Infoveranstaltung zum Arztinformationssystem (AIS)
53173 Bonn
Das Ende März vom Gesetzgeber verabschiedete Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG) beinhaltet u.a. eine Regelung zur Schaffung eines Arztinformationssystems (AIS).
Damit sollen den Ärzten die Beschlüsse zur frühen Nutzenbewertung transparent gemacht werden. Das Nähere soll eine Rechtsverordnung bestimmen. Seither ist eine intensive und kontroverse Diskussion zum AIS entbrannt. Dabei wird nicht selten verdrängt, dass in den Arztpraxen bereits über viele Jahre hinweg Informations- und Verordnungssysteme etabliert sind, die bereits heute zentrale Vorgaben für alle Arten von Arzneimitteln, also Innovationen, Generika, Alt-Originale, Importe, Besondere Therapierichtungen etc., zu berücksichtigen haben. Zudem nehmen Vereinbarungen zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen Einfluss auf die Praxis-Software und gleichzeitig werden regionale Wirtschaftlichkeitsvereinbarungen durch sie erst umsetzbar.
Der BAH hat daher seiner Mitgliedsfirmen in einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Sachstand rund um das Thema Praxis-Software informiert. Veranstaltet hat der BAH den AIS-Infotag mit Unterstützung von
Dr. Christian Ertel und Eckhart Horn
medeation gmbh
Elsenheimerstraße 59
80687 München
+49 171 2955662.
Anbei finden Sie das Programm sowie rechts in der Spalte die Foliensätze zur Veranstaltung.
Einführung in die Praxis-Software – 1. Teil
• Begriffsbestimmungen
• Daten-Klassen und Datenflüsse, Schnittstellen
• Relevante Stakeholder
• Marktüberblick Daten- und Datenbankanbieter
• Marktüberblick Praxis-Software-Anbieter
Einführung in die Praxis-Software – 2. Teil
• Rechtlicher Rahmen (Gesetze, Zertifizierung, u.a.)
• Der Verordnungsprozess in der Praxis
Praxis-Software, „mehr als nur Information" – 3. Teil
• Verordnungssteuerung allgemein
• Wirtschaftliches Verordnen
• Kontextsensitivität bei der Verordnung
• Kommunikationsoptionen der Arzneimittel-Hersteller („nicht nur Werbung“)
Praxis-Software, „mehr als nur Information" – 4. Teil
• Komm.- und Steuerungsoptionen der Kostenträger
• Abbildung der Wirtschaftlichkeit
• Kontextsensitive Daten und Funktionen
Die Interessenslage und Anforderungen aus Sicht der Ärzte hat Dr. Mathias Flume, Geschäftsbereichsleiter Verordnungsmanagement der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, in einem gesonderten Vortrag dargelegt.