14.05.2025

Mehr als jeder Dritte in Bayern betrachtet die hausärztliche Gesundheitsversorgung als Herausforderung

Sorge um die regionale Krankenhausstruktur liegt in Bayern über dem Bundesdurchschnitt
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die größten Herausforderungen in Bayern bestehen laut der Civey-Daten in der Krankenhaus- und der hausärztlichen Versorgung.

Die Gesundheitsversorgung in Bayern steht bei einem großen Teil der Bevölkerung in der Kritik. Dies belegen die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Civey-Umfrage mit rund 800 Befragten im Auftrag von Pharma Deutschland, deren Daten unmittelbar vor Antritt der neuen Bundesregierung erhoben wurden.

Laut Civey-Daten bestehen die größten Herausforderungen in Bayern in der Krankenhaus- und der hausärztlichen Versorgung. 40,4 Prozent der Befragten geben an, die Situation der Hausarztpraxen als Problem wahrzunehmen. Die Krankenhausversorgung sehen 34,6 Prozent als kritisch an. Anders als in anderen Bundesländern gilt die zweitgrößte Sorge der Befragten nicht dem Angebot an Fachärztinnen und Fachärzten, sondern der Krankenhausversorgung. Während in Bayern deutlich mehr als ein Drittel der Befragten (34,6 Prozent) angeben, sich Sorgen, um die Krankenhausversorgung zu machen, sind es im Bundesdurchschnitt nur 31,7 Prozent. Das Angebot an Facharztpraxen dagegen wird in Bayern als relativ gut wahrgenommen. Während es im Freistaat nur knapp 30 Prozent der Befragten für ein Problem halten, liegt dieser Wert bundesweit bei beinahe 34 Prozent.

„Mit den Ergebnissen unserer Umfrage kann die bayerische Landesregierung nicht zufrieden sein“, betont Dr. Günter Auerbach, Vorsitzender des Pharma-Deutschland-Landesverbandes Bayern. „Die wirtschaftlich prekäre Situation vieler bayerischer Krankenhäuser nagt am Vertrauen der Bevölkerung in die Gesundheitsversorgung. In den Zahlen manifestiert sich, dass derzeit rund 500 Hausarztsitze in Bayern unbesetzt sind. Es braucht schnell Maßnahmen, um die hausärztliche Versorgung zu stärken und die Krankenhauslandschaft zu stabilisieren.“ 

Inwieweit sich in der Umfrage erste Auswirkungen der Anfang 2024 gestarteten Kommunalförderrichtlinie (KoFöR) zeigen, die auch die Gründung medizinischer Versorgungszentren fördert, werden erst spätere Befragungen zeigen können.

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