Zwar kennen rund 72 % der Befragten die ePA – doch nur 15,9 % nutzen sie aktiv. Damit liegt der Landesverband Ost zwar über dem Durchschnitt mancher Regionen, aber weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt von 16,2 %.
Innerhalb der Region gibt es deutliche Unterschiede: Während Brandenburg (18 %) und Sachsen (17,6 %) leicht über dem Mittelwert liegen, bleibt Thüringen mit 11,3 % deutlich zurück. Mecklenburg-Vorpommern (14,1 %), Sachsen-Anhalt (15,7 %) und Berlin (16 %) bewegen sich knapp unter dem Durchschnitt.
Die Gründe für die zurückhaltende Nutzung sind laut Pharma Deutschland vielfältig: Eine komplizierte Registrierung, technische Probleme und eine unzureichende Informationslage erschweren den Zugang. Viele Versicherte fühlen sich im digitalen Gesundheitswesen unsicher und wenig unterstützt.
Der Landesverband Ost fordert daher mehr Aufklärung und gezielte Informationsangebote. „Die Lücke zwischen Bekanntheit und tatsächlicher Nutzung zeigt, dass der konkrete Nutzen der ePA im Alltag noch nicht ausreichend vermittelt wird“, heißt es in der Stellungnahme. Nur durch flächendeckende Nutzung könne die ePA ihr volles Potenzial entfalten und zu einem patientenorientierten Gesundheitssystem beitragen.
Pharma Deutschland sieht die ePA als zentralen Baustein für die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Mittel- bis langfristig soll sie die Versorgung effizienter, transparenter und individueller gestalten.
Die Pressemitteilung zur gesamtdeutschen Bekanntheit und Nutzung der ePA finden Sie in unserem Newsroom.