23.09.2026, 10:04 Pressemeldung

Selbstmedikation ist Verantwortung, nicht Selbstbedienung – Apotheke bleibt Vertrauensort Nummer eins

Neue Civey-Umfrage für Pharma Deutschland anlässlich des ersten Pharma Deutschland Selbstmedikations-Summit unterstreicht die Bedeutung fachlicher Beratung beim Kauf rezeptfreier Arzneimittel
  • Gesellschaft & Politik
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Autor:innen
Hannes Hönemann, 
Anna Frederike Gutzeit
Selbstmedikation und Prävention können dazu beitragen, medizinische Ressourcen gezielt einzusetzen und die Gesundheitsversorgung langfristig finanzierbar zu halten. Wie dieses Potenzial künftig noch besser für die Gesundheitsversorgung genutzt werden kann, ist eine der zentralen Fragen des Selbstmedikations-Summits „Selbstverständlich Selbstmedikation“ von Pharma Deutschland, der am 23. September in Berlin stattfindet. Perspektiven aus Politik, Wissenschaft, Medien und Gesundheitswesen zeigen, welchen Beitrag Selbstmedikation zu einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung leisten kann.

Die begleitende repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland unter 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern zeigt, dass die Menschen leichtere Beschwerden gern eigenverantwortlich behandeln, aber dabei nicht allein gelassen werden wollen. 

Wichtigster Einfluss auf die Kaufentscheidung bei rezeptfreien Arzneimitteln ist die eigene Erfahrung (48,7 Prozent), direkt gefolgt von der Beratung in der Apotheke (38,8 Prozent) und der ärztlichen Empfehlung (35,4 Prozent). Der Preis folgt erst mit 28,0 Prozent. Werbung (1,9 Prozent), Online-Bewertungen (5,8 Prozent) und Empfehlungen von Influencern (0,6 Prozent) sind nahezu bedeutungslos.

„Die Ergebnisse sind ein politischer Auftrag“, so Pharma Deutschland Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann.

„Wer Selbstmedikation stärkt und die Kompetenz der Apotheken besser nutzbar macht, macht die Versorgung sicherer, wohnortnäher und entlastet Arztpraxen dort, wo eine ärztliche Behandlung weniger erforderlich ist."
Dorothee Brakmann Hauptgeschäftsführerin

"Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen – von der Verfügbarkeit rezeptfreier Arzneimittel bis zu tragfähigen Strukturen für Beratung und neue Apothekenleistungen“, so Brakmann weiter.

Die Vor-Ort-Apotheke ist zugleich der klar bevorzugte Bezugsweg: 49,3 Prozent kaufen rezeptfreie Arzneimittel am liebsten dort, 26,0 Prozent in einer Versandapotheke, 10,6 Prozent im Drogeriemarkt. Wird Beratung gewünscht, ist das persönliche Gespräch mit 47,5 Prozent die eindeutige erste Wahl; digitale Wege wie der 24/7-Chat einer Apotheke erreichen lediglich 1,2 Prozent. 

Das Informationsbedürfnis ist dabei vor allem ein Sicherheitsbedürfnis: 37,3 Prozent wünschen sich mehr Informationen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, 32,0 Prozent zu Nebenwirkungen und Risiken, 18,7 Prozent dazu, wann ein Arztbesuch notwendig ist. Auch emotional ist die Apotheke fest verankert: Vertrauen ist mit 31,5 Prozent das häufigste Gefühl beim Betreten einer Apotheke, bei Menschen ab 65 Jahren sogar mit 38,3 Prozent.

Die Befragten sehen in der Apotheke zudem einen Ort für mehr Gesundheitsleistungen: 36,2 Prozent können sich Impfungen in der Apotheke vorstellen, 32,9 Prozent eine Impfberatung, 29,6 Prozent Blutuntersuchungen und 28,7 Prozent die Analyse des eigenen Medikationsplans.

Ihr Kontakt

Hannes Hönemann

Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Politikwissenschaftler

Anna Frederike Gutzeit

CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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