Undenkbares Risiko Blackout – wie wahrscheinlich ist er und was ist für Arzneimittel-Hersteller zu tun?
Programm:
Obwohl wir in Deutschland eine kontinuierliche und sichere Stromversorgung haben, steigt offenbar das Risiko für Stromausfälle – sei es für mehrere Stunden oder gar Tage, regional oder flächendeckend. Zuletzt hat Mitte September der Deutsche Städte- und Gemeindebund davor gewarnt und einen Ausbau des zivilen Katastrophenschutzes angemahnt. Die Herausforderungen für ein stabiles Stromnetz sind hoch: Naturereignisse, Sabotage und Cyberangriffe, gestoppte Gaslieferungen aus Russland infolge des Angriffskrieges in der Ukraine und überhaupt die Abhängigkeiten von Energielieferungen aus dem Ausland etc.. Um die Stabilität des Netzes zu erhalten sind Stromausfälle möglich. Dabei kommt es zu einer geplanten, temporären Abschaltung der Stromversorgung in einem begrenzten Gebiet. Unwahrscheinlicher, aber weitaus folgenreicher ist ein Blackout. Dabei fällt die Stromversorgung ungeplant und für unbestimmte Zeit aus. Die Folgen für Unternehmen wie auch Bürgerinnen und Bürger wären drastisch: U.a. der Mobilfunk, das Wasser- und Abwassersystem, das Gasnetz würden zum Erliegen kommen.
Die Wahrscheinlichkeiten dieser Szenarios wird unterschiedlich bewertet, aber selbst der zweite Stresstest dieses Jahr, dessen Ergebnis durch Bundeswirtschaftsminister Habeck Anfang September vorgestellt worden ist, kommt zu dem Ergebnis: „Eine stundenweise krisenhafte Situation im Stromsystem im Winter 22/23 ist zwar sehr unwahrscheinlich, kann aktuell, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. ...“
Damit sollten nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen, erst recht solche aus Sektoren, die den kritischen Infrastrukturen angehören, soweit möglich Vorkehrungen treffen.
Der BAH lädt daher Vertreterinnen und Vertreter unserer Mitgliedsunternehmen zu einer virtuellen Informationsveranstaltung ein. In dieser wollen wir unter anderem folgenden Fragestellungen nachgehen:
- Was ist unter den Begriffen Blackout, Brownout und Stromausfall zu verstehen?
- Wie wahrscheinlich ist ein solcher?
- Welche Vorkehrungen sollten oder müssen Unternehmen treffen, insbesondere Arzneimittel-Hersteller?
- Wie sieht ein Notfallplan aus?
- Welche Behörden sind für die Unternehmen mögliche Ansprechpartner?
- Welche Rolle kann die Einstufung als Kritische Infrastruktur (KRITIS) im Szenario spielen?
Kompetente Referenten werden diese und weitere Fragen mit Ihnen gerne diskutieren:
- Dieter Zeller, Experte für Krisen- und Travelriskmanagement in der Allianz für Sicherheit in Wirtschaft (ASW Bundesverband)
- Eva Katharina Platzer, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei emergenCITY (TU Darmstadt)
Wir würden uns sehr freuen, wenn unsere Veranstaltung auf Ihr Interesse trifft. Diese findet statt am Dienstag, dem 13. Dezember 2022, 11.00 bis 13.00 Uhr via Teams.
Gerne können Sie uns weitere Fragen auch im Vorfeld übermitteln.