„Gesundheitsversorgung ist Daseinsvorsorge und damit eine zentrale Zukunftsfrage für Sachsen-Anhalt“, sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
„Die Menschen wollen sich darauf verlassen können, dass sie im Alltag schnell und persönlich Hilfe erhalten: in der Apotheke, in der Arztpraxis und im Krankenhaus.“
Die Gesundheitsversorgung ist zentrales Thema im laufenden Wahlkampf. Parteiübergreifend besteht der Anspruch, eine erreichbare und verlässliche Versorgung im ganzen Land zu sichern. Die Parteien greifen die Sicherung ambulanter Versorgung auf, einschließlich der haus- und fachärztlichen Versorgung sowie der Gewinnung von Nachwuchs. Sie befassen sich außerdem mit der Zukunft der Krankenhäuser, ihrer Finanzierung, ihrer Struktur und ihrer Rolle für die regionale Versorgung. Zugleich betonen sie, dass medizinische Angebote auch im ländlichen Raum erreichbar bleiben müssen.
Die Menschen in Sachsen-Anhalt bewerten die Versorgung durch Apotheken besonders positiv. 83,3 Prozent der Befragten geben laut dem Pharma Deutschland Gesundheitsmonitor an, mit der Apothekenversorgung zufrieden zu sein. Nur 3,6 Prozent sehen in diesem Bereich Probleme. Apotheken sind für viele Menschen der am einfachsten erreichbare Zugang zum Gesundheitssystem. Sie beraten persönlich zu Arzneimitteln, helfen bei akuten Beschwerden, unterstützen bei der sicheren Anwendung von Medikamenten und vermitteln bei Bedarf in die weitere medizinische Versorgung.
Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des in den kommenden Jahren bevorstehenden Ruhestands vieler Ärztinnen und Ärzte gewinnt die Frage einer ausreichenden medizinischen Versorgung an Bedeutung. Aktuell nehmen jedoch nur 31 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt ein ausreichendes Angebot an Ärztinnen und Ärzten wahr. Damit liegt der Wert deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 52 Prozent.
Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Jahren bereits wichtige Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung auf den Weg gebracht. Das Gesundheitskabinett des Landes beschloss Anfang 2025 ein Maßnahmenpaket gegen den Ärzte- und Zahnärztemangel sowie einen Fahrplan für die Weiterentwicklung der Krankenhausplanung. Vorgesehen sind unter anderem die Ausweitung der Landarztquote, Stipendien und Unterstützungsangebote für die Niederlassung in ländlichen Regionen. Seit dem Start der Landarztquote im Jahr 2020 konnten nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 130 angehende Ärztinnen und Ärzte für ländliche Regionen gewonnen werden.
Auch die Krankenhausplanung wird weiterentwickelt. Ziel ist es, Kliniken stärker zu spezialisieren, Qualität zu sichern und die ambulante und stationäre Versorgung besser miteinander zu verzahnen. Die Krankenhausplanung des Landes verfolgt ausdrücklich das Ziel einer bedarfsgerechten Versorgung.