Je nach Bundesland wird die psychische Gesundheitsversorgung unterschiedlich häufig als Herausforderung wahrgenommen. Regional zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle: In Schleswig-Holstein (43,7 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (40,2 Prozent) und Niedersachsen (41,2 Prozent) wird diese besonders problematisch eingeschätzt. Im Mittelfeld liegen Sachsen (40,7 Prozent), Rheinland-Pfalz (40,3 Prozent) und Brandenburg (38,0 Prozent). Vergleichsweise niedrig sind die Anteile in Baden-Württemberg (36,8 Prozent), Hessen (35,6 Prozent) und Bayern (33,4 Prozent).
Auch zwischen den Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede. Am häufigsten nehmen Menschen zwischen 40 und 49 Jahren die psychische Gesundheitsversorgung als Herausforderung wahr: 44,5 Prozent nennen diesen Versorgungsbereich. Es folgen die 50- bis 64-Jährigen (43,8 Prozent), die 30- bis 39-Jährigen (35,0 Prozent) und die 18- bis 29-Jährigen (38,4 Prozent). Am seltensten wird die psychische Gesundheitsversorgung in der Altersgruppe ab 65 Jahren als Herausforderung wahrgenommen (27,4 Prozent).
Auch zwischen Frauen und Männern zeigen sich Unterschiede. Frauen nennen die psychische Gesundheitsversorgung etwas häufiger als Männer (38,9 gegenüber 34,7 Prozent).
Ein klares Muster zeigt sich bei der Bevölkerungsdichte nicht. Die Anteile liegen in Regionen mit sehr niedriger Bevölkerungsdichte bei 35,0 Prozent, mit niedriger bei 37,1 Prozent, mit mittlerer bei 36,7 Prozent, mit hoher bei 36,5 Prozent und mit sehr hoher Bevölkerungsdichte bei 37,7 Prozent
„Psychische Erkrankungen gehören zur gesundheitlichen Versorgung ebenso selbstverständlich wie körperliche Erkrankungen. Gegen Krankheiten wie Depressionen oder Angstzustände gibt es gute und bewährte Arzneimittel, deren Einnahme aber ärztlich veranlasst und begleitet werden muss. Umso wichtiger ist es, dass Menschen bei Bedarf zeitnah Zugang zu einer bedarfsgerechten Behandlung erhalten. Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, welchen Stellenwert die psychische Gesundheitsversorgung aus Sicht der Bevölkerung inzwischen einnimmt.“
Weitere Informationen und Grafiken finden Sie im Pharma Deutschland Gesundheitsmonitor.