31.03.2026
PD
Maßnahmen der Finanzkommission zur Stabilisierung der GKV-Finanzen
Zwischen Finanzierungslücke und Strukturreformen: Die Vorschläge der Finanzkommission setzen breite Einschnitte voraus, mit potenziell erheblichen Auswirkungen auf den Pharmabereich.
Mit ihren Vorschlägen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen hat die Expertenkommission unter Leitung von Prof. Greiner den Ball nun ins Feld der Politik gespielt. In den kommenden Wochen will die Koalition die Sparvorschläge auswerten und spätestens bis zum Sommer ein Gesetz auf den Weg bringen, das die GKV-Finanzen kurz- und mittelfristig stabilisiert. Für den Pharmabereich zeichnen sich besonders weitreichende Einschnitte ab: Der Herstellerabschlag für patentgeschützte Arzneimittel soll von derzeit 7 auf 14 Prozent steigen, zudem ist ab 2028 eine Dynamisierung des Abschlags vorgesehen, indem die Ausgabenentwicklung an die Einnahmeentwicklung gekoppelt wird. Das konterkariert alle Überlegungen zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft und leistet keinen Beitrag zur MFN-Problematik.