02.07.2026, 11:20

Lieferengpässe: Protokoll der Sitzung der SPOC Working Party vom 12. Mai 2026 veröffentlicht

Das virtuelle SPOC-WP‑Treffen der EMA behandelte die aktuelle Arzneimittelversorgung, bestehende Engpässe sowie Maßnahmen zu deren Bewertung und Bewältigung in der EU/EEA.
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Andrea Schmitz
Das Protokoll der Sitzung der Medicine Shortages (SPOC) Working Party vom 12. Mai 2026 ist nun auf der Webseite der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) veröffentlicht worden. Es besteht weiterhin Handlungsbedarf bei mehreren kritischen Arzneimitteln, während sich die Versorgungslage bei Salbutamol und Praziquantel verbessert hat.

Die EMA hat das Protokoll der Sitzung der Medicine Shortages SPOC Working Party vom 12. Mai 2026 veröffentlicht. Im Mittelpunkt standen anhaltende Engpässe bei mehreren kritischen Arzneimitteln, darunter die Onkologika Ifosfamid und Cyclophosphamid (Baxter), Topamax (Topiramat), Fibclot (Humanfibrinogen) sowie Mycobutin (Rifabutin). Neu diskutiert wurde zudem ein Engpass bei Rifabutin-haltigen Tuberkulose-Arzneimitteln aufgrund von Herstellungsproblemen. 

Positiv bewertet die EMA die aktuell stabile Versorgungslage bei inhalativem Salbutamol. Die EU-weite Überwachung soll deshalb über die Sommermonate pausieren. Auch die Koordinierungsmaßnahmen zu Praziquantel-haltigen Arzneimitteln werden beendet. Daneben befasste sich die Arbeitsgruppe mit möglichen Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Arzneimittelversorgung, die derzeit als beherrschbar eingestuft werden, sowie mit der Weiterentwicklung europäischer Instrumente zur Vermeidung und Bewältigung von Lieferengpässen.

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Andrea Schmitz

Justiziarin, Leiterin Abteilung Recht
Rechtsanwältin, Syndikusrechtsanwältin
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