22.01.2026

Landesverband Nordrhein-Westfalen: Staatssekretär Georg Kippels im Online-Gespräch

Politischer Dialog über die Herausforderungen für den Pharmastandort NRW
  • Ausschüsse & Landesverbände
Autor:innen
Nicole Westig
Vertreter unserer Mitgliedsunternehmen aus NRW im Dialog mit Staatssekretär Kippels
Georg Kippels, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, war in einem Online-Gespräch zu Gast bei den Mitgliedern von Pharma Deutschland NRW.

Nach der Begrüßung durch den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Christoph Harras-Wolff betonte Kippels den gesellschaftspolitischen Anspruch der Bundesregierung, die älter werdende Bevölkerung in Deutschland mit den bestmöglichen Arzneimitteln auszustatten. Es brauche Innovation und Innovation brauche einen positiven Nährboden. Um den Pharmastandort Deutschland zu stärken, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen internationalen Herausforderungen, habe die Bundesregierung den erneuten Pharma- und Medizintechnikdialog gestartet. 

Die Anwesenden begrüßten den Pharmadialog. Auf die Frage, ob vor dem Hintergrund des MFN als sogenannter Zeitenwende nicht andere Formen des Marktzugangs als bisher vorgenommen werden müssten, betonte Kippels den ressortübergreifenden Charakter des Dialogs, der bewusst auch das Wirtschafts- und Forschungsministerium sowie das Kanzleramt mit einbeziehe, räumte aber ein, dass dort noch mehr Dynamik wünschenswert sei. 

Die Frage nach einem OTC-Switch, also die Entlassung aus der Verschreibungspflicht für bestimmte Arzneimittel, solle frei von Denkverboten diskutiert und auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit beim Umgang mit Medikamenten geführt werden. Kippels sprach sich für mehr Eigenverantwortung aus, so dass Patientinnen und Patienten bestimmte Formen von Therapie mit Beratung selbst in die Hand nehmen sollten und könnten. Damit unterstützt er die Haltung von Pharma Deutschland ebenso wie beim Einsatz für mehr Prävention, insbesondere beim Thema Impfen. In diesem Zusammenhang wünschte er sich auch mehr Offenheit bei der Frage, was Apothekerinnen und Apotheker dürften. Die Apothekenreform sei dabei nur ein erster Schritt und dies gehöre auch zu einem „wichtigen Paket der nächsten Vorhabenplanung“. 

Abschließend dankte Harras-Wolff dem Staatssekretär für seine Dialogbereitschaft und betonte, dass man weiterhin im Austausch bliebe.  
 

Ihr Kontakt

Nicole Westig

Regionalbeauftragte Mitte & West
Landesverbände Nordrhein-Westfalen & Mitte
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