Die im Auftrag des Gesundheitsausschusses erstellte Studie „The Use of Data in Public Health – Understanding the Potential for Artificial Intelligence in Medicine“ untersucht, wie KI die Gesundheitsversorgung verbessern und insbesondere Diagnostik, personalisierte Medizin und medizinische Forschung unterstützen kann.
Ein Schwerpunkt liegt auf den europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung und Weiterverwendung von Gesundheitsdaten. Dabei werden insbesondere der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS), die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die KI-Verordnung (AI Act) betrachtet.
Die Studie zeigt, dass der EHDS erhebliche Chancen für die datenbasierte Forschung und die Entwicklung medizinischer KI-Anwendungen bietet. Gleichzeitig bestehen rechtliche Unsicherheiten, insbesondere beim Zusammenspiel der verschiedenen EU-Regelwerke. Weitere Herausforderungen betreffen die Datenqualität, den Datenschutz sowie Haftungsfragen beim Einsatz von KI.
Die Studie formuliert Empfehlungen für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz und einen verbesserten Zugang zu hochwertigen Gesundheitsdaten. Für die pharmazeutische Industrie sind insbesondere die Rahmenbedingungen für die Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten sowie deren Verwendung für Forschung, Arzneimittelentwicklung und KI-gestützte Anwendungen relevant.
Die Vorstellung der Studie durch die Autorin Daniela Spajić findet am 15. Oktober 2026 im Rahmen der SANT-Ausschuss Sitzung im Zeitraum von 9:15 bis 12 Uhr statt. Die Sitzung kann hier verfolgt werden: Committee on Public Health Ordinary meeting - Multimedia Centre
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