14.08.2026, 09:48 Pressemeldung

Pharmastrategie der Bundesregierung muss Versorgung, Finanzierung und Wirtschaftspolitik verbinden

Pharma Deutschland benennt fünf essenzielle Aspekte zur Stärkung des Pharmastandorts
  • Gesellschaft & Politik
  • Produktion & Versorgung
Autor:innen
Hannes Hönemann, 
Anna Frederike Gutzeit
Team of pharmacist working on drug discovery.Development of new vaccine.Sterile cleanroom.Antivirus antidote immunization concept.Lab pre-clinic experiment.Disease biochemical analyisis.Diagnostics
Mit Blick auf die für September angekündigte Pharmastrategie der Bundesregierung legt Pharma Deutschland ein Positionspapier mit fünf zentralen Handlungsfeldern vor. Unter dem Titel „Arzneimittelversorgung sichern. Innovation stärken. Standort fördern.“ formuliert der Verband konkrete Vorschläge für eine Politik, die Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems zusammenführt.

Das Papier fordert insbesondere, den Pharmastandort zu stärken, die Versorgung abzusichern, Verfahren zu beschleunigen, Forschung und Innovation zu fördern sowie Prävention und Selbstmedikation auszubauen.

„Die Bundesregierung hat die Chance, mit ihrer Pharmastrategie ein klares Signal zu setzen: Deutschland muss Arzneimittelpolitik endlich als strategisches Querschnittsthema verstehen."
Dorothee Brakmann Hauptgeschäftsführerin

„Unser Papier zeigt, was dafür notwendig ist. Wir liefern der Bundesregierung konkrete Hinweise für eine Pharmastrategie, die nicht bei Einzelmaßnahmen stehen bleibt, sondern Versorgungssicherheit, Innovationsfähigkeit und Standortpolitik konsequent zusammendenkt. Vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung bereits vor einem knappen Jahr angekündigt hat, den Pharma- und Medizintechnikstandort Deutschland stärken zu wollen, haben wir keine Zeit zu verlieren und stehen für eine schnelle Konkretisierung und Operationalisierung der gemeinsamen Pharmastrategie bereit.“

Nach Ansicht von Pharma Deutschland enthält das Branchenpapier auch wichtige Aspekte für die ebenfalls angekündigte Strukturreform der Gesundheitsfinanzierung. DerVerband weist darauf hin, dass eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems nicht auf kurzfristige Ausgabenbegrenzung reduziert werden darf. Wer Generika, Biosimilars und innovative Arzneimittel dauerhaft verfügbar halten will, muss wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen schaffen, Resilienz finanzieren und Effizienzpotenziale durch Prävention sowie Selbstmedikation heben.

Zugleich sei das Papier ein wirtschaftspolitischer Impuls an die gesamte Koalition. Die pharmazeutische Industrie sichere nicht nur die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Sie schaffe außerdem qualifizierte Arbeitsplätze und sorge für Forschung, Produktion und Wertschöpfung in Deutschland. Wer diese volkswirtschaftlich wichtige Schlüsselbranche stärken wolle, müsse verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schaffen, Investitionen ermöglichen und Regulierung konsequent auf ihre Folgen für Standort und Versorgung prüfen.

Pharma Deutschland fordert deshalb eine ressortübergreifende Gesamtstrategie, in der Gesundheits-, Wirtschafts-, Forschungs-, Umwelt-, Sicherheits- und Beschäftigungspolitik verbindlich zusammenwirken. Einzelne Maßnahmen müssten auf ein gemeinsames Ziel einzahlen: eine innovative, bezahlbare und krisenfeste Arzneimittelversorgung aus einem starken Pharmastandort Deutschland. Das Strategiepapier benennt hierfür fünf Schwerpunkte – von investitionsfreundlichen Standortbedingungen über resilientere Lieferketten und schnellere Verfahren bis zu einer innovationsorientierten Nutzenbewertung sowie einer stärkeren Prävention und mehr Selbstmedikation.

Pharma Deutschland steht für den weiteren Dialog mit Bundesregierung, Parlament, Krankenkassen, Patientenvertretungen und allen weiteren Beteiligten bereit.

Positionspapier Pharmastrategie

Arzneimittelversorgung sichern. Innovation stärken. Standort fördern.

Konkrete Vorschläge für eine Politik, die Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems zusammenführt.

Ihr Kontakt

Hannes Hönemann

Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Politikwissenschaftler

Anna Frederike Gutzeit

CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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