12.01.2026

Mitgliedstaaten stimmen dem EU-Mercosur Abkommen zu

Am Freitag, 9. Januar, haben die Mitgliedstaaten mit knapper, aber ausreichender Mehrheit das Mercosur Abkommen angenommen.
  • Gesellschaft & Politik
Autor:innen
Anna Wehage
Eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hat das Handelsabkommen der Europäischen Union mit den Mercosur-Ländern zur Unterzeichnung gebilligt. Deutschland hatte sich schon seit geraumer Zeit im Lager der Befürworter positioniert.

Das EU-Mercosur-Abkommen ist auch für europäische Pharmaunternehmen von großer Bedeutung, da es Handelsvorteile bietet und eine weitere Marktexpansion ermöglicht. Schon heute ist die EU der mit Abstand wichtigste Arzneimittellieferant der Mercosur Staaten. Betrachtet man die Länder einzeln, ist Deutschland nach den USA das zweitwichtigste Lieferland.

Frankreich, Polen, Österreich, Irland und Ungarn sprachen sich gegen das Abkommen aus, während Belgien sich der Stimme enthielt. Italien, das zuletzt mit Ablehnung drohte, stimmte nun doch zu.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen für den Agrarmarkt, die greifen würden, wenn die Importe aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay zu stark ansteigen, wurden ebenfalls von den EU-Botschaftern gebilligt, wie die Diplomaten mitteilten.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wird diese Woche  nach Paraguay reisen, um das Abkommen zu unterzeichnen.

Informationen zum Abkommen hat die Kommission unter EU-Mercosur zusammengetragen. 

Zudem hat sie GTAI (Germany Trade & Invest) eine gute Zusammenfassung “Was bedeutet das EU-Mercosur-Abkommen für Deutschland?”, auch für den Bereich Pharma, zusammengestellt.

Ihr Kontakt

Anna Wehage

Referentin nationale und europäische Gesetzgebung / Internationales / Fälschungsschutz
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