14.05.2025

Über 40 Prozent der Bevölkerung in NRW sehen die hausärztliche Gesundheitsversorgung als Herausforderung

NRW nimmt Gesundheitsversorgung kritisch wahr
  • Ausschüsse & Landesverbände
Autor:innen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Umfrage von Pharma Deutschland zeigt, dass auch bei psychologischen Therapie- und Beratungsangeboten in NRW erhebliche Versorgungsprobleme gesehen werden

Die Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen wird von großen Teilen der Bevölkerung als kritisch wahrgenommen. Dies belegen die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Civey-Umfrage mit rund 830 Befragten im Auftrag von Pharma Deutschland, deren Daten unmittelbar vor Antritt der neuen Bundesregierung erhoben wurden.

Laut Civey-Daten bestehen die größten Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen in der hausärztlichen Versorgung. Hier geben 41,4 Prozent der Befragten an, die Situation als Problem wahrzunehmen. Als problematisch bewerten die Menschen in NRW ebenfalls die psychische Gesundheitsversorgung, also die psychologischen Therapie- und Beratungsangebote (36,2 Prozent).

„Die Landesregierung von NRW kann mit diesen Zahlen nicht zufrieden sein“, sagt Christoph Harras-Wolff, Vorsitzender des Pharma-Deutschland-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. „Sie unterstreichen deutlich den Mangel an Hausärztinnen und -ärzten, insbesondere in ländlichen Regionen. Die bevorstehende Ruhestandswelle und die geringe Bereitschaft junger Ärztinnen und Ärzte zur Praxisnachfolge verschärfen die Situation zusätzlich. Zum Beispiel sind laut Aussage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in der Region Westfalen-Lippe 19,2 Prozent der Hausärztinnen und -ärzte über 65 Jahre alt.“

Besonders auffallend ist, dass in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu den anderen Gebieten der Pharma-Deutschland-Landesverbände eine relativ hohe Unzufriedenheit mit der psychischen Gesundheitsversorgung besteht. Laut Bundespsychotherapeutenkammer sind lange Wartezeiten auf Therapieplätze an der Tagesordnung. Die Wartezeit liegt bundesweit bei durchschnittlich 20 Wochen und ist in ländlichen Gebieten teils länger als ein halbes Jahr. Bereits Anfang 2024 hat das Land versucht, durch die Freigabe neuer Sitze für Psychotherapeutinnen und -therapeuten auf die Missstände zu reagieren. Es bleibt abzuwarten, ob der weiterhin bestehende Bedarf erkannt wird und zusätzliche Plätze geschaffen werden.

Ihr Kontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Pharma Deutschland
Zeichenfläche 1