23.06.2025

Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln: Eine zentrale Herausforderung in Norddeutschland

Gespräch mit Wirtschaftsminister Madsen: Impulse für einen starken Pharma-Standort Schleswig-Holstein
  • Ausschüsse & Landesverbände
Autor:innen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jan Oesterwalbesloh (Ministerium für Justiz und Gesundheit SH), Sarah Maroska (Ministerium für Justiz und Gesundheit SH), Dr. Jörn Tonne (Nordmark Pharma GmbH), Hauke Kuhlmann (G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG), Wolfgang Eck (Artesan Pharma GmbH & Co. KG), Ilse Boskamp (G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG), Marianne Boskamp (G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG), Prof. Dr. Kerstin von der Decken (Ministerin für Justiz und Gesundheit SH), Claudia Valder (Systema Natura GmbH), Dr. Armin Jentsch (Lichtenheldt GmbH), Alexander Warstat (VCI Nord), Beate Küter (Hameln Pharma GmbH), Babette Reiken (G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG) (c) G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG
Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken traf sich mit Vertreterinnen und Vertretern des Landesverbands Nord von Pharma Deutschland und des Verbandes der Chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord) bei der G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG in Hohenlockstedt. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln in Schleswig-Holstein, Deutschland und Europa.

Herausforderungen der pharmazeutischen Industrie

Babette Reiken, Vorsitzende des Landesverbands Nord von Pharma Deutschland, betonte die besonderen Herausforderungen der pharmazeutischen Industrie im Norden. Sie wies darauf hin, dass verlässliche Rahmenbedingungen und eine gesicherte Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung dringend notwendig seien. „Ein Wirtschaftsaufschwung mit guter Gesundheitspolitik ist die beste Sozialpolitik“, so Reiken. Sie forderte eine zügige Zusammenarbeit mit der Politik, um die Arzneimittelversorgung zu gewährleisten.

Engagement der Landesregierung

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken dankte allen Beteiligten für den Austausch und betonte die Vielschichtigkeit der Herausforderungen in der Arzneimittelherstellung und -versorgung. Sie hob hervor, dass das Thema bereits auf europäischer Ebene bearbeitet wird, um die Versorgung mit kritischen Arzneimitteln zu stärken. Die Landesregierung werde sich weiterhin dafür einsetzen, die Bedingungen in der Arzneimittelherstellung und -versorgung bestmöglich zu gestalten und Vor-Ort-Apotheken zu stärken.

Diskussion über weitere Themen

Im Rahmen des mehrstündigen Austausches wurden weitere Themen wie Bevorratungspflichten, Preisgestaltung im Bereich der Basismedikation sowie Innovationen und Weiterentwicklungen bekannter Wirkstoffe diskutiert. Ilse Boskamp, Mitglied der Geschäftsleitung der G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, unterstrich die Notwendigkeit einer Anpassung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG), um die wirtschaftliche Auskömmlichkeit und Arzneimittelvielfalt in Norddeutschland zu sichern.

Zukunftsperspektiven und Gesetzesinitiativen

Neben dem lösungsorientierten Austausch bot der Besuch der Ministerin auch Raum für Gespräche über Chancen im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung und der Nutzung von Gesundheitsdaten in Schleswig-Holstein. Der Verband formulierte den Wunsch an die Politik, sich bei zukünftigen Gesetzesinitiativen frühzeitig mit den Auswirkungen und Besonderheiten der pharmazeutischen Industrie zu beschäftigen und diese in die Abwägungsdebatten einzubeziehen.

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