06.08.2026, 11:38

Zufriedenheit mit Gesundheitsinfrastruktur in der Hauptstadt

Berlinerinnen und Berliner bewerten die Apothekenversorgung besonders positiv und sorgen sich bundesweit am wenigsten um die Arzneimittelversorgung.
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Autor:innen
Celina Weyreuther
Vor dem Hintergrund der anstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September blickt Pharma Deutschland auf die gesundheitspolitische Stimmungslage in Berlin. Im Fokus stehen die Zufriedenheit mit der Apothekenversorgung und die Einschätzung der persönlichen Arzneimittelversorgung.

Gut sechs Wochen vor der Wahl zeigt eine aktuelle Civey-Umfrage für den Gesundheitsmonitor von Pharma Deutschland, dass 88,1 Prozent der Befragten aus Berlin mit der Apothekenversorgung zufrieden sind, lediglich 4,2 Prozent äußern Unzufriedenheit. Damit liegt Berlin deutschlandweit knapp an zweiter Stelle hinter Schleswig-Holstein. Diese Zufriedenheit ist im Vergleich zum Vorjahr (82,8 Prozent) deutlich gestiegen.

Diese hohe Zufriedenheit spiegelt sich auch in der Einschätzung der persönlichen Medikamentenversorgung wider. Mit 29,9 Prozent ist der Anteil der Menschen, die sich Sorgen um ihre Versorgung mit Arzneimitteln machen, in Berlin so niedrig wie in keinem anderen Bundesland. Gleichzeitig zeigen die Umfrageergebnisse deutliche regionale Unterschiede: Während die Sorgen um die Medikamentenversorgung in vielen ostdeutschen Bundesländern vergleichsweise groß sind, fallen sie in westdeutschen Bundesländern geringer aus. Berlin nimmt hier eine Sonderstellung ein.

Als dicht besiedelter Ballungsraum verfügt Berlin über eine umfangreiche Gesundheitsinfrastruktur mit zahlreichen Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäusern. Hinzu kommen eine gut ausgebaute Verkehrsanbindung und vergleichsweise kurze Wege zu medizinischen Angeboten. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet dies eine hohe Verfügbarkeit von Gesundheitsleistungen und eine größere Auswahl an Versorgungsangeboten als in vielen ländlich geprägten Regionen Deutschlands. 

Vor diesem Hintergrund spielt die Zukunft des Gesundheitswesens auch im Berliner Wahlkampf eine wichtige Rolle. Die gesundheitspolitische Agenda reicht von der weiteren Digitalisierung und Vernetzung der Versorgung über die Stärkung psychischer Gesundheitsangebote, die Entlastung von Notaufnahmen zu mehr Hitzeschutz und einer gerechten Versorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen.  

Das Land Berlin hat rund 3,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner und ist damit das am dichtesten besiedelte Bundesland. Die aktuelle Landesregierung besteht aus CDU und SPD, Regierender Bürgermeister ist Kai Wegner (CDU). Pharma Deutschland informiert im Rahmen seines Gesundheitsmonitors fortlaufend über die gesundheitspolitische Stimmungslage in Berlin vor der Wahl. Die nächste Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt.

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Celina Weyreuther

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