15.10.2026, 14:31

EU4Health: EU-Gesundheitsbudget 2026 beschlossen

Mehr als 680 Millionen Euro für Krisenvorsorge, Arzneimittelversorgung und Gesundheitsförderung
  • Gesellschaft & Politik
Autor:innen
Henrik Reimer, 
Anna Wehage
Nach monatelangen Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten den Weg für das Gesundheitsbudget 2026 freigemacht. Mehr als 680 Millionen Euro sollen in zentrale gesundheitspolitische Bereiche fließen.

Die Europäische Kommission kann das Arbeitsprogramm 2026 im Rahmen von EU4Health nun offiziell verabschieden. Die vorgesehenen Mittel von über 680 Millionen Euro verteilen sich auf die Generaldirektion Gesundheit (DG SANTE) und DG HERA. Zu den Förderschwerpunkten zählen die Krisenvorsorge, die Bekämpfung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Versorgung mit kritischen Arzneimitteln sowie die Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Die Verabschiedung des Budgets hatte sich über Monate verzögert. Hintergrund war die Entscheidung der Kommission, die institutionelle Förderung von Gesundheits-NGOs zunächst vollständig zu streichen. Mehrere Mitgliedstaaten kritisierten diesen Schritt, da die Zuschüsse für die laufenden Betriebskosten eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit und politische Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen darstellen.

Nachdem zwei frühere Haushaltsvorschläge keine ausreichende Unterstützung gefunden hatten, einigten sich die Mitgliedstaaten nun auf einen Kompromiss, der 1,8 Millionen Euro für die institutionelle Förderung vorsieht.

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Henrik Reimer

Büroleiter Brüssel
Landesverband Europa

Anna Wehage

Referentin nationale und europäische Gesetzgebung / Internationales / Fälschungsschutz
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