Das EU-Mercosur-Abkommen ist auch für europäische Pharmaunternehmen von großer Bedeutung, da es Handelsvorteile bietet und eine weitere Marktexpansion ermöglicht. Schon heute ist die EU der mit Abstand wichtigste Arzneimittellieferant der Mercosur Staaten. Betrachtet man die Länder einzeln, ist Deutschland nach den USA das zweitwichtigste Lieferland.
Frankreich, Polen, Österreich, Irland und Ungarn sprachen sich gegen das Abkommen aus, während Belgien sich der Stimme enthielt. Italien, das zuletzt mit Ablehnung drohte, stimmte nun doch zu.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen für den Agrarmarkt, die greifen würden, wenn die Importe aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay zu stark ansteigen, wurden ebenfalls von den EU-Botschaftern gebilligt, wie die Diplomaten mitteilten.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wird diese Woche nach Paraguay reisen, um das Abkommen zu unterzeichnen.
Informationen zum Abkommen hat die Kommission unter EU-Mercosur zusammengetragen.
Zudem hat sie GTAI (Germany Trade & Invest) eine gute Zusammenfassung “Was bedeutet das EU-Mercosur-Abkommen für Deutschland?”, auch für den Bereich Pharma, zusammengestellt.