Im Vergleich mit den übrigen ostdeutschen Ländern bewerten Berlinerinnen und Berliner insbesondere die Apothekenversorgung deutlich positiver. 90,2 Prozent der Befragten in Berlin sind mit der regionalen Apothekenversorgung zufrieden. Die Hauptstadt verbindet im Ostvergleich eine sehr hohe Zufriedenheit mit geringen Problemerleben.
Auch bei den Sorgen um die persönliche Arzneimittelversorgung fällt das Bild in Berlin deutlich positiver aus. 29,9 Prozent sorgen sich um ihre persönliche Versorgung mit Medikamenten; in den anderen ostdeutschen Ländern sind es zwischen 42,3 Prozent und 49,5 Prozent. Diese Differenz deutet darauf hin, dass die dichte medizinische und pharmazeutische Infrastruktur der Metropole bei vielen Menschen ein stärkeres Gefühl von Versorgungssicherheit erzeugt.
Dennoch ist Berlin kein Land ohne Versorgungsfragen. Gerade bei der medizinischen Versorgung im persönlichen Umfeld nehmen Berlinerinnen und Berliner Herausforderungen wahr, insbesondere bei Hausärztinnen und Hausärzten sowie bei Fachärztinnen und Fachärzten.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Berlin in vielen medizinischen Versorgungsbereichen gut aufgestellt ist. Diese Position muss angesichts der alternden Ärzteschaft und der wachsenden Bevölkerung konsequent weiterentwickelt werden“, so Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
„Eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung sollte auch künftig zu den politischen Prioritäten der Hauptstadt gehören.“
Berlin verfügt dabei über eine ausdrücklich starke medizinische Infrastruktur. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin belegt laut aktuellem Ranking "World's Best Hospitals 2026" von Newsweek und Statista den ersten Platz in Deutschland, Rang zwei in Europa und Rang acht weltweit.
Einen wichtigen Rahmen setzt die im Juli 2026 von Berlin und Brandenburg beschlossene Innovationsstrategie der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2035. Darin wird „Gesundheit & Teilhabe“ ausdrücklich als einer von fünf zentralen Zukunftsbereichen definiert. Ziel ist es, die Region als leistungsfähigen, resilienten und inklusiven Gesundheitsstandort weiterzuentwickeln.