Tragende Gründe
zum Beschluss des Gemeinsamen
Bundesausschusses
über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie
(AM-RL) – Anlage I (OTC-Übersicht):
Nummer 2 (Acetylsalicylsäure)
Vom 21. März 2013
Inhalt
1. Rechtsgrundlage .......................................................................................................... 2
2. Eckpunkte der Entscheidung ...................................................................................... 2
3. Bürokratiekosten .......................................................................................................... 4
4. Verfahrensablauf .......................................................................................................... 4
5. Dokumentation des gesetzlich vorgeschriebenen
Stellungnahmeverfahrens ........................................................................................... 6
6. Unterlagen des Stellungnahmeverfahrens ................................................................. 8
6.1 Übersicht der eingegangenen Stellungnahmen ........................................................19
2
1. Rechtsgrundlage
Nach § 34 Abs. 1 Satz 1 SGB V sind nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel von der
Versorgung nach § 31 SGB V ausgeschlossen. Der Gemeinsame Bundesausschuss legt
gemäß § 34 Abs. 1 Satz 2 SGB V in den Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V
fest, welche nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die bei der Behandlung
schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten, zur Anwendung bei diesen
Erkrankungen mit Begründung vom Vertragsarzt ausnahmsweise verordnet werden können.
Dabei ist der therapeutischen Vielfalt Rechnung zu tragen (§ 34 Abs. 1 Satz 3 SGB V).
Gemäß § 34 Abs. 1 Satz 5 SGB V gilt der Ausschluss nach Satz 1 nicht für
1. versicherte Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr,
2. versicherte Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr mit
Entwicklungsstörungen.
Die gesetzlichen Kriterien sind in § 12 Abs. 3 und 4 der gültigen Arzneimittel-Richtlinie wie
folgt konkretisiert:
§ 12 Abs. 3 Eine Krankheit ist schwerwiegend, wenn sie lebensbedrohlich ist oder wenn
sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörung die
Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt.
§ 12 Abs. 4 Ein Arzneimittel gilt als Therapiestandard, wenn der therapeutische Nutzen zur
Behandlung der schwerwiegenden Erkrankung dem allgemein anerkannten
Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht.
2. Eckpunkte der Entscheidung
Der G-BA hat im Rahmen seiner regelmäßigen Überprüfung die Notwendigkeit einer
Überarbeitung der Anlage I Nr. 2 (Acetylsalicylsäure) festgestellt.
In Anlage I (so genannte OTC-Übersicht) besteht in Nummer 2 bereits eine ausnahmsweise
Verordnungsfähigkeit für Acetylsalicylsäure (bis 300 mg/Dosiseinheit) als Thrombozyten-
Aggregationshemmer in der Nachsorge von Herzinfarkt und Schlaganfall sowie nach
arteriellen Eingriffen.
Die Verwendung von Acetylsalicylsäure (bis 300 mg/Dosiseinheit) entspricht auch in der
Sekundärprävention bei der Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) dem allgemein
anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und gilt dabei als Therapiestandard.
Unter dem Begriff akutes Koronarsyndrom werden die Phasen der koronaren
Herzerkrankung zusammengefasst, die unmittelbar lebensbedrohlich sind, hierzu gehören
die instabile Angina pectoris, der akute Myokardinfarkt und der plötzliche Herztod. Eine KHK
ist mit einem erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko verbunden. Sie geht häufig mit der
Symptomatik der Angina pectoris einher. Die Lebensqualität kann sowohl dadurch als auch
über die aus der KHK resultierende Leistungseinschränkung reduziert sein. Bei älteren
Patienten, speziell Frauen oder Diabetikern, kann die myokardiale Ischämie auch ohne
Angina pectoris auftreten.
Die KHK stellt damit eine schwerwiegende Erkrankung im Sinne der Arzneimittelrichtlinie
§ 12 Abs. 3 dar.
Die Diagnose einer koronaren Herzkrankheit kann mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit
gestellt werden, wenn sich aus Symptomatik, klinischer Untersuchung, Anamnese,
Begleiterkrankungen und Belastungs-EKG eine hohe Wahrscheinlichkeit (mindestens 90 %)
für das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit belegen lässt. Nur bei Patienten, die nach
Feststellung der Ärztin oder des Arztes aus gesundheitlichen Gründen für ein Belastungs-
3
EKG nicht in Frage kommen oder bei denen ein auswertbares Ergebnis des Belastungs-
EKGs nicht erreichbar ist (insbesondere bei Patienten mit Linksschenkelblock,
Herzschrittmacher oder bei Patienten, die physikalisch nicht belastbar sind), können andere
nicht-invasive Untersuchungen zur Diagnosesicherung (echokardiografische oder
szintigrafische Verfahren) angewendet werden. Auch wenn ein akutes Koronarsyndrom
aufgetreten ist oder wenn die KHK direkt mittels Koronarangiografie nachgewiesen wurde gilt
die Diagnose als gesichert.
In Anlage I Nummer 2 werden daher nach der Angabe „Acetylsalicylsäure (bis
300 mg/Dosiseinheit) als Thrombozyten- Aggregationshemmer“ die Wörter „bei koronarer
Herzkrankheit (gesichert durch Symptomatik und ergänzende nicht-invasive oder invasive
Diagnostik) und“ eingefügt.
Die Thrombozyten-Aggregationshemmung mit Acetylsalicylsäure gilt als ein
Therapiestandard in der Behandlung der KHK, wobei Dosierungen auch unterhalb 300
mg/Dosiseinheit zur Erreichung vergleichbarer Effekte bei besserer Verträglichkeit diskutiert
werden.
In einer Meta-Analyse wurden sechs randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 6.300
Patienten bewertet, die Acetylsalicylsäure (50 bis 325 mg) oder Placebo in der
Sekundärprävention erhielten. Die Patienten hatten einen Schlaganfall, Myokardinfarkt oder
eine stabile Angina pectoris in der Vorgeschichte. Die Einnahme von Acetylsalicylsäure
reduzierte das Mortalitätsrisiko um 18 % (RR 0,82; 95 % KI (0,7-0,9) p = 0,03). Es zeigte sich
zudem eine relative Risikoreduktion für Myokardinfarkt und vaskuläre Ereignisse
(zusammengesetzt aus Myokardinfarkt, Schlaganfall und andere vaskuläre Ereignisse) um
jeweils 30 % (RR 0,7; 95 % KI (0,6-0,8); p = <0,001). Die Einnahme von Acetylsalicylsäure
war mit einer Erhöhung des Risikos für gastrointestinale Blutungen verbunden, allerdings
wurden in den sechs Studien nur 58 Fälle berichtet (41 in der Acetylsalicylsäure-Gruppe und
17 in der Placebo-Gruppe (RR 2,5; 95 % KI (1,4-4,7)). Es wurden keine Todesfälle
identifiziert, die auf Blutungen zurückzuführen waren1.
In einer weiteren Meta-Analyse (Antithrombotic Trialists´ Collaboration) wurden 195
randomisierte, kontrollierte Studien mit 135.640 Patienten mit hohem Risiko bewertet, bei
denen Endpunkte zu vaskulären Ereignissen vorlagen. Die Patienten erhielten entweder eine
Thrombozytenaggregationshemmung oder Placebo (Kontrolle). Acetylsalicylsäure war der
am häufigsten untersuchte Thrombozytenaggregationshemmer2.
Sieben dieser Studien untersuchten Patienten (insgesamt 2920) mit stabiler Angina pectoris.
Unter der Gabe eines Thrombozytenaggregationshemmers hatten 144 von 1448 Patienten
mit stabiler Angina pectoris ein vaskuläres Ereignis, während dies in der Kontrollgruppe bei
208 von 1472 Patienten der Fall war. Ein vaskuläres Ereignis war definiert als nicht-tödlicher
Herzinfarkt, nicht-tödlicher Schlaganfall oder Tod aufgrund eines vaskulären Ereignisses. Die
Wahrscheinlichkeit für ein vaskuläres Ereignis war bei Patienten mit stabiler Angina pectoris
unter der Gabe eines Thrombozytenaggregationshemmers um 33 % (SE = 9; p = 0,0005)
reduziert. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Thrombozytenaggregations-
hemmung Patienten mit stabiler Angina pectoris vor vaskulären Ereignissen schützt2. Hier ist
ergänzend auf die in die Meta-Analyse eingeflossene Studie von Juul-Möller et al. (1992)
hinzuweisen, in der eine Überlegenheit von Acetylsalicylsäure gegenüber Placebo jeweils in
1 Weisman SM, Graham DY. Evaluation of the benefits and risks of low-dose aspirin in secondary
prevention of cardiovascular and cerebrovascular events. Arch Intern Med 2002; 162: 2197-202
2 Antithrombotic Trialists´ Collaboration. Collaborative meta-analysis of randomised trials of antiplatelet
therapy for prevention of death, myocardial infarction, and stroke in high risk patients. BMJ 2002; 324:
71-86
4
Komedikation mit Sotalol bei Patienten mit stabiler Angina pectoris in Hinblick auf die
primären Endpunkte Myokardinfarkt und plötzlicher Tod gezeigt wurde3.
Die Meta-Analyse der Antithrombotic Trialists´ Collaboration schloss auch 12 Studien mit
Patienten mit instabiler Angina pectoris (insgesamt 5031 Patienten) ein. In der Gruppe, die
eine Thrombozytenaggregationshemmung erhielten, hatten 199 von 2497 Patienten mit
instabiler Angina pectoris ein vaskuläres Ereignis, in der Kontrollgruppe erlitten 336 von 2534
Patienten ein vaskuläres Ereignis. Die Wahrscheinlichkeit für ein vaskuläres Ereignis war bei
Patienten mit instabiler Angina pectoris unter der Gabe eines
Thrombozytenaggregationshemmers um 46 % (SE = 7; p < 0,0001) reduziert2.
Die Meta-Analyse untersuchte auch die Effekte verschiedener Dosierungen von
Acetylsalicylsäure. Dabei zeigte sich bei Dosen von 500-1500 mg pro Tag eine Reduktion
vaskulärer Ereignisse von 19 % (SE = 3 %), bei 160-325 mg pro Tag von 26 % (SE = 3 %)
und bei 75-150 mg pro Tag von 32 % (SE = 6 %). Dosen < 75 mg pro Tag hatten einen
geringeren Effekt. Er betrug 13 % (SE = 8 %)2.
3. Bürokratiekosten
Durch die im Beschluss enthaltenen Regelungen entstehen keine Informationspflichten für
Leistungserbringerinnen und Leistungserbringer im Sinne von Anlage II zum 1. Kapitel
VerfO. Daher entstehen auch keine Bürokratiekosten.
4. Verfahrensablauf
Mit der Vorbereitung seiner Beschlüsse hat der Unterausschuss Arzneimittel eine
Arbeitsgruppe beauftragt, die sich aus den von den Spitzenorganisationen der
Leistungserbringer benannten Mitgliedern, der vom GKV-Spitzenverband benannten
Mitglieder sowie Vertreter(innen) der Patientenorganisationen zusammensetzt.
In der Sitzung am 9. Oktober 2012 hat der Unterausschuss Arzneimittel die Einleitung des
Stellungnahmeverfahrens zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie, Anlage I (OTC-
Übersicht) nach der Überprüfung der tatbestandlichen Voraussetzungen nach § 34 Abs. 1
Satz 2 in Verbindung mit § 12 Abs. 3 und 4 der Arzneimittel-Richtlinie sowie Kapitel 4 § 31
Abs. 1 und 2 Verfahrensordnung (VerfO) für die Nummer 2 abschließend beraten und nach
§ 10 Abs. 1, 1. Kapitel der Verfahrensordnung des G-BA die Einleitung eines
Stellungnahmeverfahrens einstimmig beschlossen.
In Anlage I Nummer 2 werden nach der Angabe „Acetylsalicylsäure (bis
300 mg/Dosiseinheit) als Thrombozyten- Aggregationshemmer“ die Wörter „bei
koronarer Herzkrankheit (gesichert durch Symptomatik und ergänzende nicht-
invasive oder invasive Diagnostik) und“ eingefügt.
Es sind keine Stellungnahmen eingegangen. Demzufolge war eine mündliche Anhörung
nach § 91 Abs. 9 S. 1 SGB V i. V. m. 1. Kapitel § 12 Abs. 1 VerfO des G-BA nicht
durchzuführen. Insofern stellen die vorliegenden Tragenden Gründe den aktuellen Stand der
zusammenfassenden Dokumentation dar.
3 Juul-Möller S et al. Double-blind trial of aspirin in primary prevention of myocardial infarction in
patients with stable chronic angina pectoris. The Swedish Angina Pectoris Aspirin Trial (SAPAT)
Group. Lancet 1992; 340: 1421-5
5
Der Unterausschuss Arzneimittel hat in seiner Sitzung am 12. Februar 2013 den
Beschlussentwurf zur Änderung der Anlage I ohne weitere Änderungen konsentiert.
Das Plenum hat in seiner Sitzung am 21. März 2013 die Änderung der AM-RL in Anlage I
beschlossen.
Zeitlicher Beratungsverlauf
Sitzung Datum Beratungsgegenstand
AG Nutzenbewertung 28. November 2011
Beratung zur Änderung der Arzneimittel-
Richtlinie in Anlage I (OTC-Übersicht)
Nr. 2
AG Nutzenbewertung 2. März 2012
Vorschlag der KBV zur Änderung der
Arzneimittel-Richtlinie in Anlage I (OTC-
Übersicht)
AG Nutzenbewertung 18. Juli 2012
Beratung zum Vorschlag der KBV zur
Änderung der Arzneimittel-Richtlinie in
Anlage I (OTC-Übersicht)
Sitzung UA Arzneimittel 9. Oktober 2012
Beratung und Konsentierung des
Beschlusses zur Einleitung eines
Stellungnahmeverfahrens zur Änderung
der Arzneimittel-Richtlinie in Anlage I
(OTC-Übersicht)
Sitzung des
Unterausschusses
Arzneimittel
12. Februar 2013
Beratung und Konsentierung des
Beschlussentwurfs zur Änderung der
Anlage I der AM-RL
Sitzung des Plenums 21. März 2013 Beschlussfassung über die Änderung der
Anlage I der AM-RL
Berlin, den 21. März 2013
Gemeinsamer Bundesausschuss
gemäß § 91 SGB V
Der Vorsitzende
Hecken
6
5. Dokumentation des gesetzlich vorgeschriebenen Stellungnahmeverfahrens
Gemäß § 92 Abs. 3a SGB V ist den Sachverständigen der medizinischen und
pharmazeutischen Wissenschaft und Praxis sowie den für die Wahrnehmung der
wirtschaftlichen Interessen gebildeten maßgeblichen Spitzenorganisationen der
pharmazeutischen Unternehmer, den betroffenen pharmazeutischen Unternehmern, den
Berufsvertretungen der Apotheker und den maßgeblichen Dachverbänden der
Ärztegesellschaften der besonderen Therapierichtungen auf Bundesebene Gelegenheit zur
Stellungnahme zu geben.
Folgende Organisationen wurden angeschrieben:
Organisation Straße Ort
Bundesverband der
Pharmazeutischen Industrie e. V.
(BPI)
Friedrichstr. 148 10117 Berlin
Verband Forschender
Arzneimittelhersteller e. V. (VFA)
Hausvogteiplatz 13 10117 Berlin
Deutscher Zentralverein
Homöopathischer Ärzte e.V.
Reinhardtstraße 37 10117 Berlin
Bundesverband der
Arzneimittel-Importeure e.V. (BAI)
EurimPark 8 83416 Saaldorf
Bundesverband der
Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH)
Ubierstraße 73 53173 Bonn
Deutscher Generikaverband e.V. Kurfürstendamm 190-102 10707 Berlin
Gesellschaft für Phytotherapie e.V. Postfach 10 08 88 18055 Rostock
Pro Generika e.V. Unter den Linden 32 - 34 10117 Berlin
Gesellschaft Anthroposophischer
Ärzte e.V.
Roggenstraße 82 70794 Filderstadt
Arzneimittelkommission der
Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
Herbert-Lewin-Platz 1 10623 Berlin
Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände (ABDA)
Deutsches Apothekerhaus
Jägerstraße 49/50
10117 Berlin
Arzneimittelkommission der
Deutschen Zahnärzteschaft
(AK-Z)
c/o Bundeszahnärztekammer
Chausseestr. 13 10115 Berlin
Darüberhinaus wurde die Einleitung des Stellungnahmeverfahrens im Bundesanzeiger
bekanntgemacht (BAnz AT 15.11.2012 B4).
7
8
6. Unterlagen des Stellungnahmeverfahrens
9
10
11
Stellungnahmeverfahren zum Thema „OTC – Änderung der Nummer 2“
Literaturliste [Hier Institution / Firma eingeben] Indikation [Hier zutreffende Indikation eingeben]
Nr. Feldbezeichnung Text
AU:
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SO:
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SO:
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18
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6.1 Übersicht der eingegangenen Stellungnahmen
Es sind keine Stellungnahmen eingegangen.
1. Rechtsgrundlage
2. Eckpunkte der Entscheidung
3. Bürokratiekosten
4. Verfahrensablauf
5. Dokumentation des gesetzlich vorgeschriebenen Stellungnahmeverfahrens
6. Unterlagen des Stellungnahmeverfahrens
6.1 Übersicht der eingegangenen Stellungnahmen
28.07.2014
Datei
PD
23. Oktober 2013
Audit oder nicht Audit? Auditoren und QM-Systeme ?
Wird die Notwendigkeit erkannt? Das rechte Maß?
Optimist: Das Glas ist halb voll.
Pessimist: Das Glas ist halb leer.
Wissenschaftler: Das Glas ist immer voll.
Unternehmensberater: Sie haben doppelt so viel Glas,
wie sie eigentlich brauchen.
Qualitäter: Wir brauchen Kenngrößen und Vorgaben,
die zu dem Zustand des Glases führen.
Auditor: Bitte definieren Sie den Prozess, der zu dem Zustand des Glases
führte und beschreiben Sie, warum das Glas halb voll bzw. halb leer ist. Dabei
ist auch die verantwortliche Person zu benennen.
Co-Auditor: Es ist nicht genau beschrieben, welche Hälfte des Glases halbvoll
bzw. halbleer ist. Ist die untere, die rechte oder die vordere Hälfte halbleer?
Mit welchem Prüfmittel haben Sie die Leere gemessen und wie wird das
Prüfmittel überwacht?
½
Luft
½
Wein
http://img.fotowelt.chip.de/imgserver/communityimages/155600/155677/1280x.jpg
Agenda
Gesetzlicher Hintergrund
Rechtliche Anforderungen an die Auditierung von
Pharmakovigilanzsystemen (GVP Modul I und IV )
Auditziel
Auditplanung
Einbindung in das Pharmakovigilanz
Qualitätsmanagementsystem (GVP Modul I)
Die Pharmakovigilanz Stammdokumentation (GVP
Modul II)
Vorgaben zur Vor – und Nachbereitung eines Audits
Gesetzlicher Hintergrund
DIRECTIVE 2010/84/EU Article 104 Satz 2
2. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes und anderer
Vorschriften § 63b (2) 2.
Guideline on good pharmacovigilance practices (GVP) - Module I, II,
IV
2. sein Pharmakovigilanz-System
regelmäßig
in angemessenen Intervallen Audits zu unterziehen; dabei hat er die
wichtigsten Ergebnisse in seiner PV-Stammdokumentation zu vermerken und
sicherzustellen, dass
Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ergriffen werden; wenn die
Maßnahmen zur Mängelbeseitigung vollständig durchgeführt sind,
kann der Vermerk gelöscht werden.
Auditverpflichtung durch den Zulassungsinhaber
§ 63b Meldepflichten Allgemeine Pharmakovigilanz-Pflichten des Inhabers
der Zulassung
(2) Der Inhaber der Zulassung ist verpflichtet, bei Arzneimitteln, die zur
Anwendung bei Menschen bestimmt sind,
2. sein Pharmakovigilanz-System regelmäßig in angemessenen Intervallen Audits
zu unterziehen; dabei hat er die wichtigsten Ergebnisse in seiner
Pharmakovigilanz-Stammdokumentation zu vermerken und sicherzustellen, dass
Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ergriffen werden; wenn die Maßnahmen zur
Mängelbeseitigung vollständig durchgeführt sind, kann der Vermerk gelöscht
werden.
Entspricht: DIRECTIVE 2010/84/EU Article 104 Satz 2
Definition Audit:
Ein systematischer, disziplinierter, unabhängiger und dokumentierter
Prozess
Dient dem Erhalt um Nachweise und der Evaluation zur objektiven
Feststellung und in welchem Ausmaß die Audit Kriterien erfüllt sind
die der Verbesserung des Risiko-Managements und der Kontrolle
und Steuerung von Prozessen dienen
Ziel eines Audits:
objektive Untersuchung und Prüfung über
die Effektivität und die Angemessenheit
der Implementierung und der Arbeitsabläufe eines PV Systems
und des Qualitätssystems der PV
GVP Modul IV Pharmacovigilance Audits
Intention: Ermöglichung der Durchführung von PV Audits
Förderung der Harmonisierung
Unterstützt Übereinstimmung
Vereinfachung des Auditprozesses
Prinzipien des Moduls entsprechen international akzeptierten Audit
Standards
www.theiia.org
www.isaca.ord
www.ifac.org
www.issai.org
http://www.heiia.org/
http://www.isaca.ord/
http://www.ifac.org/
http://www.issai.org/
Wer darf auditieren?
Kompetenz und Qualifikation der Auditoren
Unabhängigkeit
Objektivität der Auditarbeit
Frei von Beeinflussung bei Festlegung des Auditzwecks, der
Durchführung von PV Audits und der Kommunikation der
Auditergebnisse
Hauptberichtsweg: upper Management
Konsultationen zulässig
Adäquate Qualifikation /Kenntnis:
• Audit Prinzipien und Techniken
• anwendbaren Gesetze, Richtlinien
• PV Kenntnisse
• Management- u. Organisationssysteme
OUTSOURCING an externe PV –Auditoren möglich
(IV.B.3.1.1 und 3.1.2 S. 9)
Wer/Was ist zu auditieren ? GVP I und IV
9
Das Pharmakovigilanzsystem des Zulassungsinhabers einschließlich :
Aller Pharmakovigilanz Prozesse und Aufgaben
Des Qualitätssystem für PV Aktivitäten
Interaktionen und Schnittstellen mit anderen Abteilungen
PV Aktivitäten
bei Tochterorganisationen, Niederlassungen
die an andere Organisationen delegiert sind (regionale
Berichtszentren, beauftragte Dritte, Lizenzpartner und Dienstleister)
Regelmäßige Audits der anderen Organisation oder andere
Kontrollmethoden und Bewertungen sind empfohlen
Priorisierung der Audits
(“regelmäßig , angemessene Intervalle eine Audits” )
Risikobasierter Ansatz:
Dokumentierte Risiko-Bewertung
“strategic level audit planning” (long term approach)
“tactical level audit planning “ (audit programs)
“operational level audit planning” (audit plan für individuelle Audits)
IV.B.2.1 Strategic level audit planning (1)
Strategische Langzeitplanung
für 2 -5 Jahre
Zustimmung vom upper management (should)
Liste der Audits, die vernünftigerweise durchgeführt werden könnten:
Darstellung welche Gebiete auditiert werden
Auditthemen und Methoden, Beschreibung der Risikobewertung auf
denen das Auditprogramm basiert
IV.B.2.1 Strategic level audit planning (2)
Beispielliste von Risikofaktoren, die eine Risikobewertung erfordern können:
Kritikalität des Prozesses:
Ergebnis früherer Audits
Identifizierte prozedurale Lücken
Andere Information im Zusammenhang mit Compliance:
• Compliance Metrics
• aus Inspektionen
• von Beanstandungen
• von anderen externen Quellen z.B. Audits
Organisatorische Änderungen die einen negativen Einfluss auf den
Bereich/Prozess haben können (Merger, Akquisitionen, Wechsel in
Schlüsselfunktionen, Verfügbarkeit adäquat trainierter und erfahrener
Pharmakovigilanz –Mitarbeiter (Fluktuation) …..)
(IV.B. S. 6 + 7)
IV.B.2.2. Tactical level audit planning
Audit Programm:
1 geplanten Audits innerhalb eines spezifischen Zeitraumes, (1 Jahr)
Genehmigung vom Upper Management (should)
Risikobasierte Rationale für individuelle Audits
• Zeitdauer
• Periodizität (regelmäßige Intervalle)
• Ziel
• Stattgefundene Inspektionen, Audit, Qualifizierung?
(nicht in GVP präzisiert)
Änderungen des Auditprogramms erfordern saubere Dokumentation
(IV.B. 2.2 S. 7 )
Operational level audit planning and reporting
Planung und Untersuchung vor Ort
Folge: Audittourismus
Operational level audit planning and reporting
Berichtswesen
Auditbericht mit Dokumentation aller “Findings”
zeitgerechte Kommunikation an das Management.
Definition des Grading Systems für Auditfindings im QS System der
Pharmakovigilanz
Grading der Auditfindings (relatives Risiko Level)
• Critical = Signifikant (nach GVP Modul II.B.4.7)
• Major
• Minor
Sachverhalte, die dringend zu adressieren sind, sollten beschleunigt an das
Management des Auditees und das Upper Management berichtet werden.
Information der EU - QPPV über jedes Auditfinding, mit Relevanz zum PV
System in der EU
(IV.B.2.3.2. S. 8 + II B.4.7 + IVC.1.1.1 S.10)
Was gehört zum Thema Audit in den PSMF ?
unter anderem „hat die wichtigsten Ergebnisse in seiner
Pharmakovigilanz-Stammdokumentation zu vermerken „
SOP zur Planung, Durchführung, Berichterstattung und Nachverfolgung
von PV Audits
Liste abgeschlossener Audits der letzten 5 Jahre
Liste durchgeführter und geplanter Audits 5 Jahresplan, mit Auditziel
und Status
Übersicht über jedes Audit mit „Major“ oder „Critical“ Findings,
des CAPAs (=Corrective and preventive action)
des Datums der Identifikation
des Datum der geplanten vollständigen Mängelbeseitigung
Crossreferenz zum Auditbericht
Crossreferenz zum CAPA Plan
Liste der Audits mit unvollständiger Mängelbeseitigung
(IV.B. 2.3.3 und 2 S. 7 + 8 GVP IV)
Was gehört zum Thema Audit in den PSMF und
erfordert ein funktionierendes Qualitäts-
management System?
….“sicherzustellen, dass Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ergriffen
werden; wenn die Maßnahmen zur Mängelbeseitigung vollständig durchgeführt
sind, kann der Vermerk (im PSMF) gelöscht werden.“
„
Liste der Audits mit unvollständiger Mängelbeseitigung
Mit Aktennotiz des CAPAs
Bis Nachweis der vollständigen Mängelbeseitigung vorliegt
Danach Löschung aus dem PSMF
Achtung: Obligate PSMF Logbuch Eintragung erforderlich
Transparenz von Verzögerungen
Damit Notwendigkeit eines [PV] - Qualitätsmanagement mit
Deviationsystem
(IV.B. 2.3.3 und 2 S. 7 + 8 GVP IV)
Exkurs: Zeitschiene Audit Vor- Durchführung und
Nachbereitung
Vorbereitung Durchführung Nachbereitung
A) Beschleunigende Faktoren
B) Hemmende Faktoren
PSMF Inspektionen
4 – 6 Wochen 1 - 5 Tage Monate bis 1-2 Jahre
Inspektionen
Etabliertes QM System
Audit
SOP
Training
Ungeklärte CAPA
Besitzer
Unklare Prozesse
Kapazitäten
Kapazitäten
Findings bei PV +
QA fernen
Schnittstellen
19
GVP Modul I: Qualitätsmanagement system gefordert
Planung:
SOPs / Spezifikationen
Änderungsmanagement
Qualifizierung / Verträge
Lenkung:
Überwachung / Korrektur
Abweichungsmanagement
Problembezogene Audits
Prüfung:
Abschließende
Qualitätskontrolle
Verbesserung:
CAPA-Management
Beschwerden Management
Regelmäßige interne Audits
Training
Regelkreis
Qualitätsmanagement
Sind die Anforderungen eines funktionierenden QM-
Systems gemäß GVP Modul I realisierbar ?
QM in GMP, GDP etabliert.
Stand QM in sonstigen GXP Bereichen wie GVP und
GCP?
Die 2 Herausforderungen des Qualitätssystems in der
Pharmakovigilanz:
1) GVP erfordert Ausdehnung des Qualitätssystems auf
völlige non GXP Bereiche
21
Herausforderung 1
1) GVP erfordert Ausdehnung des Qualitätssystems auf
völlige non GXP Bereiche
Schnittstellen mit
Pharmako-
vigilanz
Rechts-
abteilung
Zulassung
Marketing
Qualitäts-
sicherung
Außendienst
Klinische
Forschung
Med.
Affairs
Präklinik
Kundencenter
Compliance
Geschäftsführung Business
Development
IT
Haus-
meister
Archiv
GMP, GDP
Personalabteilung
Herausforderung 2
Unterschied GMP versus GVP
1) GVP stellt nichts greifbares her sondern hat „Gedankengut“,
systematisiert in Prozessen zu erfassen
Mögliche Vorteile einer Zertifizierung
• Schaffen von Vertrauen
• Nationale /internationale Vergleichbarkeit
• Nachhaltige Verbesserung der Prozesse und
Strukturen
• Innerbetriebliche Awareness für GVP erhöhen
• Maßvolle Auditfindings und CAPAs
• Erleichterte PSMF Pflege
• Reduktion eines Audittourismus
• Kosteneinsparungen
• Mitarbeitermotivation durch eine bessere
Kommunikation und leichter verfügbare Informationen
• Erhöhung der Kundenorientierung
• Haftungsrechtlich strafmildernd (Einzelfehler, kein
Systemdefizit)
Questions?
24
Thanks!
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Über 80 Geschäftsstellen in mehr als 60 Ländern
2.100 Auditoren weltweit
DQS UL Gruppe im IQNet Verbund – mit 37 Partnern im weltweit größten Zertifizierungsnetzwerk
DQS UL
IQNet
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
Wir können stolz sein auf eine
Weiterempfehlungsquote von über 93%
und Kundenloyalität von 98%.
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Grenzüberschreitende Projekte in Form von Joint-Audits
mit Partnern des IQNet
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
„Die uns von den DQS-Auditoren aufgezeigten Stärken,
aber auch die Entwicklungschancen, geben uns
Orientierung für die weitere nachhaltige Verbesserung
unserer Leistung.“ Volker Zimmer, Geschäftsführer, ZAG Zeitarbeits-Gesellschaft GmbH
Warum eine externe Begutachtung?
Ganzheitlicher, neutraler Blick von außen auf Menschen,
Prozesse und Ergebnisse
Hohes Maß an Entscheidungssicherheit
Nachhaltige Vertrauensbildung
Stärkung von Image und Wettbewerbsfähigkeit
Mehrwert für Interessenspartner
Zertifizierung durch Fachexperten
Rechtssicherheit
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
DQS-Audits sind praxisnahe Rückmeldungen
von Mensch zu Mensch
„Unsere Audits beschäftigen sich weniger mit dem
„eingefrorenen“ Stand von Abläufen und Dokumenten –
sondern viel mehr mit lebendigen Informationsflüssen und
Änderungen. Dabei kommt den Unternehmen die Flexibilität
und Praxisnähe unserer Auditoren zugute, daraus erwächst
vielschichtiger Nutzen:
Sie erhalten eine griffige Analyse über
das, was wirklich läuft. Und damit die
Basis, um noch erfolgreicher zu werden.“
Götz Blechschmidt
Geschäftsführer der DQS
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
Der Weg zum Zertifikat
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
Gesundheits- und Sozialwesen
Qualitätsmanagement
ISO 9001, KTQ, EN 15224
Rehabilitation
Verschiedene Verfahren zu den BAR-Anforderungen nach
§ 20 Abs. 2a SGB IX
Prozessaudits
Patientensicherheit
Hygienemanagement
Pflege Plus
QgP
AWO Kriterien
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
Verbandsspezifische Begutachtungen
GQS EuRA – Europäischer Relocation Verband
Golf und Natur – Deutscher Golf Verband
InsO Excellence – Gravenbrucher Kreis,
Insolvenzverwalter
DGVM – Dt. Gesellschaft für Verbandmanagement
„Als serviceorientierter Dachverband des
Golfsports waren für uns bei der Entscheidung
über den Zertifizierungspartner folgende
Kriterien entscheidend: Hohe fachliche
Qualifikation, erstklassige Reputation und
Auditoren, die unseren Sport kennen. Auf
Diese Kombination trafen wir bei der DQS.“
Klaus Dallmeyer, Geschäftsführer
Deutscher Golf Verband e.V.
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
Für Ihren Erfolg sind zuverlässige Informationen
unerlässlich. Wir zeigen Ihnen, wie sicher diese sind.
Informationssicherheit
ISO 27001
Informationssicherheits-Managementsystem
ISO 20000-1
Servicemanagementsystem
ISIS 12 speziell für KMU
Datenschutzaudit
SPICE: ISO/IEC 15504
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Risikomanagement
ISO 31000
Risk Management
ISO 22301
Business Continuity Management
"In einer technischen und kontinuierlich zusammen wachsenden
Welt steigen nicht nur die Chancen, sondern auch den Risiken,
die sich aus dieser Vernetzung ergeben.
Beispiele der letzten Jahre zeigen, wie
verletzlich Unternehmen geworden sind.
Um mit solchen Herausforderungen
umzugehen, bietet sich ein Business-
Continuity-Management an."
Uwe Rühl, DQS-Auditor
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
DQS-Serviceleistungen
Veranstaltungen
Kundentage, Kundenforen, Workshops, Webinare
DQS-Kundenzeitschrift DQS im Dialog
Online oder Print – kostenfrei dreimal jährlich
Unterstützung Ihrer Medienarbeit
Leitfaden und Beispiele
www.dqs.de DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen
DQS Online-Service
Aktuelles, Leistungsspektrum, Downloads
Online-Newsletter: sechsmal jährlich
Weltweite Kundendatenbank mit Zertifikatsdownload
Weltweites Kundenportal: MyDQS
DQS. The Audit Company.
Helmut Stais, Bonn, 23.10.2013
Ein Partner des BAH stellt sich vor.
28.07.2014
Datei
PD
Gute Fragen –
der Fragebogen
als Grundlage des Audits
Imke Simmchen-Wittekopf, Engelhard Arzneimittel
Themen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 2
1. Entstehung / Ausarbeitung
2. inhaltliche Schwerpunkte
3. Bewertungskriterien
4. Einsatzbereiche
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 3
Haben Sie ein
Pharmakovigilanz-System?
Das PV-System
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 4
A pharmacovigilance system is defined as a system used
by an organisation to fulfil its legal tasks and
responsibilities in relation to pharmacovigilance and
designed to monitor the safety of authorised medicinal
products and detect any change to their risk-benefit
balance [DIR Art 1(28d)].
[GVP Module I.B.1.]
Der Fragebogen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 5
Audit criteria are, for each audit objective, the standards
of performance and control against which the auditee
and its activities will be assessed. In the context of
pharmacovigilance, audit criteria should reflect the
requirements for the pharmacovigilance system,
including its quality system for pharmacovigilance
activities, as found in the legislation and guidance.
[GVP Module IV.B.1]
Der Fragebogen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 6
Prozesse
Strukturen
Qualitätssicherung
Structures
7
- Organisational Structure
- Site(s)
- Concerned Products
- Sources of Safety Data
- Computerised Systems and Databases
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches
Processes
8
- Monitoring of risk-benefit-profile
- Risk management
- ICSR collection, collation, follow-up, assessment and
reporting
- PSUR scheduling, production and submission
- Communication of safety concerns
- Implementation of safety variations
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches
Quality System
9
- Archiving / record management
- Management of procedural documents
- Training / resource management
- Audit management incl. significant findings
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches
Der Fragebogen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 10
ist konzipiert für einen breiten Anwenderkreis:
- lokal und / oder global agierende Firmen
- Tochterunternehmen und Mutterkonzerne
- Unternehmen mit oder ohne klinische Forschung
- größere und kleinere Unternehmen bzw. PV-
Abteilungen
Bsp.: Kategorien Nr. 17 – Studien
oder Nr. 20 – Vertragspartner:
nur relevant, falls zutreffend
Der Fragebogen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 11
Kernfragen und -themen:
- Does your company perform a risk analysis?
- 24-hours availability of the QPPV
- Business continuity
- Do you have a PSMF?
- Delegations and agreements
- Safety data management
- Crisis and measure management
- Quality assurance
Do you have access to…
Do you have written documents…
Der Fragebogen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 12
29 General ADR
management
Do you have written document(s) that describe the ADR collection, evaluation, processing and reporting?
Do these materials comply with global company and local regulatory requirements?
Are these materials controlled (i.e. version control, conforming to controlled document SOPs, etc.)?
Are employees systematically trained on their content?
Do you monitor the compliance to reporting requirements?
# Category Question Yes Doc No (Title) No N/
A
Der Fragebogen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 13
# Category number of
questions
critical major
1 General 4 1 1
2 QPPV 8 3 4
3 PSMF 3 1
10 Documentation of agreements 5 2
13 Products and responsibilities 7 2 1
14 Data mining 12 2 7
29 General ADR management 5 1 1
32 Periodic Reporting 11 2 1
33 Technical infrastructure for electronic reporting 6 1 2
34 Risk communication 8 1 1
41 Audit 4 1 1
Der Fragebogen
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 14
number of categories number of questions
critical 11 17
major 33 60
total 44 224
categories questions
critical 25,0% 7,6 %
major 75,0 % 26,8 %
total 100,0 % 100,0 %
Das Zertifikat
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 15
critical is a fundamental weakness in one or more
pharmacovigilance processes or practices that adversely
affects the whole pharmacovigilance system and/or the
rights, safety or wellbeing of patients, or that poses a
potential risk to public health and/or represents a
serious violation of applicable regulatory requirements.
[GVP Module IV.B.2.3.2.]
Das Zertifikat
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 16
major is a significant weakness in one or more
pharmacovigilance processes or practices, or a
fundamental weakness in part of one or more
pharmacovigilance processes or practices that is
detrimental to the whole process and/or could
potentially adversely affect the rights, safety or well-
being of patients and/or could potentially pose a risk to
public health and/or represents a violation of applicable
regulatory requirements which is however not
considered serious.
[GVP Module IV.B.2.3.2.]
Das Zertifikat
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 17
minor is a weakness in the part of one or more
pharmacovigilance processes or practices that is not
expected to adversely affect the whole
pharmacovigilance system or process and/or the rights,
safety or well-being of patients.
[GVP Module IV.B.2.3.2.]
Das Zertifikat
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 18
Anforderungen zur Erteilung eines Zertifikats:
keine critical findings
max. 5-6 major findings
max. 10-11 minor findings
Einsatzbereiche
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 19
- Selbstinspektion des PV-Systems
- Review des PV-Systems / Voraudit
- DQS-Audit (mit Zertifikat)
- schriftliches „Fernaudit“ bei Kooperationspartnern,
z.B. Vertriebspartnern
Si; 23.10.2013; BAH-Service Auditierung des PV-Bereiches 20
Wer hat Fragen
zum Fragebogen?
28.07.2014
Datei
PD
1Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Pharmakovigilanz-Audit
Ein Erfahrungsbericht
vom Pilotaudit
Dr. med. Belal Naser
QPPV, Stufenplanbeauftragter
Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG
2Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
3Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Pharmakovigilanz Audit
26. Juni 2013
4Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Vorstellung des Unternehmens
Vorlauf / Vorbereitung
Ablauf / Durchführung
Nachbereitung
Agenda
5Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Das Unternehmen
Familienbesitz seit 90 Jahren
Schwerpunkt Phytopharmaka
WEU / THMP / vereinzelt NEM
200 - 220 Mitarbeiter
20 - 25 Mio. € Umsatz / Jahr
Export in 36 Länder
6Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
QPPV /StB (Mediziner)
Stellvertretende QPPV / StB (Biologin)
2 Mitarbeiter in der Arzneimittelsicherheit
1 Dokumentar
Wenige UAW Meldungen
1 Wirkstoff auf EURD-Liste
Pharmakovigilanz
7Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Pharmakovigilanz Datenbank / inkl. MedDRA
Beirat “VigiS3”
Ausschuss für Arzneimittelsicherheit
Arbeitsgruppen SOP / PSMF/…
E-Learning Projekt (GELP)
Pharmakovigilanz Mitgliedschaften (BAH)
Registriert bei EudraVigilance seit 2006
Produktinfo an XEVMPD (Art. 57/2) seit 2012
Pharmakovigilanz Besondere Aktivitäten
8Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Vorstellung des Unternehmens
Vorlauf / Vorbereitung
Ablauf / Durchführung
Nachbereitung
Agenda
9Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
01. März 2012: Sitzung des Ausschusses für AMS (BAH)
Vortrag: Herr Helmut Stais (DQS)
03. Mai 2012: Telefonkonferenzen
31. August 2012
17. Januar 2013
23. Januar 2013
Teilnehmer
Fr. Cordula Hartkorn Straeter Lifescience
Fr. Imke Simmchen-Wittekopf Engelhard
Fr. Angela Schmidt-Mertens UCB Pharma
Dr. Anja Lücken Abbott
Dr. Petra Kammann Boehringer Ingelheim
Fr. Gisela Staß Cassella-med
Dr. Belal Naser Schaper & Brümmer
Dr. Elmar Kroth BAH
Fr. Mara Ernst BAH
Questionnaire for External Audit of Pharmacovigilance Procedures
10Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
24. Januar 2013: Pilotunternehmen gesucht
08. Februar 2013: Vorläufige Zusage
25. April 2013: Termin vorläufig abgestimmt
17. Juni 2013: Termin vereinbart
26. Juni 2013: Audit
11Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Vorbereitung: Allgemein
• Zeitplan (extern): Termin mit dem Auditor abstimmen
• Zeitplan (intern): Rechtzeitig im Hause informieren
• Räumlichkeiten: möglichst 2 reservieren
• …
Vorbereitung: Speziell
• Wichtige Dokumente zusammenstellen
• Präsentation „Firma / Bereich Pharmakovigilanz“ vorbereiten
• PSMF (wenigstens Entwurf) erstellen / an Auditor schicken
• SOPs, Stellenbeschreibungen, Organigramm etc. aktualisieren
• Selbstbewertung / Fragebogen ausfüllen
12Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
# Category
1 General
2 QPPV
3 PSMF
4 Training QPPV and national competent person
5 Training PV Unit personnel
6 Training logs
7 Training of company departments
8 Temporary personnel
9 Role of the local PV Unit concerning contracts and legal agreements
10 Documentation of agreements
11 Inquiries from competent authorities
12 Heterogeneous reporting requirements
13 Products and responsibilities
14 Data mining
15 CCSI
16 Updating of Labeling
17 Information from studies
18 Reconciliation of data
19 Spontaneous reports
20 Collaboration with third parties
21 Receipt of safety related information
22 Handling of incoming safety information
23 Follow-Up
23 Monitoring of incoming safety information
25 Differentiation of inquiries
26 Business continuity
27 Serious ADR collection
28 Medical review
29 General ADR management
30 Local ADR reporting
31 Reporting Formats
32 Periodic Reporting
33 Technical infrastructure for electronic reporting
34 Risk communication
35 Standard Operating Procedures (SOPs)
36 Archiving policy
37 Archiving facilities
38 Data protection policy
39 IT infrastructure
40 Translations
41 Audit
42 Quality assurance
43 Signal managment
44 Risk management system
Questionnaire for External Audit of Pharmacovigilance Procedures
13Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
critical
Category No. 2 “QPPV” Yes Doc No (Title) No N/A
Question For companies that are Marketing Authorisation Holders
(MAHs), do you have a formal job description and CV specific for
your Qualified Person for Pharmacovigilance (QPPV) position?
x Stellen-
beschreibug
001234
Do you ensure that the QPPV has got an appropriate
qualification, with documented experience in all aspects of PV?
x Doc 003456
Is the QPPV medically qualified, or does he/she have access to
medically qualified persons?
x Doc 004567
Do you ensure that the QPPV will be available 24-hours as a
contact point for national and international competent
authorities?
x Doc 005678
Are there valid back-up procedures in place to ensure business
continuity and continued fulfilment of PV obligations?
x Doc 006789
Are the name and 24-hour contact details of the QPPV and
back-up procedures notified to the competent authorities?
Tel. 007891 x
Do you ensure that the QPPV has adequate access to all
relevant Pharmacovigilance/drug safety information?
x Doc 008912
Do you ensure that the delegation of tasks by the QPPV is
documented?
x
major
Category No. 2 “QPPV” Yes Doc No (Title) No N/A
Question For companies that are Marketing Authorisation Holders
(MAHs), do you have a formal job description and CV specific for
your Qualified Person for Pharmacovigilance (QPPV) position?
x Stellen-
beschreibug
001234
Do you ensure that the QPPV has got an appropriate
qualification, with documented experience in all aspects of PV?
x Doc 003456
Is the QPPV medically qualified, or does he/she have access to
medically qualified persons?
x Doc 004567
Do you ensure that the QPPV will be available 24-hours as a
contact point for national and international competent
authorities?
x Doc 005678
Are there valid back-up procedures in place to ensure business
continuity and continued fulfilment of PV obligations?
x Doc 006789
Are the name and 24-hour contact details of the QPPV and
back-up procedures notified to the competent authorities?
Tel. 007891 x
Do you ensure that the QPPV has adequate access to all
relevant Pharmacovigilance/drug safety information?
x Doc 008912
Do you ensure that the delegation of tasks by the QPPV is
documented?
x
14Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Vorbereitung: Worauf sollte man achten?
• Rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen
• Betroffene Mitarbeiter / Kollegen /Bereichsleiter einbeziehen
• Fragebogen objektiv beantworten
• Wichtige Dokumente an einer Stelle hinterlegen
• Entscheidungsträger zur Sitzung einladen
• ggf. Mutter-/ Tochterunternehmen / evtl. Dienstleister
benachrichtigen
15Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Vorstellung des Unternehmens
Vorlauf / Vorbereitung
Ablauf / Durchführung
Nachbereitung
Agenda
16Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Zeit Thema / Prozess Referenz
08:30 Eröffnung - Vorstellung der Teilnehmer
09:00 Feedback PMSF PSMF
09:15 Allgemeines; PSMF, QPPV, Training, Personal, etc F 1-16
10:00 Pause
10:30 Allgemeines F 1-16
12:00 Risikomanagement F 34, 43,44
12:30 Pause
13:30 ADR F 17-33
13:30 QMS / SOP F 35-42
15.30 Offene Fragen / Dokumente
16:00 Pause
16.15 Checkliste geschlossen
16:30 Abstimmungen
17:00 Schlussbesprechung
17:30 Ende
Zeitplan (Vormittag): Eine Gruppe
17Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Zeit Thema / Prozess Referenz
08:30 Eröffnung - Vorstellung der Teilnehmer
09:00 Feed Back PMSF PSMF
09:15 Allgemeines; PSMF, QPPV, Training, Personal, etc F 1-16
10:00 Pause
10:30 Allgemeines F 1-16
12:00 Risikomanagement F 34, 43,44
12:30 Pause
13:30 ADR F 17-33
13:30 QMS / SOP F 35-42
15.30 Offene Fragen / Dokumente
16:00 Pause
16.15 Checkliste geschlossen
16:30 Abstimmungen
17:00 Schlussbesprechung
17:30 Ende
Zeitplan (Nachmittag): Zwei Gruppen
18Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Zeit Thema / Prozess Referenz
08:30 Eröffnung - Vorstellung der Teilnehmer
09:00 Feed Back PMSF PSMF
09:15 Allgemeines; PSMF, QPPV, Training, Personal, etc F 1-16
10:00 Pause
10:30 Allgemeines F 1-16
12:00 Risikomanagement F 34, 43,44
12:30 Pause
13:30 ADR F 17-33
13:30 QMS / SOP F 35-42
15.30 Offene Fragen / Dokumente
16:00 Pause
16.15 Checkliste geschlossen
16:30 Abstimmungen
17:00 Schlussbesprechung
17:30 Ende
Zeitplan (Nachmittag): Eine Gruppe
19Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
• Belegdokumente griffbereit halten
• Technik: Laptop / Beamer/ Internet etc.
• Zugriff (online) auf Dokumente/SOPs/Email/Datenbank etc.
• Fragen offen und konkret beantworten
• Kollegen bei der Beantwortung mit einbinden
Ablauf: Worauf sollte man achten?
20Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Vorstellung des Unternehmens
Vorlauf / Vorbereitung
Ablauf / Durchführung
Nachbereitung
Agenda
21Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Bericht
• Zertifizierungsempfehlung
• Beurteilung des Managementsystems
• Stärken und Verbesserungspotentiale
• Anregungen zum PSMF
• Auditauflagen
• Ergebnis der Begutachtung
• Auftragsdaten / Angaben zum Begutachtungsprozess
• Nächste Schritte
22Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Nachbereitung: Nach dem Audit
• Entscheidungsträger über den Bericht informieren
• Die wichtigsten Ergebnisse im PSMF vermerken
• Mängel innerhalb der Frist beseitigen
• Antwort an den Auditor vorbereiten
23Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Mit Arbeit und Aufwand verbunden
Frühzeitig Mängel erkennen und beseitigen
Auf evtl. Inspektionen gut vorbereitet
Stärkt das Bewusstsein und verbessert die Qualität
Zusammenfassung
A ufwändige Vorbereitung
U nabhängig und qualifiziert
D QS weiterzuempfehlen
I dentifizierung von Lücken
T op Managementsystem
24Dr. Naser
Schaper & Brümmer
BAH Audit 23.10.2013
Augenblick umschalten: das ist toll!
Vielen Dank
28.07.2014
Datei
PD
1
GVP als kleiner Bruder von GMP?
Besondere Anforderungen an
Pharmakovigilanz-Auditoren
- Ein Erfahrungsbericht
Dr. Dorothea Diewald, UCB Pharma GmbH BAH 23. Oktober 2013
2
GVP-Audit durch GMP-Auditoren?
Welche Erwartungshaltung hat ein GMP-Auditor
aufgrund seiner Erfahrungen im GMP-Umfeld?
Was sind GMP-Schwerpunkte und sind diese auf
GVP übertragbar?
Was muss ein GMP-Auditor im GVP-Umfeld
beachten?
3
Vergleich verschiedener Aspekte GMP vs. GVP
GXP-Umfeld
Quality
Management
Prozesse
Schnittstellen
4
Good Manufacturing Practice (GMP)
Richtlinien zur Qualitätssicherung der
Produktionsabläufe und der Produktionsumgebung
bei der Herstellung von Arzneimitteln und
Wirkstoffen
Qualitätssicherung spielt zentrale Rolle
Das Qualitätsmanagementsystem dient der
Gewährleistung der Produktqualität und der
Erfüllung behördlicher Vorgaben
5
Quality Management EG GMP Leitfaden
EG GMP Leitfaden Teil I – Arzneimittel
Kapitel 1 „Qualitätsmanagement“
„ (…) das Unternehmen muss über ein
umfassend geplantes und korrekt implementiertes System der
Qualitätssicherung verfügen (…).
Dieses System sollte vollständig dokumentiert sein und seine
Funktionstüchtigkeit überwacht werden.“
„Qualitätssicherung ist ein weit reichendes Konzept, das
alle Bereiche abdeckt, die im Einzelnen oder insgesamt die Qualität
eines Produktes beeinflussen. (…)
Quality
Management
6
Regelkreis Qualitätsmanagement
Planung:
Management / Personal
SOPs / Spezifikationen
Änderungsmanagement
Qualifizierung / Verträge
Training
Lenkung:
In-Prozess-Kontrollen
Korrekturen
Abweichungsmanagement
Management-Review
Prüfung:
Qualitätsskontrolle zur
Freigabe und Stabilität
Verbesserung:
Trainingssystem
Abweichungs-/ CAPA-Management
Complaint Management
Audits / Inspektionen
Regelkreis
Qualitätsmanagement
Continuous Improvement
7
GVP Module I PV-Systems and their QA-Systems
I.B.1. Pharmakovigilanzsystem
Richtlinien zur Überwachung von zugelassenen Arzneimitteln
Das Pharmakovigilanzsystem spielt eine zentrale Rolle und
dient der Gewährleistung der Sicherheit und Wirksamkeit bei
der Anwendung von zugelassenen Arzneimitteln
I.B.2. Quality, […] Quality System
Das Qualitätssystem ist Teil des Pharmakovigilanzsystems mit
eigenen Prozessen.
Quality
Management
8
GVP Module I PV-Systems and their QA-Systems
I.B.3. Quality cycle
Quality planning
Quality adherence
Quality control and assurance
Quality improvements
Quality
Management
9
GVP Module I
I.B.5. Principles for good pharmacovigilance
practices
• Upper management should provide leadership in the
implementation of the quality system and motivation
for all staff members in relation to the quality
objectives.
• All persons within the organisation should be involved
in and support the pharmacovigilance system on the
basis of task ownership and responsibility in a degree
according to their tasks and assigned responsibilities.
10
GVP Module I
I.B.5. Principles for good pharmacovigilance
practices
• All persons involved with the entire organisation should
engage in continuous quality improvement following
the quality cycle in I.B.3.
• Resources and tasks should be organised as structures
and processes in a manner that will support the
proactive, risk-proportionate, continuous and
integrated conduct of pharmacovigilance.
11
Erwartung bei GMP-Audit
Federführende Rolle der Geschäftsführung
Behördeninspektionen / Herstellerlaubnis
Qualitätssysteme werden schon seit Jahren gelebt
Mitarbeiter sind vertraut mit Qualitätssystemen,
kontrollierten Dokumenten und Good Documentation
Practices, Dokumentation von größter Bedeutung
QA / Qualified Person = Stabsfunktion, ausgestattet mit
Autorität gegenüber prozessbeteiligten Bereichen,
Entscheidung über Chargenfreigabe
Continuous Improvement / Six Sigma /Kaizen-Kultur
Umfassende GMP-Trainings-Kultur
GMP-Umfeld
12
Erwartung bei GMP-Audit
Prozesse:
müssen geplant (Change Management), validiert,
dokumentiert und von der Behörde genehmigt werden
Qualifizierung von Herstellern und Service Providern
Änderungen unterliegen Genehmigungsverfahren, erst
dann ist Prozessumstellung erlaubt
Die lückenlose und akkurate Dokumentation der
gesamten Herstellungskette ist von größter Bedeutung
Abweichungen von genehmigten Prozessen (SOPs) sind
Deviations und als solche zu dokumentieren
Auditierung ist selbstverständliche Praxis
Prozesse
13
Good Manufacturing Pratices Schnittstellen
Quality
Management
QC
RA
DS
Service
provider
Supplier
Facilities
IT
Geschäfts-
führung
Supply
Chain
Produktion
GVP
GMP
GCP
Entwicklung
14
Good Pharmacovigilance Pratices Schnittstellen
Arzneimittel-
sicherheit
Legal
RA
MaFo
Marketing
AD
Entwicklung
Med.
Affairs
Non-
ClinicalGeschäfts-
führung
Med Info
GMP QA
GVP
GMP
GCP
15
Realität bei GVP-Audit
Rolle der Geschäftsführung / Resourcen ??
Behördeninspektionen bisher mit anderem Fokus
Qualitätssysteme sind noch nicht umfassend etabliert
QPPV nicht unbedingt Stabsfunktion, nicht unbedingt
ausgestattet mit Autorität gegenüber Schnittstellen
Mitarbeiter sind noch nicht ausreichend vertraut mit
Qualitätssystemen, kontrollierten Dokumenten und
Good Documentation Practices, Dokumentation ist nicht
von größter Bedeutung
Einbindung von Schnittstellen in Abhängigkeit von dem
Grad ihrer Aufgabe und Verantwortlichkeit
Kontinuous Improvement / Six Sigma /Kaizen ??
GVP-Umfeld
16
Realität bei GVP-Audit
Prozesse:
Kein Change Management
Qualifizierung von Herstellern und Service Providern ist noch
nicht voll etabliert
Änderungen unterliegen nicht einem Genehmigungsverfahren
Good Documentation Practice ist nicht von zentraler
Bedeutung
Abweichungen von zentralen Prozessen sind als Deviation zu
dokumentieren
Qualitätssysteme werden noch nicht umfassend im Sinne von
Continuous Improvement verstanden und gelebt
Training nicht GVP-umfassend, sondern Fokus auf „reporting
obligations“
Prozesse
17
Fazit
• Ein Pharmakovigilanz-Audit sollte unbedingt durch einen
Auditoren begleitet werden, der GVP-Erfahrung hat.
• Die Erwartungen an die Implementierung des
Qualitätssystems sollten noch nicht sehr groß sein.
• Der kleine Bruder GVP wird noch in die Schuhe
seines großen Bruders GMP hinein wachsen, aber
er wird immer ein anderes Naturell haben.
1818
Haben Sie Fragen?
19
GVP als kleiner Bruder von GMP?
Besondere Anforderungen an Pharmakovigilanz-
Auditoren
- Ein Erfahrungsbericht
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Dr. Dorothea Diewald, UCB Pharma GmbH BAH 23. Oktober 2013
28.07.2014
Datei
PD
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20131
DAS ANGEBOT VON BAH UND DQS ZUR
AUDITIERUNG VON PHARMAKOVIGILANZ-
SYSTEMEN
Dr. Elmar Kroth
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20132
AUDITS
23. Oktober 20132 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20133
HISTORIE DES AUDITPROJEKTES
23. Oktober 20133 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
2009:
• Erstellung eines umfangreichen Fragebogens zur
Selbstbewertung des firmeninternen Pharmakovigilanz-
Systems
Bewusst nicht als Audit ausgelegt (Notwendigkeit
von CAPA)
2012:
• Implementierung der Auditverpflichtung der
Pharmakovigilanz in das AMG
• Detaillierte Vorgaben in Implementing Regulation
und in GVP
• Implikationen mit dem PSMF
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20134
HISTORIE DES AUDITPROJEKTES
23. Oktober 20134 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Folge:
• Audits unvermeidlich
• Spezifische Kenntnis von GVP unerlässlich für
Auditoren bei gleichzeitiger Unabhängigkeit von der
PV-Abteilung
Konsequenz:
• entweder interne Ressourcen bereitstellen oder
• externe Partner suchen
Cave:
• Schlichte Erweiterung des Aufgabenspektrums der
QS-/GMP-Abteilung nicht immer zielführend
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20135 23. Oktober 20135 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20136
AUSGANGSSITUATION DES PROJEKTS
23. Oktober 20136 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Frage: Verfügen mittelständische Unternehmen über
Auditoren mit notwendigem Know-how
außerhalb der PV-Abteilung ?
Antwort: Häufig nicht !
Lösung: Beauftragung externer Dienstleister
Ansatz des Audit-Projekts:
• Suche nach einem qualifizierten Partner
• Ausarbeitung der inhaltlichen Eckpunkte für ein Audit
• Angebot günstiger finanzieller Rahmenbedingungen
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20137
DER FRAGEBOGEN
23. Oktober 2013Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems7
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20138
ENTWICKLUNG DES PROJEKTS
23. Oktober 20138 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
1. Ausarbeitung des Fragebogens
Leitmotive der Arbeitsgruppe:
• Angemessene Umsetzung der gesetzlichen
Vorgaben (AMG, EU-Richtlinie 2001/83, EU-Verordnung
726/2004 und Implementing Regulation)
• Berücksichtigung der wichtigsten Inspektionsbefunde
• Berücksichtigung der Vorgaben von GVP
• Einstufung möglicher Findings
Nicht mehr, aber auch nicht weniger !
Fokus auf pragmatische Ausgestaltung der Anforde-
rungen mit Blick auf mittelständische Unternehmen!
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 20139
DER PARTNER
23. Oktober 2013Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems9
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201310
ENTWICKLUNG DES PROJEKTS
23. Oktober 201310 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
2. Suche nach einem qualifizierten Auditpartner
Leitmotive:
• Erfahrung in der Auditierung von industriellen QS-
Systemen
• Möglichkeit der Zertifizierung (Akkreditierung)
• Vermittlung von erfahrenen PV-Experten als Auditoren
• Erarbeitung eines Kostenmodells
• Ausarbeitung eines Auditprogramms (Vorbereitung,
Durchführung, Follow-up)
Identifizierung der DQS als idealer Partner!
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201311
DAS KOSTENMODELL
23. Oktober 2013Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems11
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201312
ENTWICKLUNG DES PROJEKTS
23. Oktober 201312 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
3. Ausarbeitung des Kostenmodells
Leitmotive:
• Aufwand begrenzen: i.d.R. nur eintägige Audits
Bestmögliche Vorbereitung durch vorab-Zusendung von
Unterlagen (PSMF)
• System-Audits, i.d.R. keine Produkt-bezogenen Audits
• Fokussierung auf nationalen Standort des MAH
• Vergünstigungen für BAH-Mitglieder
• Vor Ort-Ausstellung des Zertifikats (wenn möglich)
• Nach Möglichkeit dreijährige Gültigkeit des Zertifikats
• Festlegung von Eckpunkten für Re-Audits
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201313
ENTWICKLUNG DES PROJEKTS
23. Oktober 201313 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Das Kostenmodell:
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201314
DER PRAXISTEST
23. Oktober 2013Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems14
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201315
ENTWICKLUNG DES PROJEKTS
23. Oktober 201315 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
4. Testung im Pilotaudit
Ergebnisse:
• Fragebogen im Grundsatz bewährt
• Erfahrungen für optimierten Ablauf gesammelt
(Mindestvorlauf, Durchführung des Audittages)
• Konzept des Audits mit zwei Auditoren (QS- und PV-
Spezialist)
Start des Projekts möglich
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201316
ANNUAL REPORTS
23. Oktober 201316 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Annual Report:
• Schriftliche Berichte zwischen den Audits zur
Aufrechterhaltung des Zertifikats
• Ersetzen zusätzliche Audits
• Jährliche Frequenz
Inhalte:
• CAPA: Behebung der Findings aus dem Audit
• Mitteilung wichtiger Änderungen im PV-System
Prüfung:
• durch Auditoren der DQS
• Verlängerung des Zertifikats
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201317
NOTWENDIGKEIT ZUSÄTZLICHER AUDITS
23. Oktober 201317 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Innerhalb der Laufzeit eines Zertifikats können
zusätzliche Audits notwendig werden.
Wann?
• Größere Unternehmensveränderungen, u.a.
• Verkauf des Unternehmens
• Große Akquisition
• Wichtige Änderungen im PV-System, u.a.
• Wechsel der QPPV / Stufenplanbeauftragter
• Wechsel der PV-Datenbank
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201318 23. Oktober 2013Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems18
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201319 23. Oktober 2013Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems19
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201320
WEITERES ENGAGEMENT DES BAH
23. Oktober 201320 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Beauftragung zu Audits erfolgt zwischen
Unternehmen und DQS
Keine Involvierung des BAH
• BAH wird Projekt weiterhin ideell begleiten
• Arbeiten am Fragebogen
• Hilfestellung bei Akquisition geeigneter Auditoren
• Ansprechpartner für Verbesserungsvorschläge
• Nach Anlaufphase (bei Bedarf und Zustimmung
der auditierten Unternehmen)
• Forum mit typischen Auditfindings und möglichen
Lösungsstrategien
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 24. Oktober 201321 23. Oktober 201321 Angebot zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Systems
Vielen Dank für
die
Aufmerksamkeit !
Fragen ?
Kroth@bah-
bonn.de
28.07.2014
Datei
PD
Vorstellung des neuen BAH-Services
zur Auditierung des Pharmakovigilanz-Bereiches
23. Oktober 2013, 11:00 Uhr – 15:00 Uhr in der BAH-Geschäftsstelle in Bonn
___________________________________________________________________
Audit oder nicht Audit, das ist nicht mehr die Frage
- Rechtliche Anforderungen an die Auditierung von Pharmakovigilanz-Systemen
Die Pharmakovigilanz-Stammdokumentation und ihre Rolle zur Vor- und Nachberei-
tung eines Audits
Angela Schmidt-Mertens, UCB Pharma GmbH
Die DQS - Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen –
stellt sich vor
Helmut Stais, Leiter Innovation der DQS
Gute Fragen – der Fragebogen als Grundlage des Audits
Imke Simmchen-Wittekopf, Engelhard Arzneimittel
Das Pharmakovigilanz-Audit – ein Erfahrungsbericht vom Pilotaudit
Dr. Belal Naser, Schaper & Brümmer
GVP als kleiner Bruder von GMP?
Besondere Anforderungen an Pharmakovigilanz-Auditoren – ein Erfahrungsbericht
Dr. Dorothea Diewald, UCB Pharma GmbH
Das Angebot von BAH und DQS zur Auditierung von Pharmakovigilanz-Systemen
Dr. Elmar Kroth, BAH
Allgemeine Diskussion
28.07.2014
Datei
PD
Info-Tag Pharmakovigilanz
„Signal-Management im Unternehmen: Sind Sie compliant?
Aspekte und Möglichkeiten der Umsetzung“
am 10. Februar 2014, 11:00 Uhr
Agenda
Einleitung
(Melanie Broicher, Dr. Leonardo Ebeling)
Relevanz von Signal-Management und kontinuierlicher Nutzen-Risiko-Bewertung
nach den Neuregelungen in der Pharmakovigilanz aus der Sicht des BAH
(Dr. Elmar Kroth)
GVP-Modul XII: Continuous pharmacovigilance, ongoing benefit-risk evaluation, regula-
tory action and planning of public communication (sofern veröffentlicht)
(Dr. Leonardo Ebeling)
Signal-Management aus Sicht der Behörde
- Nationale Umsetzungsprozesse von PRAC-Signalen
- Emerging Safety Issues (ESI) aus Behördensicht
- electronic Reaction Monitoring Reports (eRMR) der EMA
(Dr. Norbert Paeschke, BfArM)
Gemeinschaftlicher Ansatz als Möglichkeit der Umsetzung
- Kurze Vorstellung des Projekts „Signal-Management und CoBRA®“
- Gegenüberstellung Anforderung GVP-Module - Erfüllung im Projekt
- Qualitätssicherung im Projekt
(Melanie Broicher, Dr. Susanne Ramm, Dr. Leonardo Ebeling, Dr. Kerstin Geldmeyer)
Erste Erfahrungen seit Start des Projektes
- aus Firmensicht
(Ute Cwientzek, Krewel Meuselbach GmbH)
- aus Sicht des Projekt-Dienstleisters: Verträge, Kundenabstimmung, Auflagen,
RSIs, CoBRA®-Report, Signale und ESIs
(Dr. Susanne Ramm, Dr. Leonardo Ebeling)
- Diskussionsthemen: Class Effects, Literaturbestellung und -kosten, Special APIs,
CoBRA®-Reports 2. Quartal
(Plenum)
Schlussfolgerungen und Fragen
(Alle)
28.07.2014
Datei
PD
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 20141
Dr. Elmar Kroth
Relevanz von Signal Management und
kontinuierlicher Nutzen-Risiko-Bewer-
tung nach dem Pharmapaket aus Sicht
des BAH
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201422 10. Februar 2014Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201433 10. Februar 2014Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201444 10. Februar 2014Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 20145
„ERFOLGE“ DER ENTBÜROKRATISIERUNG
• Neuregelungen zu Einzelfallberichten
• mögliche Vereinfachung noch nicht umgesetzt
• Pharmakovigilanz-Stammdokumentation
• Erstellung und laufende Pflege
• Audits
• Personalressourcen, Verträge, …
• (Flut von) Referral-Verfahren
• Verlust von Zulassungen (Tetrazepam,…)
• Risikokommunikation (Flut von Rote Hand-Briefen)
• PAS-Studien,…
10. Februar 20145 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 20146
„ERFOLGE“ DER ENTBÜROKRATISIERUNG
• Additional Monitoring
• neuer Standardtext
• neues Symbol: Schwarzes Dreieck
• Hinweis auf Meldung von UAW
• neuer Standardtext für ALLE GI / FI
• Variation-Regelungen noch offen
• Screening des EMA-Webportals
• Anpassung / Pflege der firmeneigenen SOPs an
GVP-Module
10. Februar 20146 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 20147
„ERFOLGE“ DER ENTBÜROKRATISIERUNG
• Neue Gebührenverordnung für Pharmakovigilanz-
Aktivitäten der EMA
10. Februar 20147 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 20148
„ERFOLGE“ DER ENTBÜROKRATISIERUNG
• Neuregelungen zu periodischen Berichten
• äußerst komplexe Regelungen
• erläuternde Papiere
• EURD-Liste laufend beobachten
Im Grundsatz: (einzige) Entlastung für Teile der
Industrie
(?)
10. Februar 20148 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 20149
LANGFRISTIGE ENTWICKLUNG
9
Verlängerung der Zulassung
PSUR
Prospektives Risikomanagement
Kontinuierliche Nutzen-Risiko-Bewertung
10. Februar 2014Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201410
SIGNALMANAGEMENT UND KONTINUIERLICHE
NUTZEN-RISIKO-BEWERTUNG
• Immer schon Teil der Pharmakovigilanz im
Unternehmen und bei Behörden
• Nach (teilweisem) Wegfall der PSURs deutlich
erweitert
• Sehr komplexe Aufgabe, umfasst
• Detektion
• Validierung
• Bewertung von Signalen sowie ggf.
• Treffen von Maßnahmen
10. Februar 201410 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201411 10. Februar 201411 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201412
SIGNALMANAGEMENT
Q&A to support the implementation of the PV
legislation, Version 3, 30. November 2012:
“Products referred to in Articles 10(1), 10a and 16a of
the Directive 2001/83/EC are exempted from the
routine submission of PSURs.
Therefore, alternative mechanisms such as signal
management and emerging safety issues channels
should be used to communicate relevant new safety
information to regulatory authorities.”
10. Februar 201412 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201413
SIGNALMANAGEMENT-VERANTWORTLICHKEITEN
Art.16 (3a) of the Regulation (EU) No 726/2004:
“In order to be able to continuously assess the risk-
benefit balance, the Agency [EMA] may at any time
ask the MAH to forward data demonstrating that the
risk-benefit balance remains favourable. The MAH
shall answer fully and promptly any such request.”
Q&A on Signal Management, October 4, 2013:
“Signal detection is performed by the EMA,
Member States and MAHs.”
10. Februar 201413 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201414
SIGNALDETEKTION - INFORMATIONSQUELLEN
Commission Implementing Reg. (EU) No 520/2012
“They [MAHs] should validate and confirm signals,
as appropriate, based on an examination of
• individual case safety reports,
• aggregated data from active surveillance systems
or studies,
• literature information or
• other data sources.”
10. Februar 201414 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller 13. Februar 201415
KONSEQUENZEN FÜR DIE PRAXIS
• Verpflichtung zur kontinuierlichen
• Nutzen-Risiko-Bewertung und
• Identifizierung sowie Verifizierung von Signalen
• Prüfen von geeigneten Maßnahmen
Große Herausforderung liegt in der Bewertung der
identifizierten Informationen
10. Februar 201415 Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
28.07.2014
Datei
PD