Pharma Deutschland fordert daher eine angemessene Überarbeitung des EU GMP-Leitfadens ohne weitere Bürokratie aufzubauen. Die detaillierten Stellungnahmen werden seitens Pharma Deutschland im Rahmen der öffentlichen Konsultation eingereicht.
Regularien sollen an den Stand von Wissenschaft und Technik angepasst werden. Hierbei gilt es zu beachten:
Die Europäische Kommission hat neue Entwürfe für drei Teile der GMP-Regeln veröffentlicht. Diese Regeln beschreiben, wie Arzneimittel sicher und in guter Qualität hergestellt werden müssen.
Das Ziel dieser drei Dokumente ist es, moderne IT-Technologien sicher in die Herstellung von Medikamenten einzubinden – ohne die Qualität der Produkte oder die Sicherheit der Patienten zu gefährden. Grundsätzlich begrüßt Pharma Deutschland, dass elektronische Dokumentationssysteme in die Vorschriften aufgenommen werden, allerdings darf das Ganze nicht zu bürokratisch werden. Neue Regeln sollen die Arbeit sicherer und einfacher machen – und nicht mehr Ressourcen binden oder Lieferungen verzögern.
Wichtig ist: Datenintegrität (der korrekte und sichere Umgang mit Daten) ist schon heute fester Bestandteil der bestehenden Regeln und gelebte Praxis in den Unternehmen. Ein zusätzliches „Daten-Governance-System“ wäre aus Sicht von Pharma Deutschland überflüssig und würde keine Qualitätsverbesserung bringen. Stattdessen würde es Personal und Zeit beanspruchen, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden – gerade in Zeiten von Lieferengpässen und Fachkräftemangel. Gut ausgebildete Fachkräfte (gemäß Kapitel 2 EU-GMP Leitfaden) erbringen die Transferleistung zur Umsetzung der Datenintegrität im Rahmen des Pharmazeutischen Qualitätssystems schon jetzt eigenständig und benötigen dafür keine neue Vorschrift für ein zusätzliches System.
Das oberste Ziel aller Vorschriften muss bleiben: Die sichere und verlässliche Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln.