Beim parlamentarischen Frühstück „AbbVie Science Perspective“ in Wiesbaden diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie über die Zukunft des Pharmastandorts Deutschland und Hessens Rolle im globalen Innovationswettbewerb. Die Veranstaltung, an der mehr als 40 Gäste teilnahmen, gilt als wichtiger Impulsgeber für politische Debatten rund um medizinische Innovationen, Forschung und Entwicklung sowie die Stärkung der pharmazeutischen Wertschöpfungsketten in Deutschland.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, Deutschland zu einem weltweit führenden Innovationsstandort im Gesundheitssektor zu entwickeln. In seinen einleitenden Worten betonte Thibault Massart, Geschäftsführer von AbbVie Deutschland, wie entscheidend stabile und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für dieses Ziel sind. Denn insbesondere internationale Entwicklungen wie die US‑Arzneimittelpreispolitik beeinflussen zunehmend, ob Unternehmen in Deutschland weiterhin in Forschung investieren und ob Patientinnen und Patienten Zugang zu neuen Therapien erhalten. Vor diesem Hintergrund wird 2026 ein entscheidendes Jahr für die politischen Weichenstellungen sein.
Unter der Moderation von Wolfgang Reinert, Vorstandsmitglied des Landesverbands Mitte von Pharma Deutschland, diskutierten Professorin Dr. Maike Windbergs von der Goethe‑Universität, Dr. Sven Prietzel vom vfa und Dr. Henning Kleine von AbbVie über die zentralen Voraussetzungen für einen international wettbewerbsfähigen Pharmastandort. Die Expertinnen und Experten machten deutlich, dass es jetzt auf die konsequente Umsetzung der im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen zur Stärkung der pharmazeutischen Forschung und Produktion in Deutschland ankommt. Dazu gehören moderne regulatorische Verfahren, verlässliche Rahmenbedingungen für klinische Forschung und eine faire, nutzengerechte Vergütung von Innovationen, die Investitionen ermöglicht und Versorgungssicherheit langfristig stärkt.
Zugleich betonten die Teilnehmenden, dass pharmazeutische Innovationen nicht als Kostenfaktor, sondern als zentrale Investition in die Zukunft des Gesundheitssystems verstanden werden müssen. Dies gilt besonders mit Blick auf den laufenden Pharmadialog der Bundesregierung, der ein klares Signal für innovationsfreundliche Bedingungen setzen muss. Nur so kann Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen, seine Forschungsbasis erhalten und den Zugang der Patientinnen und Patienten zu modernen Therapien sichern.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend der Schulterschluss zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik ist, um Deutschland als führenden Innovationsstandort weiterzuentwickeln – ein Ziel, das auch Pharma Deutschland maßgeblich unterstützt.