14.07.2026, 12:48

China verhängt vorübergehendes Ausfuhrverbot für Helium

Vorübergehende Exportbeschränkung für strategischen Rohstoff tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.
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Autor:innen
Anna Wehage, 
Andrea Schmitz
China hat ein vorübergehendes Exportverbot für Helium verhängt. Die Maßnahme betrifft einen Rohstoff, der unter anderem in der Pharmaindustrie für gaschromatographische Qualitätskontrollen eingesetzt wird. Mitgliedsunternehmen, die von Heliumknappheit oder anderen rohstoffbedingten Lieferengpässen aufgrund des Kriegs im Nahen Osten betroffen sind, bitten wir um entsprechende Hinweise.

Das chinesische Handelsministerium und die Allgemeine Zollverwaltung haben am 10. Juli 2026 ein vorübergehendes Ausfuhrverbot für Helium bekannt gegeben (Bekanntmachung Nr. 29/2026). Die Maßnahme trat mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Über weitere Anpassungen soll zu einem späteren Zeitpunkt informiert werden.

Helium ist im EU Critical Raw Materials Act als kritischer Rohstoff eingestuft. Es wird in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt, unter anderem in der Halbleiterfertigung, der Medizintechnik sowie in der Pharmaindustrie.

Die weltweite Heliumversorgung war bereits in den vergangenen Monaten durch geopolitische Entwicklungen beeinträchtigt. Das nun angekündigte chinesische Ausfuhrverbot stellt eine weitere Veränderung der internationalen Versorgungslage dar.

In der Pharmaindustrie wird Helium unter anderem für gaschromatographische Qualitätskontrollen verwendet, die für zahlreiche Arzneimittel im Arzneibuch vorgeschrieben sind. Diese Analysen sind Voraussetzung für die Chargenprüfung und die Freigabe vieler Arzneimittel.

Sind Sie von Heliumknappheit oder anderen rohstoffbedingten Lieferengpässen infolge des Krieges im Nahen Osten betroffen? Dann bitten wir Sie um eine kurze Rückmeldung. So können wir die Auswirkungen auf die Versorgungslage besser erfassen und diese gegenüber den zuständigen Behörden kommunizieren, um auf mögliche Lösungsansätze hinzuwirken. Rückmeldungen gerne an wehage@pharmadeutschland.de.

 

Ihr Kontakt

Anna Wehage

Referentin nationale und europäische Gesetzgebung / Internationales / Fälschungsschutz

Andrea Schmitz

Justiziarin, Leiterin Abteilung Recht
Rechtsanwältin, Syndikusrechtsanwältin
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