Tragende Gründe
zum Beschluss des Gemeinsamen
Bundesausschusses
über die Änderung der Arzneimittel-Richtlinie
(AM-RL):
Anlage III Nummer 44 – Stimulantien
Vom 21. März 2013
Inhalt
1. Rechtsgrundlagen ........................................................................................................ 2
2. Eckpunkte der Entscheidung ...................................................................................... 2
3. Bürokratiekosten .......................................................................................................... 5
4. Verfahrensablauf .......................................................................................................... 5
2
1. Rechtsgrundlagen
Der in § 92 Abs. 1 Satz 1 SGB V enthaltene Richtlinienauftrag ermächtigt den Gemeinsamen
Bundesausschuss (G-BA), in untergesetzlichen Rechtsnormen den Umfang und die
Modalitäten der Arzneimittelversorgung mit verbindlicher Wirkung sowohl für die
Vertragsärzte und die Krankenkassen als auch für die Versicherten in konkretisierender
Weise zu regeln. Der Richtlinienauftrag präzisiert das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bereich der
gesetzlichen Krankenversicherung (§§ 2, 12, 70 Abs. 1, 72 Abs. 2). Er zielt darauf, unter
Berücksichtigung des Versorgungsstandards des § 2 Abs. 1 Satz 3 i. V. m. § 12 Abs. 1
SGB V Grundlagen für eine medizinisch notwendige und wirtschaftliche ärztliche
Behandlungs- und Verordnungsweise verbindlich festzulegen.
Er kann die Verordnung von Arzneimitteln einschränken oder ausschließen, wenn die
Unzweckmäßigkeit erwiesen oder eine andere, wirtschaftlichere Behandlungsmöglichkeit mit
vergleichbarem diagnostischen oder therapeutischen Nutzen verfügbar ist (§ 92 Abs. 1 Satz
1 Halbsatz 4 SGB V).
2. Eckpunkte der Entscheidung
Nach Anlage III Nr. 44 sind Stimulantien von der Verordnungsfähigkeit ausgeschlossen,
soweit nicht die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Verordnungsfähigkeit unter dem
Gesichtspunkt der „Anwendung bei hyperkinetischen Störungen bzw. Aufmerksamkeits-
defizit / Hyperaktivitätsstörungen (ADS / ADHS)“ gegeben sind.
Zu Ziffer 1 a):
In Bezug auf die Anwendung Methylphenidat-haltiger Arzneimittel bei hyperkinetischen
Störungen bzw. Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörungen (ADS / ADHS) werden mit
der Ergänzung eines weiteren Spiegelstriches die Voraussetzungen für die ausnahmsweise
Verordnungsfähigkeit im Erwachsenenalter konkretisiert.
In Anbetracht der Anwendbarkeit des Verordnungsausschlusses für sämtliche Arzneimittel
der betroffenen Wirkstoffe, ausgenommen der geregelten Ausnahmen, hat der G-BA mit
Blick auf die erteilte Zulassung Methylphenidat-haltiger Arzneimittel zur Behandlung der
ADHS auch im Erwachsenenalter durch Beschluss vom 23. Juni 2011 zunächst klargestellt,
dass die Verordnungsfähigkeit der auch für die Behandlung der ADHS im Erwachsenenalter
zugelassenen Methylphenidat-haltigen Arzneimittel vom Verordnungsausschluss der
Stimulantien mit Anlage III Nummer 44 der Arzneimittel-Richtlinie unberührt bleibt.
Damit wurde der Erweiterung der Zulassung von Methylphenidat-haltigen Arzneimittel zur
Anwendung bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter
bis zu einer Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung eines Ausnahmetatbestandes
vorläufig Rechnung getragen.
Methylphenidat-haltige Arzneimittel sind ausweislich der in der Fachinformation
beschriebenen Anwendungsvoraussetzungen im Rahmen einer therapeutischen
Gesamtstrategie zur Behandlung einer seit Kindesalter fortbestehenden
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) bei Erwachsenen ab einem Alter
von 18 Jahren indiziert, wenn sich andere therapeutische Maßnahmen allein als
unzureichend erwiesen haben:
- Die Behandlung muss unter Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen
durchgeführt werden.
3
- Die Diagnose erfolgt angelehnt an DSM-IV Kriterien oder Richtlinien in ICD-10 und
basiert auf einer vollständigen Anamnese und Untersuchung des Patienten. Diese
schließen ein strukturiertes Interview mit dem Patienten zur Erfassung der aktuellen
Symptome, inkl. Selbstbeurteilungsskalen ein.
- Wenn die Diagnosestellung erst im Erwachsenenalter erfolgt, ist die retrospektive
Erfassung des Vorbestehens einer ADHS im Kindesalter notwendig, welche anhand
validierter Instrumente erfolgen muss.
- Die Diagnose darf sich nicht allein auf das Vorhandensein eines oder mehrerer
Symptome stützen.
(Fachinformation Medikinet® adult Stand April 2011)
Die Anwendung von Methylphenidat über längere Zeit (über 12 Monate) bei Patienten mit
ADHS, erfordert zudem den langfristigen Nutzen des Arzneimittels für den Patienten
regelmäßig neu zu bewerten, indem behandlungsfreie Zeitabschnitte eingelegt werden, um
das Verhalten des Patienten ohne medikamentöse Behandlung zu beurteilen. Es wird
empfohlen Methylphenidat mindestens einmal im Jahr abzusetzen, um das Befinden des
Patienten zu beurteilen.
Spezialisten für Verhaltensstörungen, die gleichzeitig die Berechtigung zur Verschreibung
von Methylphenidat-haltigen Arzneimitteln haben, sind Fachärztin/Facharzt für
Nervenheilkunde, für Neurologie und / oder Psychiatrie oder für Psychiatrie und
Psychotherapie, Fachärztin/Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
sowie ärztliche Psychotherapeutin/Psychotherapeut. Damit die Versorgung auch in
ländlichen Regionen gesichert ist, dürfen in Ausnahmefällen auch Hausärzte Folgever-
ordnungen vornehmen, wenn gewährleistet ist, dass die Aufsicht durch einen
Spezialisten für Verhaltensstörungen aus den vorgenannten Berufsgruppen erfolgt.
Hinsichtlich der retrospektiven Erfassung des Vorbestehens einer ADHS im Kindesalter -
welche notwendig ist, wenn die Diagnosestellung erst im Erwachsenenalter erfolgt - hat das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit Schreiben vom 17. August
2011 ausgeführt, dass als Selbstbefragungsbogen zur retrospektiven Erfassung der
Symptome in der Kindheit international die Wender-Utah-Rating-Scale (WURS) am
gebräuchlichsten ist und für den deutschen Sprachraum die Wender-Utah-Rating-Scale
Kurzform (WURS-k) als validiert angesehen werden kann.
Mit der folgenden Formulierung des ergänzenden Ausnahmetatbestandes konkretisiert der
G-BA auf Grundlage der arzneimittelrechtlichen Zulassung und unter Berücksichtigung
obiger Maßgaben die Anwendungsvoraussetzungen für eine Verordnung Methylphenidat-
haltiger Arzneimittel zur Anwendung bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
(ADHS) im Erwachsenenalter näher:
- ausgenommen bei Erwachsenen ab einem Alter von 18 Jahren mit Hyperkinetischer
Störung bzw. Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörung (ADS / ADHS), sofern die
Erkrankung bereits im Kindesalter bestand, im Rahmen einer therapeutischen
Gesamtstrategie, wenn sich andere Maßnahmen allein als unzureichend erwiesen
haben. Die Diagnose erfolgt angelehnt an DSM-IV Kriterien oder Richtlinien in ICD-10
und basiert auf einer vollständigen Anamnese und Untersuchung des Patienten. Diese
schließen ein strukturiertes Interview mit dem Patienten zur Erfassung der aktuellen
Symptome, inkl. Selbstbeurteilungsskalen ein. Die retrospektive Erfassung des
Vorbestehens einer ADHS im Kindesalter muss anhand eines validierten Instrumentes
(Wender-Utha-Rating-Scale-Kurzform (WURS-k)) erfolgen. Die Arzneimittel dürfen nur
von einem Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Erwachsenen verordnet
(Fachärztin/Facharzt für Nervenheilkunde, für Neurologie und / oder Psychiatrie oder für
Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärztin/Facharzt für psychosomatische Medizin und
Psychotherapie, ärztliche Psychotherapeuten) und unter dessen Aufsicht angewendet
werden. In therapeutisch begründeten Fällen können bei fortgesetzter Behandlung in
einer Übergangsphase bis maximal zur Vollendung des 21. Lebensjahres Verordnungen
4
auch von Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen
vorgenommen werden. In Ausnahmefällen dürfen auch Hausärztinnen/Hausärzte
Folgeverordnungen vornehmen, wenn gewährleistet ist, dass die Aufsicht durch einen
Spezialisten für Verhaltensstörungen erfolgt.
Zur Prüfung des langfristigen Arzneimittelnutzens für den einzelnen Patienten müssen
regelmäßig behandlungsfreie Zeitabschnitte eingelegt werden, so dass über die
indikationsspezifische Regeldokumentation nach Abschnitt D der Arzneimittel-Rchtlinie
hinaus die Dokumentation des Einsatzes von Methylphenidat im Verlauf, insbesondere
hinsichtlich der Dauertherapie über 12 Monate sowie die Beurteilung der
behandlungsfreien Zeitabschnitte, erforderlich ist.
Zu Ziffer 1 b):
In Bezug auf die Anwendung Methylphenidat-haltiger Arzneimittel bei hyperkinetischen
Störungen bzw. Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörungen (ADS / ADHS) bei
Kindern (ab 6 Jahren) und Jugendlichen werden „Fachärztin/Facharzt für psychosomatische
Medizin und Psychotherapie“ als Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und/oder
Jugendlichen ergänzt. Hiermit wird im Zuge der Aktualisierung der Anlage III Nr. 44 eine
weitergehende Anpassung an die Facharztbezeichnung der Bundesärztekammer
vorgenommen.
Zu Ziffer 2:
Aufgrund der unter Ziffer 1 beschriebenen Konkretisierung kann die mit Beschluss vom
23. Juni 2011 getroffene Übergangsregelung mit Blick auf die Zulassungserweiterung
Methylphenidat-haltiger Arzneimittel bei fortbestehender adulter ADHS aufgehoben werden.
Aufgrund des nach §§ 92 Abs. 3a, 91 Abs. 5 und Abs. 5a durchgeführten
Stellungnahmeverfahrens (schriftlich und mündlich) haben sich folgende Änderungen
ergeben:
Zur retrospektiven Erfassung des Vorbestehens einer ADHS im Kindesalter ist derzeit nur
die Wender-Utha-Rating-Scale-Kurzform (WURS-k) als validiertes Instrument anzusehen.
Dies ergibt sich aus dem Schreiben des Bundesinstitutes für Arzneimittel und
Medizinprodukte vom 17. August 2011 wonach „für den deutschen Sprachraum […] die
Wender-Utha-Rating-Scale-Kurzform (WURS-k) als validiert angesehen werden“ kann. Die
Formulierung der Ausnahmeregelung wurde daher durch eine entsprechende Formulierung
im Singular angepasst, um klarzustellen, dass derzeit keine weiteren Instrumente zur
retrospektiven Erfassung des Vorbestehens einer ADHS im Kindesalter als validiert
anzusehen sind. Eine nachgängige Anpassung der Arzneimittel-Richtlinie mit Blick auf
künftig ggf. als validiert anzusehende Instrumente bleibt hiervon unberührt.
Es wird vorgesehen, dass in therapeutisch begründeten Fällen bei fortgesetzter Behandlung
in einer Übergangsphase bis maximal zur Vollendung des 21. Lebensjahres Verordnungen
auch von Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen vorgenommen
werden können.
5
3. Bürokratiekosten
Durch die im Beschluss enthaltenen Regelungen entstehen keine Informationspflichten für
Leistungserbringerinnen und Leistungserbringer im Sinne von Anlage II zum 1. Kapitel
VerfO. Daher entstehen auch keine Bürokratiekosten.
4. Verfahrensablauf
Zur Vorbereitung einer Beschlussempfehlung zur Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens
hat der Unterausschuss „Arzneimittel“ eine Arbeitsgruppe beauftragt, die sich aus den von
den Spitzenorganisationen der Leistungserbringer benannten Mitgliedern, der vom GKV-
Spitzenverband benannten Mitglieder sowie Vertreter(innen) der Patientenorganisationen
zusammensetzt.
Die Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens zur Änderung der Anlage III Nummer 44
wurde im Unterausschuss „Arzneimittel“ am 3. April 2012 beraten und konsentiert. Der
Unterausschuss hat in der Sitzung am 3. April 2012 nach § 10 Abs. 1, 1. Kapitel der
Verfahrensordnung des G-BA die Einleitung des Stellungnahmeverfahrens einstimmig
beschlossen.
Nach Beratung der eingegangenen schriftlichen Stellungnahmen erfolgte in der Sitzung der
Arbeitsgruppe Nutzenbewertung am 29. Oktober 2012 sowie in der Sitzung des
Unterausschusses am 11. Dezember 2012. Die mündliche Anhörung zur Änderung der
Anlage III Nummer 44 wurde am 8. Januar 2013 durchgeführt. In der Sitzung des
Unterausschusses am 12. Februar 2013 wurde die Beschlussvorlage zur Änderung der
Arzneimittel-Richtlinie in Anlage III Nummer 44 abschließend beraten und konsentiert.
6
Zeitlicher Beratungsverlauf
Sitzung Datum Beratungsgegenstand
AG „Nutzenbewertung“ 20. Juli 2011
28. November
2011
Beratung über die Änderung der AM-RL
hinsichtlich eines Ausnahmetatbestandes
zur Verordnung Methylphenidat-haltiger
Arzneimittel zur Anwendung bei ADHS im
Erwachsenenalter
AG „Nutzenbewertung“ 2. März 2012 Vorbereitung eines Beschlussentwurfs
zur Einleitung eines Stellungnahme-
verfahrens zur Änderung der AM-RL
Unterausschuss
Arzneimittel
3. April 2012 Beratung, Konsentierung und
Beschlussfassung zur Einleitung eines
Stellungnahmeverfahrens zur Änderung
der AM-RL
Unterausschuss
Arzneimittel
10 Juli 2012 Beratung zur Auswertung der
schriftlichen Stellungnahmen
AG „Nutzenbewertung“ 29. Oktober
2012
Beratung zur Auswertung der
schriftlichen Stellungnahmen
Unterausschuss
Arzneimittel
11. Dezember
2012
Beratung zur Auswertung der
schriftlichen Stellungnahmen
Unterausschuss
Arzneimittel
8. Januar 2013 Mündliche Anhörung zur Änderung der
AM-RL
Unterausschuss
Arzneimittel
11. / 12. Februar
2013
Beratung und Konsentierung der
Beschlussvorlage
Plenum 21. März 2013 Beschlussfassung
Berlin, den 21. März 2013
Gemeinsamer Bundesausschuss
gemäß § 91 SGB V
Der Vorsitzende
Hecken
1. Rechtsgrundlagen
2. Eckpunkte der Entscheidung
3. Bürokratiekosten
4. Verfahrensablauf
04.08.2014
Datei
PD
Beschluss
des Gemeinsamen Bundesausschusses
über eine Änderung eines Beschlusses zur
Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL):
Anlage IX – Festbetragsgruppenbildung und
Anlage X – Aktualisierung von Vergleichsgrößen
Humaninsulin und Analoga, Gruppe 1, 2 und 3 in
Stufe 2 nach § 35 Absatz 1 SGB V
Anlage III – Übersicht der
Verordnungseinschränkungen und –
ausschlüsse Nummer 33 und 33a
Vom 21. Februar 2013
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung am 21. Februar 2013
beschlossen, seinen Beschluss vom 21. Februar 2013 (BAnz AT TT.MM.JJJJ V
[Veröffentlichungsnummer] über die Änderung der Anlagen III, IX und X der Richtlinie über
die Verordnung von Arzneimitteln in der vertragsärztlichen Versorgung (Arzneimittel-
Richtlinie) in der Fassung vom 18. Dezember 2008 / 22. Januar 2009 (BAnz Nr. 49a vom
31. März 2009), zuletzt geändert am T. Monat JJJJ BAnz AT TT.MM.JJJJ V
[Veröffentlichungsnummer], wie folgt zu ändern:
I. Ziffer III. 2. wird ganz oder teilweise aufgehoben, soweit im Rahmen einer Anordnung
der aufschiebenden Wirkung einer Anfechtungsklage die vom Spitzenverband Bund
der Krankenkassen festgesetzten Festbeträge für Fertigarzneimittel mit den
Wirkstoffen Insulin(human), Insulin aspart, Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin
detemir oder Insulin glargin aufgrund einer Veröffentlichung im Bundesanzeiger nicht
angewendet werden.
II. Die Änderung des Beschlusses vom 21. Februar 2013 tritt mit Wirkung von der
Nichtanwendbarkeit der gemäß § 35 Abs. 3 SGB V festgesetzten Festbeträge für die
Gruppen „Humaninsulin und Analoga, Gruppe 1“, „Humaninsulin und Analoga,
Gruppe 2“ oder „Humaninsulin und Analoga, Gruppe 3“ in Kraft.
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Die Tragenden Gründe zu diesem Beschluss werden auf der Internetseite des
Gemeinsamen Bundesausschusses unter www.g-ba.de veröffentlicht.
Berlin, den 21. Februar 2013
Gemeinsamer Bundesausschuss
gemäß § 91 SGB V
Der Vorsitzende
Hecken
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http://www.g-ba.de/
04.08.2014
Datei
PD
Tragende Gründe
zum Beschluss des Gemeinsamen
Bundesausschusses
über eine Änderung eines Beschlusses zur
Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL):
Anlage IX – Festbetragsgruppenbildung und
Anlage X – Aktualisierung von Vergleichsgrößen
Humaninsulin und Analoga, Gruppe 1, 2 und 3 in
Stufe 2 nach § 35 Absatz 1 SGB V
Anlage III – Übersicht der
Verordnungseinschränkungen und –
ausschlüsse Nummer 33 und 33a
Vom 21. Februar 2013
Inhalt
1. Rechtsgrundlage .......................................................................................................... 2
2. Eckpunkte der Entscheidung ...................................................................................... 2
3. Bürokratiekosten .......................................................................................................... 3
4. Verfahrensablauf .......................................................................................................... 3
2
1. Rechtsgrundlage
Der in § 92 Abs. 1 Satz 1 SGB V enthaltene Richtlinienauftrag ermächtigt den Gemeinsamen
Bundesausschuss (G-BA), in untergesetzlichen Rechtsnormen den Umfang und die
Modalitäten der Arzneimittelversorgung mit verbindlicher Wirkung sowohl für die
Vertragsärzte und die Krankenkassen als auch für die Versicherten in konkretisierender
Weise zu regeln. Der Richtlinienauftrag präzisiert das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bereich der
gesetzlichen Krankenversicherung (§§ 2, 12, 70 Abs. 1, 72 Abs. 2). Er zielt darauf, unter
Berücksichtigung des Versorgungsstandards des § 2 Abs. 1 Satz 3 i. V. m. § 12 Abs. 1 SGB
V Grundlagen für eine medizinisch notwendige und wirtschaftliche ärztliche Behandlungs-
und Verordnungsweise verbindlich festzulegen.
Danach kann der Gemeinsame Bundesausschuss die Verordnung von Arzneimitteln
einschränken oder ausschließen, wenn die Unzweckmäßigkeit erwiesen oder eine andere,
wirtschaftlichere Behandlungsmöglichkeit mit vergleichbarem diagnostischen oder
therapeutischen Nutzen verfügbar ist.
Der G-BA legt in der Richtlinie nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V (Arzneimittel-Richtlinie)
fest, welche Arzneimittel nach einer eigenen Nutzenbewertung oder einer Nutzenbewertung
durch das IQWiG ggf. eingeschränkt verordnungsfähig oder von der Verordnung
ausgeschlossen sind.
Nach § 35 Abs. 1 SGB V bestimmt der G-BA in den Richtlinien nach § 92 Abs. 1 S. 2 Nr. 6
SGB V, für welche Gruppen von Arzneimitteln Festbeträge festgesetzt werden können. In
den Gruppen sollen Arzneimittel mit
1. denselben Wirkstoffen,
2. pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen, insbesondere mit
chemisch verwandten Stoffen,
3. therapeutisch vergleichbarer Wirkung, insbesondere Arzneimittelkombinationen
zusammengefasst werden.
2. Eckpunkte der Entscheidung
Das Plenum hat in seiner Sitzung am 21. Februar 2013 die Bildung der
Festbetragsgruppen „Humaninsulin und Analoga, Gruppe 1“, „Humaninsulin und
Analoga, Gruppe 2“ und „Humaninsulin und Analoga, Gruppe 3“ beschlossen.
Eingruppiert sind die Wirkstoffe Insulin (human), Insulin aspart, Insulin glulisin, Insulin
lispro, Insulin detemir und Insulin glargin.
Mit Wirkung der Festsetzung der Festbeträge für die drei Festbetragsgruppen
„Humaninsulin und Analoga, Gruppe 1“, „Humaninsulin und Analoga, Gruppe 2“ und
„Humaninsulin und Analoga, Gruppe 3“ sollten daher die Verordnungseinschränkungen
in Anlage III Nummer 33 und 33a für die benannten Wirkstoffe abgelöst werden. Damit
trägt der G-BA dem gesetzlich eingeräumten Vorrang eines Festbetrages nach § 35
SGB V gegenüber der Einschränkung oder dem Ausschluss der Verordnung eines
Arzneimittels zur Herstellung der Wirtschaftlichkeit Rechnung. Gleichzeitig entfiel mit der
Überführung der bestehenden Festbetragsgruppen „Insuline, Gruppe 1“ und „Insuline,
Gruppe 2“ in die mit Beschluss vom 21. Februar 2013 gebildeten Festbetragsgruppen
der Regelungsbedarf.
3
Sind die vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen festgesetzten Festbeträge
aufgrund der Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Anfechtungsklage gegen die
Festbetragsfestsetzung ganz oder teilweise nicht anwendbar, entfällt in diesem Rahmen
die Bedingung für die Außerkraftsetzung vorgenannter Regelungen. Daher ist der
Beschluss zum Außerkrafttreten vorgenannter Regelungen mit Wirkung von der
Nichtanwendbarkeit der Festbeträge ganz oder teilweise bezogen auf diejenigen
Wirkstoffe, die von der Nichtanwendbarkeit betroffen sind, aufzuheben. Die
ursprüngliche Rechtslage lebt wieder auf.
3. Bürokratiekosten
Durch die im Beschluss enthaltenen Regelungen entstehen keine Informationspflichten für
Leistungserbringerinnen und Leistungserbringer im Sinne von Anlage II zum 1. Kapitel
VerfO. Daher entstehen auch keine Bürokratiekosten.
4. Verfahrensablauf
Der Unterausschuss Arzneimittel hat in seiner Sitzung am 8. Januar 2013 mit der
Konsentierung der Beschlussvorlage zur Bildung der Festbetragsgruppen Humaninsulin und
Analoga, Gruppe 1, 2 und 3 über den rechtlichen Bestand der Regelungen in Anlage III Nr.
33 und 33a sowie der Festbetragsgruppen „Insuline, Gruppe 1“ und „Insuline, Gruppe 2“ in
Anlage IX beraten. Die Beschlussvorlage wurde durch Abstimmung der Sprecher der Bänke
konsentiert.
Das Plenum hat am 21. Februar 2013 den Beschluss zur Aufhebung der
Außerkrafttretensregelung bei Nichtanwendbarkeit der Festbeträge und damit das Herstellen
des ursprünglichen Rechtszustandes hinsichtlich der Regelungen Nr. 33 und 33a in Anlage
III und in Anlage IX beschlossen.
4
Der erneuten Einleitung eines Stellungnahmeverfahrens nach 1. Kapitel § 14 der
Verfahrensordnung bedurfte es nicht. Der Bestand der Verordnungseinschränkungen gemäß
Nr. 33 und 33a in Anlage III ist rechtlich verknüpft mit der Prüfung, ob die Wirtschaftlichkeit
durch einen Festbetrag nach § 35 SGB V hergestellt werden kann (vgl. Schreiben des BMG
vom 25. Juni 2010). Damit steht die Festbetragsfestsetzung in einem Spezialitätsverhältnis
zu Verordnungseinschränkungen wegen Unwirtschaftlichkeit, wie sie Nr. 33 und 33a in
Anlage III darstellt. Die ganz oder teilweise Nichtanwendbarkeit der Festbetragsfestsetzung
rechtfertigt daher ein Aufleben der bis zur Festbetragsfestsetzung fortgeltenden
Verordnungseinschränkungen gemäß Nr. 33 und 33a in Anlage III insoweit. Die Beschlüsse
zur Änderung der Anlage IX und III der Arzneimittel-Richtlinie ihrerseits sind unter Wahrung
des zum jeweiligen Zeitpunkt maßgeblichen Verfahrensrechts zustande gekommen.
Berlin, den 21. Februar 2013
Gemeinsamer Bundesausschuss
gemäß § 91 SGB V
Der Vorsitzende
Hecken
1. Rechtsgrundlage
2. Eckpunkte der Entscheidung
3. Bürokratiekosten
4. Verfahrensablauf
04.08.2014
Datei
PD
Bonn, den 8. März 2004
114 – 5148 - 4 / 6
Referatsleiter i.V. : Dr. D. Krüger (Tel. : 1143
Entwurf einer
Dritten Verordnung zur Änderung der Betriebsverordnung für pharmazeutische
Unternehmer
(PharmBetrV)
vom
Auf Grund der §§ 12, 54 und 83 des Arzneimittelgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung
vom 11. Dezember 1998 (BGBl. I S. 3586), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom xxx
2004 (BGBl I S. yyy) verordnet das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, dem Bundesministerium für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit :
Artikel 1
Änderung der Betriebsverordnung für Pharmazeutische Unternehmer (PharmBetrV)
Die Betriebsverordnung für pharmazeutische Unternehmer vom 8. März 1985 (BGBl. I S. 546),
zuletzt geändert durch Artikel 3 des 12. Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vom
(BGBl. I S. ) wird wie folgt geändert:
§ 1
Anwendungsbereich
(1) Diese Verordnung findet Anwendung auf Betriebe und Einrichtungen, die Arzneimittel oder
Wirkstoffe, die menschlicher, tierischer oder mikrobieller Herkunft sind und nicht für die
Herstellung von in einer im Homöopathischen Teil des Arzneibuches beschriebenen
Verfahrenstechnik herzustellenden Arzneimittel vorgesehen sind oder Wirkstoffe, die auf
gentechnischem Wege hergestellt werden, oder andere zur Arzneimittelherstellung bestimmte
Stoffe menschlicher Herkunft, gewerbsmäßig herstellen, prüfen, lagern, verpacken, in den
Verkehr bringen oder in den Geltungsbereich des Arzneimittelgesetzes verbringen. Sie findet
auch Anwendung auf Personen, die diese Tätigkeiten berufsmäßig ausüben.
(2) Diese Verordnung ist auf Apotheken, den Einzelhandel mit Arzneimitteln außerhalb von
Apotheken, auf Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, tierärztliche Hausapotheken und
Arzneimittelgroßhandelsbetriebe nur anzuwenden, soweit sie einer Erlaubnis nach § 13 oder §
72 des Arzneimittelgesetzes bedürfen. Diese Verordnung gilt nicht für denjenigen, der
Arzneimittel sammelt oder der im Auftrag eines Tierarztes und unter dessen Aufsicht nach §
13 Abs. 2 Nr. 3 des Arzneimittelgesetzes aus Arzneimittel-Vormischungen und
Mischfuttermitteln Fütterungsarzneimittel herstellt.
(3) Die Regelungen dieser Verordnung gelten für die in Absatz 1 Satz 1 genannten Stoffe und
Wirkstoffe entsprechend.
§ 1a
Qualitätssicherungssystem
Betriebe und Einrichtungen müssen die EU-Leitlinien guter Herstellungspraxis einhalten und
hierfür ein funktionierendes pharmazeutisches Qualitätssicherungssystem entsprechend Art und
Umfang der durchgeführten Tätigkeiten betreiben, um sicherzustellen, dass die Arzneimittel die für
den beabsichtigten Gebrauch erforderliche Qualität aufweisen. Dieses Qualitätssicherungssystem
muss die aktive Beteiligung der Geschäftsführung und des Personals der einzelnen betroffenen
Bereiche vorsehen; insbesondere haben der Herstellungsleiter und der Kontrollleiter die
Herstellungs- und Prüfanweisungen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und
gegebenenfalls an den Stand von Wissenschaft und Technik und bei Prüfpräparaten im Sinne der
Verordnung über die Anwendung der Guten Klinischen Praxis bei der Durchführung von klinischen
Prüfungen mit Arzneimitteln zur Anwendung am Menschen (GCP-VO) an deren Entwicklung
anzupassen. Der Kontrollleiter muss von der Herstellung unabhängig sein.
§ 2
Personal
(1) Personal muss mit ausreichender fachlicher Qualifikation und in ausreichender Zahl
vorhanden sein, um die Einhaltung der Vorschriften dieser Verordnung zu ermöglichen. Es
darf nur entsprechend seiner Ausbildung und seinen Kenntnissen beschäftigt werden und ist
über die beim Umgang mit Arzneimitteln und Ausgangsstoffen gebotene Sorgfalt regelmäßig
zu unterweisen. Die Unterweisung muss sich insbesondere auf Theorie und Anwendung des
Qualitätssicherungskonzepts und der Guten Herstellungspraxis und bei der Herstellung von
Prüfpräparaten auch auf deren Besonderheiten erstrecken. Die Wirksamkeit der
Unterweisungen ist zu überprüfen.
(2) Die Verantwortungsbereiche sind nach Maßgabe der §§ 19 und 63a des Arzneimittelgesetzes
schriftlich festzulegen. Darüber hinaus müssen die Aufgaben des Personals in leitender oder
verantwortlicher Stellung in Arbeitsplatzbeschreibungen festgelegt werden. Die
Organisationsstruktur ist in einem Organisationsschema zu beschreiben.
Organisationsschemata und Arbeitsplatzbeschreibungen sind nach den betriebsinternen
Verfahren festzulegen. Dem in Satz 2 genannten Personal sind ausreichende Befugnisse
einzuräumen, damit es seiner Verantwortung gerecht werden kann.
(3) Wer Arzneimittel vertreibt, herstellt oder in den Geltungsbereich des Arzneimittelgesetzes
verbringt, ohne einer Erlaubnis nach § 13 oder § 72 des Arzneimittelgesetzes zu bedürfen, hat
den Verantwortungsbereichen nach § 19 des Arzneimittelgesetzes entsprechend eine oder
mehrere verantwortliche Personen zu bestellen. Sind mehrere Personen bestellt, gilt Absatz 2
entsprechend. Die bestellten Personen sind für die Einhaltung der ihren Bereich betreffenden
Vorschriften dieser Verordnung verantwortlich.
§ 3
Beschaffenheit, Größe und EinrichtungAusrüstung der Betriebsräume
(1) Die Betriebsräume müssen nach Art, Größe, Zahl, Anordnung und AusrüstungLage und
Einrichtung einen ordnungsgemäßen Betrieb, insbesondere die einwandfreie Herstellung,
Prüfung, Lagerung, Verpackung und das Inverkehrbringen der Arzneimittel gewährleisten.
Soweit die Betriebsräume und ihre Einrichtung Ausrüstung für Herstellungsvorgänge
verwendet werden, die für die Arzneimittelqualität von entscheidender Bedeutung sind,
müssen sie auf ihre Eignung überprüft werden (Qualifizierung) und validiert werden.
(2) Die Betriebsräume müssen sich in einem ordnungsgemäßen baulichen Zustand befinden. Sie
müssen ausreichend beleuchtet sein und geeignete klimatische Verhältnisse aufweisen. Die
Betriebsräume sind durch geeignete Maßnahmen vor dem Zutritt Unbefugter zu schützen.
(3) Die Betriebsräume und ihre Einrichtung Ausrüstung sollen gründlich zu reinigen sein und
müssen instand gehalten werden.
§ 4
Anforderungen an die Hygiene
(1) Betriebsräume und deren Einrichtungen müssen regelmäßig gereinigt und, soweit erforderlich,
desinfiziert werden. Es soll nach einem schriftlichen Hygieneplan verfahren werden, in dem
insbesondere folgendes festgelegt ist:
1. die Häufigkeit der Maßnahmen,
2. die durchzuführenden Reinigungs- oder Desinfektionsverfahren und die zu verwendenden
Geräte und Hilfsmittel,
3. die mit der Aufsicht betrauten Personen.
(2) Es müssen schriftliche Hygieneprogramme erstellt und befolgt werden, die den
durchzuführenden Tätigkeiten anzupassen sind. Sie sollen insbesondere Vorschriften zur
Gesundheit, über hygienisches Verhalten und zur Schutzkleidung des Personals enthalten.
Soweit zur ordnungsgemäßen Herstellung und Prüfung der Arzneimittel erforderlich, müssen
schriftliche Hygieneprogramme mit Anweisungen zum hygienischen Verhalten und zur
Schutzkleidung des Personals erstellt und befolgt werden.
(3) Soweit zur Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln Tiere verwendet werden, müssen bei
ihrer Haltung die hygienischen Erfordernisse beachtet werden.
§ 5
Herstellung
(1) Arzneimittel sind nach anerkannten pharmazeutischen Regeln, insbesondere der Guten
Herstellungspraxis, herzustellen.
(2) Es dürfen nur Arzneimittel und Ausgangsstoffe verwendet werden, deren erforderliche Qualität
nach § 6 festgestellt und kenntlich gemacht ist. Durch räumliche oder zeitliche Trennung der
einzelnen Herstellungsvorgänge oder durch andere geeignete technische oder
organisatorische Maßnahmen ist Vorsorge zu treffen, dass eine gegenseitige nachteilige
Beeinflussung der Arzneimittel sowie Verwechslungen der Arzneimittel und des Verpackungs-
und Kennzeichnungsmaterials vermieden werden. Bei der Herstellung von Prüfpräparaten, bei
denen die Information über ihre Identität in Übereinstimmung mit den Anweisungen des
Sponsors bewusst vorenthalten werden (Verblindung), sind besondere Vorsichtsmaßnahmen
einzuhalten.
(3) Arzneimittel sind unter Verantwortung des Herstellungsleiters und nach vorher erstellten
Anweisungen und Verfahrensbeschreibungen (Herstellungsanweisung) herzustellen und zu
lagern. Diese Herstellungsanweisung muss in schriftlicher Form vorliegen und die
Herstellungsvorgänge sowie die damit im Zusammenhang stehenden Arbeitsgänge im
einzelnen beschreiben. Für Arzneimittel, die zugelassen oder registriert sind, muss sie den
Zulassungs- oder Registrierungsunterlagen, für Prüfpräparate den Genehmigungsunterlagen
für die klinische Prüfung entsprechen. Die zur Herstellung angewandten Verfahrenneuen
Verfahren und jede wesentliche Änderung sind nach dem jeweiligen Stand von Wissenschaft
und Technik zu validieren. Kritische Phasen eines Herstellungsverfahrens müssen regelmäßig
revalidiert werden. Bei Prüfpräparaten ist unter Berücksichtigung der
Produktentwicklungsphase der Herstellungsprozess als Ganzes zu validieren, zumindest aber
kritische Prozessphasen. Die Ergebnisse sind zu dokumentieren.
(4) Die Herstellung jeder Charge eines Arzneimittels einschließlich der Verpackung ist vollständig
zu protokollieren (Herstellungsprotokoll). Die für die Herstellung verantwortliche Person hat im
Herstellungsprotokoll mit Datum und eigenhändiger Unterschrift zu bestätigen, dass das
Arzneimittel entsprechend der Herstellungsanweisung hergestellt und mit der
vorgeschriebenen Packungsbeilage, soweit vorgeschrieben, versehen worden ist. Alle
Abweichungen im Herstellungsprozess sind zu dokumentieren und auf ihre Bedeutung für die
hergestellte Charge gründlich zu überprüfen. Es können Personen gleicher Qualifikation zu
ihrer Stellvertretung bestellt werden. In Fällen kurzfristiger Verhinderung, insbesondere durch
Krankheit oder Urlaub, kann an Stelle der für die Herstellung verantwortlichen Person ein
Beauftragter, der über ausreichende Ausbildung und Kenntnisse verfügt, die Bestätigung
vornehmen. Das Herstellungsprotokoll ist der für die Herstellung verantwortlichen Person nach
ihrer Rückkehr unverzüglich zur Bestätigung vorzulegen. Soweit das Arzneimittel nicht in
Chargen hergestellt wird, gelten die Sätze 1 bis 4 entsprechend.
§ 6
Prüfung
(1) Arzneimittel und deren Ausgangsstoffe sind nach anerkannten pharmazeutischen Regeln,
insbesondere der Guten Herstellungspraxis, auf die erforderliche Qualität zu prüfen.
(2) Die Prüfung ist unter Verantwortung des Kontrolleiters und nach vorher erstellten
Anweisungen und Verfahrensbeschreibungen (Prüfanweisung) durchzuführen. Diese
Prüfanweisung muss vor der Prüfung in schriftlicher Form erstellt werden und die Probenahme
und Prüfung sowie die damit im Zusammenhang stehenden Arbeitsgänge im einzelnen
beschreiben. Für Arzneimittel, die zugelassen oder registriert sind, muss sie den Zulassungs-
oder Registrierungsunterlagen, für Prüfpräparate den Genehmigungsunterlagen für die
klinische Prüfung entsprechen. Die zur Prüfung angewandten Verfahrenneuen Verfahren und
jede wesentliche Änderung sind nach dem jeweiligen Stand der Wissenschaft und Technik zu
validieren.
(3) Die Prüfung der Ausgangsstoffe und jeder Charge eines Arzneimittels ist vollständig zu
protokollieren (Prüfprotokoll). Die für die Prüfung verantwortliche Person hat im Prüfprotokoll
mit Datum und eigenhändiger Unterschrift zu bestätigen, dass das Arzneimittel entsprechend
der Prüfanweisung geprüft worden ist und die erforderliche Qualität besitzt. In Fällen
kurzfristiger Verhinderung, insbesondere durch Krankheit oder Urlaub, kann an Stelle der für
die Prüfung verantwortlichen Person ein Beauftragter, der über ausreichende Ausbildung und
Kenntnisse verfügt, die Bestätigung vornehmen. Das Prüfprotokoll ist der für die Prüfung
verantwortlichen Person nach ihrer Rückkehr unverzüglich zur Bestätigung vorzulegen. Wenn
das Arzneimittel nicht in Chargen hergestellt wurde, gelten die Sätze 1 bis 4 entsprechend.
(4) Wurde die erforderliche Qualität festgestellt, sind die Arzneimittel und die Ausgangsstoffe
entsprechend kenntlich zu machen; bei zeitlicher Begrenzung der Haltbarkeit ist das
Enddatum anzugeben.
(5) Die Absätze 1 bis 4 finden auf Fütterungsarzneimittel mit der Maßgabe Anwendung, dass die
Prüfung stichprobenweise durchgeführt werden kann. Dabei darf von einer über die
Homogenität hinausgehenden Prüfung abgesehen werden, wenn sich keine Anhaltspunkte
ergeben haben, die Zweifel an der einwandfreien Beschaffenheit des Fütterungsarzneimittels
begründen.
§ 7
Freigabe
(1) Arzneimittel dürfen nur freigegeben werden, wenn das Herstellungs- und das Prüfprotokoll
ordnungsgemäß unterzeichnet sind und der Kontrolleiter oder eine gleichqualifizierte Person
(sachkundige Person) schriftlich bestätigt, dass die Arzneimittelcharge unter Berücksichtigung
aller während der Herstellung und Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ordnungsgemäß nach
den geltenden Rechtsvorschriften und bei zugelassenen Arzneimitteln entsprechend den der
Zulassung sowie bei Prüfpräparaten entsprechend den der Genehmigung für die klinische
Prüfung zugrunde gelegten Anforderungen hergestellt und geprüft wurde (Freigabe). Die
Arzneimittelchargen müssen vor ihrem Inverkehrbringen von der sachkundigen Person in ein
fortlaufendes Register mit der entsprechenden Bestätigung eingetragen werden. § 32 des
Arzneimittelgesetzes bleibt unberührt.
(2) Arzneimittel und Ausgangsstoffe, die den Anforderungen an die Qualität nicht genügen, sind
als solche kenntlich zu machen und abzusondern; sie sind zu vernichten, an den Lieferanten
zurückzugeben oder umzuarbeiten. Über die Maßnahme sind Aufzeichnungen zu machen.
§ 8
Lagerung
(1) Arzneimittel und Ausgangsstoffe sind so zu lagern, dass ihre Qualität nicht nachteilig
beeinflusst wird und Verwechslungen vermieden werden.
(2) Die Vorratsbehältnisse und die innerbetrieblichen Transportbehältnisse müssen so beschaffen
sein, dass die Qualität des Inhalts nicht beeinträchtigt wird. Sie müssen mit deutlichen
Aufschriften versehen sein, die den Inhalt eindeutig bezeichnen. Soweit Bezeichnungen durch
Rechtsverordnung nach § 10 Abs. 6 Nr. 1 des Arzneimittelgesetzes vorgeschrieben sind, sind
diese zu verwenden. Der Inhalt ist durch zusätzliche Angaben zu kennzeichnen, soweit dies
zur Vermeidung von Verwechslungen erforderlich ist.
(3) Muster von jeder Charge eines Arzneimittels, ausgenommen bei Prüfpräparaten, müssen
mindestens ein Jahr über den Ablauf des Verfalldatums hinaus aufbewahrt werden. Bei
Arzneimitteln, deren Herstellung für den Einzelfall oder in kleinen Mengen erfolgt oder deren
Lagerung besondere Probleme bereitet, kann die zuständige Behörde Ausnahmen über die
Muster und ihre Aufbewahrung zulassen.
(3a) Muster von Ausgangsstoffen müssen mindestens zwei Jahre nach Freigabe der unter
Verwendung dieser Ausgangsstoffe hergestellten Arzneimittel aufbewahrt werden, es sei
denn, in den Zulassungsunterlagen ist eine kürzere Haltbarkeit angegeben. Satz 1 gilt nicht für
Lösungsmittel, Gase und Wasser.
(3b) Bei Prüfpräparaten sind ausreichende Muster jeder Herstellungscharge in dem jeweiligen
Behältnis sowie wesentliche Bestandteile der Verpackung der einzelnen
Fertigarzneimittelchargen mindestens zwei Jahre nach Abschluss oder Abbruch der letzten
klinischen Prüfung, bei der die betreffende Charge zur Anwendung kam, aufzubewahren,
wobei der längere Zeitraum gilt.
(4) Die für die Lagerung verantwortliche Person hat sich in regelmäßigen Abständen davon zu
überzeugen, dass die Arzneimittel und die Ausgangsstoffe ordnungsgemäß gelagert werden.
Die Muster nach Absatz 3, 3a und 3b sind den zuständigen Behörden zur Verfügung zu halten.
§ 9
Tierhaltung
(1) Der Gesundheitszustand von Tieren, die für die Herstellung oder Prüfung von Arzneimitteln
gehalten werden, ist von einem Tierarzt fortlaufend zu kontrollieren.
(2) Soweit vor der Verwendung der Tiere eine Quarantäne erforderlich ist, sind sie in einem
Quarantänestall unterzubringen und von einem Tierarzt zu untersuchen. Die Quarantänezeit
beträgt für Kleintiere mindestens zwei Wochen, für Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen
mindestens drei Wochen, für Einhufer sowie für andere Großtiere mindestens vier und für
Affen mindestens sechs Wochen. Der Quarantänestall muss von den übrigen Ställen getrennt
sein. Die mit der Pflege und Wartung der im Quarantänestall untergebrachten Tiere
beauftragten Personen sollen nicht ohne ausreichende Vorsichtsmaßnahmen in anderen
Ställen beschäftigt werden.
(3) Bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln dürfen nur Tiere verwendet werden, die
nach dem Ergebnis der tierärztlichen Untersuchung keine Anzeichen von übertragbaren
Krankheiten aufweisen und nicht an Krankheiten leiden, die die Herstellung oder Prüfung der
Arzneimittel nachteilig beeinflussen.
(4) Über die Tiere sind nach Tierarten getrennte Aufzeichnungen zu führen. Diese
Aufzeichnungen müssen mindestens Angaben enthalten über
1. die Herkunft und das Datum des Erwerbs,
2. die Rasse oder den Stamm,
3. die Anzahl,
4. die Kennzeichnung,
5. den Beginn und das Ende der Quarantänezeit,
6. das Ergebnis der tierärztlichen Untersuchungen,
7. die Art, das Datum und die Dauer der Verwendung und
8. den Verbleib der Tiere nach der Verwendung.
(5) Die Ställe müssen sich in angemessener Entfernung von den Herstellungs- und Prüfräumen
befinden.
§ 10
Behältnisse
Arzneimittel dürfen nur in Behältnissen in den Verkehr gebracht werden, die gewährleisten, dass
die Qualität nicht mehr als unvermeidbar beeinträchtigt wird.
§ 11
Kennzeichnung
(1) Arzneimittel, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt und keine Fertigarzneimittel oder
Prüfpräparate sind, dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn ihre Behältnisse und,
soweit verwendet, die äußeren Umhüllungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 1, 2, 4 und 9 des
Arzneimittelgesetzes in gut lesbarer Schrift, in deutscher Sprache und auf dauerhafte Weise
gekennzeichnet sind.
(2) Fertigarzneimittel, die Arzneimittel im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 1a, 2 oder 3 des
Arzneimittelgesetzes sind, dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn ihre Behältnisse
und, soweit verwendet, ihre äußeren Umhüllungen nach § 10 des Arzneimittelgesetzes
gekennzeichnet sind. Die Angaben über die Darreichungsform, die wirksamen Bestandteile
und die Wartezeit können entfallen. Bei diesen Arzneimitteln sind auf dem Behältnis, oder,
soweit verwendet, auf der äußeren Umhüllung oder einer Packungsbeilage zusätzlich
anzugeben
1. die Anwendungsgebiete,
2. die Gegenanzeigen,
3. die Nebenwirkungen,
4. die Wechselwirkungen mit anderen Mitteln.
Können die vorgeschriebenen Angaben nicht gemacht werden, so können sie entfallen.
(3) Fertigarzneimittel, die Arzneimittel im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 4 des Arzneimittelgesetzes
sind, dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn ihre Behältnisse und, soweit
verwendet, ihre äußeren Umhüllungen nach § 10 Abs. 1, 2, 3, 5, 6, 8 und 9 des
Arzneimittelgesetzes gekennzeichnet sind. Die Angaben über die Darreichungsform können
entfallen. Die wirksamen Bestandteile sind bei Arzneimitteln im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 4
Buchstabe a des Arzneimittelgesetzes nach Art und Menge anzugeben, soweit sie für die
Funktion des Arzneimittels charakteristisch sind. Besteht das Fertigarzneimittel aus mehreren
Teilen, so sind auf dem Behältnis und, soweit verwendet, auf der äußeren Umhüllung die
Chargenbezeichnungen der einzelnen Teile anzugeben. Ist die Angabe der wirksamen
Bestandteile nach Art und Menge auf dem Behältnis aus Platzmangel nicht möglich, so ist sie
auf der äußeren Umhüllung oder, sofern auch dies aus Platzmangel nicht möglich ist, in einem
dem Behältnis beigefügten Informationsblatt vorzunehmen.
(4) Zur Anwendung bei Tieren bestimmte Arzneimittel, die keine Fertigarzneimittel sind, dürfen nur
in den Verkehr gebracht werden, wenn die Behältnisse und, soweit verwendet, die äußeren
Umhüllungen mit den Angaben nach den §§ 10 und 11 des Arzneimittelgesetzes versehen
sind. Fütterungsarzneimittel müssen ferner nach § 56 Abs. 4 Satz 3 des Arzneimittelgesetzes
gekennzeichnet sein. Werden Fütterungsarzneimittel in Tankwagen oder ähnlichen
Einrichtungen befördert, so genügt es, wenn die erforderlichen Angaben in mitgeführten, für
den Tierhalter bestimmten Begleitpapieren enthalten sind.
(5) Bei Arzneimitteln, die der Zulassung oder Registrierung nicht bedürfen, entfällt die Angabe der
Zulassungsnummer oder Registernummer.
§ 11a
Kennzeichnung von Prüfpräparaten
(1) Bei Prüfpräparaten muss die Kennzeichnung den Schutz der Prüfungsteilnehmer und die
Rückverfolgbarkeit sicherstellen, die Identifizierung des Arzneimittels und der Prüfung
ermöglichen und eine ordnungsgemäße Verwendung des Arzneimittels erleichtern.
(2) Prüfpräparate, die Arzneimittel im Sinne des § 2 Abs. 1 oder Abs. 2 Nr. 1 des
Arzneimittelgesetzes sind, dürfen außer in den Fällen nach Absatz 3 bis 5 nur in den Verkehr
gebracht werden, wenn auf den Behältnissen oder deren fest versiegelten Umhüllungen und,
soweit verwendet, auf den äußeren Umhüllungen in gut lesbarer Schrift, allgemein verständlich
in deutscher Sprache und auf dauerhafte Weise angegeben sind:
1. Name des Sponsors,
2. Anschrift und Telefonnummer des Sponsors, sofern nicht in einer Packungsbeilage oder
einem anderen Begleitdokument enthalten und diese mit dem ausdrücklichen Hinweis
„nicht vom Prüfpräparat zu trennen“ versehen sind,
3. Bezeichnung oder Kennzeichnung und Stärke oder Konzentration des Prüfpräparats,
4. Chargenbezeichnung mit der Abkürzung Ch.-B., oder Code-Nummer,
5. Darreichungsform,
6. Inhalt nach Gewicht, Volumen oder Stückzahl,
7. Art der Anwendung,
8. Dosierungsanleitung mit Einzel- oder Tagesgaben oder diesbezüglicher Hinweis auf die
Packungsbeilage oder auf ein Begleitdokument,
9. Dauer der Verwendbarkeit (Verfalldatum mit dem Hinweis „verwendbar bis“ oder Datum
der Nachtestung) unter Angabe von Monat und Jahr,
10. Name des Prüfers, sofern nicht in dem Prüfplancode enthalten,
11. von der europäischen Datenbank erteilte EUDRACT Nummer, sofern nicht in der
Packungsbeilage oder einem Begleitdokument enthalten,
12. Identifizierungscode der betroffenen Person, und sofern erforderlich, eine Nummer zur
Kennzeichnung der Einnahmesequenz,
13. Hinweis, dass das Arzneimittel zur klinischen Prüfung bestimmt ist,
14. Aufbewahrungs- oder Lagerungshinweise, sofern dies in der Genehmigung für die
klinische Prüfung vorgesehen ist,
15. Hinweis, dass das Prüfpräparat unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden soll,
16. soweit erforderlich besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung von nicht
verwendeten Prüfpräparaten oder sonstige besondere Vorsichtsmaßnahmen, um
Gefahren für die Umwelt zu vermeiden oder Angaben für die Rückgabe.
Die Angabe nach Satz 1 Nr. 3 kann im Falle einer Verblindung der Prüfpräparate entfallen.
(3) Sofern Behältnis und äußere Umhüllung des Prüfpräparates dauernd zusammen gehalten
werden sollen und die äußere Umhüllung die unter Absatz 2 Satz 1 aufgeführten Angaben
aufweist, muss das Behältnis oder dessen fest versiegelte Umhüllung mindestens die
Angaben nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 1, 3, 4, 5, 6, 7, 11 und 12 aufweisen, die Angabe nach
Absatz 2 Satz 1 Nr. 7 kann bei festen oralen Darreichungsformen entfallen. Absatz 2 Satz 2
gilt entsprechend.
(4) Durchdrückpackungen sind mit den Angaben nach Absatz 2 Nr. 1, 3, 4, 7, 11 und 12 zu
versehen, die Angabe nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 7 kann bei festen oralen Darreichungsformen
entfallen. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(5) Bei Behältnissen von nicht mehr als zehn Milliliter Volumen und bei Ampullen brauchen die
Angaben nach Absatz 2 nur auf den äußeren Umhüllungen gemacht zu werden, jedoch
müssen sich auf den Behältnissen und den Ampullen mindestens die Angaben nach Ansatz 2
Nr. 1, 3, 4, 7, 11 und 12 befinden. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(6) Sofern die Angaben nach Absatz 2 in einer anderen Sprache wiedergegeben werden, müssen
in dieser Sprache die gleichen Angaben gemacht werden. Weitere Angaben sind zulässig,
sofern sie mit der Verwendung des Prüfpräparates in Zusammenhang stehen, für die
gesundheitliche Aufklärung wichtig sind und den Angaben nach Absatz 2 nicht widersprechen.
(7) Wenn die Dauer der Verwendbarkeit nachträglich verlängert werden soll, ist ein zusätzliches
Etikett auf dem Behältnis und soweit verwendet auf der äußeren Umhüllung anzubringen, das
das neue Verfalldatum oder das Datum der Nachtestung sowie die Chargenbezeichnung
aufweist. Mit dem Etikett kann das frühere Datum, nicht aber die bereits vorhandene
Chargenbezeichnung überdeckt werden.
(8) Bei Prüfpräparaten, die durch die zuständige Bundesoberbehörde zugelassene Arzneimittel
sind oder für die die Kommission der Europäischen Gemeinschaften oder der Rat der
Europäischen Union eine Genehmigung für das Inverkehrbringen gemäß Artikel 3 Abs. 1 oder
2 der Verordnung (EWG) Nr. 2309/93 vom 22. Juli 1993 zur Festlegung von
Gemeinschaftsverfahren zur Überwachung von Human- und Tierarzneimitteln (ABl. EG Nr. L
214 S. 1) erteilt hat, und die ohne zusätzliche Herstellungsmaßnahmen zur Verwendung in der
klinischen Prüfung bestimmt sind, kann auf besondere Kennzeichnungen nach den Absätzen 2
bis 7 verzichtet werden, soweit es das Konzept der klinischen Prüfung erlaubt.
§ 12
Herstellung und Prüfung im Auftrag
(1) Soweit ein Arzneimittel ganz oder teilweise im Auftrag in einem anderen Betrieb hergestellt
oder geprüft wird, muss ein schriftlicher Vertrag zwischen dem Auftraggeber und dem
Auftragnehmer bestehen. In diesem Vertrag müssen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten
jeder Seite klar festgelegt sein und die Einhaltung der pharmazeutischen Regeln ,
insbesondere der Guten Herstellungspraxis durch den Auftragnehmer sowie die Art und Weise
geregelt sein, in der die sachkundige Person, die für die Freigabe jeder Charge zuständig ist,
ihrer Verantwortung nachzukommen hat. Der Auftragnehmer darf keine ihm vertraglich
übertragene Arbeit ohne schriftliche Zustimmung des Auftraggebers an Dritte weitergeben.
(2) Der Auftraggeber hat sich zu vergewissern, dass der Auftragnehmer das Arzneimittel
ordnungsgemäß und entsprechend der Herstellungs- und Prüfanweisung herstellt und prüft.
Soweit die Freigabe durch den Auftraggeber erfolgt, sind ihr auch die vom Auftragnehmer
übersandten Protokolle über die Herstellung oder Prüfung zugrunde zu legen.
(3) Der Auftragnehmer darf keine ihm vertraglich übertragene Arbeit ohne schriftliche Zustimmung
des Auftraggebers an Dritte weitergeben. Er muss die anerkannten pharmazeutischen Regeln,
insbesondere die Grundsätze der Guten Herstellungspraxis einhalten und sich den
Inspektionen durch die zuständige Behörde unterwerfen.
§ 13
Vertrieb und Einfuhr
(1) Ein pharmazeutischer Unternehmer darf ein Arzneimittel, das er nicht selbst hergestellt hat,
erst in den Verkehr bringen, wenn es im Geltungsbereich des Arzneimittelgesetzes nach § 6
geprüft wurde und die von der sachkundigen Person unterzeichneten Prüfberichte vorliegen.
(2) Bei einem Arzneimittel, das aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder
einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum
eingeführt wurde, kann von der Prüfung nach Absatz 1 abgesehen werden, wenn es in dem
Mitgliedstaat oder in dem anderen Vertragsstaat nach den dort geltenden Rechtsvorschriften
geprüft ist und von der sachkundigen Person unterzeichnete Prüfberichte vorliegen.
(3) Bei einem Arzneimittel, das aus einem Land eingeführt oder das in einem Land geprüft wurde,
das nicht Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder anderer Vertragsstaaten des
Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist, ist die Prüfung nach Absatz 1 im
Geltungsbereich des Arzneimittelgesetzes durchzuführen, soweit es sich nicht um ein
Prüfpräparat handeltArzneimittel handelt., das zur klinischen Prüfung bei Menschen bestimmt
ist. Sie soll neben der vollständigen qualitativen und quantitativen Analyse, insbesondere der
Wirkstoffe, auch alle sonstigen Überprüfungen erfassen, die erforderlich sind, um die Qualität
des Arzneimittels zu gewährleisten. Von der Prüfung kann abgesehen werden, wenn die
Voraussetzungen nach § 72a Satz 1 Nr. 1, bei Stoffen menschlicher Herkunft auch nach Nr. 2
des Arzneimittelgesetzes erfüllt sind oder die Prüfungen schon in einem anderen Mitgliedstaat
der Europäischen Gemeinschaft durchgeführt wurden und entsprechende Unterlagen
vorliegen.
(4) Der pharmazeutische Unternehmer soll sich vergewissern, dass der Hersteller das Arzneimittel
ordnungsgemäß und entsprechend der Herstellungs- und Prüfanweisung herstellt und prüft.
Die sachkundige Person soll sich vergewissern, dass der Hersteller das Arzneimittel
ordnungsgemäß nach den anerkannten Pharmazeutischen Regeln, insbesondere der Guten
Herstellungspraxis und entsprechend der Herstellungs- und Prüfanweisung und bei
Prüfpräparaten entsprechend den Genehmigungsunterlagen für die klinische Prüfung herstellt
und prüft sowie über eine Herstellungserlaubnis verfügt.
(4a) Bei einem Arzneimittel, das aus einem Land eingeführt oder das in einem Land geprüft
wurde, das nicht Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder anderer
Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ist, soll sich die
sachkundige Person vergewissern, dass Herstellung und Prüfung nach Standards erfolgen,
die denen der Guten Herstellungspraxis der Europäischen Union zumindest gleichwertig sind
und dass der Herstell- und der Prüfbetrieb berechtigt sind, diese Tätigkeiten auszuüben.
(5) Der pharmazeutische Unternehmer hat zu gewährleisten, dass Rückstellmuster der
zuständigen Behörde zur Verfügung gestellt werden können. § 8 Abs. 3, und 3a und 3b gilt
entsprechend. Die Lagerung von Rückstellmustern im Geltungsbereich des
Arzneimittelgesetzes ist dann nicht erforderlich, wenn gewährleistet ist, dass diese in einem
Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft in unveränderter Form zur Verfügung stehen,
und hinsichtlich Verpackung oder Kennzeichnung nicht von dem im Geltungsbereich des
Arzneimittelgesetzes in den Verkehr gebrachten Arzneimittel abweichen.
(6) Ein Fertigarzneimittel darf erst in Verkehr gebracht werden, wenn die Freigabe nach § 7 Abs. 1
Satz 1 erfolgt ist. Dies gilt auch für Prüfpräparate.
(7) Über den Erwerb, die Einfuhr, die Ausfuhr, die Lagerung und das Inverkehrbringen sind
Aufzeichnungen zu machen. Im Falle der Lieferung von Fertigarzneimitteln an Betriebe oder
Einrichtungen, die Großhandel betreiben, an Krankenhausapotheken oder
krankenhausversorgende Apotheken zur Belieferung von Krankenhäusern sind den
Lieferungen Unterlagen mit chargenbezogenen Angaben beizufügen.
§ 14
Beanstandungen und Rückruf
(1) Bei Arzneimitteln, die keine Prüfpräparate sind, hat der Der Stufenplanbeauftragte nach § 63a
Abs. 1 Satz 1 des Arzneimittelgesetzes hat alle bekannt gewordenen Meldungen über
Arzneimittelrisiken zu sammeln und alle Beanstandungen systematisch aufzuzeichnen und zu
überprüfen sowie die nach § 63b Abs. 2 und 3 29 Abs. 1 Satz 2 des Arzneimittelgesetzes
bestehenden Anzeigepflichten zu erfüllen, soweit sie Arzneimittelrisiken betreffen. Er hat
unverzüglich die sofortige Überprüfung der Meldungen zu veranlassen und sie daraufhin zu
bewerten, ob ein Arzneimittelrisiko vorliegt, wie schwerwiegend es ist und welche Maßnahmen
zur Risikoabwehr geboten sind. Er hat die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren. Der
Stufenplanbeauftragte hat die zuständige Behörde über jeden Mangel, der möglicherweise zu
einem Rückruf oder zu einer ungewöhnlichen Einschränkung des Vertriebs führt, unverzüglich
zu unterrichten und dabei auch mitzuteilen, in welche Staaten das Arzneimittel ausgeführt
wurde. Über den Inhalt der Meldungen, die Art der Überprüfung und die dabei gewonnenen
Erkenntnisse, das Ergebnis der Bewertung, die koordinierten Maßnahmen und die
Benachrichtigungen hat der Stufenplanbeauftragte Aufzeichnungen zu führen.
(1a) Bei Prüfpräparaten muss der Stufenplanbeauftragte in Zusammenarbeit mit dem Sponsor
Beanstandungen systematisch aufzeichnen und überprüfen und wirkungsvolle systematische
Vorkehrungen treffen, damit eine weitere Anwendung der Prüfpräparate verhindert werden
kann, sofern dies notwendig erscheint. Absatz 1 Satz 2 bis 3 gelten entsprechend. Der
Stufenplanbeauftragte hat die zuständige Behörde über jeden Mangel, der möglicherweise zu
einem Rückruf oder zu einer ungewöhnlichen Einschränkung des Vertriebs führt, unverzüglich
zu unterrichten und dabei auch mitzuteilen, an welche Prüfstellen innerhalb oder außerhalb
des Geltungsbereiches des Arzneimittelgesetzes die Arzneimittel ausgeliefert wurden. Sofern
das Prüfpräparat ein zugelassenes Arzneimittel ist, muss der Stufenplanbeauftragte den
Sponsor und den Zulassungsinhaber über jeden Mangel informieren, der mit dem
zugelassenen Arzneimittel in Verbindung stehen kann. Absatz 1 Satz 5 gilt entsprechend.
(2) Soweit ein pharmazeutischer Unternehmer andere als die in § 63a Abs. 1 Satz 1 des
Arzneimittelgesetzes genannten Arzneimittel in den Verkehr bringt, hat er eine Person mit der
Wahrnehmung der Aufgaben nach Absatz 1 zu beauftragen. Die beauftragte Person ist für die
Einhaltung der Verpflichtungen entsprechend Absatz 1 verantwortlich.
(3) Der pharmazeutische Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass alle im Betrieb eingehenden
Meldungen über Arzneimittelrisiken unverzüglich dem Stufenplanbeauftragten oder der nach
Absatz 2 Satz 1 beauftragten Person mitgeteilt werden.
§ 15
Dokumentation
(1) Der Hersteller muss ein Dokumentationssystem auf der Grundlage von Spezifikationen,
Herstellungsvorschriften, Verarbeitungs- und Verpackungsanweisungen,
Verfahrensanweisungen und Protokolle über die jeweils ausgeführten Herstellungsvorgänge
sowie Vorschriften über allgemeine Herstellungsvorgänge und –bedingungen einrichten und
unterhalten. Die Gesamtheit dieser Unterlagen muss die Rückverfolgung des Werdegangs
jeder Charge sowie der im Verlauf der Entwicklung eines Prüfpräparates vorgenommenen
Änderungen ermöglichen. Alle Aufzeichnungen über den Erwerb, die Herstellung, Prüfung,
Freigabe, Lagerung, Einfuhr, Ausfuhr und das Inverkehrbringen der Arzneimittel sowie über
die Tierhaltung und die Aufzeichnungen des Stufenplanbeauftragten oder der nach § 14 Abs. 2
Satz 1 beauftragten Person sind vollständig und mindestens bis ein Jahr nach Ablauf des
Verfalldatums, jedoch nicht weniger als fünf Jahre aufzubewahren, bei Prüfpräparaten
mindestens fünf Jahre nach Abschluss oder Abbruch der letzten klinischen Prüfung, bei der
die betreffende Charge zur Anwendung kam. Die Aufzeichnungen müssen klar und deutlich,
fehlerfrei und auf dem neuesten Stand sein. Der ursprüngliche Inhalt einer Eintragung darf
weder mittels Durchstreichens noch auf andere Weise unleserlich gemacht werden. Es dürfen
keine Veränderungen vorgenommen werden, die nicht erkennen lassen, ob sie bei der
ursprünglichen Eintragung oder erst später gemacht worden sind.
(1a) Bei Blutzubereitungen, Sera aus menschlichem Blut und gentechnisch hergestellten
Plasmaproteinen zur Behandlung von Hämostasestörungen sind zusätzlich zum Zwecke der
Rückverfolgung die Bezeichnung des Arzneimittels, die Chargenbezeichnung, das Datum der
Abgabe und der Name oder die Firma des Empfängers aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen
sind mindestens fünfzehn Jahre aufzubewahren oder zu speichern und müssen gelöscht
werden, wenn die Aufbewahrung oder Speicherung nicht mehr erforderlich ist. Werden die
Aufzeichnungen länger als fünfzehn Jahre aufbewahrt oder gespeichert, sind sie zu
anonymisieren.
(2) Werden die Aufzeichnungen mit elektronischen, photographischen oder anderen
Datenverarbeitungssystemen gemacht, muss durch Validierung des Systems mindestens
sichergestellt sein, dass die Daten während der Dauer der Aufbewahrungsfrist verfügbar sind
und innerhalb einer angemessenen Frist lesbar gemacht werden können. Die gespeicherten
Daten müssen gegen Verlust und Beschädigung geschützt werden. Wird ein System zur
automatischen Datenverarbeitung oder -übertragung eingesetzt, so genügt statt der
eigenhändigen Unterschrift der verantwortlichen Person nach § 5 Abs. 4 und § 6 Abs. 3 die
Namenswiedergabe dieser Person, wenn in geeigneter Weise sichergestellt ist, dass nur
befugte Personen die Bestätigung der ordnungsgemäßen Herstellung und Prüfung im
Herstellungs- und Prüfprotokoll vornehmen können.
(3) Die Aufzeichnungen über das Inverkehrbringen sind so zu ordnen, dass sie den
unverzüglichen Rückruf des Arzneimittels ermöglichen.
§ 15a
Selbstinspektion
Um die Beachtung der Vorschriften dieser Verordnung sicherzustellen, müssen regelmäßig
Selbstinspektionen durchgeführt werden. Über die Selbstinspektionen und die anschließend
ergriffenen Korrekturmaßnahmen müssen Aufzeichnungen geführt und aufbewahrt werden.
§ 16
Kennzeichnungs- und Verpackungsmaterial
§ 6 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1, § 8 Abs. 1 und 4 sowie § 15 sind auf Behältnisse, äußere
Umhüllungen, Kennzeichnungsmaterial, Packungsbeilagen und Packmittel entsprechend
anzuwenden.
§ 17
Ordnungswidrigkeiten
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 97 Abs. 2 Nr. 31 des Arzneimittelgesetzes handelt, wer
vorsätzlich oder fahrlässig
1. als Herstellungsleiter oder als nach § 2 Abs. 3 für den Bereich des § 19 Abs. 1 des
Arzneimittelgesetzes bestellte Person
a) entgegen § 5 Abs. 3 Satz 2 oder 3 eine Herstellungsanweisung nicht, nicht
richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstellt oder entgegen § 5 Abs. 4
Satz 1 oder 2 ein Herstellungsprotokoll nicht, nicht richtig oder nicht vollständig
führt,
b) entgegen § 8 Abs. 1 Arzneimittel nicht so lagert, dass ihre Qualität nicht
nachteilig beeinflusst wird und Verwechslungen vermieden werden oder
c) Muster von Chargen, Muster von Ausgangsstoffen oder Rückstellmuster nicht
entsprechend § 8 Abs. 3 Satz 1 oder Abs. 3a Satz 1 oder Abs. 3 b, auch in
Verbindung mit § 13 Abs. 5 Satz 2, aufbewahrt,
2. als Herstellungsleiter oder Kontrolleiter oder als nach § 2 Abs. 3 für den Bereich des §
19 Abs. 1 oder 2 des Arzneimittelgesetzes bestellte Person entgegen § 7 Abs. 2 Satz 1
Arzneimittel nicht kenntlich macht oder nicht absondert,
3. als Kontrolleiter oder als nach § 2 Abs. 3 für den Bereich des § 19 Abs. 2 des
Arzneimittelgesetzes bestellte Person entgegen § 6 Abs. 2 Satz 2 eine Prüfanweisung
nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstellt oder entgegen § 6 Abs.
3 Satz 1 oder 2 ein Prüfprotokoll nicht, nicht richtig oder nicht vollständig führt,
3a. als sachkundige Person Arzneimittel entgegen § 7 Abs. 1 Satz 1 freigibt oder entgegen
§ 7 Abs. 1 Satz 2 Arzneimittelchargen nicht in das fortlaufende Register einträgt.
4. als Vertriebsleiter oder als nach § 2 Abs. 3 für den Bereich des § 19 Abs. 3 des
Arzneimittelgesetzes bestellte Person entgegen § 10 Arzneimittel in den Verkehr bringt,
4a. als Stufenplanbeauftragter oder als nach § 14 Abs. 2 Satz 1 beauftragte Person
entgegen § 14 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 1a Satz 2 Meldungen über Arzneimittelrisiken
nicht sammelt oder entgegen § 14 Abs. 1 Satz 2 bis 5 oder Abs. 1a Satz 2 bis 5 den
dort geregelten Verpflichtungen nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig nachkommt oder
5. als pharmazeutischer Unternehmer
a) nicht dafür sorgt, dass die Quarantänevorschriften des § 9 Abs. 2 Satz 1 bis 3
eingehalten werden,
b) entgegen § 9 Abs. 4 Aufzeichnungen nicht, nicht richtig oder nicht vollständig
führt,
c) entgegen § 13 Abs. 1 oder 6 Arzneimittel in den Verkehr bringt,
d) entgegen § 13 Abs. 5 Satz 1 Rückstellmuster nicht zur Verfügung hält,
e) entgegen § 14 Abs. 2 Satz 1 eine Person nicht beauftragt oder entgegen § 14
Abs. 3 nicht dafür sorgt, dass Meldungen rechtzeitig mitgeteilt werden,
f) Aufzeichnungen nicht entsprechend § 15 Abs. 1 Satz 13 oder 4 aufbewahrt oder
entgegen § 15 Abs. 1 Satz 3 oder 4 5 oder 6 Aufzeichnungen unleserlich macht
oder Veränderungen vornimmt oder
g) entgegen § 15 Abs. 1a Satz 2 eine Aufzeichnung nicht oder nicht mindestens
fünfzehn Jahre aufbewahrt und nicht oder nicht mindestens fünfzehn Jahre
speichert oder
h) der in § 19 Absatz 4 des Arzneimittelgesetzes aufgeführten sachkundigen
Person nicht die Durchführung ihrer Aufgabe ermöglicht und ihr insbesondere
nicht alle erforderlichen Hilfsmittel zur Verfügung stellt.
(2) Die Vorschriften des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe b und Nr. 5 Buchstabe f gelten auch bei
Behältnissen, äußeren Umhüllungen, Kennzeichnungsmaterial, Packungsbeilagen und
Packmitteln im Sinne des § 16.
§ 18 Übergangsbestimmungen
(1) Arzneimittel, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung nicht den Vorschriften dieser
Verordnung entsprechend hergestellt und geprüft wurden, oder die nicht nach den Vorschriften
dieser Verordnung gekennzeichnet und verpackt sind, dürfen vom pharmazeutischen
Unternehmer noch bis zum 31. Dezember 1987 in den Verkehr gebracht werden.
(2) Betriebsräume und Einrichtungen müssen bis zum 31. Dezember 1987 den Vorschriften dieser
Verordnung entsprechen. Die zuständige Behörde kann darüber hinaus befristete Ausnahmen
zulassen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
(3) Für Arzneimittel im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 2 bis 4 des Arzneimittelgesetzes finden die
Bestimmungen dieser Verordnung bis zum 31. Dezember 1987 keine Anwendung. Die
Kennzeichnungsvorschriften des § 11 Abs. 2 und 3 finden bis zum 31. Dezember 1988 keine
Anwendung.
(4) Arzneimittel, die in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet nicht den
Vorschriften dieser Verordnung entsprechend hergestellt und geprüft wurden oder die nicht
nach den Vorschriften dieser Verordnung gekennzeichnet und verpackt sind, dürfen vom
pharmazeutischen Unternehmer dort noch bis zum 31. Dezember 1991 in den Verkehr
gebracht werden.
(5) Betriebsräume und Einrichtungen in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet
müssen bis zum 31. Dezember 1992 den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen. Die
zuständige Behörde kann darüber hinaus befristete Ausnahmen zulassen, wenn ein wichtiger
Grund vorliegt.
(6) Für Arzneimittel im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 2 bis 4 des Arzneimittelgesetzes, die in dem in
Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet hergestellt und geprüft werden, finden die
Bestimmungen dieser Verordnung bis zum 31. Dezember 1992 keine Anwendung.
(7) Für Wirkstoffe, die menschlicher oder tierischer Herkunft sind oder auf gentechnischem Wege
hergestellt werden, oder andere zur Arzneimittelherstellung bestimmte Stoffe menschlicher
Herkunft findet § 1 in der bis zum (xxx) geltenden Fassung bis zum (1. Tag des 13. Monats
nach Inkrafttreten der 12. AMG Novelle) Anwendung, es sei denn, es handelt sich um
Wirkstoffe, die Blut oder Blutzubereitungen sind.
Bonn, den 8. März 2004
04.08.2014
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PD
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË - Tel. +32 22991111
EUROPEAN COMMISSION
HEALTH AND CONSUMERS DIRECTORATE-GENERAL
Health systems and products
Medicinal products – quality, safety and efficacy
Brussels,
SANCO/D/6/SF/mg/ddg1.d.6(2013)17926
3
GUIDELINES ON THE FORMALISED RISK ASSESSMENT FOR ASCERTAINING THE
APPROPRIATE GOOD MANUFACTURING PRACTICE FOR EXCIPIENTS OF MEDICINAL
PRODUCTS FOR HUMAN USE
DRAFT SUBMITTED FOR PUBLIC CONSULTATION
Stakeholders are invited to comment on this draft by 30 April 2013 at the latest.
Responses should be sent preferably by e-mail to sanco-pharmaceuticals-
d6@ec.europa.eu, or by post to Unit SANCO/D/6, DM24 02/050, BE-1049 Brussels.
When sending your comments and responses, you should state whether you are a
stakeholder association or a private individual. If you represent an association, please
indicate clearly what type of association this is (excipient manufacturer, medicinal
products manufacturer, importer etc.). If you represent a company, please state whether it
falls within the EU definition of a small and medium-sized enterprise (i.e. less than
€50 million annual turnover and fewer than 250 employees).
All comments and responses will be made publicly available on the 'Europa website' on
pharmaceuticals once the consultation period is over. If you do not wish your
contribution to be made public please indicate this clearly and specifically in the
documentation you send us (i.e. not just in the covering letter or e-mail). In this case,
only an indication of the contributor will be disclosed.
Professional organisations are invited to register in the Union’s Register for Interest
Representatives (http://europa.eu/transparency-register/) set up as part of the European
Transparency Initiative to provide the Commission and the public at large with
information about the objectives, funding and structures of interest representatives.
Ref. Ares(2013)148094 - 05/02/2013
mailto:sanco%1Epharmaceuticals-d6@ec.europa.eu
mailto:sanco%1Epharmaceuticals-d6@ec.europa.eu
http://europa.eu/transparency-register/
2
1. INTRODUCTION
1. Directive 2011/83/EC provides, in Article 46(f), as follows:
“The holder of the manufacturing authorisation shall ensure that the excipients are
suitable for use in medicinal products by ascertaining what the appropriate good
manufacturing practice is. This shall be ascertained on the basis of a formalised
risk assessment in accordance with the applicable guidelines referred to in the fifth
paragraph of Article 47. Such risk assessment shall take into account requirements
under other appropriate quality systems as well as the source and intended use of
the excipients and previous instances of quality defects. The holder of the
manufacturing authorisation shall ensure that the appropriate good manufacturing
practice so ascertained, is applied. The holder of the manufacturing authorisation
shall document the measures taken under this paragraph”
2. The fifth paragraph of Article 47 of Directive 2001/83/EC provides that :
“The Commission shall adopt guidelines on the formalised risk assessment for
ascertaining the appropriate good manufacturing practice for excipients referred to
in the second paragraph of point (f) of Article 46.”
3. These guidelines are presented below:
• Section 2: “Determination of appropriate GMP based on type of excipient”
provides guidance on how to assess and rank the risk presented by the
excipient.
• Section 3: “Determination of Excipient Manufacturer´s Risk Profile” covers
identification of appropriate GMP and assessment, ranking and control of the
risk profile of the excipient manufacturer.
• Section 4: “Confirmation of Application of Appropriate GMP” presents
guidance on how to manage the risks of use of the excipient on an on-going
basis.
4. The excipient risk assessment/risk management procedure should be incorporated in
the Quality Management System of the Manufacturing Authorisation Holder.
5. Importers of medicinal products must have the risk assessment/management
documentation for appropriate GMP for excipients available on site.
2. DETERMINATION OF APPROPRIATE GMP BASED ON TYPE OF EXCIPIENT
6. The Quality Risk Management guidelines (ICHQ9) in Part III of Eudralex, the
Rules Governing Medicinal Products in the European Union, Volume 4 (EU
Guidelines to Good Manufacturing Practice for Medicinal Products for Human and
Veterinary Use – hereafter 'EU-GMP') provide principles and examples of tools for
quality risk management that can be applied to different aspects of pharmaceutical
quality. These aspects include excipients.
7. These Quality Risk Management principles should be used to assess the risks
presented to the quality, safety and function of each excipient and to classify the
3
excipient in question as “low risk”, “medium risk” or “high risk”. Quality risk
management tools such as those listed in ICH Q9 (for example, hazard analysis and
critical control points – HACCP, etc.) should be used for this purpose.
8. For each excipient used, the Manufacturing Authorisation Holder should identify
the risks presented to the quality, safety and function of each excipient from its
source (be that animal, mineral, vegetable, synthetic etc.) through to its
incorporation in the finished pharmaceutical dose form. Areas for consideration
would include:
• Transmissible Spongiform Encephalopathy
• Potential for viral contamination
• Potential for microbiological or endotoxin/pyrogen contamination
• Potential, in general, for any impurity originating from the raw materials (e.g.
aflatoxins, pesticides) or generated as part of the process and carried over
(e.g. residual solvents and catalysts)
• Sterility assurance (for excipients claimed to be sterile)
• Use of dedicated equipment and/or facilities
• Environmental control and storage conditions
9. Additionally, with respect to the use and function of each excipient the
Manufacturing Authorisation Holder should also consider:
• The pharmaceutical form and use of the medicinal product containing the
excipient (e.g. ointment product, injection/infusion etc.)
• The function of the excipient in the formulation (e.g. lubricant in a tablet
product or preservative material in a liquid formulation etc.)
• The quantity used of the excipient for the manufacture of medicinal products
• Daily patient intake of the excipient
• Any known quality defects both globally and at a local company level related
to the excipient
• Whether the excipient is a composite
• Potential impact on the Critical Quality Attributes of the medicinal product
10. Having established and documented the risk profile of the excipient, the
Manufacturing Authorisation Holder should establish and document the elements of
EU-GMP that he believes are needed to be in place in order to control and maintain
the quality of the excipient (e.g. EU-GMP, Part I, Annex 1 and Annex 2, Part II etc.).
11. This will vary depending on the source, the supply chain and the subsequent use of
the excipient, but as a minimum the following high level GMP principles should be
considered:
a) Establishment and implementation of an effective Quality Assurance system
b) Sufficient competent and appropriately qualified personnel
c) Defined job descriptions for managerial and supervisory staff responsible for
manufacturing and quality activities
4
d) Training programmes for all staff involved in manufacturing and quality
activities
e) Training programmes related to health, hygiene and clothing
f) Provision and maintenance of premises and equipment appropriate to the
intended operations
g) Documentation system(s) covering all processes and specifications for the
various manufacturing and quality operations including retention of batch
documentation, which should be for at least one year after the expiry date of
the excipient batch to which it relates
h) Systems for coding and identifying starting materials, intermediates and
excipients to allow full traceability
i) Provision and maintenance of an independent quality control department
under the authority of the person nominated as responsible for overall Quality
Control
j) Retention of records for starting materials and excipients and retention of
samples of excipients for the periods required by EU GMP
k) Systems to ensure that any activity contracted out is subject to a written
contract
l) Maintenance of an effective system whereby complaints are reviewed and
products may be recalled
m) Regular self-inspection programmes
n) Any other (non-GMP) measures required to manage or control the identified
risk.
3. DETERMINATION OF EXCIPIENT MANUFACTURER´S RISK PROFILE
12. A gap analysis of the required GMP against the activities and capabilities of the
excipient manufacturer should then be performed.
13. Data/evidence to support this should be obtained through audit or from information
received from the excipient manufacturer.
14. Quality system certification or accreditation held by the excipient manufacturer and
the standards against which this has been granted should be considered as this may
meet the required Good Manufacturing Practices.
15. Any gaps identified between the required GMP and the activities and capabilities of
the excipient manufacturer should be documented. Furthermore, the Manufacturing
Authorisation Holder should perform a further risk assessment to determine the risk
profile (i.e. low risk, medium risk or high risk, for that excipient manufacturer). It is
recommended that the Quality Risk Management guidelines (ICHQ9) in Part III of
Eudralex, the Rules Governing Medicinal Products in the European Union, Volume 4
are used to classify the risk profile of the excipient manufacturer. Quality risk
management tools such as those listed in there (HACCP etc.) should be used for this.
5
16. The Manufacturing Authorisation Holder should have a series of risk mitigation
strategies ranging from acceptance through control to unacceptable for the different
risk profiles and based on these a control strategy (e.g. audit, document retrieval and
testing) should be established.
4 Confirmation of application of appropriate GMP
17. Once the “appropriate GMP” for the excipient and the risk profile of the
manufacturer has been defined on-going risk review should be performed through
mechanisms such as:
a) Number of defects on received batches of excipients
b) Type/severity of defects on excipients
c) Loss of relevant quality system accreditation by excipient manufacturer
d) Observation of trends in drug product quality attributes (this will depend on
the nature and role of excipient)
e) Audit (re-audit) of excipient manufacturer.
1. INTRODUCTION
2. DETERMINATION OF APPROPRIATE GMP BASED ON TYPE OF EXCIPIENT
04.08.2014
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© European Medicines Agency, 2014. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.
21 May 2014
EMA/196292/2014
Compliance and Inspections Department
Guidance for the template for the qualified person’s
declaration concerning GMP compliance of active
substance manufacture “The QP declaration template”
1. Introduction
The objective of this guidance and the Qualified Person (QP) declaration template is to emphasise the
importance of providing a valid declaration, to harmonise the format for the declaration, to forestall
questions during assessment, and to enhance the efficiency of the regulatory process, including the
timely processing of relevant regulatory submissions.
Applicants are therefore strongly recommended to use the template to facilitate the validation of
regulatory submissions and their review.
Guidance on the provision of the QP declaration is given in European Commission Guidelines of
16.05.2013 on the details of the various categories of variations.1
In summary, this states:
Marketing authorisations require a QP declaration to confirm that the active substance has been
manufactured in accordance with Good Manufacturing Practice (GMP) for medicinal products for
human and veterinary use, Part II: Basic Requirements for Active Substances used as Starting
Materials2.
Unless covered by an agreement as stated in the next bullet point, a QP declaration is required
from each registered EEA manufacturer and Importer Authorisation Holder (MIAH) that uses the
active substance as a starting material and/or is responsible for QP certification of the finished
batch of a human or veterinary medicinal product.
When more than one MIAH is involved, rather than provide multiple declarations it may be
acceptable to provide a single declaration signed by one QP – if the declaration is clear that:
it is signed on behalf of all the involved QPs;
the arrangements are underpinned by a technical agreement;
the QP providing the declaration is the one identified in the agreement as taking specific
responsibility for the GMP compliance of the active substance manufacturer(s).
Guidance for the template for the qualified person’s declaration concerning GMP
compliance of active substance manufacture “The QP declaration template”
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That according to Article 46a (1) of Directive 2001/83/EC3 and Article 50a (1) of Directive
2001/82/EC4, manufacture includes complete or partial manufacture, import, dividing up,
packaging or presentation prior to its incorporation into a medicinal product, including repackaging
or re-labelling as carried out by a distributor of a starting material (active substance).
MIAHs (using the active substance as a starting material and / or QP batch certification sites) should
therefore act appropriately to:
Verify the GMP compliance for each registered active substance manufacture, even if this site is not
routinely used.
Define and fully understand the supply chain and verify that active substances used in the
manufacture of medicinal products have been sourced through this supply chain.
Where the MIAH is not directly responsible for audit of the active substance manufacturing site(s),
the QP of the MIAH should ensure that appropriate technical arrangements / agreements are in
place with the companies responsible for such audits.
2. The basis of the QP declaration
Audit
For human and veterinary medicinal products, the QP declaration should be based upon an audit of the
active substance manufacturers5. It is established good practice that the audit should be conducted at
the manufacturing site i.e. an on-site audit6.
Audits should be by or on behalf of the MIAH, by suitably trained and experienced person(s), who may
be a third party contractor7.
The audit cannot be replaced by GMP certificates from a relevant competent authority8.
Scope
With respect to the application of GMP for products for human use, ICH Q119, states, “Each branch of a
convergent drug substance manufacturing process begins with one or more starting materials. The
GMP provisions described in ICH Q7 apply to each branch beginning with the first use of a starting
material. Performing manufacturing steps under GMP together with an appropriate control strategy
provides assurance of quality of the drug substance.”
The GMP Basic Requirements for Active Substances used as Starting Materials2 apply to each branch
beginning with the first use of the starting material(s) (as designated in the quality module / section of
the regulatory submission) at all active substance manufacturing sites, including intermediate sites.
For active substances for biological medicinal products, reference should be made to volume 4 GMP
Guidelines including Annex 2 “Manufacture of biological active substances and medicinal products for
human use” and Annex 5 “Manufacture of immunological veterinary medicinal products.”
For chemically synthesised active substances, it is acknowledged that details of the suppliers of
designated starting materials may be confidential. Their suitability should be assessed indirectly by
audit of the active substance manufacturer’s quality system for starting materials.
Guidance for the template for the qualified person’s declaration concerning GMP
compliance of active substance manufacture “The QP declaration template”
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3. Application of the QP declaration
The QP declaration applies to all human and veterinary medicinal products.
A QP declaration is required to be submitted with all applications for new marketing authorisations,
renewals and submissions of relevant quality variations, concerning changes (addition or replacement)
to the manufacturer of a starting material and / or to the registered manufacturer(s) of the active
substance, finished product or batch importation/certification sites1. This is irrespective of the means
by which the data requirements for the active substance are met – by either EDQM Certificate of
Suitability (CEP), Active Substance Master File (ASMF) or full details in the dossier.
If site changes are introduced during the regulatory review procedure, then a new declaration will need
to be provided.
The QP declaration is not required:
(a) for blood or blood components; these are not medicinal product and are subject to the
requirements of Directive 2002/98/EC10;
(b) from MIAH sites that do not use the active substance as a starting material, e.g. packaging
only sites, quality control testing sites.
4. Format of the QP declaration template
The attached QP declaration template provides a suitable means for documenting confirmation that the
active substance manufacture complies with GMP requirements.
The format of the QP declaration template is in five parts (Parts A to E).
PART A: Concerned active substance manufacturing sites
The name of the active substance should be stated.
The name and address of each manufacturing site to be registered that is involved in the manufacture
of the active substance should be stated, beginning from the first use of the designated starting
material.
All sites should be stated, including intermediate sites.
For EDQM CEPs, the MIAH should confirm with the active substance manufacturer, the names and
addresses of all sites involved, including any intermediate manufacturing sites in case these are not
openly declared on the CEP.
The manufacturing operation / activity of each site should be stated e.g. complete synthesis,
intermediate synthesis, micronisation.
The site address should be provided in detail to ensure that the site is accurate, e.g. where appropriate
building numbers should be included in the address.
In the case of an intermediate, which is itself an active substance and is supported by either an
independent ASMF or CEP, the sites of manufacture for this intermediate should also be registered in
the marketing authorisation and be the subject of a QP declaration.
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PART B: Manufacturing / Importer Authorisation Holder(s) (MIAHs) to
which this QP declaration applies
As stated in the introduction, declarations are required from the QP of each registered EEA MIAH
(using the active substance as a starting material and / or QP batch certification). When more than one
MIAH is involved, rather than provide multiple declarations, it may be acceptable to provide a single
declaration signed by one QP.
In this section, the relevant MIAHs for which the QP declaration is applicable should be listed.
The registered MIAH site, number and manufacturing activity should be provided.
PART C: Basis of the declaration
An on-site audit is expected and this should be confirmed by completion of the section (i) tick box.
Where the auditor’s on-site access is unreasonably restricted or not permitted by the active substance
manufacturer, then alternative sources should be sought on public health grounds.
Exceptional circumstances, when an on-site audit is not practical (e.g. atypical actives11), are out of
scope of the declaration template.
An off-site, remote or “paper-based” audit may be justifiable in terms of benefit risk, but this can only
be considered on a case-by-case basis.
In these cases, a suitable quality system is expected to be applied by the active substance and finished
product manufacturers. As a principle, such controls must provide confidence that the active substance
is fit for purpose and will not negatively affect the safety and efficacy of the medicinal product. The QP
is expected to justify the controls in place on a scientific basis and record a risk assessment on a
product specific basis6.
Specific guidance addresses the case of non-traditional (or atypical) active substances11 and veterinary
ectoparasiticides12.
In these exceptional circumstances, the QP declaration should be supported by:
(a) the justification for assessment of GMP compliance in lieu of on-site audit;
(b) a listing of the documents forming the basis of the off-site audit, for example - questionnaires,
review of documents, ISO 9000 certification, results of analytical testing and historical experience
with the supplier, and risk analysis.
Section (ii) sites audited, auditors and date of audit
The audit of the active substance manufactured at the site(s)s listed in PART A may be completed
either by MIAH(s) or by a third party body(ies) i.e. contract acceptor(s) on behalf of the MIAHs i.e.
contract giver(s).
The table should be completed with the relevant MIAH(s) as contract givers and auditing body(ies) as
contract acceptors. If the audit is undertaken by the MIAH (or corporate representative, within the
same group of companies) then the auditing body column should be left blank.
The site that has been audited and the date of audit should be stated.
Audits of each site for GMP compliance should be undertaken at regular intervals, normally within three
years. Justification should be provided if the date since the last audit exceeds this period.
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Section (iii) supplementary information
Section (iii) refers to supplementary information that may be attached to the QP declaration to support
a risk-based approach by the manufacturer in establishing priorities for its own audit programme8.
For example, results of inspection report(s) or GMP certificate(s) issued by EEA, Mutual Recognition
Agreement (MRA) partners or other recognised authority together with other supporting information
may be submitted13.
With respect to human medicines, this may also include the written confirmation of GMP compliance
from the competent authority of the exporting third country, according to Article 46b(2)(b) of Directive
2001/83/EC.
A listing of relevant attachments should be given in the table provided.
PART D: QP declaration
This section consists of a list of statements that form the QP declaration.
The QP in signing the QP declaration is confirming that these statements are correct and are the basis
by which the regulatory submission may be approved.
The statements relate to the following components:
QP responsibility
The signatory confirms that he or she is the authorised QP with specific responsibility for GMP
compliance of the active substance manufacture and that audit reports and all other documentation
relating to the QP declaration will be made available for inspection by competent authorities, if
requested.
GMP compliance
The signatory confirms that the manufacture of the active substance complies with GMP, that this is
based on an audit and that the audit outcome confirms compliance with GMP.
Audit
The signatory confirms, in the case of third part audit(s), that each contract acceptor has been
evaluated and technical agreements are in place.
The signatory also confirms, in all cases, that the audits were conducted by suitably qualified and
trained staff.
Responsibilities in the case of multiple MIAH(s):
The signatory confirms that the declaration is made on behalf of all the involved QPs named on the
relevant MIAH(s) specified in Part B and that a documented procedure defining GMP responsibilities is
in place and that technical agreements exist between the named companies concerning management
of GMP responsibilities.
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Part E: Name and signature of QP responsible for this declaration
The declaration is signed and the relevant details of the QP are provided (name, status, and MIAH
name and number). The QP details should be consistent with those named within the relevant
regulatory submission application form and/or the Manufacturing Authorisation (if applicable).
The QP template allows the entry of an optional reference number.
Applicants are reminded that, according to Art. 41 of Directive 2001/83/EC and Article 45 of Directive
2001/82/EC, Manufacturing Authorisation holders shall have at their disposal at least one Qualified
Person located in the EEA. Therefore declarations from persons employed by manufacturers in third
countries, including those located within MRA partner countries, are not acceptable. The latter may,
however be used to provide supportive information for the QP declaration – see PART C (iii).
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Guidance for the template for the qualified person’s declaration concerning GMP
compliance of active substance manufacture “The QP declaration template”
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References
1. Guidelines of 16.05.2013 on the details of the various categories of variations, on the
operation of the procedures laid down in Chapters II, IIa, III and IV of Commission Regulation (EC) No
1234/2008 of 24 November 2008 concerning the examination of variations to the terms of marketing
authorisations for medicinal products for human use and veterinary medicinal products and on the
documentation to be submitted pursuant to those procedures.
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-2/2013_05_16_c2804_en.pdf
2 ENTR/F/2/AM/an D(2010) 3374, The Rules Governing Medicinal Products in the European
Union Volume 4 Good Manufacturing Practice Medicinal Products for Human and Veterinary Use Part II:
Basic Requirements for Active Substances used as Starting Materials.
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-4/2007_09_gmp_part2_en.pdf
3 Directive 2001/83/EC of the European Parliament and of the Council of 6 November 2001 on
the Community code relating to medicinal products for human use (Consolidated version:
21/07/2011). http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-1/dir_2001_83/2001_83_ec_en.pdf
4 Directive 2001/82/EC of the European Parliament and of the Council of 6 November 2001 on
the Community code relating to veterinary medicinal products (Official Journal L 311, 28/11/2001 p. 1
- 66). (consolidated version : 18/7/2009). http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-
5/dir_2001_82_cons2009/dir_2001_82_cons2009_en.pdf
5 European Medicines Agency: Inspections: Q&A: Good Manufacturing Practice (GMP)
EU GMP guide part II Basic requirements for active substances used as starting materials: GMP
compliance for active substances
Q1: How can GMP compliance for active substance manufacturers be demonstrated?
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.js
p&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
6 European Medicines Agency: Inspections: Q&A: Good Manufacturing Practice (GMP)
EU GMP guide part II Basic requirements for active substances used as starting materials: GMP
compliance for active substances
Q3 Is it acceptable to perform a remote assessment based on, for example, questionnaires, review of
documents, ISO 9000 certification, results of analytical testing and historical experience with the
supplier? - H+V July 2006
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.js
p&mid=WC0b01ac05800296ca#section2
7 European Medicines Agency: Inspections: Q&A: Good Manufacturing Practice (GMP)
EU GMP guide part I Basic requirements for medicinal products: Chapter 5 Qualification of suppliers.
Q1 Is an audit performed by a third party acceptable?
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.js
p&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true#section10
8 European Medicines Agency: Inspections: Q&A: Good Manufacturing Practice (GMP)
EU GMP guide part II Basic requirements for active substances used as starting materials: GMP
compliance for active substances
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-2/2013_05_16_c2804_en.pdf
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-4/2007_09_gmp_part2_en.pdf
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-1/dir_2001_83/2001_83_ec_en.pdf
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-5/dir_2001_82_cons2009/dir_2001_82_cons2009_en.pdf
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-5/dir_2001_82_cons2009/dir_2001_82_cons2009_en.pdf
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca##
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca##
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca##
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca#section2
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca#section2
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true#section10
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true#section10
Guidance for the template for the qualified person’s declaration concerning GMP
compliance of active substance manufacture “The QP declaration template”
EMA/196292/2014 Page 8/8
Q2: Do I need to perform an audit of an active substance supplier if it has been inspected by an
inspectorate from an EEA member state and a valid GMP certificate is available?
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.js
p&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
9 CHMP/ICH/425213/2011, International Conference on Harmonisation of Technical
Requirements for Registration of Pharmaceuticals for Human Use guideline Q11 on development and
manufacture of drug substances (chemical entities and biotechnological / biological entities).
http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Scientific_guideline/2011/06/WC50010763
6.pdf
10 Directive 2002/98/EC of the European Parliament and of the Council of 27 January 2003
setting standards of quality and safety for the collection, testing, processing, storage and distribution
of human blood and blood components and amending Directive 2001/83/EC (Official Journal L 33,
8/2/2003 p. 30 - 40). http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-
1/dir_2002_98/dir_2002_98_en.pdf
11 European Medicines Agency: Inspections: Q&A: Good Manufacturing Practice (GMP)
EU GMP guide part II Basic requirements for active substances used as starting materials: GMP
compliance for active substances
Q6: The Notice to Applicants requires the submission of a declaration signed by the Qualified Person
that the active substance used is manufactured in accordance with GMP.
The active substance in my product is widely used, but not normally as a pharmaceutical active
substance, and I am having some difficulty in confirming compliance.
What should I do to furnish the required declaration?
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.js
p&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
12 ENTR/F/2/AM/an D(2010) 3374, The Rules Governing Medicinal Products in the European
Union Volume 4 Good Manufacturing Practice Medicinal Products for Human and Veterinary Use Part II:
Basic Requirements for Active Substances used as Starting Materials, Chapter 1.2, page 5.
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-4/2007_09_gmp_part2_en.pdf
13 European Medicines Agency: Inspections: Mutual Recognition Agreements
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/document_listing/document_listing_
000248.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac058005f8ac
All sites accessed 1 May 2014.
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Scientific_guideline/2011/06/WC500107636.pdf
http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Scientific_guideline/2011/06/WC500107636.pdf
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-1/dir_2002_98/dir_2002_98_en.pdf
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-1/dir_2002_98/dir_2002_98_en.pdf
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/q_and_a/q_and_a_detail_000027.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac05800296ca&jsenabled=true
http://ec.europa.eu/health/files/eudralex/vol-4/2007_09_gmp_part2_en.pdf
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/document_listing/document_listing_000248.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac058005f8ac
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/regulation/document_listing/document_listing_000248.jsp&murl=menus/regulations/regulations.jsp&mid=WC0b01ac058005f8ac
QP declaration guidance and template adopted by CMDh, CMDv, CHMP and CVMP (with CVMP editorial amendments) March 2014.doc
Introduction
The basis of the QP declaration
Application of the QP declaration
Format of the QP declaration template
PART A: Concerned active substance manufacturing sites
PART B: Manufacturing / Importer Authorisation Holder(s) (MIAHs) to which this QP declaration applies
PART C: Basis of the declaration
PART D: QP declaration
Part E: Name and signature of QP responsible for this declaration
References
04.08.2014
Datei
PD
7 Westferry Circus ● Canary Wharf ● London E14 4HB ● United Kingdom
An agency of the European Union
Telephone +44 (0)20 7418 8400 Facsimile +44 (0)20 74 18 85 95
E-mail info@ema.europa.eu Website www.ema.europa.eu
© European Medicines Agency, 2014. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.
21 May 2014
EMA/334808/2014
Compliance and Inspections Department
Qualified Person’s declaration concerning GMP compliance
of the active substance manufacture “The QP declaration
template”
Reference Number ____________________
PART A: Concerned active substance manufacturing sites
Name of Active Substance:
Name and Address of Active Substance Manufacturing Site1,2 Manufacturing
Operation / Activity3
1. List each site involved in the synthesis of the active substance beginning with the introduction
of the designated active substance starting material, include intermediate manufacturing sites / part–
processing sites.
2. State the site name and address in detail, including the building numbers (if applicable).
3. For example – Full or partial manufacture of the active substance, micronisation.
Qualified Person’s declaration concerning GMP compliance of the active substance
manufacture “The QP declaration template”
EMA/334808/2014 Page 2/4
PART B: Manufacturing / Importer Authorisation Holder(s) (MIAHs) to
which this QP declaration applies
This QP declaration is applicable to the following registered MIAH(s), that use the active substance as a
starting material and/or is responsible for QP certification of the finished batch of a human or
veterinary medicinal product, where the active substance is registered as a starting material and is
manufactured at the sites listed in Part A:
MIAH Site MIAH Number Manufacturing
Activity
PART C: Basis of QP Declaration of GMP Compliance
Please tick section (i), complete the table in section (ii) and, if applicable, add the supplementary
supporting information to section (iii).
(i) On-site audit of the active substance manufacturer(s)
(ii) Audit(s) of the active substance manufactured at the site(s) listed in PART A
has/have been completed either by the MIAH(s) listed below or by a third party auditing
body(ies) i.e. contract acceptor(s) on behalf of the MIAHs i.e. contract giver(s) as listed:
MIAH Site
(or contract giver)
Auditing body
(contract acceptor)
Site audited Date of
audit4
4 Justification should be provided if the date of last audit exceeds 3 years:
Qualified Person’s declaration concerning GMP compliance of the active substance
manufacture “The QP declaration template”
EMA/334808/2014 Page 3/4
(iii) Supplementary supportive information (optional):
Results of inspections or GMP certificate(s) issued by EEA, MRA partners or other recognised authority
together with other supporting information are attached.
Summary of supporting information provided
PART D: QP declaration of GMP compliance
I declare that:
QP Responsibility
I am a QP with specific responsibility for GMP compliance of the active substance manufactured at
the sites listed in Part A and I am authorised to make this declaration.
The audit report(s) and all the other documentation relating to this declaration of GMP compliance
of the active substance manufacturer(s) will be made available for inspection by the competent
authorities, if requested.
GMP Compliance
The manufacture of the named active substance at sites given in Part A is in accordance with the
detailed guideline on good manufacturing practice for active substances used as starting materials
as required by Article 46(f) of Directive 2001/83/EC and Article 50(f) of Directive 2001/82/EC.
This is based upon an audit of the active substance manufacturer(s).
The outcome of the audit confirms that the manufacturing complies with the principles and
guidelines of good manufacturing practice.
Qualified Person’s declaration concerning GMP compliance of the active substance
manufacture “The QP declaration template”
EMA/334808/2014 Page 4/4
Audit
In the case of third party audit(s), I have evaluated each of the named contract acceptor(s) given
in Part C and that technical contractual arrangements are in place and that any measures taken by
the contract giver(s) are documented e.g. signed undertakings by the auditor(s).
In all cases, the audit(s) was/were conducted by properly qualified and trained staff, in accordance
with approved procedures.
Responsibilities in the case of multiple MIAH(s):
This declaration is made on behalf of all the involved QPs named on the relevant MIAH(s) specified
in Part B;
A documented procedure defining GMP responsibilities is in place and that technical agreements
exist between the named companies concerning management of GMP responsibilities.
Part E: Name and Signature of QP responsible for this Declaration
This declaration is submitted by:
Signatory
__________________________________
Print name
__________________________________
Date
__________________________________
Status (job title)
__________________________________
MIAH Site
____________________________________
____________________________________
____________________________________
____________________________________
____________________________________
MIAH number
_____________________________________
04.08.2014
Datei
PD
Association Européenne des Spécialités Pharmaceutiques Grand Public
Association of the European Self-Medication Industry
Europäischer Verband der Arzneimittel-Hersteller
S e l f - c a r e : T h e f i r s t c h o i c e i n h e a l t h c a r e
7 avenue de Tervuren, 1040 Brussels, Belgium | Tel: + 32 2 735 51 30 | Fax: + 32 2 735 52 22 | info@aesgp.eu | www.aesgp.eu
Summary of a meeting of the European Commission with EU
Pharmaceutical/Chemical Industry Associations on the Implementation of the
Falsified Medicines Directive concerning the import of APIs from 3rd countries
7 February 2014
European Commission: Patrizia Tosetti
Industry: AESGP, APIC, EFCG, EGA, EUCOPE
Since last year the European Commission (EC) has held informal information meetings with
pharmaceutical industry associations around the implementation of the falsified medicinal directive
(FMD) and the issue of the import of active pharmaceutical ingredients (APIs) in particular. The
meeting was a follow-up to the last meeting of 27 November 2013.
Listing of countries with GMP rules at least equivalent to EU GMP (=waiver 1)
The evaluation of New-Zealand is progressing well. No progress for Brazil (nothing expected before
the end of the year).
Issuance of the written confirmation (WC)
- India: as of today, it was reported that 260 WCs were issued.
- China: 378 WCs have been issued
Written confirmation and non-compliance
A US inspection revealed that a Ranbaxy API manufacturing site in India was not complying with GMPs
and was also systematically falsifying quality data. The US FDA has implemented an import ban for the
APIs manufactured from that site. The Commission and the EMA are asking the Indian Authorities to
withdraw the WC from that plant. There is an EU-GMP certificate issued by Germany which can only be
revoked after EU inspection occurs. In the US, after careful balancing of the risks, no ban on the
finished products (FP) containing these APIs has been implemented given that the FPs containing the
APIs are life-saving medicines. In Europe, Member States have the possibility to impose a full ban; the
Netherlands did so for both APIs and FPs. The Commission had put pressure on Ranbaxy to stop the
import to the EU.
Validity of WCs
The EGA representative presented the results of its internal consultation, which showed that WC with
very short validity period (from a few weeks to a year) represent a very limited number of APIs and API
manufacturers. Most short validity WCs are observed in China for API manufacturing sites which had
been inspected by the local competent authorities at an earlier point in time and for which re-
inspection was expected. Some renewals were successfully obtained on a re-inspection, typically for a
period of 3 years.
| 2
GMP certificate – de-prioritisation of inspections
The AESGP representative reported that due to the written confirmation or to the “white listed
countries”, the EU Authorities currently tend to postpone or cancel the inspections of API
manufacturers in non-EU countries. As a result, no EU-GMP certificates are issued for foreign API
manufacturers. The Commission confirmed that although GMP certificates are not obligatory
according to the Directive, some Member States ask for them. The CMDh has also recently issued
clarification on that regard
1
. This is also an issue in third countries (e.g. Mexico) which requires EU-
GMP certificates to be provided before an authorisation can be granted. The Commission
representative promised to investigate this matter further.
Status on the other deliverables of the FMD
- Delegated act on GMP for APIs: the document is under inter-service consultation at the
Commission. Its adoption is targeted for April 2014 and its publication in 2Q 2014.
- Guideline on the risk-assessment for ascertaining the appropriate GMP for excipients
The guideline is still being developed and is expected to be released this year.
- Guideline on GDP for APIs
The GDP guideline lags behind that on excipient and is not anticipated to be released this
year.
Transposition status
Infringement procedure has been started for the 2 remaining Member States (Italy and Slovakia – TBC)
which had not transposed the Directive at the end of 2013.
Brussels, 7 February 2014
1
Revised Q&As on Applications for Marketing Authorisation (tracked) – New question 17
Question 17: Can a member state invalidate a procedure because a GMP certificate was not provided for
an API for which the QP declaration was provided? Answer: No. [….]
http://www.hma.eu/fileadmin/dateien/Human_Medicines/CMD_h_/Questions_Answers/CMDh_268_2012_Rev03__2014_01_clean.pdf
http://www.hma.eu/fileadmin/dateien/Human_Medicines/CMD_h_/Questions_Answers/CMDh_268_2012_Rev03__2014_01_tracked.pdf
04.08.2014
Datei
PD
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË - Tel. +32 22991111
Office: DM24 - Tel. direct line +32 229-67543 - Fax +32 229-98046
Sanco-pharmaceuticals-d6@ec.europa.eu
EUROPEAN COMMISSION
HEALTH AND CONSUMERS DIRECTORATE-GENERAL
Health systems and products
Medicinal products – quality, safety and efficacy
Brussels,
SANCO/SFS/SF/mg/ddg1.d.6(2013)118630
Template for the 'written confirmation' for active substances exported to the European
Union for medicinal products for human use, in accordance with Article 46b(2)(b) of
Directive 2001/83/EC
Version 2.0 (January 2013)
1. Directive 2011/62/EU of the European Parliament and of the Council of 8 June 2011
amending Directive 2001/83/EC on the Community code relating to medicinal products
for human use, as regards the prevention of the entry into the legal supply chain of
falsified medicinal products (OJ L 174, 1.7.2011, p. 74) introduces EU-wide rules for the
importation of active substances: According to Article 46b(2) of Directive 2001/83/EC,
active substances shall only be imported if, inter alia, the active substances are
accompanied by a written confirmation from the competent authority of the exporting
third country which, as regards the plant manufacturing the exported active substance,
confirms that the standards of good manufacturing practice and control of the plant are
equivalent to those in the Union.
2. The template for this written confirmation is set out in annex.
Document history:
Date of submission of draft to the Pharmaceutical
Committee:1 16 January 2013
evoba eeS :noitacilbup fo etaD
Date of entry into force: N/A2
2102 yluJ fo 0.1 noisreV :sedesrepuS 2
Changes compared to superseded version 1.0:
- Clarification that EU-GMP are those of
WHO/ICH Q7
- Indication of inspection authority if
different from that issuing the written
confirmation
- Reminder of general principle of
manufacturer's responsibility
1 http://ec.europa.eu/health/documents/pharmaceutical-committee/index_en.htm
2 Written confirmations based on the previous version of the template remain valid.
Ref. Ares(2013)101580 - 28/01/2013
http://ec.europa.eu/health/documents/pharmaceutical-committee/index_en.htm
Annex:
Letterhead of the issuing regulatory authority
Written confirmation for active substances exported to the European Union (EU) for medicinal
products for human use, in accordance with Article 46b(2)(b) of Directive 2001/83/EC
Confirmation no. (given by the issuing regulatory authority):
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
1. Name and address of site (including building number, where applicable):
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
2. Manufacturer's licence number(s):3
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
REGARDING THE MANUFACTURING PLANT UNDER (1) OF THE FOLLOWING ACTIVE
SUBSTANCE(S) EXPORTED TO THE EU FOR MEDICINAL PRODUCTS FOR HUMAN USE
Active substance(s):4 Activity(ies):5
THE ISSUING REGULATORY AUTHORITY HEREBY CONFIRMS THAT:
The standards of good manufacturing practice (GMP) applicable to this manufacturing plant
are at least equivalent to those laid down in the EU (= GMP of WHO/ICH Q7);
The manufacturing plant is subject to regular, strict and transparent controls and to the
effective enforcement of good manufacturing practice, including repeated and unannounced
inspections, so as to ensure a protection of public health at least equivalent to that in the EU;
and
In the event of findings relating to non-compliance, information on such findings is supplied by
the exporting third country without delay to the EU.6
Date of inspection of the plant under (1). Name of inspecting authority if different from the
issuing regulatory authority:
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
This written confirmation remains valid until
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
The authenticity of this written confirmation may be verified with the issuing regulatory
authority.
This written confirmation is without prejudice to the responsibilities of the manufacturer to
ensure the quality of the medicinal product in accordance with Directive 2001/83/EC.
Address of the issuing regulatory authority:
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Name and function of responsible person:
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
E-mail, Telephone no., and Fax no.:
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
Signature Stamp of the authority and date
3 Where the regulatory authority issues a licence for the site. Record 'not applicable' in case where there
is no legal framework for issuing of a licence.
4 Identification of the specific active substances through an internationally-agreed terminology
(preferably international nonproprietary name).
5 For example, 'Chemical synthesis', 'Extraction from natural sources', 'Biological processes', 'Finishing
steps'.
6 qdefect@ema.europa.eu.
04.08.2014
Datei
PD
Commission européenne/Europese Commissie, 1049 Bruxelles/Brussel, BELGIQUE/BELGIË - Tel. +32 22991111
Office: DM24 02/50 - Tel. direct line +32 229-67543 - Fax +32 229-81287
Sanco-pharmaceuticals-d6@ec.europa.eu
EUROPEAN COMMISSION
HEALTH AND CONSUMERS DIRECTORATE-GENERAL
Health systems and products
Medicinal products – quality, safety and efficacy
Brussels,
SANCP/D/6/SF/mg/ddg1.d.6(2013)118674
IMPORTATION OF ACTIVE SUBSTANCES FOR MEDICINAL PRODUCTS FOR HUMAN USE
QUESTIONS AND ANSWERS
VERSION 3.0
Document history:
Date of submission of draft to the Pharmaceutical
Committee:1 16 January 2013
Date of publication: See above
Date of entry into force: N/A
Supersedes: Version 2.0 of October 2012
Changes compared to superseded version 2.0: Amended Q&A: 18a
New Q&As: 11a, 19a
Important notice: The views expressed in this questions and answers document are not
legally binding. Ultimately, only the European Court of Justice can give an authoritative
interpretation of Union law.
This documents sets out frequently-asked 'questions and answers' regarding the new rules
for the importation of active substances for medicinal products for human use.
These rules are contained in Articles 46b and 111b of Directive 2001/83/EC.
The 'written confirmation' is addressed in Article 46b(2)(b) of Directive 2001/83/EC.
1 http://ec.europa.eu/health/documents/pharmaceutical-committee/index_en.htm
Ref. Ares(2013)101574 - 28/01/2013
http://ec.europa.eu/health/documents/pharmaceutical-committee/index_en.htm
http://ec.europa.eu/health/documents/pharmaceutical-committee/index_en.htm
2
1. QUESTION: WHEN DO THE NEW RULES FOR THE WRITTEN CONFIRMATION
APPLY?
Answer: They apply as of 2 July 2013. Any active substance imported into the EU from
that date is subject to the rules on the written confirmation.
2. QUESTION: DO THE RULES ON THE WRITTEN CONFIRMATION ALSO APPLY TO
ACTIVE SUBSTANCES FOR VETERINARY MEDICINAL PRODUCTS?
Answer: No. The rules apply only to active substances for medicinal products for human
use.
3. QUESTION: DO THE RULES ON THE WRITTEN CONFIRMATION APPLY TO ACTIVE
SUBSTANCES FOR MEDICINAL PRODUCTS INTENDED FOR RESEARCH AND
DEVELOPMENT TRIALS?
Answer: No. Active substances used for investigational medicinal products or for
medicinal products intended for research and development trials are excluded from the
rules.
4. QUESTION: DO THE RULES ON THE WRITTEN CONFIRMATION APPLY TO ACTIVE
SUBSTANCES WHICH ARE BROUGHT INTO THE EU WITHOUT BEING IMPORTED
('INTRODUCED' ACTIVE SUBSTANCES)? AN EXAMPLE IS THE INTRODUCTION OF
AN ACTIVE SUBSTANCE WHICH IS SUBSEQUENTLY EXPORTED.
Answer: No. The rules on the written confirmation only apply to the import of active
substances for medicinal products for human use.
5. QUESTION: WHAT IF, AT THE TIME OF EXPORT OF AN ACTIVE SUBSTANCE TO THE
EU, IT IS NOT KNOWN WHETHER THE ACTIVE SUBSTANCE IS USED IN A MEDICINAL
PRODUCT FOR HUMAN USE OR NOT?
Answer: If the consignment is not accompanied by a written confirmation, the active
substance cannot be used in a medicinal product for human use.
6. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION EXPECTED TO CONFIRM
COMPLIANCE WITH EU-RULES?
Answer: No. The written confirmation has to confirm compliance with GMP rules
'equivalent' to the rules applied in the EU.
3
7. QUESTION: IN MY NON-EU COUNTRY, THE APPLICABLE STANDARDS FOR
MANUFACTURING OF ACTIVE SUBSTANCES ARE THE GOOD MANUFACTURING
PRACTICES FOR ACTIVE SUBSTANCES OF THE WORLD HEALTH ORGANISATION
(WHO) – FORTY-FOURTH TECHNICAL REPORT, NO. 957, 2010, ANNEX 2. ARE
THESE STANDARDS EQUIVALENT TO THOSE IN THE EU, AS REQUIRED ACCORDING
TO EU LEGISLATION?
Answer: Yes.
8. QUESTION: IN MY NON-EU COUNTRY, THE APPLICABLE STANDARDS ARE ICH Q7.
ARE THESE STANDARDS EQUIVALENT TO THOSE IN THE EU, AS REQUIRED
ACCORDING TO EU LEGISLATION?
Answer: Yes.
9. QUESTION: DOES THE WRITTEN CONFIRMATION HAVE TO BE ISSUED BY A
CENTRAL, REGIONAL OR LOCAL AUTHORITY?
Answer: Each non-EU country decides autonomously which body within that country
issues the written confirmation. That non-EU country may decide to issue the written
confirmation at central, regional or local level.
10. QUESTION: DO THE RULES APPLY ALSO TO ACTIVE SUBSTANCES CONTAINED IN
AN IMPORTED FINISHED MEDICINAL PRODUCT?
Answer: No. Regarding finished medicinal products, the rules for importation of finished
medicinal products (importation authorisation and batch release by a qualified person,
see Articles 40(3) and 51 of Directive 2001/83/EC) apply. These rules remain
unchanged.
11. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION ALSO REQUIRED FOR IMPORTED
ACTIVE SUBSTANCES WHICH HAVE ALREADY BEEN MIXED WITH EXCIPIENTS,
WITHOUT YET BEING THE FINISHED MEDICINAL PRODUCT?
Answer: No. Such partial manufacturing of the finished product is not included in the
rules on the written confirmation.
11A. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION ALSO REQUIRED WHERE THE
FINISHED DOSAGE FORM MANUFACTURED IN THE EU IS DESTINED FOR
EXPORTATION ONLY?
Answer: Yes.
12. QUESTION: WHO CHECKS THAT THE IMPORTED ACTIVE SUBSTANCE IS
ACCOMPANIED BY THE WRITTEN CONFIRMATION?
Answer: This should be checked by the receiving manufacturer of the finished medicinal
product. It may also be checked by the importer of the active substance upon its
importation.
4
The verification whether such checks take place depends on the transposing law of the
Member State where the active substance is imported. It may be verified
- by the relevant authority upon importation; and/or
- in the context of an inspection of the importer of the active substance, and/or
- in the context of an inspection of the manufacturer of the medicinal product that uses
the imported active substance.
13. QUESTION: HOW CAN I CHECK IF THE WRITTEN CONFIRMATION IS AUTHENTIC?
Answer: You should contact the manufacturer of the active substance or the issuing
authority in the non-EU country.
14. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION SENT TO AN EU REGULATORY
AGENCY?
Answer: No. The written confirmation accompanies the imported active substance.
15. QUESTION: DOES THE WRITTEN CONFIRMATION HAVE TO BE SUBMITTED WITH A
REQUEST FOR AUTHORISATION OF A MARKETING AUTHORISATION OF A
MEDICINAL PRODUCT?
Answer: No.
16. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION TO BE ISSUED FOR EACH
BATCH/CONSIGNMENT'?
Answer: No. The written confirmation is issued per manufacturing plant and the active
substance(s) manufactured on this site.
17. QUESTION: DOES EACH IMPORTED CONSIGNMENT HAVE TO BE ACCOMPANIED BY
THE WRITTEN CONFIRMATION?
Answer: Yes.
18. QUESTION: IS IT ACCEPTABLE THAT THE WRITTEN CONFIRMATION
ACCOMPANYING THE IMPORTED CONSIGNMENT OF THE ACTIVE SUBSTANCE IS A
COPY?
Answer: Yes, provided that the original written confirmation is still valid.
18A: QUESTION: REGARDING THE WRITTEN CONFIRMATION OF 'EQUIVALENT'
STANDARDS OF GOOD MANUFACTURING PRACTICE, CAN THE ISSUING
AUTHORITY OF THE NON-EU COUNTRY BASE ITSELF ON INSPECTION RESULTS
FROM EU AUTHORITIES OR OTHER AUTHORITIES APPLYING EQUIVALENT
STANDARDS FOR GOOD MANUFACTURING PRACTICE, SUCH AS US FDA?
5
Answer: Yes. In this case, the written confirmation should indicate which authority has
inspected the site.
18B: QUESTION: REGARDING THE WRITTEN CONFIRMATION OF 'EQUIVALENT'
STANDARDS OF GOOD MANUFACTURING PRACTICE, CAN THE ISSUING
AUTHORITY OF THE NON-EU COUNTRY BASE ITSELF ON INSPECTIONS
CONDUCTED IN THE PAST?
Answer: Yes. It is not necessary to conduct an inspection specifically for the purpose of
issuing the 'written confirmation'.
19. QUESTION: WHAT IS THE VALIDITY PERIOD OF THE WRITTEN CONFIRMATION?
Answer: The validity of the written confirmation is established by the issuing authority
of the non-EU country.
19A. THE WRITTEN CONFIRMATION REFERS TO 'UNANNOUNCED INSPECTIONS'. DOES
THIS MEAN THAT AN UNANNOUNCED INSPECTION HAS TO HAVE BEEN
CONDUCTED?
Answer: No. Rather, the system of supervision as a whole (including different types of
inspections, such as unannounced inspections) has to ensure a protection of public health
at least equivalent to that in the EU.
20. QUESTION: IF ACTIVE SUBSTANCES ARE MANUFACTURED IN A NON-EU COUNTRY
'A', BUT IMPORTED IN THE EU VIA THE NON-EU COUNTRY 'B', WHO HAS TO
ISSUE THE WRITTEN CONFIRMATION?
Answer: The written confirmation accompanying the imported active substance has to be
issued by the non-EU country where the active substance is manufactured (i.e. non-EU
country 'A').
21. QUESTION: THE TEMPLATE FOR THE WRITTEN CONFIRMATION REFERS TO A
'CONFIRMATION NUMBER'. DOES THIS NUMBER HAVE TO BE A SEQUENTIAL
NUMBER PER COUNTRY?
Answer: No. This number would be attributed by the issuing authority of the non-EU
country.
22. QUESTION: THE TEMPLATE FOR THE WRITTEN CONFIRMATION REFERS TO A
'RESPONSIBLE PERSON' IN THE ISSUING AUTHORITY. DOES THIS RESPONSIBLE
PERSON HAVE TO HAVE A SPECIFIC QUALIFICATION?
Answer: No. The 'responsible person' in this context is the person responsible within the
administration for issuing the written confirmation.
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23. QUESTION: ACCORDING TO THE TEMPLATE FOR THE WRITTEN CONFIRMATION,
INFORMATION OF FINDINGS RELATING TO NON-COMPLIANCE ARE SUPPLIED TO
THE EU. TO WHOM THIS INFORMATION SHOULD BE SENT TO?
Answer: The information should be sent to the European Medicines Agency
(qdefect@ema.europa.eu).
24. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION ALSO REQUIRED WHERE THERE IS A
'MUTUAL RECOGNITION AGREEMENT' BETWEEN A NON-EU COUNTRY AND THE
EU?
Answer: Yes. The process of a written confirmation is independent of the existence of
'mutual recognition agreements'.
25. QUESTION: IF A MANUFACTURING PLANT IS LOCATED IN A NON-EU COUNTRY 'A',
CAN THE WRITTEN CONFIRMATION BE ISSUED BY AN AUTHORITY IN ANOTHER
NON-EU COUNTRY (NON-EU COUNTRY 'B')?
Answer: No.
26. QUESTION: ARE THERE EXCEPTIONS FROM THE REQUIREMENT OF A WRITTEN
CONFIRMATION?
Answer: The Commission publishes a list of countries which, following their request,
have been assessed and are considered as having equivalent rules for good manufacturing
practices to those in the EU. Active substances manufactured in these countries do not
require a written confirmation.
See also Questions n° 27 and 28.
27. QUESTION: WHERE CAN I FIND THE LIST OF NON-EU COUNTRIES TO WHICH THE
REQUIREMENT OF A WRITTEN CONFIRMATION DOES NOT APPLY?
Answer: The list is published in the Official Journal of the European Union and also
reproduced here: http://ec.europa.eu/health/human-use/quality/index_en.htm.
28. QUESTION: HOW MANY NON-EU COUNTRIES HAVE SO FAR REQUESTED TO BE
LISTED?
Answer: A list of non-EU countries which have so far requested to be listed is available
here: http://ec.europa.eu/health/human-use/quality/index_en.htm.
29. QUESTION: WHEN IS THE LIST GOING TO BE PUBLISHED BY THE COMMISSION?
Answer: The Commission is going to publish an additional non-EU country on the list
once its equivalence assessment has been finalised. The equivalence-assessment takes
several months from the request from the non-EU country.
mailto:qdefect@ema.europa.eu
http://ec.europa.eu/health/human-use/quality/index_en.htm
http://ec.europa.eu/health/human-use/quality/index_en.htm
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29A: QUESTION: HOW DOES A NON-EU COUNTRY REQUEST TO BE LISTED?
Answer: The request is made by way of a letter to the responsible Director-General, Ms
Paola Testori Coggi (Paola.Testori@ec.europa.eu, office B232 07/058, BE-1049
Brussels, Belgium). It should contain the relevant information for conducting the
'equivalence assessment'. A list of that information is published here:
http://ec.europa.eu/health/human-use/quality/index_en.htm#ias.
In the alternative, the request is made by way of a short letter to the responsible Director-
General, and the relevant information is sent as follow-up information to the responsible
service within the Commission (sanco-pharmaceuticals-d6@ec.europa.eu).
29B: QUESTION: BY WHEN SHOULD THE REQUEST TO BE LISTED BE MADE?
Answer: The request should be listed as soon as possible. It is strongly recommended to
make the request before end-2012.
If the request is made late, it may be impossible to conclude the equivalence-assessment
before the date of application of the rules in July 2013.
30. QUESTION: DO I NEED A WRITTEN CONFIRMATION, EVEN THOUGH MY
MANUFACTURING SITE HAS RECENTLY BEEN INSPECTED BY THE EUROPEAN
DIRECTORATE FOR THE QUALITY OF MEDICINES (EDQM) OF THE COUNCIL OF
EUROPE?
Answer: Yes. The process of a written confirmation is independent of such inspection
activities. See also Question n° 31.
31. QUESTION: DO I NEED A WRITTEN CONFIRMATION, EVEN THOUGH MY
MANUFACTURING SITE HAS RECENTLY BEEN INSPECTED BY AN EU MEMBER
STATE?
Answer: Yes. The process of a written confirmation is independent of such inspection
activities. However, exceptionally and where necessary to ensure the availability of
medicinal products, following inspections by a EU Member State, a Member State may
decide to waive the need for a written confirmation for a period not exceeding the
validity of the GMP certificate ('waiver').
32. QUESTION: I WOULD LIKE TO BE INSPECTED BY AN EU MEMBER STATE. WHERE
DO I 'APPLY' FOR SUCH AN INSPECTION?
Answer: You should address through
• any registered importer of the active substance;
• any holder of a manufacturing authorisation that uses the active substance;
• any holder of a marketing authorisation that lists the active substance
manufacturer
mailto:Paola.Testori@ec.europa.eu
http://ec.europa.eu/health/human-use/quality/index_en.htm#ias
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to the national competent authority of the EU Member State where they are established.
* * *
1. QUESTION: WHEN DO THE NEW RULES FOR THE WRITTEN CONFIRMATION APPLY?
2. QUESTION: DO THE RULES ON THE WRITTEN CONFIRMATION ALSO APPLY TO ACTIVE SUBSTANCES FOR VETERINARY MEDICINAL PRODUCTS?
3. QUESTION: DO THE RULES ON THE WRITTEN CONFIRMATION APPLY TO ACTIVE SUBSTANCES FOR MEDICINAL PRODUCTS INTENDED FOR RESEARCH A
4. QUESTION: DO THE RULES ON THE WRITTEN CONFIRMATION APPLY TO ACTIVE SUBSTANCES WHICH ARE BROUGHT INTO THE EU WITHOUT BEING IM
5. QUESTION: WHAT IF, AT THE TIME OF EXPORT OF AN ACTIVE SUBSTANCE TO THE EU, IT IS NOT KNOWN WHETHER THE ACTIVE SUBSTANCE IS U
6. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION EXPECTED TO CONFIRM COMPLIANCE WITH EU-RULES?
7. QUESTION: IN MY NON-EU COUNTRY, THE APPLICABLE STANDARDS FOR MANUFACTURING OF ACTIVE SUBSTANCES ARE THE GOOD MANUFACTURING P
8. QUESTION: IN MY NON-EU COUNTRY, THE APPLICABLE STANDARDS ARE ICH Q7. ARE THESE STANDARDS EQUIVALENT TO THOSE IN THE EU, AS R
9. QUESTION: DOES THE WRITTEN CONFIRMATION HAVE TO BE ISSUED BY A CENTRAL, REGIONAL OR LOCAL AUTHORITY?
10. QUESTION: DO THE RULES APPLY ALSO TO ACTIVE SUBSTANCES CONTAINED IN AN IMPORTED FINISHED MEDICINAL PRODUCT?
11. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION ALSO REQUIRED FOR IMPORTED ACTIVE SUBSTANCES WHICH HAVE ALREADY BEEN MIXED WITH EXCIP
12. QUESTION: WHO CHECKS THAT THE IMPORTED ACTIVE SUBSTANCE IS ACCOMPANIED BY THE WRITTEN CONFIRMATION?
13. QUESTION: HOW CAN I CHECK IF THE WRITTEN CONFIRMATION IS AUTHENTIC?
14. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION SENT TO AN EU REGULATORY AGENCY?
15. QUESTION: DOES THE WRITTEN CONFIRMATION HAVE TO BE SUBMITTED WITH A REQUEST FOR AUTHORISATION OF A MARKETING AUTHORISATION
16. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION TO BE ISSUED FOR EACH BATCH/CONSIGNMENT'?
17. QUESTION: DOES EACH IMPORTED CONSIGNMENT HAVE TO BE ACCOMPANIED BY THE WRITTEN CONFIRMATION?
18. QUESTION: IS IT ACCEPTABLE THAT THE WRITTEN CONFIRMATION ACCOMPANYING THE IMPORTED CONSIGNMENT OF THE ACTIVE SUBSTANCE IS A
19. QUESTION: WHAT IS THE VALIDITY PERIOD OF THE WRITTEN CONFIRMATION?
20. QUESTION: IF ACTIVE SUBSTANCES ARE MANUFACTURED IN A NON-EU COUNTRY 'A', BUT IMPORTED IN THE EU VIA THE NON-EU COUNTRY 'B',
21. QUESTION: THE TEMPLATE FOR THE WRITTEN CONFIRMATION REFERS TO A 'CONFIRMATION NUMBER'. DOES THIS NUMBER HAVE TO BE A SEQUEN
22. QUESTION: THE TEMPLATE FOR THE WRITTEN CONFIRMATION REFERS TO A 'RESPONSIBLE PERSON' IN THE ISSUING AUTHORITY. DOES THIS RE
23. QUESTION: ACCORDING TO THE TEMPLATE FOR THE WRITTEN CONFIRMATION, INFORMATION OF FINDINGS RELATING TO NON-COMPLIANCE ARE SU
24. QUESTION: IS THE WRITTEN CONFIRMATION ALSO REQUIRED WHERE THERE IS A 'MUTUAL RECOGNITION AGREEMENT' BETWEEN A NON-EU COUNTR
25. QUESTION: IF A MANUFACTURING PLANT IS LOCATED IN A NON-EU COUNTRY 'A', CAN THE WRITTEN CONFIRMATION BE ISSUED BY AN AUTHORI
26. QUESTION: ARE THERE EXCEPTIONS FROM THE REQUIREMENT OF A WRITTEN CONFIRMATION?
27. QUESTION: WHERE CAN I FIND THE LIST OF NON-EU COUNTRIES TO WHICH THE REQUIREMENT OF A WRITTEN CONFIRMATION DOES NOT APPLY?
28. QUESTION: HOW MANY NON-EU COUNTRIES HAVE SO FAR REQUESTED TO BE LISTED?
29. QUESTION: WHEN IS THE LIST GOING TO BE PUBLISHED BY THE COMMISSION?
29A: QUESTION: HOW DOES A NON-EU COUNTRY REQUEST TO BE LISTED?
29B: QUESTION: BY WHEN SHOULD THE REQUEST TO BE LISTED BE MADE?
30. QUESTION: DO I NEED A WRITTEN CONFIRMATION, EVEN THOUGH MY MANUFACTURING SITE HAS RECENTLY BEEN INSPECTED BY THE EUROPEAN D
31. QUESTION: DO I NEED A WRITTEN CONFIRMATION, EVEN THOUGH MY MANUFACTURING SITE HAS RECENTLY BEEN INSPECTED BY AN EU MEMBER S
32. QUESTION: I WOULD LIKE TO BE INSPECTED BY AN EU MEMBER STATE. WHERE DO I 'APPLY' FOR SUCH AN INSPECTION?
04.08.2014
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