. Februar 2009
(BAnz. 90, S. 2 180, vom 24. Juni 2009)
Anwendungsgebiet
Treprostinil ist zur Behandlung von primärer pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) zur
Verbesserung der Belastbarkeit und zur Milderung der Krankheitssymptome bei Patienten
mit NYHA (New York Heart Association) -Klasse III zugelassen.
Hinweise zu Patientengruppen und zur qualitätsgesicherten Anwendung
Patienten der NYHA bzw. WHO-Funktionsklasse III (schwer) sind definiert als Patienten
mit pulmonaler Hypertonie mit deutlicher Einschränkung der körperlichen Aktivität; keine
Beschwerden in Ruhe. Bereits leichtere als normale Belastungen führen zu Dyspnoe oder
Müdigkeit, thorakalen Schmerzen oder Schwächeanfällen.
Patienten der WHO-Funktionsklasse III (schwer) weisen häufig eine eingeschränkte
rechtsventrikuläre Funktion auf. In der Literatur werden Messwerte wie beispielsweise
eine SvO2 < 60 % und eine PAR > 1000 dyn *s* cm-5
Treprostinil wird mittels subkutaner Dauerinfusion angewendet. Ein abrupter Therapie-
abbruch oder eine plötzliche signifikante Verringerung der Dosis kann einen Rebound der
PAH verursachen.
angegeben. Entscheidend ist der
klinische Gesamteindruck.
Die am primären Endpunkt erkennbare Auswirkung (d. h. Änderung der 6-Minuten-
Gehstrecke (6-MWD) nach 12 Wochen Behandlung) war geringer als diejenige, die bei
bisherigen Kontrollen mit Bosentan, Iloprost und Epoprostenol festgestellt wurden. Es
stehen keine klinischen Daten von klinischen Studien zur Verfügung, die mit einem
aktiven Komparator bei Patienten mit PAH durchgeführt wurden.
Patienten mit Leberbeeinträchtigung sind aufgrund der erhöhten Gefahr einer
systemischen Exposition, welche die Toleranz absenken und zu einem Anstieg der
dosisabhängigen Nebenwirkungen führen kann, mit Vorsicht zu behandeln. Die initiale
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Treprostinil-Dosis sollte auf 0,625 ng/kg/min reduziert werden und die inkrementelle Er-
höhung der Dosis sollte vorsichtig erfolgen.
Es existieren keine Behandlungsempfehlungen für Patienten mit Nierenbeein-
trächtigungen. Um Gesundheitsschäden durch den möglichen Anstieg der systemischen
Exposition zu vermeiden, sollten Patienten mit Nierenbeeinträchtigung vorsichtig be-
handelt werden.
Bei Patienten mit Adipositas (Gewicht ≥ 30% über dem Idealgewicht) sollten die initiale
Dosis und die darauf folgenden Dosiszunahmen auf dem Idealgewicht basieren.
Bei älteren Patienten muss die Dosis vorsichtig ausgewählt werden und die höhere In-
zidenz einer reduzierten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion, einer begleitenden Krankheit
oder zusätzlichen Arzneimitteltherapie berücksichtigt werden.
Es gibt nur wenige Daten über Patienten unter 18 Jahren. Aus den zur Verfügung
stehenden klinischen Studien geht nicht hervor, ob die Wirksamkeit und Sicherheit der
empfohlenen Dosierung für Erwachsene auch auf Kinder und Jugendliche übertragen
werden kann.
Treprostinil ist nur zur subkutanen Anwendung in Form einer Dauerinfusion zugelassen.
Bei Erwachsenen beträgt die empfohlene initiale Infusionsrate 1,25 ng/kg/min, bei
schlechter Verträglichkeit dieser Dosis sollte die Infusionsrate auf 0,625 ng/kg/min ge-
senkt werden. Die Infusionsrate sollte in den ersten 4 Wochen der Behandlung schritt-
weise um 1,25 ng/kg/min/Woche gesteigert werden, dann um 2,5 ng/kg/min/Woche. Die
Wirksamkeit bei den 12-wöchigen Hauptstudien wurde nur aufrechterhalten, wenn die
Dosis durchschnittlich 3 – 4 mal/Monat erhöht wurde.
In den Nachuntersuchungsphasen der klinischen Studien betrugen die nach 12 Monaten
erreichten mittleren Dosen 26 ng/kg/min, nach 24 Monaten 36 ng/kg/min und nach 48
Monaten 42 ng/kg/min.
Die klinische Wirksamkeit von Treprostinil, das Patienten mit stabiler PAH mittels sub-
kutaner Dauerinfusion gegeben wurde, wurde in zwei randomisierten, doppelblinden,
placebokontrollierten klinischen Phase-III-Studien gezeigt. An den zwei Studien nahmen
insgesamt 469 Erwachsene teil: 270 stellten sich mit primärer pulmonaler Hypertonie vor
(Treprostinil-Gruppe = 134 Patienten; Placebogruppe = 136 Patienten), 90 Patienten mit
PAH verbunden mit Bindegewebserkrankungen (vorwiegend Sklerodermie) (Treprostinil-
Gruppe = 41 Patienten; Placebogruppe = 49 Patienten) und 109 Patienten mit PAH ver-
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bunden mit angeborener Kardiopathie mit Links-Rechts-Shunt (Treprostinil = 58
Patienten; Placebo = 51 Patienten). Zu Beginn betrug die mittlere 6-MWD 327 Meter ± 5
in der Treprostinil-Gruppe und 326 Meter ± 6 bei der Placebogruppe.
Nach 12 Wochen Behandlung betrug die mittlere Veränderung bei der 6-MWD, berechnet
anhand der gesamten Population aus beiden Studien, -2 Meter ± 6,61 Meter in der
Treprostinil-Gruppe und –21,8 Meter ± 6,18 Meter in der Placebogruppe. Diese Werte
gaben eine mittlere Behandlungswirkung wieder, die für die gesamte Population aus
beiden Studien mittels der 6-MWD von 19,7 Meter (p = 0,0064) gegenüber Placebo aus-
gewertet wurde.
Bei der Analyse der Subgruppen zeigte sich bei der 6-MWD in der Untergruppe der
Patienten mit primärer PAH (p = 0,043), nicht aber in der Untergruppe der Patienten mit
PAH bei Sklerodermie oder angeborener Kardiopathie, eine statistisch signifikante Be-
handlungswirkung von Treprostinil verglichen mit Placebo.
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Wirkstoff Arzneimittel Packungs-
größe
AVK Tagestherapie-
kosten
Jahrestherapie-
kosten
Ambrisen-
tan
Volibris® 30 FT,
5 mg
3.524,88 € (1 * 5 mg): 117,50 € 42.886,00 €
30 FT,
10 mg
3.524,88 € (1 * 10 mg): 117,50 € 42.886,00 €
Bosentan Tracleer 56 FT, 62,5
mg
® 3.289,89 € (2 * 62,5 mg): 117,50 € 42.887,50 €
56 FT, 125
mg
3.289,89 € (2 * 125 mg): 117,50 €
(2 * 250 mg): 235,00 €
(2 * 125 mg):
42.887,50 €
(2 * 250 mg):
85.775,00 €
Iloprost Ventavis 30 Amp. 769,39 € (6-9 Ampullen): 153,90
– 230,80 €
56.173,50 -
84.242,00 €
168 Amp. 3.877,76 € (6-9 Ampullen): 138,50
– 207,70 €
50.552,50 -
75.810,50 €
300 Amp. 10.173,14€ (6-9 Ampullen): 203,50
– 305,20 €
74.277,50 -
111.398,00 €
Sildenafil Revatio 90 FT ® 880,65 € (3 * 20 mg): 29,36 € 10.716,40 €
Sitaxentan-
Natrium
Thelin 28 FT 3.289,89 € 117,50 € 42.887,50 €
Treprostinil Remodulin 20 ml
Infusions-
lösung 1,0
mg/ml
4.509,37 € 0,126 mg-(im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
28,41 €-954,41 €
10.369,65 €-
348.359,65 €
20 ml
Infusions-
lösung 2,5
mg/ml
7.844,00 € 0,126 mg-(im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
19,77 €-664,07 €
7.216,05 €-
242.385,55 €
20 ml
Infusions-
lösung 5,0
mg/ml
11.891,79
€
0,126 mg-(im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
14,98 €-503,39 €
5.467,70 €-
183.737,35 €
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20 ml
Infusions-
lösung 10,0
mg/ml
22.226,43
€
0,126 mg-(im Mittel!)
4,233 mg (70 kg
Körpergewicht):
14,00 €-470,41 €
5.110,00 €-
171.699,65 €
Gemäß Lauer-Taxe (Stand 15. Mai 2009)
Anforderungen an die Ärztin oder den Arzt für besondere Arznei-mitteltherapie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt
Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Schwerpunkt
Kardiologie
• Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Die Ärztin oder der Arzt für besondere Arzneimitteltherapie muss in der Behandlung der
pulmonal arteriellen Hypertonie erfahren sein. Dafür muss er
• mindestens 10 Patientinnen oder Patienten pro Jahr (im Vorjahr der Benennung)
behandelt haben und
• jährlich mindestens 10 Zertifizierungs-Punkte an krankheitsspezifischen Fort-
bildungen dokumentieren.
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Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie
1. Fristen für die Abstimmung
Erstmalige Verordnung Innerhalb von 5 Werktagen
Folgeverordnung Kontrolle des Therapieerfolges 8 bis 12 und 24 Wochen
nach Therapiebeginn; dann jährlich. Die Abstimmung erfolgt
dann innerhalb von 20 Werktagen
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2. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Erstantrag)
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie] [Datum]
Betreff Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
Liegt das Einverständnis der Patientin oder des Patienten vor?
1. Welche Diagnose der PAH liegt vor und wie ist sie gesichert?
2. Seit wann besteht die PAH?
3. Welche Medikation wurde in den letzten Jahren für die PAH verordnet? Warum wurde die
Therapie geändert? Wurden schon Ambrisentan, Bosentan, Iloprost, Sildenafil oder
Sitaxentan verordnet? Für welchen Zeitraum wurden die Mittel in welcher Dosis gegeben?
Welche Therapieeffekte wurden erzielt?
4. Wie ist die derzeitige Medikation (bezüglich der PAH und weiteren Erkrankungen)?
5. Wie schwer ist die PAH ausgeprägt? (SvO2
6. Ist eine pharmakologische Testung mittels einer Rechtsherzkathetheruntersuchung durch-
geführt worden? Wie änderten sich die Werte?
, pulmonalarterielle Hämodynamik (z.B. PAR,
PAP), Echokardiographie, Klinik (z.B. 6-MWD))
7. In welcher Dosierung soll Treprostinil verordnet werden, allein oder in Kombination?
8. Welche weiteren Erkrankungen liegen vor?
9. Besteht derzeit eine Schwangerschaft?
10. Größe und Gewicht der Patientin oder des Patienten.
11. Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
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3. Abstimmung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes mit einer
Ärztin oder einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie (Weiterver-
ordnung/Folgeantrag)
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie] [ Datum]
Betreff Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt]
a) Wie haben sich Klinik (z.B. 6-MWD), echokardiographische Befunde sowie ggf. SvO2
b) Welche Medikamente in welcher Dosierung nimmt die Patientin oder der Patient der-
zeit ein? (Therapieänderungen bitte begründen)
und pulmonalarterielle Hämodynamik (z.B. PAR, PAP) seit der letzten Abstimmung
entwickelt? (Befunde in Kopie beilegen)
c) Sind unerwünschte Wirkungen eingetreten? (welche, wann, Ausprägung)
d) Sind in der Zwischenzeit weitere Erkrankungen oder andere klinische Auffälligkeiten
aufgetreten? (welche, wann, Ausprägung)
e) Ist die Patientin oder der Patient zur Lungentransplantation vorgesehen?
f) Wann erfolgte die erstmalige Verordnung?
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4. Antwort der Ärztin oder des Arztes für besondere Arzneimitteltherapie
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt] [Datum]
Betreff Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimitteln
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Anschrift]
[Geschlecht]
[Geburtsdatum]
Erstantrag vom […]
Erstmalige Verordnung am […]
Folgeantrag vom […]
Die Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig und
wirtschaftlich. (positive Beurteilung)
Die Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimitteln ist nicht zweck-mäßig.
(negative Beurteilung)
Die Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimitteln ist zweckmäßig, aber
nicht wirtschaftlich. (negative Beurteilung; Angabe von wirtschaftlichen Therapie-
alternativen in der Begründung)
Die Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimitteln erfolgt nicht gemäß der
Fachinformation. Das Verfahren zur Verordnung besonderer Arzneimittel ist für die
Off-Label-Anwendung nicht vorgesehen.
Begründung:
Hinweise:
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sendung an die Krankenkasse der Patientin oder des Patienten
Anschrift [Behandelnde Ärztin oder behandelnder Arzt] [Datum]
Anschrift [Ärztin oder Arzt für besondere Arzneimitteltherapie]
Betreff Verordnung von Treprostinil-haltigen Arzneimittel
Patientin oder Patient [Vor- und Nachname]
[Geschlecht]
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Erstantrag
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Abkürzungen
6-MWD 6-Minuten-Gehstrecke
ALT Alanin-Aminotransferase
Amp Ampulle
AVK Apothekenverkaufspreis
CHD congenital heart disease
KI Konfidenzintervall
CTD connective tissue disease
EMEA European Medicines Agency
ERA Endothelin-Rezeptor-An
FT Filmtablette
Inf.-Lsg. Infusionslösung
IPAH idiopathische pulmonalarterielle Hypertonie
mPAP mittlerer pulmonalarterieller Druck
NYHA New York Heart Association
PAH Pulmonalarterielle Hypertonie
PAR Pulmonalarterieller Widerstand
PAP Pulmonalarterieller Druck
p.o. oral
SvO2
ULU Upper limit of Normal = obere Normgrenze
venöse Sauerstoffsättigung
WHO Weltgesundheitsorganisation
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Ambrisentan
Bosentan
Iloprost zur Inhalation
Sildenafil
Sitaxentan
Treprostinil
Abkürzungen
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Datei
PD