10.07.2026, 11:42

EU-Aktionsplan zu Cybersicherheit und Künstlicher Intelligenz

EU-Aktionsplan setzt neue Standards für den verantwortungsvollen Einsatz von KI und die digitale Resilienz u.a. im Gesundheitssektor.
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Autor:innen
Dr. Karl Sydow
Die Europäische Kommission bündelt mit einem neuen Aktionsplan die regulatorischen Anforderungen an KI und Cybersicherheit. Hieraus ergeben sich weitreichende Implikationen für die IT-Governance, die Bewertung von KI-Modellen und die operative Abwehrbereitschaft gegenüber Cyberbedrohungen.

Die Europäische Kommission legt mit ihrem neuen Aktionsplan einen weiteren Grundstein für den digitalen Wandel in der Europäischen Union. Sie adressiert dabei gezielt den Einsatz von künstlicher Intelligenz und die notwendige Stärkung der Cybersicherheit.

KI wandelt die Cybersicherheitslandschaft derzeit in beispielloser Geschwindigkeit. Sie hilft zwar dabei, Schwachstellen schneller zu finden und Angriffe präzise abzuwehren, doch die gleiche Technologie wird für automatisierte und großangelegte Attacken genutzt. Der Aktionsplan begegnet dieser Gefahr durch drei Ziele: Er fördert den sicheren Einsatz von KI, stärkt die Resilienz der EU und baut europäische Kapazitäten für Cybersicherheit gezielt aus.

Die Kommission verknüpft den Aktionsplan eng mit dem bestehenden Rechtsrahmen, wie der KI-Verordnung, der NIS2-Richtlinie und dem Cyberresilienzgesetz. Künftig müssen KI-Modelle stärker hinsichtlich cybersicherheitsrelevanter Aspekte bewerten werden, bevor diese auf dem EU-Markt zum Einsatz kommen. Zudem bietet die EU mit der Agentur für Cybersicherheit (ENISA) künftig spezielle Testplattformen an.

Die Kommission setzt zudem auf technologische Souveränität. Sie lanciert eine EU-weite „Challenge“, um innovative, KI-gestützte Sicherheitslösungen zu entwickeln. Dabei fördert sie aktiv den Austausch zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Open-Source-Gemeinschaften. Dieser kooperative Ansatz soll nicht nur die Abwehr von Cyberangriffen erleichtern, sondern auch europäische KI-Technologien wettbewerbsfähig halten.

Zur Entwicklung von Standards in der KI gibt es u.a. in diesem Zusammenhang eine Anfrage von Jean-Paul Garraud an die Kommission dessen Antwort noch aussteht.
 

Ihr Kontakt

Dr. Karl Sydow

Teamleiter Digitale Gesundheit / GKV-Versorgung
Apotheker
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