Pressemitteilung
Nr. 20 vom 19. Juni 2026
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Finanzentwicklung der GKV im 1. Quartal 2026
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind in den ersten drei
Monaten des laufenden Jahres mit rund 7,6 Prozent deutlich stärker als die
Beitragseinnahmen (ohne Zusatzbeiträge) mit rund 4,1 Prozent gestiegen.
Das führt weiterhin zu einem hohen Druck auf die Beitragssätze. Zwar
haben die 93 gesetzlichen Krankenkassen im 1. Quartal 2026 einen
Überschuss in Höhe von 1,3 Milliarden Euro erzielt. Dieser Überschuss ist
jedoch Ergebnis der Beitragssatzanhebungen zum Jahresbeginn und dient
vorrangig der Auffüllung der Finanzreserven der Krankenkassen auf das
gesetzliche Mindestniveau. Die Finanzreserven der Krankenkassen
betrugen zum Quartalsende rund 6,18 Milliarden Euro. Dies entspricht
rund 0,2 Monatsausgaben und liegt damit – im Durchschnitt über alle
Kassen – erstmals seit dem 3. Quartal 2024 wieder auf Höhe der gesetzlich
vorgesehenen Mindestreserve.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken: „Die Finanzergebnisse für
das 1. Quartal unterstreichen die extrem angespannte Lage in der
gesetzlichen Krankenversicherung. Die Ausgaben steigen nahezu doppelt so
stark wie die Einnahmen. Diese vom Schätzerkreis unerwartet
ungebrochene Ausgabenentwicklung führt nochmal zu einer höheren
Finanzierungslücke im kommenden Jahr von insgesamt 19 Milliarden Euro.
Um Beitragssteigerungen auszuschließen, muss das Entlastungsvolumen
des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes um weitere 2,5 Milliarden Euro
erhöht werden. Das sollte gemeinsames Ziel im parlamentarischen
Verfahren sein. Bei diesem Finanzvolumen ist es unvermeidbar, dass alle
Leistungsbereiche einen Beitrag leisten. Der Reformdruck ist gewaltig, doch
bietet er auch die Chance, unser Gesundheitssystem zukunftsfest und
nachhaltig finanzierbar aufzustellen.“
Den Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von
94,4 Milliarden Euro standen im 1. Quartal 2026 Ausgaben in Höhe von
93,1 Milliarden Euro gegenüber. Die Ausgaben für Leistungen und
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Verwaltungskosten verzeichneten bei einer gleichbleibenden Anzahl von
Versicherten einen Zuwachs von 7,7 Prozent. Der durchschnittlich von den
Krankenkassen erhobene Zusatzbeitragssatz entsprach Ende März
3,13 Prozent und lag damit oberhalb des Ende Oktober 2025 für das Jahr
2026 bekanntgegebenen durchschnittlichen ausgabendeckenden
Zusatzbeitragssatzes von 2,9 Prozent. Ursächlich hierfür ist, dass viele
Krankenkassen auch weiterhin gezwungen sind, einen höheren
Zusatzbeitragssatz zu erheben, als zur Deckung der laufenden Ausgaben
nötig ist, um so ihre in den Jahren 2024 und 2025 aufgrund der unerwartet
hohen Ausgabendynamik stark gesunkenen Finanzreserven auf das
gesetzlich vorgeschriebene Mindestniveau aufzufüllen.
Ergebnis des Gesundheitsfonds
Der Gesundheitsfonds, der zum Stichtag 15. Januar 2026 über eine
Liquiditätsreserve von rund 7,1 Milliarden Euro verfügte, verzeichnete im
ersten Quartal 2026 ein Defizit von 3,0 Milliarden Euro. Der größere Teil
dieses Defizits ist saisonüblich: So fließen die Ausgaben des
Gesundheitsfonds als monatliche Zuweisungen in konstanter Höhe an die
Krankenkassen, während die Einnahmen unterjährig erheblich schwanken
und insbesondere im 4. Quartal aufgrund der Verbeitragung von
Jahressonderzahlungen wie dem Weihnachtsgeld höher ausfallen. Die
Beitragseinnahmen (ohne Zusatzbeiträge) stiegen im Vergleich zum Vorjahr
um 4,1 Prozent.
Entwicklungen bei den Ausgaben
Die Krankenkassen verzeichneten im 1. Quartal 2026 einen weiterhin
äußerst dynamischen Anstieg der Leistungsausgaben und
Verwaltungskosten von 7,7 Prozent. Die Leistungsausgaben stiegen dabei
um 8,0 Prozent und damit ähnlich stark wie im Vorjahr und weiterhin
deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Die Verwaltungskosten
stagnierten auf dem Vorjahresniveau. In absoluten Zahlen stiegen die
Leistungsausgaben der Krankenkassen um 6,6 Milliarden Euro, und die
Verwaltungskosten verminderten sich um eine Million Euro.
Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen sind im 1. Quartal um
9,3 Prozent bzw. 2,5 Milliarden Euro gestiegen und stellen damit den
maßgeblichen Treiber der hohen Ausgabendynamik dar. Der prozentuale
Zuwachs liegt mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der jährlichen
Zuwächse im Zeitraum 2013-2024 und nochmals leicht über der Dynamik
im bisherigen Rekordjahr 2025. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die
Krankenhäuser im Zeitraum von November 2025 bis Oktober 2026 von
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Rechnungszuschlägen zur Finanzierung der Soforttransformationskosten
in Höhe von 3,25% des Rechnungsbetrags profitieren. Zum Ausgleich der
entstehenden Kosten stellt der Bund dem Gesundheitsfonds insgesamt
4 Milliarden Euro in Form zusätzlicher Bundesmittel bereit. Im 1. Quartal
2026 wurden 789 Millionen Euro an die Krankenhäuser ausgezahlt,
während im vergangenen Jahr bereits rund 483 Millionen Euro an die
Krankenhäuser gezahlt wurden. Doch auch bereinigt um diesen Effekt und
trotz der mit dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung
in der Pflege Ende vergangenen Jahres verabschiedeten Begrenzung der
Anstiege der Landesbasisfallwerte sowie der Budgets psychiatrischer und
psychosomatischer Krankenhäuser liegt das Wachstum im
Krankenhausbereich mit bereinigt 6,4 Prozent gegenüber dem ersten
Quartal 2025 deutlich oberhalb des langjährigen Mittels und deutlich
oberhalb der Zuwächse bei den beitragspflichtigen Einnahmen. Damit setzt
sich die strukturell beschleunigte Ausgabendynamik auch 2026 fort. Lag der
durchschnittliche Ausgabenzuwachs im Zeitraum 2013 bis 2022 bei rund
3,5 Prozent pro Jahr, wuchsen die Ausgaben in den folgenden Jahren im
Schnitt um 8,2 Prozent pro Jahr.
Die Aufwendungen für die Versorgung mit Arzneimitteln stiegen um
6,4 Prozent bzw. 0,9 Milliarden Euro und damit etwas stärker als im
Gesamtjahr 2025 (+5,7 Prozent). Auch in diesem Bereich liegt die
Ausgabendynamik damit deutlich oberhalb der Zuwächse bei den
beitragspflichtigen Einnahmen sowie oberhalb der durchschnittlichen
jährlichen Zuwächse im Zeitraum 2013 bis 2024. Innerhalb der Arzneimittel
verzeichnen die Aufwendungen für Arzneimittel im Rahmen der
ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung deutlich
überdurchschnittliche Zuwächse (+29,6 Prozent bzw. +242 Millionen Euro).
Auch die Ausgaben für ambulant-ärztliche Behandlungen, welche in den
ersten drei Monaten des Jahres 2026 um 7,3 Prozent bzw. 1,0 Milliarde Euro
wuchsen, zeigen eine gegenüber dem Vorjahresverlauf ungebrochen hohe
Dynamik weit oberhalb des langjährigen Durchschnitts. Für die weiterhin
hohe Rate sind neben dem Anstieg des bundeseinheitlichen
Orientierungspunktwerts um 2,80 Prozent und den Vergütungen und
Zuschlägen für Vermittlungsfälle (sog. TSVG-Konstellationen) auch
Sondervergütungen (z.B. für die Befüllung der elektronischen
Patientenakte) verantwortlich. Auch die Aufwendungen für die ambulante
spezialfachärztliche Behandlung (+18 Prozent bzw. +29 Millionen Euro),
und die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (+17 Prozent bzw.
+38 Millionen Euro) sowie die Versorgung im Rahmen der
hausarztzentrierten Versorgung (+16 Prozent bzw. +94 Millionen Euro)
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zeigten ein deutlich überdurchschnittliches Wachstum. Bei der
Interpretation der Aufwüchse ist zu berücksichtigen, dass die Buchungen
im ärztlichen Bereich stets auch von Schätzungen geprägt sind, da
insbesondere für das 1. Quartal Abrechnungsdaten nur in sehr geringem
Umfang vorliegen.
Wie bereits in der Vergangenheit weist der personalintensive Bereich der
medizinischen Behandlungspflege erneut ein stark überdurchschnittliches
Wachstum von 11,2 Prozent (bzw. 0,3 Milliarden Euro) auf. Bereits seit 2013
ist dieser Bereich in jedem Jahr stärker als die GKV-Gesamtausgaben sowie
stärker als die beitragspflichtigen Einnahmen gewachsen.
Mit Ausnahme der Jahre 2017 und 2020 gilt dies auch für den Bereich
Heilmittel, der im 1. Quartal 2026 erneut ein weit überdurchschnittliches
Wachstum von 10,2 Prozent bzw. 357 Mio. Euro verzeichnet. Hierbei
steigen insbesondere die Aufwendungen für die Heilmittelversorgung mit
erweiterter Versorgungsverantwortung der Heilmittelerbringer (sog.
„Blankoverordnung“) in der Ergotherapie und Physiotherapie kräftig um
256 Millionen Euro, wenngleich hierbei zu beachten ist, dass ein Teil des
Aufwuchses in diesem Teilbereich eine Verlagerung aus der bisherigen
Heilmittelversorgung in diese neue Versorgungsform darstellt.
Die Ausgaben für Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen, die nach den
pandemiebedingten Einbrüchen des Jahres 2020 im Schnitt um rund
10,4 Prozent pro Jahr wuchsen, entwickelten sich mit einer Steigerung von
9,0 Prozent bzw. 111 Millionen Euro ungebrochen dynamisch fort. Damit
lag das prozentuale Wachstum in diesem Bereich im 1. Quartal rund
dreimal so hoch wie im Schnitt der Jahre 2013 bis 2019.
Auch die Aufwendungen für Fahrkosten verzeichnen mit 9,2 Prozent
(237 Millionen Euro) eine hohe Wachstumsrate. Innerhalb des Bereichs
weisen vor allem die Aufwendungen für Fahrten mit Rettungswagen
(+9,9 Prozent bzw. +127 Millionen Euro) sowie die Aufwendungen für
Flugrettungen (+13,1 Prozent bzw. +9 Millionen Euro) hohe
Wachstumsraten auf.
Auch die meisten anderen größeren Ausgabenbereiche wie
Schutzimpfungen (+9,7 Prozent bzw. +80 Millionen Euro), Krankengeld
(+6,8 Prozent bzw. +374 Millionen Euro), Zahnärztliche Behandlungen ohne
Zahnersatz (+5,9 Prozent bzw. +221 Millionen Euro), Früherkennungs-
maßnahmen (+5,6 Prozent bzw. +45 Millionen Euro) und Hilfsmittel (+4,6
Prozent bzw. +138 Millionen Euro) weisen Zuwachsraten auf, die oberhalb
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der Zuwächse bei den beitragspflichtigen Einnahmen liegen. Damit liegt die
Ausgabendynamik in der Breite der GKV-Ausgabenbereiche seit einigen
Jahren weit oberhalb dessen, was durch die gesamtwirtschaftliche Dynamik
bei Löhnen, Gehältern und Renten der GKV-Mitglieder erwirtschaftet
werden kann.
Die Verwaltungskosten der Krankenkassen entwickeln sich sowohl im
Teilbereich der sächlichen Verwaltungskosten (-1,9 Prozent bzw.
- 24 Millionen Euro) als auch der persönlichen Verwaltungskosten
(+3,3 Prozent bzw. +92 Millionen Euro) wesentlich moderater als die
Leistungsausgaben. Mit einem Zuwachs von durchschnittlich 2,5 Prozent
pro Jahr seit 2013 liegen die Zuwächse bei den Verwaltungskosten in der
Regel deutlich unterhalb der Zuwächse bei den beitragspflichtigen
Einnahmen (durchschnittlicher Zuwachs von 4,2 Prozent pro Jahr), so dass
die Verwaltungsausgaben nicht zum Aufwachsen der strukturellen Lücke
zwischen Ausgaben- und Einnahmenwachstum in der gesetzlichen
Krankenversicherung beitragen.
Weitere Entwicklung
Bei der Interpretation der Daten des 1. Quartals ist grundsätzlich zu
berücksichtigen, dass die Ausgaben in vielen Leistungsbereichen,
insbesondere bei Ärzten und Zahnärzten, von Schätzungen geprägt sind, da
Abrechnungsdaten häufig noch nicht oder nur teilweise vorliegen. Daher
sind die Rechnungsergebnisse des 1. Quartals noch mit Vorsicht zu
interpretieren. Die Finanzergebnisse für das 1. Halbjahr 2026 werden Ende
August vorliegen.
Anlage 1
Finanzielle Entwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung einschließlich der landwirtschaftlichen
Krankenkasse1 im 1. Quartal 2026
Ausgaben der Krankenkassen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent – Veränderungsraten
Leistungsbereich
GKV
absolut
GKV
je
Vers.
AOK
je Vers
BKK
je Vers
IKK
je Vers
KBS
je Vers
EK
je Vers.
LKV
je Vers.
Ärztliche Behandlung2 7,3 7,3 7,3 7,4 8,9 10,8 6,9 8,4
Behandlung durch Zahnärzte ohne Zahnersatz 5,9 6,0 5,2 6,6 5,6 5,3 6,2 10,3
Zahnersatz 1,1 1,2 -0,6 2,9 3,3 10,6 1,4 3,9
Arznei- und Verbandmittel 6,4 6,4 6,9 7,5 7,8 11,0 5,5 -0,0
Hilfsmittel 4,6 4,6 5,0 4,9 5,5 9,3 4,0 4,3
Heilmittel 10,2 10,2 9,0 12,4 13,6 17,7 9,6 16,7
Krankenhausbehandlung3 9,3 9,4 8,9 10,8 11,9 13,3 9,2 8,2
Krankengeld 6,8 6,8 6,7 8,0 6,7 5,5 6,5 -5,8
Fahrkosten 9,2 9,3 9,4 12,2 14,5 12,2 7,5 14,9
Vorsorge- u. Rehabilitationsmaßnahmen 9,0 9,1 9,5 8,9 13,4 12,7 8,2 6,1
Schutzimpfungen 9,7 9,8 10,1 10,2 14,0 18,4 8,2 16,0
Früherkennungsmaßnahmen 5,6 5,6 3,6 5,5 4,4 5,2 7,5 9,0
Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft4 2,7 2,8 2,4 3,4 -5,2 -2,6 3,5 10,7
Medizinische Behandlungspflege5 11,2 11,3 11,5 11,5 23,0 21,7 9,0 11,4
Summe der Leistungsausgaben 8,0 8,0 7,9 8,8 10,0 12,3 7,5 6,9
Netto-Verwaltungskosten (Netto-Vwk) -0,0 0,0 -1,3 -1,9 6,8 2,5 1,5 -0,9
Netto-Vwk ohne Altersrückstellungen -0,8 -0,7 -1,8 -1,7 6,7 2,5 -0,2 -0,0
Summe der Leistungsausgaben und Netto-Vwk 7,7 7,7 7,5 8,4 9,9 11,9 7,3 6,5
Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen (absolut in Mio. EUR)
Ausgaben/Einnahmen GKV AOK BKK IKK KBS EK LKV
Ausgaben insgesamt 93.084 34.283 13.540 6.283 2.138 36.117 723
Einnahmen insgesamt 94.393 34.489 13.853 6.403 2.223 36.684 741
davon:
Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds6 77.887 28.997 11.180 5.229 1.859 30.622 0
Mittel aus dem Einkommensausgleich 15.242 5.262 2.609 1.137 351 5.883 0
Beitragseinnahmen7 334 0 0 0 0 0 334
Sonstige Einnahmen8 930 230 63 37 12 180 407
Überschuss/Defizit (-) 1.309 206 312 120 84 567 18
Einnahmen und Ausgaben des Gesundheitsfonds
Ausgaben/Einnahmen in Mio. EUR
Veränderung zum Vorjahreszeitraum
in Prozent
Ausgaben insgesamt 93.583 7,0
davon:
Zuweisungen an die Krankenkassen9 78.063 6,0
Ausgaben für Zahlungen aus dem Einkommensausgleich 15.404 11,8
Zuweisungen inkl. Zahlungen aus dem Einkommensausgleich 93.467 6,9
Innovationsfonds - Finanzierungsanteil 25 0,0
Strukturfonds - Finanzierung 83 289,3
Netto-Verwaltungskosten des Gesundheitsfonds 12 -9,7
Einnahmen insgesamt 90.601 9,2
davon:
Beiträge (ohne Zusatzbeiträge) 69.990 4,1
Zusatzbeiträge nach § 242 SGB V 14.523 19,2
Beiträge insgesamt 84.513 6,4
Bundeszuschüsse 6.078 68,8
Überschuss/Defizit (-) -2.982
1 Die landwirtschaftliche Krankenversicherung (LKV) nimmt nicht an dem zum 01.01.2009 eingeführten Gesundheitsfonds teil.
2 einschließlich Integrierte Versorgung, Behandlung durch Belegärzte in Krankenhäusern, ärztliche Behandlung in Hochschulambulanzen, ärztliche Beratung und Behandlung bei Emp-
fängnisverhütung, Sterilisation, Schwangerschaftsabbruch sowie ohne Dialysesachkosten und ohne von den Versicherten geleistete Zuzahlungen.
3 einschließlich stationärer Entbindung
4 ohne stationäre Entbindung
5 Ehemals als Behandlungspflege/häusliche Krankenpflege bezeichnet.
6 von den Krankenkassen ausgewiesene Zuweisungen für den Berichtszeitraum einschließlich Forderungen und Verpflichtungen
7 Der Wert bezieht sich hauptsächlich auf die Beitragseinnahmen der LKV, die nicht am Gesundheitsfonds teilnimmt; die übrigen Kassenarten erhalten Zuweisungen aus dem Gesund-
heitsfonds.
8 Bei der LKV insbesondere Zuschüsse des Bundes für die landwirtschaftlichen Altenteiler sowie bei allen Krankenkassen insbesondere Erstattungen von Dritten und Vermögenserträge.
9 ausgezahlte Zuweisungen des Bundesamtes für Soziale Sicherung für den Berichtszeitraum
Anlage 2
Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung
Anteile an den Ausgaben insgesamt im 1. Quartal 2026
1 ohne ärztliches Honorar
2 ohne stationäre Entbindung und ärztliche Leistungen
Leistungsbereich
1. Quartal 2025
in Mio. Euro
1. Quartal 2026
in Mio. Euro
Abs. Differenz in Mio. Euro
aktueller Zeitraum zu
Vorjahreszeitraum
Ärztliche Behandlung 13.417 14.390 973
Zahnärztliche Behandlung ohne Zahnersatz 3.754 3.975 221
Zahnersatz 1.030 1.041 12
Arzneimittel 14.282 15.189 908
Hilfsmittel 3.021 3.160 138
Heilmittel 3.511 3.867 357
Krankenhausbehandlung 27.243 29.787 2.544
Krankengeld 5.532 5.905 374
Fahrkosten 2.578 2.815 237
Vorsorge- und Reha-Maßnahmen 1.223 1.333 111
Schutzimpfungen1 828 908 80
Früherkennung 804 849 45
Schwangerschaft / Mutterschaft2 383 393 10
Medizinische Behandlungspflege 2.843 3.162 318
Sonstige Leistungsausgaben 2.189 2.432 242
Ausgaben für Leistungen insgesamt 82.636 89.208 6.572
Sonstige Aufwendungen 629 644 14
Netto-Verwaltungskosten 3.234 3.233 -1
Ausgaben insgesamt 86.499 93.084 6.585
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Überschriften
Ausgaben der Krankenkassen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent – Veränderungsraten
Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen (absolut in Mio. EUR)
Einnahmen und Ausgaben des Gesundheitsfonds
Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung
Anteile an den Ausgaben insgesamt im 1. Quartal 2026
22.06.2026
Datei
PD
MDR/IVDR simplification
proposal provides a more
proportionate approach
to life cycle oversight
June 2026
Europe requires efficient, innovation-friendly, and well-
governed regulations to ensure safe and effective medical
technologies for patients and health systems. Effective
healthcare delivery is vital for Europe’s prosperity and the
competitiveness of its medical technology industry, which
supplies essential devices in Europe and globally.
The In Vitro Diagnostic Medical Devices Regulation (IVDR)
and Medical Devices Regulation (MDR) represented an
important step forward in strengthening patient safety.
However, the lack of predictability, process inefficiencies
and increased administrative burden are currently
reducing device availability and hindering the sector's
competitiveness, especially for SMEs. The regulations
have increased costs and complexity, particularly around
life cycle assessment. By the end of five years, IVD
manufacturers will spend at least 70% more and MD
manufacturers 50% more on maintenance and re-
certification compared to previous directives1. Serious
incident reports have risen by over 20%, while corrective
actions increased by only 1%, indicating that more
reporting has not translated into improved device safety.
This has not led to proportionally more corrective actions,
suggesting redundancy2.
The European Commission’s proposal to amend MDR
and IVDR, published on 16 December 2025, offers a
chance to improve the efficiency and sustainability of
the EU’s regulatory system. This paper sets out how
the proposed oversight and reporting changes deliver
a stronger, more proportionate regulatory system, with
patient safety kept constant throughout. It focuses on
the oversight and reporting dimensions of the
proposal and complements the wider debate on
delivering the Commission's simplification objectives.
Strengthening the regulatory system
with smarter oversight
Even with every simplification measure in place,
Europe will keep a stringent pre- and post-market
system, comparable to other major jurisdictions.
1 MedTech Europe 2024 Regulatory Survey: key findings and insights
2 While serious incident reports increased by 20% (reporBng is done on potenBal serious incidents), correcBve acBons rose by only 1%, showing that more
reporBng does not automaBcally lead to a need for acBon and safer products.
Source: European Commission. (2025). Commission staff working document: Evalua7on of Regula7on (EU) 2017/745 on medical devices and Regula7on (EU)
2017/746 on in vitro diagnos7c medical devices. Accompanying the proposal for a regulaBon of the European Parliament and of the Council amending
RegulaBons (EU) 2017/745 and (EU) 2017/746 as regards simplifying and reducing the burden of the rules on medical devices and in vitro diagnosBc medical
devices. European Commission. hRps://ec.europa.eu/transparency/documents-register/detail?ref=SWD(2025)1051&lang=en
The simplification proposal strengthens current
regulatory oversight mechanisms by ensuring that
focus and attention is concentrated where it matters
most. By removing duplication and low-value
administrative processes, the revision proposal frees
up capacity to detect safety signals earlier, scrutinise
high-risk products and areas requiring improved
compliance more closely, and intervene more
effectively to protect patients.
This approach delivers more targeted and effective
regulation, while enabling safe and innovative devices
to reach EU patients.
The revision proposal shifts MDR/IVDR to a more risk-
based, targeted approach:
• Targeted safety oversight for earlier
intervention: the revision proposal maintains the
core oversight while making the mechanisms
more targeted like periodic certificate reviews
(replacing recertification), annual surveillance,
pre-approval of device changes, continuous
reporting (including risk-based updates to
periodic safety reports and summary of safety
and performance), targeted technical
documentation review, as well as representative
device assessment.
This means that Notified Bodies can adapt their
quality management system auditing methods,
tailor their scrutiny based on risk (e.g. through
unannounced audits), compliance history, and
post-market signals, ensuring focused scrutiny on
quality systems with poor compliance. When the
oversight is targeted at the areas that need
improvement it can help catch issues earlier and
intervene more quickly before issues escalate.
• Resources are directed to safety signals: By
replacing duplicative processes, such as routine
technical documentation sampling and fixed re-
certification cycles, with a more efficient risk-
based method, the proposal reduces
administrative burden and frees up capacity. This
allows regulators and Notified Bodies to focus on
meaningful surveillance of safety data, post-
market signals, and devices where concerns
actually exist, rather than on repetitive, low-value
administrative tasks across all devices,
irrespective of their risk, establishment level and
history on the market.
https://www.medtecheurope.org/resource-library/medtech-europe-2024-regulatory-survey-key-findings-and-insights/
https://ec.europa.eu/transparency/documents-register/detail?ref=SWD(2025)1051&lang=en
• Authorities can act more quickly and effectively
when issues arise: Greater flexibility in audits and
oversight, including risk-based surveillance,
remote audits, transparency through EUDAMED
and targeted unannounced audits, enables lean,
resource-friendly and more proportionate
oversight. Clearer processes, structured dialogue
with notified bodies, and better integration of
post-market surveillance data further support
more timely and effective decision-making.
Notified Bodies and competent authorities retain all
oversight tools, including unannounced audits, and can
also deploy them where they are genuinely needed.
This concentrates qualified resources on the controls
that catch real risks, rather than on routine tasks that
add little to patient safety. It allows for focused, timely
detection of risks and more effective usage of
qualified resources.
Continuous life cycle assessment:
foundations of the system stay solid
The MDR/IVDR introduced a life cycle based system that
treats safety and performance as an ongoing regulatory
outcome rather than a one‑time market access decision.
The European Commission’s proposal preserves the core
principles and architecture that ensure a robust life cycle
assessment:
• Manufacturers remain responsible for the safety and
performance of their devices across the entire
product life cycle from design to real-world use:
through continuous monitoring, verification, validation,
post-market surveillance, trending, preventive,
corrective actions, continuous design improvement,
and risk management. This is supported by robust
quality and risk management principles, among others,
via compliance with international standards used
widely across the industry (such as those for quality
control and risk management). These mechanisms
make safety and performance a core part of every
process throughout the entire device life cycle. The
MDR and IVDR revision proposal builds on these
obligations rather than altering them.
• Notified Bodies maintain their oversight role as
independent and competent entities through
conformity assessment and surveillance: Notified
Bodies verify compliance before and after placing on
the market by assessing technical documentation,
auditing manufacturers’ quality systems including but
not limited to their post-market surveillance system.
Their oversight ensures that life cycle controls,
including risk management principles, continuous
state of the art consideration and post-market
surveillance and vigilance-processes/measures, are
effectively implemented and maintained.
• The proposal maintains the core role and objectives of
Notified Bodies’ activities while changing the
frequency of some Notified Body tasks to make them
less redundant and more risk based.
Competent authorities remain responsible for market
oversight, vigilance, and enforcement: they monitor
safety issues at system level, assess serious incidents and
trends, coordinate responses, and take enforcement
action where needed. Through tools such as unique
device identification (UDI) and the European Database on
Medical Devices (EUDAMED), they benefit from enhanced
traceability and transparency, enabling faster and more
coordinated intervention. These responsibilities are
unchanged, and new provisions are proposed to
strengthen market surveillance through a Europe-wide
coordination mechanism and provision of expert groups
to support assessment by Competent Authorities.
Conclusion
The European Commission’s proposed changes aim to
reduce duplication and improve regulatory efficiency,
while maintaining robust oversight for patient health
and safety. The proposal sharpens the system by
directing oversight to where risk actually sits, while
manufacturer responsibility, Notified Bodies’
independent assessments, and competent authorities’
enforcement remain firmly in place.
The proposal enhances safeguards through a more
targeted, risk-based approach, removing
unnecessary administrative layers while preserving
intervention where needed. This results in a more
effective and patient-centred framework that not only
maintains safety standards but also strengthens
protection by focusing oversight on areas with the
greatest public health impact. At the same time, by
adjusting redundant reporting mechanisms, it
supports a more competitive manufacturing sector
which is better able to provide new and essential
devices for patients and healthcare systems.
A simpler system is not a shortcut on safety. It
is the condition for safety, and for a resilient
healthcare system.
22.06.2026
Datei
PD