15.09.2026, 10:42 Pressemeldung

Wohnortnahe Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sichern

Umfragen zeigen große Unterschiede zwischen Stadt und Land bei der Bewertung von Apotheken- und ärztlicher Gesundheitsversorgung.
  • Gesellschaft & Politik
Autor:innen
Anna Frederike Gutzeit, 
Hannes Hönemann
Kurz vor der Landtagswahl am 20. September zeigen die Umfragen aus dem Pharma Deutschland Gesundheitsmonitor, wie die Qualität der Gesundheitsinfrastruktur von den Wählerinnen und Wählern in Mecklenburg-Vorpommern wahrgenommen wird.

Die Gesundheitsinfrastruktur steht insbesondere im ländlichen Raum vor erheblichen Herausforderungen. Alternde Praxisinhaber, unbesetzte Arztsitze, Engpässe bei Fachärzten sowie ein deutlicher Apothekenrückgang erschweren die wohnortnahe Versorgung. Mit dem im September 2025 beschlossenen Gesundheitsversorgungsunterstützungsgesetz (GVUG) wird die Landesregierung deshalb neben der hausärztlichen Versorgung weitere zentrale Bereiche des Gesundheitswesens gezielt stärken.

„Die Erreichbarkeit von Gesundheitsangeboten darf keine Frage des Wohnorts sein. Gerade Apotheken leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Menschen schnell und niedrigschwellig mit Arzneimitteln und professioneller Beratung versorgen und müssen daher für alle Menschen schnell erreichbar sein.“
Dorothee Brakmann Hauptgeschäftsführerin

Die Ergebnisse des Gesundheitsmonitors zeigen deutliche regionale Unterschiede. Während die Zufriedenheit mit der Apothekenversorgung in Städten wie Rostock und Schwerin über dem Landesdurchschnitt liegt, fällt sie in ländlich geprägten Regionen deutlich niedriger aus. Mit einem Wert von 79,8 Prozent weist Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich zudem die geringste Zufriedenheit mit der regionalen Apothekenversorgung auf. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Einschätzung der persönlichen Medikamentenversorgung sowie bei den Sorgen um die haus- und fachärztliche Versorgung. In den Städten äußern die Befragten deutlich seltener Sorgen als in ländlichen Regionen. 

„Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass vor allem die ärztliche Versorgung und die Apothekenversorgung vielerorts als Herausforderung wahrgenommen werden. Die von der Landesregierung angestoßenen Maßnahmen sind wichtige Schritte, viele von ihnen werden erst mittelfristig Wirkung entfalten.“, so Brakmann weiter.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der öffentlichen Apotheken im Land von 409 im Jahr 2013 auf 366 im Jahr 2023 zurückgegangen. Für eine langfristig stabile Gesundheitsversorgung sind verlässliche Strukturen und ausreichend qualifiziertes Personal entscheidend. Dazu gehören die Ausbildung und Bindung von Fachkräften ebenso wie die Gewinnung internationaler Beschäftigter für Medizin, Pharmazie und Pflege.

Ihr Kontakt

Anna Frederike Gutzeit

CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Hannes Hönemann

Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Politikwissenschaftler
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