Für Pharma Deutschland ist klar: Gewässerschutz und Arzneimittelversorgung müssen gemeinsam gedacht werden. Bei Arzneimitteln greift die Logik einer klassischen erweiterten Herstellerverantwortung jedoch nicht wie bei anderen Produkten. Denn die toxischen Eigenschaften von Arzneimitteln sind fest mit ihren Indikationen verbunden. Wirkstoffe lassen sich nicht beliebig verändern, ohne Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit für Patientinnen und Patienten zu berühren.
Hinzu kommt, dass steigende Zusatzkosten im stark regulierten Arzneimittelmarkt nicht einfach weitergegeben werden können. Preisregulierungen, Rabattverträge und weitere Kostendämpfungsinstrumente begrenzen die wirtschaftlichen Spielräume der Hersteller erheblich.
Werden diese Besonderheiten bei der nationalen Umsetzung nicht angemessen berücksichtigt, können zusätzliche Belastungen dazu führen, dass Arzneimittel wirtschaftlich unter Druck geraten. In der Folge ist mit dem Verlust von Arzneimitteln und nachfolgenden Versorgungsengpässen zu rechnen.
Der Landesverband Nord dankt MdB Dunja Kreiser für den offenen und konstruktiven Austausch sowie Nils Wolcke und Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG für die Gastfreundschaft in Salzgitter.