Die Teilnahme ist ausschließlich Mitgliedsunternehmen von Pharma Deutschland vorbehalten.
Die EU-Kommission hat im September 2026 einen Vorschlag zur Reform des europäischen Vergaberechts vorgelegt. Die EU-Kommission will das Vergaberecht grundlegend neu ausrichten: Öffentliche Beschaffung soll vereinfacht und künftig stärker als strategisches Instrument für Versorgungssicherheit, Resilienz und europäische Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden. Damit knüpft die Reform auch an die Ziele des Critical Medicines Act an, der für kritische Arzneimittel bereits spezifische Vorgaben für eine resilientere und stärker diversifizierte Beschaffung vorsieht.
Die geplanten Änderungen werden somit Auswirkungen auf die Vergabe von Arzneimitteln in Europa und die Ausgestaltung von Rabattverträgen in Deutschland haben. In unserer Veranstaltung möchten wir daher zunächst die zentralen Elemente des Kommissionsvorschlags zur Reform des Vergaberechts vorstellen und anschließend beleuchten, wie das neue europäische Vergaberecht und der Critical Medicines Act zusammenspielen und welche rechtlichen und praktischen Konsequenzen sich daraus für Arzneimittelausschreibungen in Deutschland ergeben könnten.
Im Anschluss wollen wir gemeinsam diskutieren, welcher Änderungsbedarf aus Sicht der pharmazeutischen Industrie besteht und welche Möglichkeiten es gibt, diesen im weiteren europäischen Gesetzgebungsverfahren einzubringen. Anmerkungen und Erkenntnisse aus der Veranstaltung sollen in die Stellungnahme Pharma Deutschlands zum Reformvorschlag einfließen.
AGENDA
Begrüßung und Einführung
Bedeutung der Reform des EU-Vergaberechts für die pharmazeutische Industrie
Andrea Schmitz, Pharma Deutschland e.V.
Reformvorschlag der Europäischen Kommission
Wesentliche Ziele und zentrale geplante Änderungen
Simone Terbrack, Legal and Policy Officer (SNE) für Öffentliche Vergabe in der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU der Europäischen Kommission
Auswirkungen auf Arzneimittelausschreibungen und Rabattverträge
Vergaberechtliche Einordnung der EU-Reform und des Critical Medicines Act, deren Verknüpfung und mögliche Konsequenzen für die deutsche Vergabepraxis
Prof. Dr. Marc Gabriel, LL.M. (NTU UK), Rechtsanwalt, Fachanwalt für Vergaberecht, Verwaltungsrecht und Medizinrecht
Diskussion über Auswirkungen auf die Praxis
Offene Fragen und möglicher Änderungsbedarf aus Sicht der pharmazeutischen Industrie
Alle
Gesetzgebungsverfahren und nächste Schritte
Stand in Rat und Europäischem Parlament sowie Möglichkeiten und Zeitfenster für die weitere Positionierung
Anna Wehage, Pharma Deutschland e.V.