Die EMA hat das Protokoll der Sitzung der Medicine Shortages SPOC Working Party vom 12. Mai 2026 veröffentlicht. Im Mittelpunkt standen anhaltende Engpässe bei mehreren kritischen Arzneimitteln, darunter die Onkologika Ifosfamid und Cyclophosphamid (Baxter), Topamax (Topiramat), Fibclot (Humanfibrinogen) sowie Mycobutin (Rifabutin). Neu diskutiert wurde zudem ein Engpass bei Rifabutin-haltigen Tuberkulose-Arzneimitteln aufgrund von Herstellungsproblemen.
Positiv bewertet die EMA die aktuell stabile Versorgungslage bei inhalativem Salbutamol. Die EU-weite Überwachung soll deshalb über die Sommermonate pausieren. Auch die Koordinierungsmaßnahmen zu Praziquantel-haltigen Arzneimitteln werden beendet. Daneben befasste sich die Arbeitsgruppe mit möglichen Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Arzneimittelversorgung, die derzeit als beherrschbar eingestuft werden, sowie mit der Weiterentwicklung europäischer Instrumente zur Vermeidung und Bewältigung von Lieferengpässen.