03.09.2026, 12:55

Krankenhausversorgung in Mecklenburg-Vorpommern

Sorgen liegen im Bundesniveau. Fachkräftemangel und demografischer Wandel setzen die Versorgung unter Druck.
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Autor:innen
Celina Weyreuther
Aktuelle Ergebnisse des Gesundheitsmonitors von Pharma Deutschland zeigen: Knapp ein Drittel der befragten Personen in Mecklenburg-Vorpommern sieht die Krankenhausversorgung als herausfordernden medizinischen Bereich. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung, des Fachkräftemangels und der anstehenden Landtagswahl am 20. September richtet Pharma Deutschland den Blick auf die Versorgungslage im Land.

Laut dem Gesundheitsmonitor von Pharma Deutschland nennen 32,0 Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern die Krankenhausversorgung als einen herausfordernden medizinischen Bereich. Damit liegt das Land nahezu auf Bundesniveau (30,3 Prozent) und nimmt im Ländervergleich weder eine ausgeprägt positive noch eine auffällig kritische Position ein. Gegenüber dem Vorjahr haben die Sorgen jedoch leicht zugenommen: Im September 2025 bezeichneten noch 25,6 Prozent der Befragten die Krankenhausversorgung als kritischen Bereich.

Innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns fällt die Einschätzung regional unterschiedlich aus. Besonders häufig werden Herausforderungen in Ludwigslust-Parchim genannt, wo 40,7 Prozent der Befragten die Krankenhausversorgung kritisch sehen. Auch in Vorpommern-Rügen (40,4 Prozent), Nordwestmecklenburg (37,0 Prozent) und in der Landeshauptstadt Schwerin (35,7 Prozent) liegen die Werte über dem Landesdurchschnitt. Vergleichsweise geringer ist die Sorge dagegen in der Mecklenburgischen Seenplatte (29,4 Prozent), im Landkreis Rostock (27,3 Prozent), in der Hansestadt Rostock (26,7 Prozent) sowie in Vorpommern-Greifswald (25,4 Prozent).

Die bundesweiten Ergebnisse zeigen, dass die Sorgen um die Krankenhausversorgung mit steigender Bevölkerungsdichte tendenziell abnehmen. Besonders ausgeprägt sind Herausforderungen demnach in dünn besiedelten Regionen – eine Entwicklung, die für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner großen Fläche und vergleichsweise wenigen Einwohnerinnen und Einwohners besonders relevant ist.

Nach Angaben der Landesregierung verfügte Mecklenburg-Vorpommern im Juni 2025 über 37 Krankenhäuser an 74 Standorten mit insgesamt 10.222 verfügbaren Betten. Im absoluten Vergleich verfügt Mecklenburg-Vorpommern wegen seiner geringen Bevölkerungszahl über eine der kleineren Krankenhauskapazitäten der Länder. Pro Kopf gerechnet liegt das Land jedoch über dem Bundesdurchschnitt – mit rund 6,3 Betten je 1.000 Einwohner gegenüber bundesweit etwa 5,7. Zugleich steht die Krankenhausversorgung vor erheblichen Herausforderungen durch den demografischen Wandel. Prognosen zufolge könnte die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern von aktuell etwa 1,63 Millionen Menschen auf etwa 1,47 Millionen im Jahr 2030 sinken. Gleichzeitig wird die Bevölkerung immer älter. Der Anteil der Menschen ab 65 Jahren hat sich laut Demografieportal des Bundes und der Länder seit dem Jahr 2000 nahezu verdoppelt und lag 2024 bei 28 Prozent. Bis 2050 könnte er laut Vorausberechnung auf 34 Prozent steigen. Damit wächst der Versorgungsbedarf, während die Zahl der potenziell erwerbstätigen Menschen sinkt.

Vor diesem Hintergrund gewinnen internationale Fachkräfte weiter an Bedeutung. Bundesweit hatten zum 31. Dezember 2025 rund 16 Prozent der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte keine deutsche Staatsangehörigkeit. Schätzungen zufolge machten aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte 2024 rund 24 Prozent der gesamten Ärzteschaft aus. Auch Mecklenburg-Vorpommern ist auf diese Fachkräfte angewiesen: Medienberichten zufolge arbeiteten dort 2024 insgesamt 1.196 ausländische Ärztinnen und Ärzte – rechnerisch etwa jede siebte Ärztin beziehungsweise jeder siebte Arzt im Land.

Mecklenburg-Vorpommern hat rund 1,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Die aktuelle Landesregierung wird von einer Koalition aus SPD und Die Linke getragen, Ministerpräsidentin ist Manuela Schwesig (SPD). Pharma Deutschland informiert im Rahmen seines Gesundheitsmonitors fortlaufend über die gesundheitspolitische Stimmungslage in Mecklenburg-Vorpommern im Vorfeld der Wahl am 20. September.
 

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