18.03.2026

Pharma Deutschland hat zur Änderung der Festbetragsgruppe Methylphenidat kritisch Stellung genommen

Die Aktualisierung der Festbetragsgruppe Methylphenidat sollte aus Sicht von Pharma Deutschland gestoppt werden
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Autor:innen
Dr. Karl Sydow
Pharma Deutschland warnt vor der geplanten Eingruppierung kindgerechter Methylphenidat Retardkautabletten in die Festbetragsgruppe und sieht Zulassung sowie Versorgungssicherheit gefährdet.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beabsichtigt, die Festbetragsgruppe „Methylphenidat Gruppe 1, Stufe 1“ um die neue Darreichungsform Retardkautabletten zu erweitern. Betroffen ist ausschließlich ein für Kinder und Jugendliche zugelassenes Präparat, dessen kindgerechte Darreichungsform und Wirkstärke integraler Bestandteil der Zulassung sind. Die Retardkautablette wird gekaut statt geschluckt, was Dosiergenauigkeit erhöht und Missbrauchsrisiken reduziert.

Pharma Deutschland widerspricht der G-BA Argumentation, wonach die Wirkstärken nicht altersgerecht seien, da ADHS Therapien typischerweise titriert und nicht gewichtsadaptiert dosiert werden. Aus Sicht von Pharma Deutschland würde eine Eingruppierung die Zulassung systematisch verkennen und dem Bindungsprinzip widersprechen. Insgesamt bewertet Pharma Deutschland die Beschlusslage des G-BA mit Blick auf diese Festbetragsgruppe als inkonsistent und spricht sich klar gegen die Aktualisierung und darüber hinaus Auflösung der Gruppe aus.

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Petra ten Haaf

Referentin GKV-Arzneimittelversorgung / Basismarkt
Apothekerin
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