Das europäische Chemikalienrecht entwickelt sich mit hoher Dynamik weiter. Neue Stoffbewertungen, Beschränkungsverfahren und gesetzgeberische Vorhaben können erhebliche Auswirkungen auf Stoffe, Materialien, Herstellungsprozesse, Lieferketten und regulatorische Anforderungen in der pharmazeutischen Industrie und der Medizinproduktebranche haben.
Am 19. November 2026 bietet Pharma Deutschland daher das Online-Fachseminar „Aktuelles aus dem Chemikalienrecht für Arzneimittel- und Medizinprodukte-Hersteller“ an. Die Veranstaltung vermittelt einen kompakten und praxisorientierten Überblick über zentrale Entwicklungen bei PFAS, REACH, CLP und weiteren aktuellen Regulierungsvorhaben.
Die Referentinnen und Referenten ordnen den jeweiligen Stand der Verfahren ein und zeigen auf, welche möglichen Auswirkungen und Handlungsfelder sich für Unternehmen ergeben. Dabei werden regulatorische Fragen auch konkrete Anknüpfungspunkte für die Unternehmenspraxis beleuchtet.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem europäischen Beschränkungsverfahren für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS. Unter dem Titel „PFAS-Beschränkung: Auf der Zielgeraden?“ wird erläutert, wo das Verfahren aktuell steht, welche Entwicklungen sich abzeichnen und welche Fragestellungen für Arzneimittel- und Medizinprodukte-Hersteller besonders relevant sind. Dabei geht es insbesondere um mögliche Verwendungsbeschränkungen, Ausnahmen, Übergangsregelungen und die Verfügbarkeit geeigneter Alternativen.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden aktuelle Verfahren zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen, kurz CLH. Zudem werden verschiedene Stoffbewertungen vorgestellt und welche Folgen sich aus neuen oder geänderten Einstufungen ergeben können. Solche Einstufungen können sich nicht nur auf den Umgang mit Stoffen und Gemischen, sondern auch auf deren Verwendung in Produkten, Materialien und Herstellungsprozessen auswirken.
Darüber hinaus stehen Bisphenole und insbesondere Bisphenol A im Fokus. Vorgestellt werden aktuelle regulatorische Diskussionen und Entwicklungen sowie deren mögliche Bedeutung für Materialien, Anwendungen und betriebliche Prozesse in der Arzneimittel- und Medizinprodukteindustrie.
Ergänzend erhalten die Teilnehmenden ein rechtliches Update zu REACH und CLP. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Änderungen und Vorhaben, insbesondere die Überarbeitung von REACH, sowie deren mögliche Auswirkungen auf Unternehmen und betriebliche Abläufe.
Abgerundet wird das Programm durch einen Beitrag zu „One Substance, One Assessment“, kurz OSOA. Hier werden die geplante Weiterentwicklung und stärkere Koordinierung der Stoffbewertung auf europäischer Ebene aus Sicht der Industrie eingeordnet. Dabei soll insbesondere beleuchtet werden, welche Bedeutung die Veränderungen für Unternehmen und die regulatorische Bewertung chemischer Stoffe haben können.