Das Seminar gibt einen kompakten Überblick über aktuelle europäische Regulierungsvorhaben und deren Bedeutung für Unternehmen, Produkte und Kommunikationsprozesse. Im Mittelpunkt stehen zentrale Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit, Umweltverantwortung und regulatorischer Anforderungen, die für die praktische Umsetzung in Organisationen zunehmend relevant werden.
Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf der EU-Verpackungsverordnung (Geltungsbeginn ab 12. August 2026). Dabei werden die neuen Anforderungen an Verpackungen, deren Gestaltung, Wiederverwendbarkeit, Recyclingfähigkeit und Kennzeichnung betrachtet. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, welche Auswirkungen die Verordnung auf Unternehmen, Lieferketten und Produktverantwortung haben kann.
Darüber hinaus wird die EU-Entwaldungsverordnung (Geltungsbeginn ab 31. Dezember 2026) behandelt. Sie soll sicherstellen, dass bestimmte Produkte und Rohstoffe nur dann auf dem europäischen Markt bereitgestellt werden, wenn sie nicht zur Entwaldung oder Waldschädigung beitragen. Im Seminar werden die grundlegenden Anforderungen, Nachweispflichten und praktische Lösungswege für Unternehmen erläutert.
Ein weiterer Themenblock befasst sich mit der Umsetzung der EmpCo-Richtlinie (Geltungsbeginn ab 27. September 2026). Ziel der Richtlinie ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umweltaussagen zu schützen und die Nachhaltigkeitskommunikation transparenter zu gestalten. Im Seminar werden die Anforderungen an Umweltclaims und weitere Nachhaltigkeitsaussagen eingeordnet. Es wird aufgezeigt, wie Unternehmen die neuen Vorgaben inhaltlich und organisatorisch umsetzen können. Dabei werden auch die Chancen einer rechtskonformen und glaubwürdigen Nachhaltigkeitskommunikation beleuchtet, etwa zur Stärkung von Vertrauen, Reputation und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Diskussion um Umweltwirkungen von Arzneimitteln gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im Webinar werfen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen bei möglichen Klassifizierungsmodellen für Arzneimittelwirkstoffe und beleuchten insbesondere die jüngste Publikation des Umweltbundesamtes (UBA). Darin wird für OTC-Arzneimittel ein Ampelsystem vorgeschlagen, das Umweltaspekte bei der Auswahl und Empfehlung von Produkten berücksichtigen soll. Gemeinsam mit Expert:innen diskutieren wir die zentralen Fragen: Bieten solche Klassifizierung tatsächlich einen Mehrwert für Patient:innen und Umwelt? Welche Daten liegen bereits zu Umweltrisiken vor und wie belastbar sind diese? Welche Herausforderungen ergeben sich für die Beratung in Apotheken und welche Auswirkungen könnte das Modell auf die Arzneimittelversorgung haben? Darüber hinaus beleuchten wir, wie sich die pharmazeutische Industrie auf mögliche neue Anforderungen vorbereitet, welche Bewertungsansätze derzeit diskutiert werden und wo aus wissenschaftlicher, regulatorischer und praktischer Sicht noch Klärungsbedarf besteht.
Insgesamt bietet das Seminar eine praxisorientierte Einordnung aktueller Nachhaltigkeitsthemen und unterstützt dabei, regulatorische Entwicklungen frühzeitig zu verstehen und mögliche Handlungsbedarfe besser einschätzen zu können.
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr für Verbandsmitglieder beträgt 580 Euro zzgl. gesetzl. MwSt., für Nichtverbandsmitglieder 910 Euro zzgl. gesetzl. MwSt. Die Gebühr schließt die Dokumentation ein. Der WiDi behält sich vor, Änderungen am Inhalt des Programms sowie Ersatz der angekündigten Referenten vorzunehmen, wenn der Gesamtcharakter der Veranstaltung gewahrt bleibt.
Stornierungen können nur schriftlich bis 3 Tage vor Seminarbeginn kostenfrei vorgenommen werden.