06.05.2026

EU Nachhaltigkeitsgesetze: Omnibus Verfahren bringen spürbare Entlastungen

Entlastung für pharmazeutische Unternehmen, weiterer Handlungsbedarf bleibt
  • Regulierung & Zulassung
Autor:innen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die EU hat zentrale Nachhaltigkeitsvorgaben im Rahmen der Omnibus Verfahren überarbeitet. Ein aktueller Fachartikel in der PharmInd Ausgabe 4/2026 von Pharma Deutschland Autoren analysiert, welche Entlastungen sich daraus für die pharmazeutische Industrie ergeben – und wo weiterhin politischer Handlungsbedarf besteht.

Die Europäische Union hat im Rahmen der sogenannten Omnibus‑Verfahren zentrale Nachhaltigkeitsregelungen des Green Deal überarbeitet. Ziel der Reform war es, bestehende Überschneidungen und übermäßige Bürokratie in den Berichtspflichten zu reduzieren. Der aktuelle Fachartikel “Überarbeitung der EU Nachhaltigkeitsgesetze” von Dr. Elmar Kroth (stellvertretender Hauptgeschäftsführer) und Dr. Dennis Stern (Referent Nachhaltigkeit) analysiert die Anpassungen bei CSRD, CSDDD und EUDR und zeigt deren Bedeutung für die pharmazeutische Industrie auf.

Im Zuge des Green Deal waren Unternehmen verpflichtet worden, umfangreiche Maßnahmen zur sozial‑ökologischen Transformation umzusetzen und diese detailliert zu dokumentieren. Insbesondere die Vielzahl und Doppelung von Berichtspflichten hatte in der Praxis erhebliche Ressourcen gebunden, ohne die tatsächliche Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen messbar zu verbessern. Nach rund einem Jahr politischer Verhandlungen wurde der Überarbeitungsprozess Anfang 2026 abgeschlossen.

Die nun beschlossenen Anpassungen sorgen für eine spürbare Entlastung pharmazeutischer Unternehmen und verbessern die Praktikabilität der Nachhaltigkeitsvorgaben. Gleichzeitig sehen die Autoren weiterhin politischen Nachbesserungsbedarf. Insbesondere fordern sie, die Implementierung der Erweiterten Herstellerverantwortung nach Artikel 9 der Kommunalen Abwasserrichtlinie (KARL) zu pausieren und die nachgewiesenen fachlichen und methodischen Fehler zu korrigieren.

Der Beitrag macht deutlich: Die Überarbeitung der EU‑Nachhaltigkeitsgesetze ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Verhältnismäßigkeit und Effizienz – doch eine wirklich ausgewogene Regulierung erfordert weitere politische Entscheidungen.

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