24.02.2026

DiGA-E-Rezept: Jetzt im Produktivbetrieb?! TI-Rollout sorgt für Chaos in der Versorgung

Pilotierung des DiGA-E-Rezeptes wurde stark kritisiert, jedoch zeigen neue Zahlen der gematik den Rollout des DiGA-E-Rezeptes über die Hintertür
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Autor:innen
Dr. Karl Sydow
Nachdem das DiGA-E-Rezept in Testregionen pilotiert wurde, waren die Ergebnisse zur Einlösungsrate in der Praxis aufgrund des technischen Einlösevorgangs ernüchternd. Zahlen der gematik zeigen nun eine steigende Verordnung von DiGA-E-Rezepten. Nutzer des DiGA-E-Rezeptes sind verunsichert.

Gesetzlich war die Einführung des DiGA-E-Rezeptes für den 1. Januar 2025 vorgesehen. Da sich der Einlöseprozess dieses E-Rezeptes fundamental vom Arzneimittel-E-Rezept unterscheidet, hat die Umsetzung im sog. E-Rezept-Fachdienst bis Mai 2025 gedauert. Eine verpflichtende Nutzung seitens der Ärzte wurde aufgrund des neuen Einlöseprozesses verschoben und eine Pilotierung beauftragt. Die Ergebnisse der Pilotierung waren ähnlich dem Arzneimittel-E-Rezept ernüchternd. Die EInlösequote lag lediglich bei ca. 15 %.

Neue Zahlen der gematik zeigen nun eine aktivere Nutzung des DiGA-E-Rezeptes, was laut einiger DiGA-Hersteller zu Verunsicherung bei Versicherten und damit Anfragen führt. Denn für die Einlösung des E-Rezeptes über eine E-Rezept App benötigt man zwingend eine Gesundheits-ID in Verbindung mit der ePA. Entgegen der Forderungen der DiGA-Herstellerverbände wurden alternative Einlöseverfahren nicht implementiert. 

Diese Art des „Rollout“ von TI-Anwendungen ohne klare Kommunikation zu allen Akteuren führt nach Meinung von Pharma Deutschland zu einer Verschlechterung der Versorgung mit innovativen Therapien.

Ihr Kontakt

Dr. Karl Sydow

Teamleiter Digitale Gesundheit / GKV-Versorgung
Apotheker
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