17.09.2026, 10:23 Pressemeldung

Bundesweite Umfrage zeigt: Große Zustimmung für Gesundheitsangebote in Apotheken

Impfungen, Beratung und Diagnostik machen Apotheken zu einer starken Säule der Gesundheitsinfrastruktur
  • Gesellschaft & Politik
Autor:innen
Anna Frederike Gutzeit, 
Hannes Hönemann
Zum Abschluss des Deutschen Apothekertags zeigt eine aktuelle repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland: Die Menschen in Deutschland wollen Apotheken künftig noch stärker als niedrigschwellige Gesundheitsdienstleister nutzen. Besonders groß ist die Bereitschaft, Impfungen in der Apotheke durchführen zu lassen: 36,2 Prozent der Befragten können sich dies vorstellen. 32,9 Prozent interessieren sich für die Beratung zu Impfungen, 29,6 Prozent für Blutuntersuchungen und 28,7 Prozent für die Analyse ihres persönlichen Medikationsplans. Grundlage sind 5.000 Befragungen vom 9. bis 15. September 2026; Mehrfachnennungen waren möglich.
„Die Ergebnisse sind ein klarer Auftrag: Die Menschen wollen ihre Apotheke nicht nur für die Arzneimittelversorgung, sondern auch für Impfungen, Beratung und einfache Gesundheitschecks nutzen. Genau deshalb ist die Apothekenreform so wichtig. Sie gibt den Apotheken mehr Möglichkeiten, ihre Kompetenz dort einzusetzen, wo sie für Patientinnen und Patienten besonders gut erreichbar ist: vor Ort, niedrigschwellig und fachlich fundiert.“
Dorothee Brakmann Hauptgeschäftsführerin

Damit bestätigen die Ergebnisse auch zentrale Ziele der Apothekenreform. Apotheken sollen ihre wohnortnahe pharmazeutische Kompetenz künftig noch stärker in Prävention, Beratung und weitere Gesundheitsleistungen einbringen können. Pharma Deutschland begrüßt diesen Weg seit Beginn der Reformdebatte. 

Die Umfrage zeigt zudem, dass die Erwartungen nicht auf Impfungen begrenzt sind. Mehr als ein Viertel der Befragten kann sich individuelle Gesundheitsberatung in der Apotheke vorstellen (25,8 Prozent). Auch eine individuelle Ernährungsberatung stößt mit 21,1 Prozent auf Interesse. Fast jede oder jeder Fünfte kann sich DNA-Tests etwa zu Krankheitsrisiken vorstellen (19,9 Prozent).

Die Ergebnisse unterstreichen, dass Apotheken in den Augen der Kundinnen und Kunden weit mehr sind als reine Abgabestellen für Arzneimittel. Sie verbinden die sichere Arzneimittelversorgung mit persönlicher Beratung, Prävention und Hilfe zur Selbsthilfe. Ihre flächendeckende Präsenz, der direkte Zugang ohne lange Wartezeiten und die pharmazeutische Expertise machen sie zu einem unverzichtbaren Teil der Gesundheitsinfrastruktur.

Mit der Apothekenreform wurden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um dieses Potenzial stärker für die Versorgung zu nutzen. Nun kommt es auf eine zügige und praxistaugliche Umsetzung an. Erweiterte Impfangebote, pharmazeutische Dienstleistungen und niedrigschwellige Test- und Beratungsleistungen können dazu beitragen, Patientinnen und Patienten früher zu erreichen, Prävention zu stärken und zugleich Arztpraxen sowie das Gesundheitssystem zu entlasten. Pharma Deutschland hatte in früheren Stellungnahmen genau diese Weiterentwicklung der Apotheken zu vollwertigen Gesundheitsdienstleistern gefordert.

Die Umfrageergebnisse liefern dafür ein klares Signal: Die Nachfrage ist da. Die Apothekenreform bietet die Chance, sie in eine bessere, wohnortnahe und patientenorientierte Versorgung zu übersetzen.

Ihr Kontakt

Anna Frederike Gutzeit

CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Hannes Hönemann

Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Politikwissenschaftler
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